Der russische Präsident Wladimir Putin kommt am 5.3.26 zu einem Treffen im Kreml in Moskau. (Archivbild)
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Der russische Präsident Wladimir Putin

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Ukraine-Ticker: Hohe Energieeinnahmen füllen Putins Kriegskasse

Ukraine-Ticker: Hohe Energieeinnahmen füllen Putins Kriegskasse

Russland ist nach Einschätzung von EU-Ratspräsident Costa der einzige Gewinner des Krieges im Nahen Osten: Weil die Energiepreise steigen, nehme Russland mehr Geld ein – zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine. Alle News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Die wichtigsten News zum Ukraine-Krieg im Überblick

  • Vier Tote bei russischen Angriffen auf Slowjansk (15.55 Uhr)
  • EU-Ratspräsident: Russland ist einziger Gewinner des Nahost-Kriegs (10.38 Uhr)
  • Bericht: Pistorius besorgt 30 Patriot-Raketen für Ukraine (10.29 Uhr)
  • Mindestens 14 Verletzte in der Ukraine durch Drohnen (08.36 Uhr)
  • Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

15.55 Uhr: Vier Tote bei russischen Angriffen auf Slowjansk

Bei russischen Angriffen auf die umkämpfte ostukrainische Stadt Slowjansk in der Region Donezk sind nach Angaben der regionalen Behörden mindestens vier Menschen getötet worden. 16 weitere Menschen seien verletzt worden, unter ihnen ein 14-jähriges Mädchen, teilten die Behörden am Dienstag mit.

Von den Behörden veröffentlichte Bilder zeigten ausgebrannte Fahrzeuge und ein beschädigtes Wohngebäude. Die russische Seite äußerte sich zunächst nicht zu dem Geschehen. Die Region Donezk befindet sich zum größten Teil unter Kontrolle der russischen Streitkräfte.

14.52 Uhr: Slowakei und EU einig über Öl-Transit durch Druschba-Pipeline

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico ist sich eigenen Angaben zufolge mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einig, dass der Öl-Transit durch die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen werden sollte. Er begrüße zudem die Bereitschaft der EU, technische und finanzielle Hilfe für die nötigen Reparaturen bereitzustellen, sagt Fico nach einem Treffen mit von der Leyen. Über die Leitung versorgt Russland seit den 1960er Jahren Ungarn und die Slowakei mit Öl.

Der Transport ist seit dem 27. Januar allerdings unterbrochen. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der zu Ungarns Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland führte. Selenskyj hat sich mehrfach gegen Kritik aus Ungarn sowie der Slowakei verwahrt und auf die anhaltenden russischen Angriffe auf den Energiesektor seines Landes verwiesen.

10.38 Uhr: EU-Ratspräsident - Russland ist einziger Gewinner des Nahost-Kriegs

Russland ist nach Ansicht von EU-Ratspräsident Antonio Costa bislang der einzige Gewinner des Kriegs im Nahen Osten. "Es erhält neue Ressourcen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine, da die Energiepreise steigen", sagt Costa in einer Rede vor EU-Botschaftern in Brüssel. Zudem rücke der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt und verringere die Aufmerksamkeit für die ukrainische Front. Costa mahnt zur Deeskalation und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch.

10.29 Uhr: Bericht - Pistorius besorgt 30 Patriot-Raketen für Ukraine

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat nach einem "Spiegel"-Bericht von Partnern 30 zusätzliche Patriot-Flugabwehrraketen für die Ukraine organisiert. Zusammen mit fünf weiteren der weltweit knappen High-Tech-Raketen vom Typ PAC-3 aus Bundeswehrbeständen sollen damit nun 35 der Abfangraketen in die Ukraine geliefert werden.

09.31 Uhr: Hoher Ölpreis beschert Russland Mehreinnahmen für die Kriegskasse

Je länger der Krieg im Nahen Osten dauert, desto weiter steigt der Ölpreis und mit ihm die Einnahmen Russlands. Vor Kurzem meldeten Moskaus Finanzbehörden ein Rekorddefizit im Haushalt. Nun werden in Moskau Milliarden-Mehreinnahmen durch einen Ölpreis von zeitweise über 100 US-Dollar je Fass (159 Liter) erwartet. Die Rohstoffmacht finanziert so auch ihren Krieg gegen die Ukraine.

Wegen der Lage im Nahen Osten erwägen die USA auch Sanktionslockerungen. Damit könnte Russland wieder deutlich mehr Energie absetzen – zu deutlich höheren Preisen. Dabei wollte die EU mit ihren Sanktionen gegen russisches Öl und Gas der Energiegroßmacht den Geldhahn für den Krieg gegen die Ukraine zudrehen. Das war einmal auch US-Präsident Donald Trumps Ziel. Aber jetzt droht Russlands Präsident Wladimir Putin sogar damit, dem von der EU beschlossenen Totalembargo gegen russisches Gas zuvorzukommen – und seine Rohstoffe auf andere, "verlässlichere Märkte" umzuleiten. Damit droht ein neuer Preisanstieg.

08.36 Uhr: Mindestens 14 Verletzte in der Ukraine durch Drohnen

Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 14 Menschen verletzt worden. Zehn Verletzte meldet der Gouverneur für die Großstadt Dnipro im Süden der Landes. In der Großstadt Charkiw im Osten der Ukraine wurden nach neueren Angaben des Bürgermeisters vier Menschen verletzt.

Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 137 angreifende Drohnen aus Russland. 122 von ihnen seien abgefangen worden. An zehn Orten habe es aber Einschläge gegeben. Das russische Militär in Moskau wiederum teilte mit, in der Nacht seien 17 ukrainische Drohnen abgefangen worden.

00.30 Uhr: Russische Drohne verletzt sechs Menschen in Charkiw

Eine russische Drohne traf in der ukrainischen Großstadt Charkiw ein Gebiet nahe einem Hochhaus. Sechs Menschen werden verletzt, darunter ein Kleinkind, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Bei einem anderen russischen Beschuss der südöstlichen Stadt Dnipro wurden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanzha sieben Menschen verletzt.

Dienstag, 10. März 2026

21.28 Uhr: Putin - Russland will Öllieferungen an "zuverlässige Partner" erhöhen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit Blick auf die aktuellen Turbulenzen am Ölmarkt die Verlässlichkeit seines Landes als Energielieferant unterstrichen. Moskau werde weiterhin Öl und Gas an "Länder liefern, die selbst zuverlässige Partner sind", wie beispielsweise Länder im asiatisch-pazifischen Raum oder die Slowakei und Ungarn, sagte Putin am Montag nach Angaben des Kremls bei einer Regierungssitzung zur Lage am Energiemarkt. Darüber hinaus werde Russland die Lieferungen an seine zuverlässigen Partner erhöhen.

Putin bekräftigte, dass Russland erwäge, Gaslieferungen aus der Europäischen Union, wo ein vollständiges Verbot von russischem Gas ab 2027 vereinbart wurde, auf andere Märkte umzuleiten, fügte jedoch hinzu, dass Moskau bereit sei, mit den europäischen Abnehmern zusammenzuarbeiten, sollten diese ihre Meinung ändern.

20.42 Uhr: Kreml - Putin und Trump haben telefoniert

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinem US-Amtskollegen Donald Trump nach russischen Angaben in einem Telefonat Vorschläge für eine rasche Beilegung des Iran-Kriegs unterbreitet. Dies teilt der russische Außenberater Juri Uschakow mit. Trump habe sich in dem rund einstündigen Gespräch zudem erneut für ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs ausgesprochen. Angesichts des schnellen russischen Vormarsches müsse Kiew Verhandlungen zustimmen, hieß es. Die Ukraine hatte dagegen Anfang März Geländegewinne für sich reklamiert.

20.38 Uhr: Trump erwägt Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt laut drei Insidern eine weitere Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl, um den Anstieg der weltweiten Energiepreise zu dämpfen. Der Schritt könnte die Bemühungen westlicher Länder erschweren, Moskau die Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Am Ölmarkt gibt der Preis nach Bekanntwerden der Nachricht um rund zehn Prozent nach.

14.40 Uhr: Ukraine erhält Anfragen wegen Hilfe bei Drohnenabwehr

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj von elf Staaten Anfragen für ihre Technologie zur Drohnenabwehr erhalten. Die Gesuche für Drohnen-Abfangjäger, Systeme zur elektronischen Kriegsführung und Ausbildung kämen von Nachbarländern des Irans, europäischen Staaten und den USA, sagt Selenskyj. "Wir haben die Anfragen der Staaten nach Sicherheitsunterstützung von unserer Seite bei der Abwehr von 'Schahed'-Drohnen und anderen ähnlichen Herausforderungen im Detail geprüft", teilt Selenskyj nach einem Treffen mit Militär- und Regierungsvertretern über die App Telegram mit. Einigen Anfragen sei bereits mit konkreten Entscheidungen und spezifischer Unterstützung entsprochen worden. Das ukrainische Militär hat viel Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs "Schahed", die Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine einsetzt.

13.58 Uhr: Wiedereinführung der Wehrpflicht in Kroatien: Erste Einberufene treten Militärdienst an

In Kroatien sind nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht die ersten Rekruten seit fast zwei Jahrzehnten zum Dienst in der Kaserne angetreten. Rund 800 junge Menschen - die Mehrheit davon Freiwillige - begannen ihre militärische Grundausbildung. Sobald die Rekruten ihre Ausbildung abgeschlossen haben, werden sie Teil der Reserve der kroatischen Streitkräfte. Die Einberufung soll schrittweise ausgeweitet werden, schließlich sollen jährlich 19.000 junge Menschen ihre militärische Grundausbildung durchlaufen.

Das kroatische Parlament hatte im vergangenen Oktober vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs die Wiedereinführung des Wehrdienstes besiegelt. Kroatien ist der erste frühere Teilstaat Jugoslawiens, der verpflichtenden Militärdienst wiedereinführt. Das benachbarte Serbien plant dies jedoch ebenfalls. Der Balkanstaat hatte die Wehrpflicht 2008 abgeschafft und stattdessen auf eine reine Berufsarmee gesetzt. 2009 trat das Land mit 3,8 Millionen Einwohnern der Nato bei, seit 2013 ist es in der EU.

07.40 Uhr: Europa verdreifacht Waffenimporte - meiste Waffen gehen in die Ukraine

Europäische Staaten haben ihre Waffenimporte laut dem Sipri-Institut mehr als verdreifacht und sind damit die weltweit größte Empfängerregion geworden. Das Gesamtvolumen der Importe von 2021 bis 2025 liege 210 Prozent über dem Wert der Jahre von 2016 bis 2020, teilten die Friedensforscher in Stockholm mit. Die europäischen Staaten importierten demnach in den vergangenen fünf Jahren 33 Prozent der weltweit gehandelten schweren Waffen.

Hinter der Ukraine waren laut Sipri in den vergangenen fünf Jahren Polen und Großbritannien die größten Waffenimporteure in Europa. Fast die Hälfte der an europäische Staaten gelieferten Waffen stammte laut Sipri aus den USA (48 Prozent), gefolgt von Deutschland (7,1 Prozent). Den Anstieg der Nachfrage in Europa begründen die Forscher mit der Bedrohung durch Russland. Rund ein Viertel der deutschen Waffenlieferungen, 24 Prozent, gingen in die Ukraine, 17 Prozent in andere europäische Staaten. 9,7 Prozent aller Waffentransfers weltweit gingen in den vergangenen fünf Jahren in das von Russland angegriffene Land.

05.17 Uhr: Selenskyj - Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien

Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.

Montag, 9. März 2026

Video: Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen

Rettungskräfte in Charkiw in den Trümmern eines Wohnhauses
Bildrechte: Reuters
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Tote bei russischen Angriffen auf Charkiw

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