In den vergangenen Jahren haben viele Menschen ihren Account auf der Kurznachrichtenplattform gelöscht.
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In den vergangenen Jahren haben viele Menschen ihren Account auf der Kurznachrichtenplattform gelöscht.
Bildrechte: picture alliance / ANP | Koen van Weel
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SPD, Grüne und Linke verlassen Musk-Plattform X

SPD, Grüne und Linke verlassen Musk-Plattform X

In den vergangenen Jahren haben viele Menschen ihren Account beim Kurznachrichtendienst X gelöscht. SPD, Grüne und Linke verlassen die umstrittene Plattform von Tech-Milliardär Elon Musk nun gemeinschaftlich.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

In einer gemeinsamen Aktion haben SPD, Grüne und Linke ihren Abschied von der Internetplattform X erklärt. "X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken", hieß es in teilweise wortgleichen Erklärungen der drei Parteien und Bundestagsfraktionen. Politische Debatten lebten vom Austausch, während X zunehmend Desinformation fördere. "Deswegen haben wir uns über Parteigrenzen hinweg entschlossen, unseren Account nicht mehr zu bespielen", hieß es unter dem Hashtag #WirVerlassenX.

X steht immer wieder in der Kritik

Der Kurznachrichtendienst, der unter dem Namen Twitter bekannt geworden war, steht seit der Übernahme durch Elon Musk im Jahr 2022 zunehmend in der Kritik. Der umstrittene Tech-Milliardär hatte die Plattform für rund 44 Milliarden Dollar gekauft, in der Folge reihte sich ein Skandal an den nächsten.

Zuletzt war X in die Kritik geraten, weil zunächst alle Nutzerinnen und Nutzer den KI-Chatbot Grok auffordern konnten, gepostete Bilder zu sexualisieren. Immer wieder befahlen Menschen der KI etwa, Fotos zu manipulieren und Frauen in Bikinis zu kleiden.

"Einfallstor für Desinformation"

Nach einem Bericht von "Table.Media" war die Aktion von der Politischen Geschäftsführerin der Grünen, Pegah Edalatian, initiiert worden. Nach ihren Worten ist X mittlerweile zu einem "Einfallstor für Desinformation und eine aggressive Debattenkultur" geworden. Die einzelnen Parteigliederungen und Mitglieder könnten allerdings selbst entscheiden, ob sie auf der Plattform bleiben wollen.

In den vergangenen Jahren hatten Unternehmen, Politiker und Prominente ihren Account gelöscht. Auch Ministerien stellten die Aktivitäten auf ihrem X-Account ein, etwa das Bundesministerium der Verteidigung und das Bundesumweltministerium. Teils zogen sie weiter zu anderen Plattformen wie Bluesky, Threads oder zu Mastodon.

Mit Informationen von dpa

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