Nach der Sturzflut in Nepal. Drohnenaufnahme mit zerstörten Häusern
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Nach der Sturzflut in Nepal. Drohnenaufnahme mit zerstörten Häusern
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Nach der Sturzflut in Nepal. Drohnenaufnahme mit zerstörten Häusern

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Sturzflut in Nepal: Mehr als 1.300 Menschen vermisst

Sturzflut in Nepal: Mehr als 1.300 Menschen vermisst

Eine Flutkatastrophe hat in Nepal und Tibet große Zerstörungen verursacht. Bislang melden die örtlichen Behörden 160 Todesopfer. 1.300 Menschen werden vermisst, darunter mehr als 650 Reisende. Auch Deutsche sind unter den Vermissten.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Nach den verheerenden Überschwemmungen in Nepal ist die Zahl der Toten auf mindestens 157 gestiegen. Das teilte die Polizei des Himalaya-Staats mit. Zusammen mit von den chinesischen Behörden gemeldeten drei Toten in Tibet kamen damit mindestens 160 Menschen ums Leben. Allein in Nepal ist Behördenangaben zufolge die Zahl der Vermissten auf 826 gestiegen. Damit steigt die Gesamtzahl der Vermissten in Nepal und in China auf mehr als 1.300.

Klimaexperten des in Kathmandu ansässigen International Centre for Integrated Mountain Development (Icimod) gehen davon aus, dass eine Lawine aus Eis und Geröll von einem Gletscher Sturzfluten ausgelöst hat. Sie habe den Fluss Lhende Khola erst blockiert und dann eine plötzliche Flutwelle freigesetzt, sagte Icimod-Experte Saswata Sanyal.

Mehr als 650 ausländische Touristen vermisst

Nach Angaben des nepalesischen Tourismusministeriums werden mehr als 650 ausländische Touristen vermisst. Das sagte Ministeriumssprecher Suraj Ghimire am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Unter den vermissten Ausländern seien etwa Deutsche, Spanier und US-Amerikaner, sagte der leitende Beamte Santosh Panta von der nationalen Tourismusorganisation Nepal Tourism Board der Deutschen Presse-Agentur in Kathmandu.

Die Organisation berief sich dabei auf Reise- und Trekkingagenturen, die Touren durch die betroffene Region organisieren. Der Großteil der Vermissten stammt demnach aus dem Nachbarland Indien.

Das Auswärtige Amt erklärte, dass die deutsche Botschaft in Kathmandu mit den lokalen Behörden in engem Kontakt stehe. "Zum jetzigen Zeitpunkt hat das Auswärtige Amt keine Kenntnis von deutschen Staatsangehörigen unter den Betroffenen", hieß es aus Berlin weiter. Auf seiner Website (externer Link) rät das Amt dazu, sich in der Krisenvorsorgeliste zu registrieren und die Daten aktuell zu halten.

"Es war absolut entsetzlich"

Nach Berichten der Zeitung "The Kathmandu Post" und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt. Unter anderem seien Häuser und Brücken weggespült oder beschädigt worden.

Hilfen aus dem Ausland zugesagt

Die USA haben Nepal Katastrophenhilfe im Umfang von 500.000 US-Dollar (rund 430.000 Euro) zugesagt. Die Unterstützung umfasse unter anderem Notunterkünfte, Trinkwasser und weitere Hilfsgüter, teilte das US-Außenministerium mit.

Aus mehreren Ländern gingen Beileidsbekundungen ein. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sprach den Betroffenen und den Rettungskräften in der Region auf X sein Mitgefühl aus. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) signalisierte Nepal die Bereitschaft Deutschlands, Unterstützung zu leisten. UN-Generalsekretär António Guterres sagte der nepalesischen Regierung Hilfe durch UN-Teams zu.

Auch die EU kündigte Unterstützung an. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte auf X, europäische Hilfe solle mobilisiert werden. Der Erdbeobachtungsdienst Copernicus sei zur Kartierung der betroffenen Gebiete aktiviert worden.

Hilfe auch von Humedica aus Kaufbeuren

Die internationale Hilfsorganisation Humedica bereitet Hilfe für die betroffenen Menschen vor. Mit Thomas Meier sei ein Mitarbeiter von Humedica vor Ort in Nepal, teilt die Hilfsorganisation aus dem bayerischen Kaufbeuren mit. Man stehe in engem Austausch mit einer örtlichen Partnerorganisation und prüfe, wo Unterstützung jetzt am dringendsten benötigt wird. Neben sauberem Wasser würden nach solch einer Katastrophe häufig weitere Dinge des täglichen Lebens gebraucht.

Vermisste auch im Südwesten Tibets

Die Schlammlawine habe Straßen, Strom- und Kommunikationsverbindungen zu dem Grenzübergang unterbrochen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Staats- und Parteichef Xi Jinping ordnete eine umfassende Suche nach Vermissten und die Evakuierung gefährdeter Menschen an. Zudem forderte er ein stärkeres Frühwarnsystem. Einen ranghohen Parteikader schickte er zur Überwachung der Rettungsarbeiten in die Region.

Nach den Sturzfluten entlang des Trishuli-Flusses im nepalesischen Distrikt Nuwakot sind beschädigte Häuser und Fahrzeuge zu sehen (26.08.2026).
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Nach den Sturzfluten entlang des Trishuli-Flusses im nepalesischen Distrikt Nuwakot sind beschädigte Häuser und Fahrzeuge zu sehen (26.08.2026).

Mit Informationen von dpa, AP, Reuters, AFP

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