Der Past erteilt den Ostersegen "Urbi et Orbi"
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"Urbi et Orbi": Leo XIV. spendet den Ostersegen
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"Urbi et Orbi": Leo XIV. spendet den Ostersegen

"Urbi et Orbi": Leo XIV. spendet den Ostersegen

Zum ersten Mal hat Papst Leo XIV. den Ostersegen "Urbi et Orbi" gespendet – nach fast einem Jahr im Amt. In der Ostermesse auf dem Petersplatz in Rom hatte er die Gläubigen zuvor gebeten, die österliche Botschaft als Hoffnung in die Welt zu tragen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Zum ersten Mal in seiner fast einjährigen Amtszeit hat Papst Leo XIV. "der Stadt und dem Erdkreis" den österlichen Segen "Urbi et Orbi" gespendet. Im vergangenen Jahr hatte das der schon vom Tode gezeichnete Papst Franziskus getan, bevor er am nächsten Morgen starb.

"Christus ist auferstanden! Frohe Ostern!"

Von der Benediktions-Loggia des Petersdoms aus sagte der Papst: "Christus ist auferstanden! Frohe Ostern!" Er sprach zunächst auf Italienisch. Die Gläubigen jubelten. Nach einer Ansprache wünschte er den Menschen in vielen Sprachen ein fröhliches Osterfest. Auf Deutsch sagte er: "Frohe Ostern! Bringt allen die Freude des auferstandenen Jesus, der unter uns gegenwärtig ist."

Den Segen "Urbi et Orbi" gibt es neben Ostern nur zu Weihnachten und nach der Wahl eines neuen Papstes. Der Segen bedeutet den Ablass aller zeitlichen Sündenstrafen und gilt nicht nur für die Besuchenden am Petersplatz, sondern für alle, die ihn über die Bildschirme und andere Medien verfolgen.

Österliche Botschaft als Hoffnung für die Welt

Zuvor rief Papst Leo XIV. auf dem gut gefüllten Petersplatz zur Hoffnung auf, erinnerte aber auch an die Abgründe des Todes, die überall präsent seien, wo Gewalt herrsche. Die Wunden der Welt zeugten davon, ebenso wie Unterdrückung der Schwächsten, Profitgier und Krieg. Oft scheine es, als existiere Gott nicht.

Trotz alledem machte der Papst den Menschen Hoffnung: "Es ist aber auch gewiss, dass mitten in der Dunkelheit immer etwas Neues aufkeimt, das früher oder später Frucht bringt." Das sei die Botschaft des Osterfests.

Leos erste Osternacht als Papst

Am Samstagabend hatte Leo XIV. in Rom seine erste Osternacht als Papst gefeiert. Teil davon war zu Beginn eine Lichtfeier, in der das Licht der an einem Feuer entzündeten Osterkerze unter den Gläubigen weitergegeben wurde. "Das ist das Zeichen des österlichen Lichts, das uns in der Kirche als Lichter für die Welt vereint", sagte Leo XIV. und bat die Gläubigen, allen Menschen die frohe Botschaft zu bringen, dass Jesus auferstanden sei. Mit seiner Kraft könnten sie eine neue Welt des Friedens und der Einheit gestalten.

Der Papst rief dazu auf, sich nicht lähmen zu lassen von Misstrauen, Angst, Egoismus und Groll. Krieg, Ungerechtigkeit sowie die Abschottung von Völkern und Nationen dürften nicht die Bande zwischen den Menschen trennen.

Papst fast ein Jahr im Amt

Nach dem Tod seines Vorgängers Franziskus am Ostermontag 2025 war der Amerikaner Robert Francis Prevost am 8. Mai zum neuen Papst gewählt worden und hatte den Namen Leo XIV. angenommen. Zuvor war er Kurienkardinal, Bischof in Peru und Leiter des Augustinerordens gewesen.

Mit Informationen von KNA, dpa

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