Am Wochenende beginnen die Sommerferien in Bayern und damit die stärkste Reisezeit des Jahres. Viele Menschen werden sich auf den Weg in Richtung Süden nach Italien oder Kroatien machen. Dabei kann es vor allem in Österreich wieder zu langen Staus kommen. Was zu beachten ist und wie Sie Zeit sparen können.
Fernpass am 1. August gesperrt
Auf den Autobahnen dürfte es schon ab Freitag, 31. Juli, eng werden. "Besonders viel Geduld brauchen Reisende, die zum Ferienstart aus Bayern in die Urlaubsregionen im Süden fahren", sagt Alexander Kreipl, Sprecher des ADAC Südbayern.
Wer dabei über den Fernpass in Tirol will, dem wird empfohlen, möglichst nicht am Samstag (1. August) zu fahren. Eine Demonstration führt dort, wie bereits Ende Juni, zwischen 9.45 und 12.00 Uhr zu einer Vollsperrung. ADAC und Polizei rechnen damit, dass an diesem Tag auch alle Ausweichrouten überlastet sein werden. Wer Staus vermeiden will, hat laut ADAC kaum eine andere Möglichkeit, als das erste Ferienwochenende abzuwarten.
Luegbrücke zweispurig befahrbar
Bereits seit Anfang 2025 ist die Luegbrücke auf der Brennerautobahn (ASFINAG, externer Link) nur einspurig befahrbar. Für die Hauptreisezeit werden auf der Luegbrücke jedoch in beide Richtungen zwei Spuren offen sein. Ebenso wird der Pyhrnkorridor (A10, A9) zweispurig sein. Trotz allem wird es sich auch am ersten Ferienwochenende vor allem am Brenner stauen.
Während der Pausen gilt: Mensch und Tier raus aus dem Auto
Wichtig ist laut ADAC, ausreichend Proviant an Bord zu haben und regelmäßig Pausen zu machen. Dabei sollten aber nie Menschen oder Haustiere im Auto gelassen werden. Bei Hitze könne das schnell lebensgefährlich sein. Auch am zweiten Ferienwochenende, rund um den bayerischen Feiertag Mariä Himmelfahrt, erwartet der ADAC viel Verkehr.
Staugefahr vor dem Karawankentunnel Richtung Kroatien
Lediglich einspurig befahrbar sind diesen Sommer die A2 Süd Autobahn und die S6 Semmering Schnellstraße, weil in der Steiermark die Tunnelketten Pack und Semmering generalsaniert werden.
Weitere Sperrungen für die Ferienzeit sind laut ASFINAG, die für das österreichische Autobahnnetz zuständig ist, nicht geplant. Trotz allem gibt es weitere besonders staugefährdete Strecken:
- A10 Tauern Autobahn bei der Mautstelle St. Michael
- A11 Karawanken Autobahn vor dem Karawankentunnel
- Raum Wien, insbesondere auf den Ausfahrten Richtung Süden
- Grenzübergang Spielfeld wegen einer Baustelle auf slowenischer Seite
Abfahrtssperren auf der A10
Bis zum 13. September 2026 gibt es auf der A10 im Bundesland Salzburg wieder Abfahrtssperren für den Transitverkehr. Personen ohne ein Reiseziel in Österreich dürfen an den folgenden Stellen die Autobahn nicht verlassen:
Puch-Urstein, Hallein, Kuchl, Golling-Abtenau, Werfen, Knoten Pongau, Lammertal-Hüttau, Eben, Altenmarkt, Flachau, Flachauwinkl, Zederhaus.
Wenn das Navi eine Alternativroute anzeigt, sollte vorher geprüft werden, ob man wirklich abfahren darf.
Auch für Tirol gilt in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst, Kufstein und Reutte jeweils an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 7.00 bis 19.00 Uhr ein Verbot für den Ausweichverkehr. Das heißt, Staus dürfen nicht einfach über Landstraßen etc. umfahren werden.
Grenzkontrollen bleiben
Die ASFINAG weist auch noch darauf hin, dass an den österreichischen Grenzen zu Ungarn, der Slowakei und Slowenien Grenzkontrollen durchgeführt werden. Das kann vor allem auf der Rückreise zu Wartezeiten führen. Auch bei der Einreise nach Deutschland wird nach wie vor an den Grenzübergängen Kufstein, Walserberg und Suben kontrolliert.
Mit Informationen von dpa
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