News zum USA-Iran-Krieg vom 2. März 2026 im Rückblick
- Israel greift erneut in Teheran an - Explosionen zu hören (23.10 Uhr)
- Trump schließt Entsenden von Bodentruppen in den Iran nicht aus (17.17 Uhr)
- Bundesregierung schickt Charterflugzeuge zur Evakuierung (14.45 Uhr)
- Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de
Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
23.56 Uhr: Israels Armee - Neuer Raketenangriff aus dem Iran
Israel ist nach Militärangaben in der Nacht erneut aus dem Iran mit Raketen angegriffen worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, wie die Armee mitteilte. In Tel Aviv und anderen Gebieten heulten die Sirenen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in die Schutzräume zu begeben.
23.35 Uhr: Fox News - US-Militär dementiert Sperrung der Straße von Hormus
Einem Bericht des Senders Fox News zufolge widerspricht das US-Zentralkommando (Centcom) der Darstellung des Iran, die Straße von Hormus sei gesperrt. Die wichtige Schifffahrtsroute sei weiterhin offen, meldet der Sender unter Berufung auf das Militär. Eine direkte Stellungnahme von Centcom liegt zunächst nicht vor. Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden erklärt, die Meerenge sei blockiert und jedes Schiff werde beschossen.
23.30 Uhr: USA rufen Bürger zur sofortigen Ausreise aus Nahem Osten auf
Auch die USA wenden sich an ihre Bürger in der Region. Das US-Außenministerium fordert Amerikaner zur sofortigen Ausreise aus mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf. Dies solle auf regulärem Weg geschehen, teilt die zuständige Abteilungsleiterin Mora Namdar mit. Auf der Warnliste stehen Bahrain, Ägypten, der Iran, der Irak, Israel, das Westjordanland und der Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, der Libanon, der Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen.
23.25 Uhr: Kuwaits Armee meldet erste Todesopfer
Das Militär des Golfstaats Kuwait hat die ersten beiden Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet. Zwei Marinesoldaten seien heute im Dienst bei einem "Militäreinsatz" ums Leben gekommen, teilte der Generalstabschef der kuwaitischen Armee mit. Details dazu, wo und wie genau die Soldaten ums Leben kam, wurden nicht genannt.
23.22 Uhr: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in den Nahen Osten
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Israel, in die Palästinenser-Gebiete, den Libanon, Jordanien, Syrien, den Irak, den Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar und den Jemen. Deutsche Staatsangehörige vor Ort werden aufgefordert, sich in die Krisenvorsorgeliste des Ministeriums einzutragen. Zudem sollten Warnungen vor Luftangriffen ernst genommen werden. "Suchen Sie bei Alarm umgehend nahegelegene Schutzräume oder das Innere eines Gebäudes auf und bleiben Sie Fenstern fern", teilt das Ministerium mit.
23.10 Uhr: Israel greift erneut in Teheran an - Explosionen zu hören
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran gestartet. Augenzeugen berichteten von heftigen Explosionen. Der Staatssender PressTV berichtete, das Gelände der IRIB-Rundfunkanstalt sei attackiert worden. Zuvor hatte ein Sprecher der israelischen Armee auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen. Dazu wurde eine Karte der Hauptstadt mit dem markierten Gebiet veröffentlicht. In dem Gebiet liegt die iranische Rundfunkanstalt. Allerdings dürfte die Warnung die Menschen kaum erreichen, da die Behörden das Internet im Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt haben.
23.08 Uhr: Rubio droht dem Iran mit noch härteren US-Angriffen
US-Außenminister Marco Rubio hat noch heftigere Angriffe gegen den Iran angekündigt. "Die härtesten Schläge des US-Militärs werden noch kommen", sagte Rubio am Montag im Kapitol in Washington. "Die nächste Phase wird den Iran noch härter treffen als die jetzige."
23.00 Uhr: Zahl der getöteten Mitglieder der US-Streitkräfte steigt auf sechs
Im Iran-Krieg hat sich die Zahl der getöteten Mitglieder der US-Streitkräfte weiter erhöht. Sie stieg auf insgesamt sechs seit Samstag, wie das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) am Montag im Kurzbotschaftendienst X mitteilte. Es seien die sterblichen Überreste von zwei bislang nicht erfassten Mitgliedern der Streitkräfte geborgen worden, hieß es.
Zum Ort und zur Identität der Toten machte Centcom keine Angaben. Das Kommando teilte lediglich mit, die beiden Mitglieder der Streitkräfte seien in einer Einrichtung ums Leben gekommen, die bei den ersten Angriffen Irans in der Region getroffen worden sei.
22.25 Uhr: Rubio - USA derzeit nicht auf Bodeneinsatz im Iran eingestellt
Die USA sind nach Angaben von Außenminister Marco Rubio derzeit nicht für einen Einsatz von Bodentruppen im Iran aufgestellt. Präsident Donald Trump verfüge jedoch über entsprechende Optionen, sagte Rubio vor Reportern. Die US-Regierung gehe davon aus, dass die gesetzten Ziele auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreicht werden könnten.
21.12 Uhr: USA - Haben über 1.250 Ziele im Iran getroffen
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn seines Einsatzes am Samstag mehr als 1.250 Ziele im Iran getroffen. Zudem seien elf iranische Schiffe zerstört worden, teilte das Zentralkommando der Armee in einer separaten Erklärung mit.
20.56 Uhr: Seit Samstag 960 Personen in Israels Kliniken eingeliefert
Seit Beginn des Konflikts mit dem Iran am Samstag sind in Israel 960 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. 150 befänden sich derzeit auf Intensivstationen. Unter den Patienten seien vier in ernstem Zustand. Die Zahl der Toten wird in Medien mit mindestens zehn angegeben.
20.36 Uhr: US-Benzinpreis überspringt psychologisch wichtige Marke
Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA ist erstmals seit November wieder über die psychologisch wichtige Marke von drei Dollar pro Gallone (etwa 0,68 Euro pro Liter) gestiegen. Experten erwarten wegen der Spannungen im Nahen Osten in dieser Woche einen weiteren Anstieg auf bis zu 3,25 Dollar. Für Präsident Donald Trump birgt die Entwicklung politischen Sprengstoff: Steigende Spritpreise drücken in den USA auf die Stimmung und könnten die Chancen der Republikaner bei den Kongresswahlen im November schmälern. "Benzinpreise haben eine enorme psychologische Wirkung", sagte Mark Malek, Chefanlagestratege bei Siebert Financial. "Das ist der Preis, an dem die Verbraucher die Inflation jeden Tag ablesen."
20.26 Uhr: BR-Korrespondentin Katharina Willinger zu Lage im Iran
BR-Korrespondentin Katharina Willinger zu Lage im Iran
20.15 Uhr: UN warnen vor Treibstoffmangel im Gazastreifen
Im Gazastreifen drohen nach der Schließung der Grenzübergänge durch Israel Engpässe bei der Versorgung. Die Treibstoffreserven reichen nach Einschätzung der UN-Organisation UNOPS nur noch für wenige Tage. Auch Lebensmittel könnten bald ausgehen, warnen Hilfsorganisationen vor Ort.
Die für palästinensische Angelegenheiten zuständige israelische Behörde Cogat erklärte dagegen, es seien genügend Lebensmittel für einen längeren Zeitraum vorhanden. Zu den Treibstoffvorräten äußerte sie sich nicht. Israel hatte die Übergänge am Samstag geschlossen und dies mit Sicherheitsbedenken wegen der Angriffe auf den Iran begründet.
19.37 Uhr: Öltanker in Hafen in Bahrain von Geschossen getroffen - ein Toter
Ein Öltanker ist in einem Hafen in Bahrain von Geschossen getroffen worden, ein Werftarbeiter wurde getötet. Der unter US-Flagge fahrende Tanker "Stena Imperative" sei von zwei "unbekannten Geschossen" im Hafen von Bahrain getroffen worden, erklärte das private Seesicherheitsunternehmen Vanguard Tech am Montag. Alle Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit und hätten das Schiff verlassen. Der schwedische Eigentümer Stena Bulk erklärte, dass keine Besatzungsmitglieder verletzt worden seien. Der Schaden werde geprüft. Nach Angaben des Unternehmens wurde allerdings ein Werftarbeiter als tot gemeldet.
19.28 Uhr: Nato will sich nicht an Iran-Angriffen beteiligen
Die Nato plant nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte keine Beteiligung an den militärischen Aktionen gegen den Iran. "Es gibt absolut keine Pläne, dass die Nato in die Sache hineingezogen oder Teil davon wird", sagte Rutte der ARD in Brüssel. Zugleich betont der Niederländer, dass er die Angriffe auf den Iran uneingeschränkt gutheiße. "Ich halte es für sehr wichtig, was die USA hier gemeinsam mit Israel tun."
19.26 Uhr: Zentralrat der Juden - Kampf gegen Mullah-Regime unterstützen
Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht in den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran die Chance, das Mullah-Regime zu beenden. "Gelingt es, das Regime in die Knie zu zwingen, hätte das - von bedrohten Minderheiten und oppositionellen Exil-Iranern bis zu Angriffen auf unsere kritische Infrastruktur - unmittelbare Auswirkungen für die Sicherheit in ganz Deutschland", erklärte Zentralrats-Präsident Josef Schuster.
18.32 Uhr: Insider - Versicherungskosten für Schiffe im Golf vervielfacht
Die Versicherungskosten für den Warentransport durch die Golfregion sind Insidern zufolge in den vergangenen 48 Stunden um das bis zu Fünffache gestiegen. Die Prämien für Kriegsrisiken seien auf bis zu ein Prozent des Schiffswerts geklettert, verglichen mit rund 0,2 Prozent in der Vorwoche, verlautete aus Branchenkreisen. Für die Straße von Hormus bieten die meisten Versicherer gar keine Deckung mehr an. Dies verteuert jede einzelne Fracht um Hunderttausende Dollar.
18.10 Uhr: Trump - Zehn iranische Schiffe ausgeschaltet
Die USA haben nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zehn iranische Schiffe außer Gefecht gesetzt. Man sei dem Zeitplan voraus, sagte er bei einer Zeremonie im Weißen Haus. Ursprünglich seien vier bis fünf Wochen veranschlagt gewesen, der Einsatz könnte jedoch auch länger dauern.
18.07 Uhr: Trump - Iran wollte weiter Atomwaffen entwickeln
US-Präsident Donald Trump wirft der iranischen Regierung vor, sie habe ihr Streben nach Atomwaffen nicht aufgeben wollen. Zudem hätte die Islamische Republik bald über Raketen verfügt, die die USA erreichen könnten. Trump äußerte sich bei einer Zeremonie zur Verleihung der "Medal of Honor", der höchsten militärischen Auszeichnung der USA, an Soldaten. Der Iran hat wiederholt bestritten, eine Atombombe bauen zu wollen.
17.52 Uhr: Iran - Tanker brennt in Straße von Hormus nach Drohnenangriff
In der Straße von Hormus brennt nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden ein Tanker. Das Schiff sei von zwei Drohnen getroffen worden, melden iranische Nachrichtenagenturen.
Die Meerenge verbindet die großen Ölproduzenten am Golf mit dem offenen Meer und gilt als eine der wichtigsten Exportrouten der Welt. Weitere Details liegen zunächst nicht vor.
Im Video: Israel und USA attackieren weiter
USA und Israel attackieren weiter den Iran und der antwortet mit neuen Raketenangriffen.
17.36 Uhr: Ukraine bietet Hilfe bei Abwehr iranischer Drohnen an
Die Ukraine stellt die Entsendung von Drohnen-Spezialisten in den Nahen Osten in Aussicht, sollten ihre Partner eine Waffenruhe im Krieg mit Russland vermitteln. Man könne Fähigkeiten und Fachwissen zur Bekämpfung iranischer Drohnen teilen, sagt Außenminister Andrij Sybiha der Nachrichtenagentur Reuters. Die ukrainische Abwehrquote bei iranischen Schahed-Drohnen liege inzwischen bei bis zu 90 Prozent.
"Wir werden nicht alle unsere Fachleute schicken können, aber wir können sicherlich einige von ihnen entsenden, wenn garantiert ist, dass russische Angriffe auf unser Land ausbleiben", erklärt Sybiha.
17.33 Uhr: Rutte - Nato bereit zur Verteidigung gegen jede Bedrohung
Nato-Generalsekretär Mark Rutte bekräftigt nach einem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Verteidigungsbereitschaft des Bündnisses. "Wir sind immer bereit, jede Bedrohung aus jeder Richtung abzuschrecken und abzuwehren", schreibt Rutte auf der Plattform X. Er habe mit Erdogan über den Iran und die regionale Sicherheit gesprochen. Beide seien sich einig über die Bedeutung des 360-Grad-Sicherheitsansatzes der Nato.
17.20 Uhr: Putin bietet Vermittlung im Iran-Konflikt an
Der russische Präsident Wladimir Putin bietet den Golfstaaten seine Hilfe bei der Deeskalation im Nahen Osten an. In Telefonaten mit den Staatschefs der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrains und Katars habe Putin vorgeschlagen, die russischen Beziehungen zum Iran zu nutzen, um die Lage zu stabilisieren, teilt der Kreml mit.
Dem Präsidenten der VAE, Mohammed bin Sajed al-Nahjan, habe Putin angeboten, dessen Beschwerden über iranische Attacken an die Führung in Teheran weiterzuleiten. Beide Seiten seien sich einig, dass ein sofortiger Waffenstillstand nötig sei.
17.17 Uhr: Trump schließt Entsenden von Bodentruppen in den Iran nicht aus
US-Präsident Donald Trump hat das Entsenden von Bodentruppen in den Iran nicht kategorisch ausgeschlossen. Er habe "keine Angst vor Bodentruppen", sagte Trump am Montag in einem Interview mit der "New York Post". "Wie jeder Präsident sagt: 'Es wird keine Bodentruppen geben.' Ich sage das nicht", führte er aus. "Ich sage: 'Wahrscheinlich brauchen wir sie nicht' (oder) 'wenn sie notwendig wären'".
Zuvor hatte sich Verteidigungsminister Pete Hegseth ähnlich geäußert. Ihm zufolge sind bislang keine Bodentruppen im Iran im Einsatz. Darüber hinaus wollte er sich nicht dazu äußern, ob ein Bodeneinsatz künftig ein denkbares Szenario sei.
Die Debatte um die sogenannten "Boots on the ground", also ob es zum Einsatz von Soldaten auf feindlichem Boden kommt, gilt in den USA als höchst heikel. Seit den langjährigen und verlustreichen Kriegen im Irak und in Afghanistan reagiert die amerikanische Öffentlichkeit besonders sensibel auf die Entsendung von Bodentruppen in den Nahen Osten.
17.12 Uhr: Netanjahu wirft Iran bewusste Angriffe auf Zivilisten vor
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem Iran gezielte Angriffe auf Zivilisten vorgeworfen. Die Islamische Republik sei eine Gefahr für die gesamte Welt, sagte Netanjahu, als er am Montag den Einschlagsort einer iranischen Rakete besichtigte, die in Beit Schemesch den Schutzraum einer Synagoge getroffen und neun Menschen getötet hatte.
Netanjahu sagte, die Welt profitiere von den gemeinsamen Angriffen Israels und der USA gegen den Iran. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, uns selbst zu schützen, aber dadurch schützen wir auch viele andere", sagte er.
17.06 Uhr: Katar meldet Abschuss zweier iranischer Kampfjets
Katar hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums zwei aus dem Iran kommende Kampfflugzeuge abgeschossen. Die Luftwaffe des Golfemirats habe "erfolgreich zwei Bomber vom Typ SU-24 aus der Islamischen Republik" abgeschossen, teilte das Verteidigungsministerium in Doha am Montag mit.
Zudem habe Katar dank seiner Luftabwehr "sieben ballistische Raketen und fünf Drohnen abgefangen, die heute auf mehrere Gebiete des Landes abgefeuert worden waren".
Es ist das erste Mal seit Beginn der aktuellen Eskalation in der Region, dass iranische Kampfflugzeuge abgeschossen wurden. Der Iran äußerte sich zunächst nicht.
16.59 Uhr: Starmer verteidigt Verzicht auf Beteiligung an Iran-Angriffen
Der britische Premierminister Keir Starmer weist Kritik von US-Präsident Donald Trump an seiner Iran-Politik zurück. Er stehe zu seiner Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels nicht unterstützt zu haben, sagt Starmer.
Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. "Es ist meine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens ist", betont der Regierungschef.
16.58 Uhr: Iran - 500 Ziele mit Bezug zu USA und Israel in Nahost angegriffen
Der Iran hat nach Angaben seiner Revolutionsgarden bislang 500 mit den USA und Israel verbundene Ziele in Nahost angegriffen. "Seit Beginn des Konflikts haben die tapferen Soldaten der iranischen Streitkräfte 60 strategische Ziele und 500 Ziele des amerikanischen Militärs und Ziele des zionistischen Regimes attackiert", erklärten die Revolutionsgarden unter Verwendung von Teherans Bezeichnung für den Staat Israel. Zudem seien mehr als 700 Drohnen und hunderte Raketen abgefeuert worden.
16.48 Uhr: Mehr als 450 Flüge an deutschen Flughäfen abgesagt
Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat weitreichende Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr und trifft auch deutsche Flughäfen. An den acht größten Airports werden bis zum 5. März mehr als 450 Flüge abgesagt, wie der Flughafenverband ADV mitteilt. "Rund 135.000 Passagiere können aktuell ihre Reise nicht wie geplant antreten."
Betroffen seien unter anderem Verbindungen nach Abu Dhabi, Amman, Beirut, Doha, Dubai, Erbil, Sulaymaniyah und Tel Aviv. "Die kurzfristigen Luftraumsperrungen und Flugausfälle stellen Airlines, Flughäfen und Behörden vor erhebliche operative Herausforderungen", erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Hierbei habe Sicherheit den absoluten Vorrang.
16.47 Uhr: Trump - "Große Welle" gegen Iran steht erst bevor
US-Präsident Donald Trump stimmt auf eine weitere Eskalation im Krieg mit dem Iran ein. Die "große Welle" stehe erst noch bevor, sagt Trump dem Sender CNN. Es sei auch noch unklar, wer nach der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei die Führung des Landes übernehmen werde, fügt er hinzu.
16.46 Uhr: Italien - Golfstaaten fragen Luftabwehrsysteme an
Der italienischen Regierung liegen eigenen Angaben zufolge Anfragen von Golfstaaten zur Lieferung von Luftabwehrsystemen vor. Angesichts der Ausweitung des Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA hätten die Länder den dringenden Bedarf an einer Stärkung ihrer Abwehrfähigkeiten betont, sagt Verteidigungsminister Guido Crosetto vor dem Parlament in Rom.
Insbesondere gehe es um die Luftabwehr und den Schutz vor Drohnen. Der Minister dämpft jedoch die Erwartungen: Die Kapazitäten seien durch die Unterstützung für die Ukraine bereits stark beansprucht.
16.44 Uhr: Merz nach Washington aufgebrochen - Treffen mit Trump am Dienstag
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist zu seinem Besuch in die USA aufgebrochen. Der Kanzler startete am Montagnachmittag vom Berliner Hauptstadtflughafen mit einer Regierungsmaschine Richtung Washington. Er trifft dort am Dienstagvormittag (11.00 Uhr Ortszeit, 17.00 Uhr MEZ) US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Danach ist ein gemeinsames Mittagessen geplant.
Themen des schon länger geplanten Besuchs sind Trumps Zollpolitik und die weitere Unterstützung der Ukraine. Nach dem Beginn des Iran-Kriegs mit Großangriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik am Wochenende kündigte Merz an, er wolle mit Trump auch über dieses Thema sprechen. Der Kanzler ist der erste europäische Regierungsvertreter, den Trump seit Beginn des Iran-Kriegs trifft.
16.37 Uhr: Israels Armee-Chef droht Hisbollah mit "vernichtendem Schlag"
Israels Generalstabschef Ejal Zamir hat der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einem "vernichtenden Schlag" gedroht. Das israelische Militär werde seinen Einsatz nicht beenden, solange "die Bedrohung aus dem Libanon" nicht beseitigt sei, sagte Zamir Armeeangaben zufolge bei einer Lagebesprechung. Israel werde weiterhin auf die im Rahmen eines Waffenruhe-Abkommens vereinbarten Entwaffnung der vom Iran unterstützten Miliz pochen, so der israelische Armeechef.
16.33 Uhr: IAEA-Chef fordert baldige Rückkehr zum Dialog
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, hat zu einer baldigen Rückkehr zum Dialog über das iranische Atomprogramm aufgerufen. "Meine Hoffnung ist, dass wir eher früher als später an den Verhandlungstisch zurückkehren werden", sagte Grossi am Montag nach einer Sondersitzung des IAEA-Gouverneursrats in Wien. "Es ist offensichtlich, dass wir nach dem Ende dieses militärischen Konflikts – und wir alle hoffen, dass dies sehr, sehr bald der Fall sein wird – immer noch eine langfristige, dauerhafte Lösung brauchen, die dem Iran und seinen Nachbarländern ein Gefühl der Vorhersehbarkeit und Sicherheit vermittelt."
Der IAEA-Chef betonte, dass Einigung darüber bestehe, dass "es irgendwann zu einem Dialog kommen muss". Seine Organisation werde dabei eine "unverzichtbare Rolle" spielen.
16.12 Uhr: Explosionen nahe Atomanlage im iranischen Isfahan
In der Nähe einer Atomanlage in der zentraliranischen Stadt Isfahan sind Medienberichten zufolge laute Explosionen zu hören. In dem Gebiet liegt auch ein Luftwaffenstützpunkt, berichten iranische Nachrichtenseiten.
16.07 Uhr: Erdogan telefoniert mit Merz - Ruf nach Dialog im Iran-Konflikt
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dringt in einem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz auf eine Rückkehr zum Dialog im Iran-Konflikt. Wie das türkische Präsidialamt mitteilt, betont Erdogan, es sei wichtig, die Konfliktparteien zur Rückkehr an den Verhandlungstisch zu ermutigen. Thema des Gesprächs seien die Angriffe auf den Iran und die daraus resultierenden Spannungen gewesen.
16.06 Uhr: US-Generalstabschef - Iran wurde mit Cyberangriffen verwirrt
Vor Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran sind wichtige Verteidigungssysteme der Islamischen Republik durch Cyberangriffe außer Gefecht gesetzt worden. Mit den Attacken habe man die iranischen Streitkräfte "gestört, desorientiert und verwirrt", sagte US-Generalstabschef Dan Caine am Montag auf einer Pressekonferenz. Die Führung in Teheran sei dadurch nicht mehr in der Lage gewesen, das Ausmaß der Angriffe in vollem Umfang einzuschätzen und eine Reaktion zu koordinieren.
16.04 Uhr: Putin kritisiert Verstoß gegen Prinzipien des Völkerrechts
Der russische Staatschef Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan, seine Kritik an den US-israelischen Angriffen auf den Iran bekräftigt. Moskau habe versucht, im Streit um das iranische Atomprogramm zu vermitteln, aber diese Bemühungen seien vereitelt worden "durch einen unprovozierten bewaffneten Angriff auf einen souveränen UN-Mitgliedstaat unter Verletzung der Grundprinzipien des Völkerrechts", sagte Putin laut einer Mitteilung des Kremls am Montag zu Al Nahjan.
Dieser wiederum verurteilte die iranischen Gegenangriffe auf die Emirate. Diese seien völlig ungerechtfertigt gewesen, weil das Territorium des Landes nicht für die Attacken auf den Iran genutzt worden sei. Putin sagte, er wolle diese Position an Teheran übermitteln und zur Stabilisierung der Lage in der Region beitragen, wie es in der Mitteilung des Kremls hieß.
16.03 Uhr: Iran - Revolutionsgarden-General ist Interims-Verteidigungsminister
Ein General der iranischen Revolutionsgarden, Madschid Ebnelresa, ist zum Interims-Verteidigungsminister ernannt worden, nachdem der bisherige Minister bei US-israelischen Angriffen getötet worden war. Ebnelresa übernehme das Amt auf Anordnung des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, erklärte ein Sprecher des Präsidenten am Montag im Onlinedienst X.
16.00 Uhr: Experte - USA wollen Irans Atombombe verhindern – Regimewechsel unwahrscheinlich
Nach Einschätzung des Geopolitik-Experten Klemens Fischer von der Universität zu Köln ist das eindeutige Ziel der USA im Konflikt mit dem Iran, das Land am Bau einer Atombombe zu hindern. Bei BR24 im BR Fernsehen erklärte Fischer, dass aus US-Sicht die Einhaltung des Völkerrechts dabei eine untergeordnete Rolle spiele. Er verwies auf eine Aussage von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, wonach es darum gehe, zu kämpfen und zu gewinnen. Weitere Ziele seien die Schwächung des iranischen Raketensystems sowie die weitestmögliche Zerstörung der Verteidigungs- und Angriffskapazitäten des Landes.
Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern sei noch nicht geklärt, ob es sich um einen gezielten Angriff oder einen Zufall gehandelt habe. Die Reaktion der Nato sei bisher "zum Glück sehr verhalten" gewesen, so Fischer. Ein direkter Angriff auf Nato-Territorium würde jedoch einen Beistandsfall nach Artikel fünf auslösen. Dann hätte der Iran nicht nur die USA und Israel, sondern "das komplette nord-atlantische Bündnis gegen sich".
Die Dauer des Krieges liegt laut Fischer "in der Hand der Mullahs". Solange die iranische Führung ihren Verteidigungskampf aufrechterhalten könne, werde sie die USA zu einem langen Kampf zwingen. Sollte sie jedoch erkennen, den Krieg nicht mehr managen zu können, werde sie Verhandlungen anstreben. Eines sei derzeit jedoch so gut wie sicher, betonte der Experte: "Ein Regimewechsel, der ist derzeit nicht in greifbarer Nähe."
Explosion in Teheran
15.37 Uhr: Iranische Medien - Ehefrau von Chamenei ihren Verletzungen erlegen
Iranische Medien haben am Montag den Tod der Ehefrau des getöteten geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gemeldet. Zwei Tage nach dem US-israelischen Angriff auf Chameneis Residenz in Teheran sei seine Frau, Mansureh Chodschasteh Baghersadeh, am Montag ihren Verletzungen erlegen, berichteten mehrere iranische Medien. Die 79-Jährige hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seit dem Angriff im Koma gelegen.
15.29 Uhr: Erste Flüge von Dubai und Abu Dhabi sollen abheben
Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigt an, spezielle Flüge zur Rückführung gestrandeter Passagiere an den Airports des Landes seien möglich. Die in Dubai ansässige größte internationale Fluggesellschaft Emirates erklärte, eine begrenzte Zahl von Flügen werde am Montagabend abheben.
Zuvor hatte auch Etihad aus Abu Dhabi erklärt, noch am Montag Flüge zur Repatriierung von Reisenden "unter strengen Sicherheitsfreigaben" wieder aufzunehmen. Davon abgesehen blieben alle kommerziellen Flüge gestrichen.
15.08 Uhr: Trump "sehr enttäuscht" von britischem Premier Starmer
Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump hat Großbritannien die US-Nutzung britischer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran zu spät erlaubt. Er sei "sehr enttäuscht" gewesen, dass der britische Premierminister Keir Starmer der Verwendung von Stützpunkten wie der Militärbasis Diego Garcia für Angriffe auf den Iran eine Absage erteilt habe, sagte Trump der britischen Zeitung "The Telegraph" zufolge.
Großbritannien hatte den USA unter Berufung auf das Völkerrecht britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen. Am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung von Stützpunkten – allerdings in begrenztem Umfang und nur für Schläge gegen Raketen-Anlagen. An offensiven Luftschlägen habe sich das Vereinigte Königreich nicht beteiligt und werde dies auch künftig nicht tun, sagte Starmer in einer Videobotschaft.
15.05 Uhr: Israelisches Militär - Bisher 600 Stellungen im Iran angegriffen
Seit Beginn des Angriffs gegen den Iran am Samstag hat die israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600 Stellungen im Iran angegriffen. Darunter seien mehr als 20 Ziele iranischer Militärführer, mehr als 150 Boden-Boden-Raketen und über 200 iranische Luftverteidigungssysteme, hieß es in einer Mitteilung. Im Libanon seien bisher mehr als 30 Hisbollah-Ziele angegriffen worden.
Die pro-iranische Miliz im Libanon hatte mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Aus dem Iran wurden zahlreiche Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, aber auch auf US-Ziele in den Golfstaaten.
14.52 Uhr: USA melden Kontrolle über iranischen Luftraum
Die USA haben nach Angaben von Generalstabschef Dan Caine den iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. "Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen", sagte Caine am Montag in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth. Ein Einsatz von Bodentruppen sei nicht geplant, sagte Hegseth.
14.50 Uhr: Hegseth - Ziel von Iran-Einsatz ist nicht Machtwechsel
Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge nicht zu einem Machtwechsel in Teheran führen. "Dies ist kein sogenannter Regimewechselkrieg, aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran", sagte er bei einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass die USA nicht den Krieg begonnen hätten – "aber unter Präsident (Donald) Trump beenden wir ihn."
Weiter sagte er zur Dauer des Einsatzes: "Dies ist nicht der Irak. Dies ist kein endloser Krieg", sagte er in Washington. Die USA haben Hegseth zufolge ihre Lehren aus der Vergangenheit gezogen und gehen mit einem klaren Fokus in den Krieg: "Die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen."
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth
14.45 Uhr: Bundesregierung schickt Charterflugzeuge zur Evakuierung
Die Bundesregierung will Charterflugzeuge nach Saudi-Arabien und in den Oman schicken, um von dort in Nahost gestrandete deutsche Reisende auszufliegen. Zuerst sollen dabei "besonders vulnerable Gruppen Maschinen" evakuiert werden, wie Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Montag sagte. Er nannte die Hauptstädte der beiden Länder, Riad und Maskat, "also Orte, von denen noch geflogen werden kann".
14.31 Uhr: China bekräftigt Freundschaft mit Iran
China hat Iran in der aktuellen Krise Unterstützung zugesichert und zugleich die USA und Israel zu einem sofortigen Stopp der Militäraktionen aufgefordert. Außenminister Wang Yi bekräftigte nach chinesischen Angaben in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi die "traditionelle Freundschaft" zwischen beiden Ländern.
Wang sagte weiter, China unterstütze das Land bei der Wahrung seiner Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität. Peking habe die USA und Israel aufgefordert, die militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation zu vermeiden und eine Ausweitung der Kämpfe auf den gesamten Nahen Osten zu verhindern.
14.27 Uhr: Drohnen über Abu Dhabi abgefangen
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben mehrere Drohnen über Abu Dhabi abgefangen. Nach dem Einsatz der Luftverteidigung seien Trümmerteile auf ein Lagerhaus und ein weiteres gewerblich genutztes Gebäude im Industriegebiet der Stadt gestürzt, teilte das Medienbüro von Abu Dhabi am Montag auf der Plattform X mit. Es seien kleinere Schäden entstanden. Menschen wurden den Angaben zufolge nicht verletzt.
14.23 Uhr: Israel parkt Regierungsmaschine in Berlin
Israel hat wegen der laufenden Kampfhandlungen mit dem Iran eine Regierungsmaschine nach Berlin gebracht. "Die israelische Regierung hat uns gebeten, ob wir diesen Flieger hier parken können. Dem sind wir gerne entsprochen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. An Bord sei die Crew gewesen. Zu den Gründen der Verlegung machte Kornelius keine eigenen Angaben.
14.13 Uhr: US-Armee meldet vierten getöteten Soldaten
Die Zahl der gefallenen US-Soldaten steigt auf vier. Ein weiterer Soldat sei seinen schweren Verletzungen erlegen, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Er sei bei den ersten iranischen Angriffen verwundet worden. Größere Kampfeinsätze hielten an, heißt es weiter.
14.01 Uhr: Spanien untersagt Nutzung von Stützpunkten für Iran-Angriff
Spanien untersagt die Nutzung seiner Militärflughäfen für die US-israelischen Angriffe auf den Iran. Gleichzeitig verlassen Daten der Flugtracking-Website FlightRadar24 zufolge 15 US-Flugzeuge die Stützpunkte Rota und Moron in Südspanien. Mindestens sieben der Maschinen seien auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland gelandet. "Spanische Stützpunkte werden nicht für diesen Einsatz genutzt", sagt Außenminister Jose Manuel Albares dem Sender Telecinco. Madrid werde keine Handlungen zulassen, die nicht im Einklang mit der UN-Charta stünden. Im Gegensatz dazu hatte Großbritannien die Nutzung seiner Basen nach anfänglichem Zögern genehmigt.
13.40 Uhr: Lufthansa-Piloten verzichten auf Streiks
Wegen des Kriegs im Nahen Osten verzichtet die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit in dieser Woche auf Arbeitskampfmaßnahmen bei der Lufthansa. In der gegenwärtigen Situation hätten vor allem Rückführungsflüge, die Sicherheit der Passagiere sowie die Aufrechterhaltung der Versorgung über die Luftfracht höchste Priorität. "Der Tarifkonflikt besteht weiter", betont die Gewerkschaft. Man beobachte die Lage und bewerte die Situation kontinuierlich neu.
13.38 Uhr: Israel meldet Tötung von Hisbollah-Geheimdienstchef
Das israelische Militär meldet die Tötung des Hisbollah-Geheimdienstchefs Hussein Makled. Er sei bei einem Angriff in Beirut ums Leben gekommen, teilt die Armee mit.
13.37 Uhr: IAEA-Chef – Keine Anzeichen für Atomwaffen-Programm im Iran
Aus Sicht der UN-Atomwächter hat es keine Anzeichen für ein Kernwaffen-Projekt im Iran gegeben. "Wir sehen kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen", antwortete der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer Pressekonferenz in Wien auf eine entsprechende Frage einer Journalistin.US-Präsident Trump hatte als Begründung für die jüngsten Angriffe auf den Iran unter anderem behauptet, dass die Islamische Republik dabei sei, ihr Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen. Grossi schloss aber nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge auf politischen Erwägungen beruhten, oder auf weiteren Informationen zum iranischen Atomprogramm, die der IAEA nicht vorlägen. Angesichts des Umfangs des Atomprogramms müssten IAEA-Inspektionen jedenfalls so bald wie möglich wiederaufgenommen werden, betonte Grossi.
13.35 Uhr: Urlauber-Rückholung mit Bundeswehr "letzte Wahl"
Bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber sieht die Bundesregierung vorrangig die Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht. "Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der Bundespressekonferenz in Berlin. Das Auswärtige Amt unterstützt die Bundesbürger aber nach Angaben eines Sprechers mit allen Möglichkeiten und steht "in allerengstem Kontakt" mit der Reiseindustrie. "Uns geht es darum, gemeinsam Lösungen für unsere Landsleute zu finden."
13.32 Uhr: Israelische Siedler überfallen Dorf – zwei Palästinenser getötet
Israelische Siedler haben ein palästinensisches Dorf südlich von Nablus im Westjordanland angegriffen und auf Einwohner geschossen. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden zwei Brüder im Alter von 48 und 52 Jahren schwer verletzt und starben. Drei weitere Palästinenser kamen mit leichteren Verletzungen in Krankenhäuser, unter ihnen ein 15-jähriger Jugendlicher. Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 wurden im Westjordanland 1.044 Palästinenser getötet, darunter 39 durch Siedlergewalt.
13.28 Uhr: Pistorius berät sich mit Bundeswehr-Kontingenten in Nahost
Nach den Angriffen des Iran auf Stützpunkte mit Bundeswehr-Soldaten im Irak und in Jordanien will Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit den Einsatzkräften vor Ort über die Lage beraten. Pistorius werde noch am Montag in einer Schaltkonferenz mit Vertretern der Kontingente vor Ort über die aktuelle Gefährdungssituation sprechen und sich ein Bild von der Lage machen, sagte ein Sprecher seines Ministeriums am Montag in Berlin.
Die aktuell rund 500 in der Nahost-Region stationierten deutschen Soldatinnen und Soldaten seien "wohlauf", fügte er hinzu. Sie hielten sich in "geschützten Unterkünften oder geschützten Positionen" auf. Im Irak und Jordanien sind demnach über 250 Kräfte im Einsatz, im Libanon und vor der dortigen Küste ebenfalls rund 250.
13.26 Uhr: Athen entsendet Fregatten und Kampfbomber nach Zypern
Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt von Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine militärische Unterstützung für die benachbarte EU-Inselrepublik. Wie Verteidigungsminister Nikos Dendias dem griechischen Rundfunk (ERTNews) sagte, wird Athen zwei Fregatten sowie zwei F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern verlegen. Die Kriegsschiffe seien mit modernen Luft- und Drohnenabwehrsystemen ausgestattet.
13.04 Uhr: Iran greift offenbar Energieanlagen in Katar mit Drohnen an
Der Iran soll Energieinfrastruktur in Katar mit Drohnen angegriffen haben. Das meldete das katarische Verteidigungsministerium am Montag. Opfer habe es nicht gegeben. Die Islamische Republik habe mit Drohnen einen Wassertank an einem Kraftwerk in der Staat Messaieed im Süden Katars ins Visier genommen sowie eine Energieeinrichtung in der Industriestadt Ras Laffan, die vom Staatskonzern Qatar Energy betrieben werde.
13.02 Uhr: Dutzende Flüge nach Beginn des Iran-Krieges ausgefallen
Am Flughafen München sind seit Beginn des Iran-Krieges Dutzende Flüge in den Nahen Osten aus Sicherheitsgründen gestrichen worden. Eine Flughafensprecherin sprach am Montag von 40 Flügen, die am Wochenende nicht hätten stattfinden können. Am Montag wurden den Angaben zufolge weitere 29 Flüge storniert - darunter 14 Starts und 15 Landungen in München. Der für Montag geplante Flug der Oman Air in die Hauptstadt Maskat finde statt.
Betroffen seien die Maschinen von elf Fluggesellschaften, darunter Lufthansa, Etihad, Qatar Airways, Emirates, Gulf Air und El Al. Die Passagiere würden von den Fluggesellschaften über etwaige Absagen informiert und notfalls in Hotels untergebracht. Die Situation am Flughafen selbst sei somit ruhig, sagte die Sprecherin. Wann sich der Flugbetrieb in die Golf-Region normalisiere, sei bisher nicht absehbar. Der Flughafen rate dazu, die Airlines zu kontaktieren, um Informationen zu erhalten.
12.52 Uhr: Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.
12.30 Uhr: Nach Luftalarm auf Stützpunkt auf Zypern zwei Drohnen abgefangen
Nach dem Alarm auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern wurden zwei Drohnen abgefangen. Das teilt der zypriotische Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X mit. Der Stützpunkt war Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden. Der weiter westlich gelegene zivile Flughafen von Paphos wurde nach Berichten des zyprischen Rundfunks evakuiert. Flüge nach Paphos wurden zum Hauptflughafen der EU-Inselrepublik in Larnaka umgeleitet.
12.23 Uhr: Kuwait schießt versehentlich US-Kampfjets ab
Drei über Kuwait abgestürzte US-Kampfjets sind nach Angaben der US-Armee "versehentlich" von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden. Der Abschuss der Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ F-15E Strike Eagle sei "während aktiver Kampfhandlungen – darunter Angriffe durch iranische Flugzeuge, ballistische Raketen und Drohnen – versehentlich von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden", erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Montag. Alle sechs Insassen der Maschinen hätten sich per Schleudersitz retten können und befänden sich in Sicherheit.
11.56 Uhr: Keine Hinweise auf anti-israelische Übergriffe in Bayern
Die aktuelle Situation im Nahen Osten könnte laut Bayerischem Innenministerium auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland und Bayern haben. Konkrete Gefährdungserkenntnisse lägen aber aktuell nicht vor, teilte das Innenministerium auf BR-Anfrage mit. Die Sicherheitsbehörden in Bayern und auf Bundesebene bewerteten die Lage fortlaufend. An der weiterhin bestehenden "hohen, besonderen – abstrakten – Gefährdung für jüdische und israelische Personen sowie entsprechende Einrichtungen" in Deutschland und damit auch in Bayern habe sich jedoch nichts geändert.
11.41 Uhr: Opferzahlen im Iran steigen weiter
Bei US-israelischen Angriffen sind im Iran laut Nachrichtenagenturen drei Mitglieder der Revolutionsgarden sowie fünf Soldaten der iranischen Armee getötet worden. Die drei Gardisten seien bei einem Angriff auf die westliche Provinz Lorestan getötet worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna unter Verweis auf eine Mitteilung der Revolutionsgarden. Bei einem weiteren Angriff auf die westiranische Stadt Chorramabad seien fünf Mitglieder der iranischen Armee getötet worden, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim eine Mitteilung der iranischen Armee.
11.32 Uhr: Bundestag stellt Sicherheit für Deutsche Touristen in den Mittelpunkt
Angesichts zahlreicher in Nahost festsitzender Reisender hat die Vorsitzende des Tourismusausschusses im Bundestag, Anja Karliczek, deren Schutz in den Mittelpunkt gestellt. "Die Sicherheit der in der Krisenregion gestrandeten Urlauber und Reisenden hat für uns natürlich höchste Priorität", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.
Karliczek zeigte sich zuversichtlich, dass Behörden und Tourismuswirtschaft nach einer schnellen Analyse der Lage die nötigen Schritte einleiten werden. "Dann hoffen wir alle, dass den festsitzenden Urlaubern in der Krisenregion schnell die Ausreise über reguläre und sichere Wege möglich sein wird", sagte sie.
11.28 Uhr: Feuer nach Angriff auf Schiff in Bahrain
Im Hafen von Bahrain ist ein Schiff nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) von zwei unbekannten Projektilen getroffen worden. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen gelöscht sei. Die Besatzung sei in Sicherheit, das Schiff liege weiter im Hafen.
11.10 Uhr: EU-Kommission rechnet nicht mit Ölengpässen
Die Europäische Kommission erwartet keine unmittelbaren Folgen für die Ölversorgung der EU durch die Eskalation im Nahen Osten. Dies geht aus einer E-Mail der Brüsseler Behörde an die EU-Regierungen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Zum jetzigen Zeitpunkt sehe man keine Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit.
11.05 Uhr: Katar kündigt Vergeltung für iranischen Angriff an
Der Iran werde für die Angriffe auf das katarische Volk einen Preis zahlen müssen, kündigt das Außenministerium in Doha an. Katar habe Angriffe auf zivile Infrastruktur abgefangen. Darunter sei auch der internationale Flughafen gewesen. Ein Angriff wie dieser könne nicht ohne Vergeltung bleiben, sagt Sprecher Majed Al Ansari dem Sender CNN. Er zeigt sich aber überzeugt, letzten Endes werde der Konflikt am Verhandlungstisch gelöst. Der Sprecher betont, die Ölanlagen vor der Küste und auf dem Land seien geschützt. Alle Arbeiter seien in Sicherheit.
11.01 Uhr: Vororte von Beirut erneut im Fokus israelischer Luftschläge
Die israelische Luftwaffe hat weitere Angriffe auf südliche Vororte von Beirut geflogen. Die Detonationen waren am Montagvormittag in Teilen der libanesischen Hauptstadt zu hören. Getroffen wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ein Gebiet, in dem die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz eine große Halle für Kundgebungen betreibt. Es war zunächst unklar, ob Menschen getötet oder verletzt wurden.
10.58 Uhr: Paris will Golfstaaten und Jordanien verteidigen
Frankreich hat seine Bereitschaft zur Verteidigung der vom Iran angegriffenen Golfstaaten und Jordaniens erklärt. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sicherte "den befreundeten Ländern, die von den Raketen und Drohnen der iranischen Revolutionsgarden bewusst ins Visier genommen werden" die Unterstützung seines Landes zu. Frankreich sei "bereit, sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen", sagte Barrot in Paris. Er verwies dabei auf bestehende Abkommen mit den Partnern und das Prinzip der kollektiven Selbstverteidigung. Barrot erwähnte namentlich Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien.
10.46 Uhr: Iran meldet Attacke auf Atomanlage in Natans
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist nach Angaben eines hochrangigen iranischen Diplomaten die wichtige Atomanlage in Natans angegriffen worden. Wie Resa Nadschafi, Teherans Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, vor Journalisten sagte, erfolgte die Attacke am Sonntag.
10.43 Uhr: Tschechien fliegt Bürger aus Nahost aus
Tschechien schickt zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten, um Bürger des EU- und Nato-Mitgliedstaats in Sicherheit zu bringen. Die eine Maschine werde in den ägyptischen Küstenort Scharm el Scheich, die andere in die jordanische Hauptstadt Amman fliegen, sagte der tschechische Regierungschef Andrej Babis nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag.
10.40 Uhr: Medien - Mehrere Tote nach anti-amerikanischen und anti-israelischen Protesten in Pakistan
Bei Protesten in Pakistan nach dem Tod des iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Zehn Demonstranten seien bei einem Protest vor dem US-Konsulat in der Millionenstadt Karatschi und elf in der nordpakistanischen Stadt Skardu getötet worden, wo eine aufgebrachte Menge ein UN-Büro in Brand gesetzt habe, berichteten pakistanische Medien. Zwei weitere Menschen seien bei Protesten in der Hauptstadt Islamabad gestorben. Nach dem Ausbruch von Gewaltaktionen durch die Demonstranten hatte die Polizei Tränengas und Schusswaffen eingesetzt.
10.37 Uhr: Saudische Ölraffinerie fährt Betrieb nach Drohnenangriff runter
In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen. Der Betrieb wurde eingestellt. In Ras Tanura können täglich mehr als eine halbe Million Barrel Öl verarbeitet werden.
10.21 Uhr: Verfassungsschutz sieht Gefahr von Attacken auf jüdische Einrichtungen in Deutschland
Angesichts des eskalierenden Iran-Konflikts sieht das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) eine "weiterhin hohe abstrakte Gefährdung" für Einrichtungen in Deutschland, die Israel und den USA nahestehen. Dazu zählten diplomatische Vertretungen oder militärische Standorte, erklärte die Behörde auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Gleichzeitig müsse angenommen werden, dass auch jüdische Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie Schulen oder Synagogen "als Angriffsziele für etwaige Vergeltungsmaßnahmen infrage kommen".
10.18 Uhr: Israel zieht Truppen an der Grenze zum Libanon zusammen
Israel hat seine militärische Präsenz an der Grenze zum Libanon verstärkt. Es gebe jedoch keine Pläne für eine unmittelbare Bodenoffensive im Nachbarland, sagt ein Armeesprecher. Die Präsenz israelischer Truppen im Libanon sei nicht ausgeweitet worden. Zuvor hatte ein anderer Militärsprecher erklärt, nach den Raketenangriffen der Hisbollah lägen alle Optionen auf dem Tisch.
10.16 Uhr: IAEA sorgt sich um nukleare Sicherheit in Golfregion
Angesichts der militärischen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten warnt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, vor dem Risiko eines Atomunfalls. "Wir können einen möglichen Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschließen - inklusive die Evakuierung von Gebieten, die so groß oder größer sind wie Großstädte", warnte er in einer Sondersitzung der Organisation in Wien. Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf den Iran gebe es bislang keine Hinweise, dass iranische Atomanlagen beschädigt oder getroffen worden seien, so Grossi. Er warnte jedoch vor einem erhöhten nuklearen Sicherheitsrisiko in der Region, auch weil mittlerweile eine Reihe anderer Länder angegriffen worden seien, die ebenfalls Nuklearanlagen haben.
10.07 Uhr: Frankreichs Außenminister mahnt fehlendes UN-Manat für Angriff auf Iran an
Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot kritisiert die Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Der Einsatz von Gewalt verlange nur durch den UN-Sicherheitsrat die nötige Legitimität, sagt Barrot nach einem Treffen in Paris. Das orgehen hätte in den entsprechenden Gremien debattiert werden müssen.
09.50 Uhr: Israel lässt Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen
Vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation mit dem Iran will Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen vorerst geschlossen halten. Die israelische Militärbehörde Cogat, die für die zivilen Angelegenheiten der Palästinenser und die Koordination an den Grenzübergängen zuständig ist, teilte mit, ein sicherer Betrieb sei wegen der Gefahr von Raketenangriffen nicht möglich. Dies dürfte erhebliche Auswirkungen für die Versorgung der notleidenden Bevölkerung mit humanitärer Hilfe haben.
09.41 Uhr: Iran meldet 555 Tote
Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach dortigen Angaben mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Roten Halbmond im Iran.
09.32 Uhr: Feuer in saudischer Raffinerie nach Drohnenabsturz
In der großen Raffinerie Ras Tanura ist nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums ein "begrenztes" Feuer ausgebrochen. Grund seien Trümmer abgeschossener Drohnen, sagt ein Sprecher dem Sender Al-Arabija. Zwei Drohnen seien abgefangen worden, niemand sei verletzt worden.
09.00 Uhr: Mehrere US-Kampfjets in Kuwait abgestürzt
Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt. Die Besatzungen hätten überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen und der Art der US-Flugzeuge machte der Sprecher keine Angaben. Auch das US-Militär äußerte sich zunächst nicht.
Kuwaits Behörden hätten die Besatzungsmitglieder der US-Flugzeuge entdeckt und ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei stabil, teilte der Sprecher der Staatsagentur Kuna zufolge mit. Man stimme sich direkte mit den US-Truppen im Land ab über die Umstände des Vorfalls, dessen Hintergründe nun untersucht würden.
08.41 Uhr: Großbritannien will Bürger in Sicherheit bringen
Großbritannien bereitet sich auf die Evakuierung seiner Bürger aus der Golfregion vor. Schätzungsweise 300.000 Briten seien in der Region, sagte Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Die Regierung arbeite an verschiedenen Optionen. Es gehe um Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte Evakuierungen. Zudem seien Eingreiftruppen in die Region entsandt worden.
08.34 Uhr: Iran meldet drei Tote nach Luftangriffen
Der Westen des Iran ist nach Angaben von Staatsmedien erneut aus der Luft angegriffen worden - dabei seien mindestens drei Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete unter Verweis auf den dortigen Gouverneur Gharib Sadschadi von Attacken auf Wohngebäude in der westiranischen Stadt Sanandadsch. "Drei Menschen wurden getötet und mehrere weitere verletzt", erklärte Sadschadi, die Zahl der Todesopfer könne weiter steigen. Kurz darauf meldete ein Regierungsvertreter auch Angriffe auf die zentraliranische Provinz Jasd.
08.31 Uhr: Berichte über Absturz von US-Kampfflugzeug in Kuwait
Im Golfstaat Kuwait ist Berichten zufolge ein US-Kampfflugzeug abgestürzt. In sozialen Medien kursierten mehrere Videos, die den Vorfall zeigen sollen. Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der Maschine befreit haben. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.
Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz. Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht.
08.29 Uhr: Deutschland will nicht in Kämpfe eingreifen
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine militärische Beteiligung Deutschlands an Angriffen der USA und Israels auf den Iran erneut ausgeschlossen. "Wenn wir keine Absicht haben, dann werden wir das auch nicht machen. Wir beteiligen uns daran nicht", sagte Wadephul am Montag im Deutschlandfunk.
08.25 Uhr: Reiseveranstalter büßen Börsen-Marktwert ein
Die Eskalation im Nahen Osten lässt Aktien aus der Reisebranche einbrechen. Der Touristikkonzern TUI büßt im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz rund elf Prozent ein. Lufthansa-Aktien rutschen ebenfalls gut elf Prozent ab. Wegen des Konflikts im Nahen Osten ist der Ölpreis nach oben geschossen. Lufthansa hat bis zum 8. März zahlreiche Flüge in die Region gestrichen; auch Reiseveranstalter haben Angebote in der Region abgesagt.
08.19 Uhr: Qatar Airways lässt Flugzeuge weiter am Boden
Nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran und iranischen Vergeltungsangriffen auf Staaten der Region gibt es weiterhin erhebliche Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Qatar Airways, die nationale Fluggesellschaft Katars mit Sitz in Doha, teilte am Montag mit, dass der Flugbetrieb weiter ausgesetzt werde. Das nächste Update kündigte die Airline für Dienstagmorgen an.
08.08 Uhr: EU-Kommission betont Solidarität mit Zypern
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sichert den Mitgliedstaaten nach dem Drohnenangriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern Unterstützung zu. Auch wenn die Republik Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU angesichts jeder Bedrohung "gemeinsam, fest und unmissverständlich" an der Seite ihrer Mitglieder, schreibt von der Leyen auf X, nachdem sie mit dem zypriotischen Präsidenten telefoniert hat.
08.00 Uhr: Explosionen auch im Irak
Laute Explosionen haben am Montag die Hauptstadt der halbautonomen Kurdenregion im Irak erschüttert. Journalisten der Nachrichtenagentur AP hörten die Detonationen in Erbil am Morgen. Seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran hat die Islamische Republik mehrere Staaten der Region unter Beschuss genommen.
07.35 Uhr: Offenbar Krankenhaus in Teheran beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen im Iran ist in der Hauptstadt eine Klinik beschädigt worden. Das Gandhi-Krankenhaus in der Millionenmetropole Teheran sei am späten Sonntagabend von einer Rakete getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend. "Meine Kollegen sind gerade dabei, das Krankenhaus zu evakuieren", schrieb der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X. Das Krankenhaus werde evakuiert, erklärte er und veröffentlichte Aufnahmen von Patienten, die aus den Gebäuden gebracht wurden. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Videos, die Glasscherben in Teilen der Klinik, Trümmerteile auf der Straße und beschädigte Gebäude zeigten.
07.29 Uhr: Rauch über US-Botschaft in Kuwait
Nach erneuten iranischen Luftangriffen steigt im Golfstaat Kuwait Rauch aus der Botschaft der USA auf. Ein AFP-Korrespondent berichtete aus der Hauptstadt Kuwait-Stadt von einer Rauchsäule über dem Gebäudekomplex. Zuvor waren über Kuwait-Stadt Warnsirenen erklungen. Die Nachrichtenagentur AP gelangte in Besitz von Videoaufnahmen, die Flammen und Rauch auf dem Botschaftsgelände zeigen. Die US-Botschaft selbst bestätigte zunächst keinen Einschlag. In einer Erklärung rief sie aber dazu auf, der diplomatischen Vertretung fernzubleiben. Die Mitarbeiter der Vertretung hätten sich "an Ort und Stelle in Sicherheit gebracht".
07.13 Uhr: Mehr als 30 Tote bei israelischem Angriff auf Libanon
Bei den israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens 31 Menschen getötet worden. 149 weitere Bürger seien bei den "feindlichen israelischen Luftangriffen" auf den Südlibanon und südliche Vororte der Hauptstadt Beirut verletzt worden, erklärte das Gesundheitsministerium. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hatte zuvor Israel mit Raketen und Drohnen angegriffen.
06.57 Uhr: Israel fliegt weitere Attacken gegen Hisbollah-Stellungen
Das israelische Militär hat eine neue Angriffswelle im Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee am Morgen mit. Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz in mehreren Gebieten des nördlichen Nachbarlandes. Die Hisbollah hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen.
06.51 Uhr: Zypern lehnt Einsatz im Iran-Krieg ab
Nach dem Einschlag einer unbemannten Drohne auf einem britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat Präsident Nikos Christodoulides Militäreinsätzen eine Absage erteilt. "Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen", erklärt Christodoulides in einer Stellungnahme. Er stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und Regierungschefs und anderen über die Entwicklungen. Bislang ist unklar, wer die Drohne abgefeuert hat. Es handelt sich aber wohl um eine Shahed-Drohne, die auch vom Iran gebaut wird.
06.39 Uhr: Israel kündigt Ausweitung der Kämpfe gegen Hisbollah an
Die israelische Armee hat eine Verstärkung der Angriffe Israels auf Ziele im Libanon angekündigt. "Die Angriffe gehen weiter, ihre Intensität wird zunehmen", erklärte der Befehlshaber des nördlichen Kommandos der israelischen Armee, Rafi Milo. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz, die Israel zuvor mit Raketen und Drohnen aus dem Libanon angegriffen hatte, werde "einen hohen Preis zahlen". Die Hisbollah habe sich "für das iranische Regime und gegen den Staat Libanon entschieden und einen Angriff auf unsere Zivilbevölkerung begonnen", erklärte Milo.
06.32 Uhr: Kämpfe in der Golfregion lassen Ölpreis in die Höhe schnellen
Mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten erwarten Marktbeobachter, dass der Ölpreis deutlich steigen dürfte. Mittelfristig sind nach Ansicht von Experten Preise von 100 Dollar pro Barrel oder mehr möglich. Ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde am Wochenende außerbörslich bereits für etwa 80 Dollar gehandelt, das entspricht einem Plus von zehn Prozent. Auch an den Börsen dürfte sich die unsichere Lage weiter auswirken. Der Nikkei-Index in Tokio gab bereits um 1,4 Prozent nach. Japan muss fast seinen gesamten Ölbedarf importieren und einen Großteil davon über die Golfregion.
06.26 Uhr: Iran feuert erneut Raketen auf Israel ab
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die Armee mit. Unter anderem in Tel Aviv gab es Raketenalarm. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen.
06.17 Uhr: US-Kriegsminister Hegseth will über Iran-Krieg informieren
Das Pentagon hat für Montagnachmittag deutscher Zeit eine Pressekonferenz von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zu den gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf Ziele im Iran angekündigt. Hegseth werde um 14.00 Uhr vor die Presse treten, teilte das US-Kriegsministerium im Onlinedienst X mit. US-Generalstabschef Dan Caine werde ebenfalls an der Pressekonferenz teilnehmen.
05.47 Uhr: Iran lehnt Gespräche mit den USA vorerst ab
Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran hat Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung abgelehnt. "Wir werden nicht mit den USA verhandeln", erklärte Laridschani im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen. Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region "mit seinen 'illusorischen Träumen' ins Chaos gestürzt" zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
05.42 Uhr: Offenbar keine Hinweise auf iranischen Erstschlag
Der US-Regierung haben Insidern zufolge vor den Angriffen auf den Iran keine Hinweise auf einen bevorstehenden Erstschlag Teherans vorgelegen. Dies räumten laut Insidern Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump demnach bei einer Unterrichtung von Kongressmitarbeitern ein. Zuvor hatten Regierungsvertreter die Angriffe damit begründet, dass man einem iranischen Angriff zuvorkommen wolle.
05.40 Uhr: US-Militär - Über 1.000 Angriffe in 24 Stunden
Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe im Iran nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele angegriffen. Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit.
05.23 Uhr: SPD sorgt sich vor Fluchtwelle aus dem Iran
Die SPD im Bundestag hat angesichts der Eskalation im Nahen Osten vor einer neuen Flüchtlingswelle nach Deutschland und Europa gewarnt. "Jeder Nahost-Krieg in der Geschichte hat große Fluchtbewegungen mit sich gebracht, Irak, Syrien, Libyen", sagte der außenpolitischer Sprecher der SPD, Adis Ahmetovic, dem "Stern" (externer Link, möglicherweise Bezahlschranke). "Wir versuchen gerade, Migration nach Europa neu zu ordnen. Das wird jetzt schwerer." Es könne "Millionen von Menschen" geben, die nach Europa fliehen, sagte Ahmetovic. "Sind wir bereit für einen neuen 'Wir schaffen das'-Moment? Ich glaube nicht", fügte er hinzu.
04.59 Uhr: Berichte über neue Explosionen in Kuwait
In Kuwait sind Augenzeugenberichten zufolge den dritten Tag in Folge laute Explosionen und Sirenen zu hören. Der Iran hatte nach amerikanisch-israelischen Angriffen auf die Islamische Republik auch Vergeltungsschläge gegen benachbarte Golfstaaten gestartet.
04.19 Uhr: Irakische Miliz reklamiert Drohnenangriff auf US-Soldaten in Bagdad für sich
Die proiranische irakische Miliz Saraja Awlija al-Dam hat sich zu einem Drohnenangriff auf US-Truppen am Flughafen in der irakischen Hauptstadt Bagdad bekannt. Der Angriff war Vergeltung für den Tod des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, wie die Gruppe am Montag mitteilte. Saraja Awlija al-Dam ist eine der schiitischen Milizen, die nach der von den USA geführten Invasion im Jahr 2003 im Irak tätig wurde, die den damaligen Machthaber Saddam Hussein stürzte. Die USA und der Irak haben sich zunächst nicht zu der Erklärung geäußert.
03.55 Uhr: Israelische Armee fordert Menschen im Libanon zur Evakuierung auf
Das israelische Militär hat die Bevölkerung in fast 50 Dörfern im Libanon zur Evakuierung aufgefordert. Die Armee rief in der Nacht Zivilisten im Osten und Süden des Libanon auf, ihre Häuser zu verlassen und sich mindestens einen Kilometer von den Dörfern entfernt in offene Gebiete zu bewegen. Nach Angaben des Militärs stehen mögliche Vergeltungsangriffe bevor, nachdem die militant-islamistische Hisbollah-Miliz Raketen auf Israel abgefeuert hatte.
03.42 Uhr: Auch Bahrain weiter Ziel von iranischen Angriffen
Bahrain hat seit Beginn der iranischen Angriffe auf das Land eigenen Angaben zufolge 61 Raketen und 34 Drohnen abgefangen. Das bahrainische Militär erklärte, dass die iranischen Angriffe auf zivile Einrichtungen und Privatbesitz abzielten und einen schweren Verstoß gegen die Prinzipien des Völkerrechts darboten. "Diese wahllosen und abscheulichen Angriffe stellen eine direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Region dar", hieß es weiter.
03.38 Uhr: Israel will ranghohes Hisbollah-Mitglied im Libanon beschossen haben
Die israelische Armee hat bei nächtlichen Angriffen in der libanesischen Hauptstadt Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz angegriffen. Wie die Armee weiter mitteilte, sei ein weiterer wichtiger "Hisbollah-Terrorist" im Süden des Libanons getroffen worden.
03.33 Uhr: Attentäter in Texas hatte wohl pro-iranische Gesinnung
Der Täter eines tödlichen Schusswaffenangriffs im US-Bundesstaat Texas hat nach Angaben der Organisation Site in der Vergangenheit in Onlinediensten eine "pro-iranische Gesinnung" geäußert. Der Täter habe in Beiträgen im Onlinedienst Facebook, die bis ins Jahr 2017 zurückreichten, Unterstützung für die Regierung in Teheran und "Hass auf die israelische und US-Führung" geäußert, erklärte Site, das auf die Beobachtung islamistischer Online-Plattformen spezialisiert ist. Der Mann hatte in der Nacht zum Sonntag vor einem Biergarten in Austin zwei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt, bevor er von alarmierten Polizisten erschossen wurde.
03.10 Uhr: Drohnenangriff auf britischen Militärstützpunkt auf Zypern
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei niemand verletzt worden. Es gebe Maßnahmen zum Schutz der Truppen in der Region. "Die Basis hat reagiert, um unsere Leute zu verteidigen", hieß es demnach weiter. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.
02.44 Uhr: Israel greift nach Hisbollah-Angriff Ziele im gesamten Libanon an
Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah im gesamten Libanon an. Zuvor hatte die radikal-islamische Miliz Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, was dem israelischen Militär zufolge einen Raketenalarm im Norden Israels auslöste. Die Hisbollah bezeichnete den Angriff als Vergeltung für die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei. Die pro-iranische Hisbollah hatte sich nach der Tötung Chameneis zunächst solidarisch mit dem Iran erklärt, eine direkte Beteiligung an den Kämpfen jedoch zunächst offengelassen.
02.39 Uhr: Ein Toter nach Raketenabsturz in Bahrain
In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht worden.
02.35 Uhr: Hisbollah-Miliz greift Israel an der Seite des Irans an
Die libanesische Hisbollah hat ihren Eintritt an der Seite des Irans in den Krieg mit Israel und den USA erklärt. Die Miliz im Libanon reklamierte einen nächtlichen Raketenangriff auf Israel für sich. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, wie die vom Iran unterstützte Miliz in der Nacht mitteilte.
Israels Militär erklärte, ein Geschoss sei von der Luftwaffe abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben. Zuvor hatten in mehreren Gebieten im Norden Israels Sirenen geheult.
02.21 Uhr: Teheran erneut Ziel israelischer Angriffe
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das "iranische Terrorregime im Herzen von Teheran" begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.
02.14 Uhr: Iran-Krieg setzt Ölpreis zu
Die Ölpreise haben nach der Eskalation im Nahen Osten am Wochenende wie erwartet deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um 14 Prozent und kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu. Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus.
02.06 Uhr: US-Militär setzt Tarnkappenbomber ein
Bei den Angriffen auf Ziele im Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben auch Tarnkappenbomber vom Typ B-2 eingesetzt. Sie griffen mit gut 900 Kilogramm schweren Bomben Irans besonders gut geschützte Einrichtungen für ballistische Raketen an, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mitteilte. "Kein Land sollte jemals Amerikas Entschlossenheit bezweifeln", hieß es.
01.59 Uhr: Tausende EU-Bürger weiterhin im Iran
Im Iran halten sich schätzungsweise noch ein paar Tausend Menschen auf, die die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates besitzen. Das sagte eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel. Viele von ihnen hätten allerdings auch die iranische Staatsangehörigkeit und wollten nicht zwingend das Land verlassen, ergänzte sie. Genaue Angaben zur Zahl der Menschen, die evakuiert werden wollen, machte sie nicht. Deutlich mehr Menschen mit Staatsangehörigkeit eines EU-Staates sitzen den Angaben zufolge unfreiwillig in Ländern rund um den Iran fest, weil ihre Flüge wegen Luftraumsperrungen gestrichen wurden.
01.45 Uhr: Russland bringt Staatsbürger im Iran in Sicherheit
Russland beginnt mit der Evakuierung seiner Staatsbürger aus dem Iran. Rund 500 Russen würden über Aserbaidschan aus dem Land gebracht, teilt die russische Botschaft in Baku mit. Das russische Außenministerium hatte seinen Staatsbürgern nach den Militärschlägen der USA und Israels empfohlen, sichere Regionen im Iran und in Israel aufzusuchen oder die Länder zu verlassen. Aus aserbaidschanischen Regierungskreisen verlautete zudem, binnen 38 Stunden seien bereits 192 Menschen aus dem Iran nach Aserbaidschan gebracht worden, darunter 82 aserbaidschanische Staatsbürger.
01.32 Uhr: VAE melden Abwehr von hunderten Raketen und Drohnen
Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat nach eigenen Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus dem Iran abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X. Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen. Auch seien zwei Marschflugkörper abgefangen und zerstört worden.
01.20 Uhr: EU will wohl Marinemission im Roten Meer verstärken
Angesichts der Spannungen in der Golfregion nach Beginn der israelischen und US-Angriffe auf den Iran und iranischer Gegenangriffe verstärkt die EU nach Diplomatenangaben ihre Marinemission im Roten Meer. Zwei französische Kriegsschiffe sollten in den kommenden Tagen zur Verstärkung der EU-Marinemission Eunvafor Aspides entsandt werden, sagte ein EU-Diplomat am Sonntagabend. Bislang waren bereits drei Kriegsschiffe aus EU-Staaten bei der Mission im Einsatz. An der Mission sind auch rund 30 Bundeswehrsoldaten beteiligt.
01.11 Uhr: Wadephul erwartet keine baldige Entspannung in Nahost
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) stellt die Bevölkerung auf eine längere Dauer des Konflikts im Nahen Osten ein. "Wir alle müssen uns darauf einstellen, dass dieser Konflikt länger dauert. Es ist nicht vorhersehbar, dass wir in den nächsten Tagen mit einer Beendigung der Kampfhandlungen rechnen können", sagte Wadephul in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Deshalb müsse Vorsorge getroffen werden, "dass auf anderem Wege eine Ausreise aus diesen Ländern ermöglicht wird."
01.04 Uhr: Golfstaaten fordern Stopp iranischer Angriffe - und betonen Recht auf Selbstverteidigung
Sechs Golfstaaten haben ein Ende der iranischen Angriffe auf ihre Territorien gefordert. Die Außenminister von Katar, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Oman und Bahrain trafen sich am Sonntag zu einem virtuellen Notfallgipfel. Dabei beklagten sie "ausgedehnte Schäden als Folge der verräterischen iranischen Angriffe". Die Außenminister der sechs Golfstaaten zeigten sich entschlossen, "alle notwendigen Maßnahmen" zu ihrem Schutz zu ergreifen, "einschließlich der Option, auf die Aggression zu antworten".
00.56 Uhr: Deutschland, Frankreich und Großbritannien bereit zu "defensiver Hilfe" für Verbündete
Um die Sicherheit der Verbündeten in der Nahost-Region zu verteidigen, haben die E3-Staaten Deutschland, Großbritannien und Frankreich zugesagt, notfalls militärische Defensivmaßnahmen zu ergreifen. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, dass dies mithelfen könne, die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, "an der Quelle" zu zerstören. Für die Bundesregierung sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Formulierung für Deutschland bedeute, "dass wir uns das Recht vorbehalten, unsere Soldaten in der Region zu schützen, falls sie angegriffen werden".
00.12 Uhr: London erlaubt USA Nutzung von Militärbasis im Krieg gegen Iran
Großbritannien erlaubt den USA nach den Worten von Premierminister Keir Starmer die Nutzung britischer Stützpunkte für "defensive" Angriffe zur Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen. An den am Samstag begonnenen Angriffen auf den Iran sei London jedoch nicht beteiligt gewesen, betonte Starmer am Sonntag in einer Videoansprache. Sein Land werde sich "auch jetzt nicht an offensiven Aktionen beteiligen". Da der Iran jedoch eine "Strategie der verbrannten Erde" verfolge, unterstütze Großbritannien die "gemeinsame Selbstverteidigung unserer Verbündeten und unserer Leute in der Region", erklärte der britische Premier weiter.
Im Audio: Irans Revolutionsgarden melden Angriffe auf dutzende US-Stellungen und Israel
Symbolbild: Irans Revolutionsgarden melden Vergeltungsschläge
Montag, 2. März 2026
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