Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg vom 20. März 2026 im Überblick:
- Reparaturen nach Iran-Angriff auf Katar könnten bis zu fünf Jahre dauern (05.04 Uhr)
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Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
05.50 Uhr: Drohnenangriffe auf Ölraffinerie in Kuwait
Die kuwaitische Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi ist am frühen Morgen von mehreren Drohnen angegriffen worden. Dabei sei in einigen Anlagen ein Feuer ausgebrochen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Ölkonzern KPC. Verletzte wurden demnach zunächst nicht gemeldet. Die Feuerwehr sei sofort im Einsatz gewesen. Mehrere Anlagen seien vorsorglich abgeschaltet worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.
05.14 Uhr: UN-Sicherheitsrat hält Sitzung zu Angriffen auf Energieanlagen ab
Der UN-Sicherheitsrat hat eine Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen zu Angriffen auf Energieanlagen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg abgehalten. Der UN-Botschafter von Bahrain, Dschamal Alrowaiei, sagte, sein Land habe die Sitzung wegen der anhaltenden "feigen Angriffe des Iran" auf die Golfstaaten, Jordanien und weitere Länder der Region beantragt. Er erklärte im Anschluss, Bahrain und viele der 15 Ratsmitglieder hätten betont, dass der Iran eine Resolution vom 11. März umsetzen müsse, die einen sofortigen Stopp der Angriffe auf die Golfstaaten sowie auf Zivilisten und zivile Infrastruktur - darunter Energieanlagen - fordert.
Die Resolution, die mit 13 zu 0 Stimmen bei Enthaltungen von Russland und China angenommen wurde, fordert den Iran zudem auf, alle Maßnahmen und Drohungen einzustellen, die darauf abzielen, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu blockieren
05.04 Uhr: Reparaturen nach Iran-Angriff auf Katar könnten bis zu fünf Jahre dauern
Die Reparaturen nach dem iranischen Raketenangriff auf Flüssiggasanlagen im Industriegebiet Ras Laffan in Katar könnten katarischen Angaben zufolge bis zu fünf Jahre in Anspruch nehmen - obwohl die Produktion in den Anlagen nach früheren Angriffen bereits eingestellt worden war. Der Betreiber Qatar Energy teilte am späten Donnerstagabend auf X mit, der Angriff habe die Exporte von Flüssigerdgas um etwa 17 Prozent verringert und verursache jährliche Einnahmeverluste von rund 20 Milliarden US-Dollar.
05.00 Uhr: Persisches Neujahr überschattet vom Krieg
Der Beginn des persischen Neujahrsfests Norus wird in diesem Jahr von Krieg und Konflikten überschattet. Im Iran mit seinen rund 90 Millionen Einwohnern herrscht angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe eine bedrückte Stimmung. Zukunftssorgen, Ungewissheit und Angst dominieren die Stimmung in vielen Haushalten. Der Beginn von Norus orientiert sich am Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel, wenn Tag und Nacht gleich lang sind. In diesem Jahr beginnt das persische Neujahr um 15.46 Uhr unserer Zeit.
04.40 Uhr: US-Kampfflugzeug mutmaßlich von iranischem Beschuss getroffen
Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 ist US-Medienberichten zufolge von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen worden. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichteten am Donnerstag mehrere US-Medien, darunter die Sender ABC und CNN. Der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand.
Die US-Armee hat im bisherigen Verlauf des Iran-Krieges bereits mehrere Flugzeuge verloren. Anfang März waren drei Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee "versehentlich" von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden. Alle sechs Insassen konnten sich aber per Schleudersitz retten. Mitte März stürzte ein Betankungsflugzeug vom Typ KC-135 über dem Westirak ab. Dabei starben sechs Besatzungsmitglieder.
04.10 Uhr: Israel hat neue Angriffswelle auf den Iran gestartet
Israel hat dem israelischen Militär zufolge eine neuen Angriffswelle auf den Iran gestartet. "Die IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen", teilt ein Militärsprecher mit. Gleichzeitig melden Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate am frühen Morgen Raketenangriffe. US-Präsident Donald Trump hatte Israel am Donnerstag davor gewarnt, seine Angriffe auf die iranische Erdgasinfrastruktur zu wiederholen.
04.05 Uhr: Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien
Mehrere Golfstaaten haben erneut Angriffe auf ihre Territorien gemeldet. Das Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete am Freitagmorgen eine "Bedrohung durch Raketen". Die kuwaitische Armee erklärte, ihre Luftabwehr habe auf "feindliche Raketen- und Drohnenbedrohungen" reagiert. Das saudiarabische Verteidigungsministerium gab bekannt, seine Streitkräfte hätten sechs Drohnen im Osten des Landes und eine weitere im Norden "abgefangen und zerstört". Bahrains Innenministerium gab bekannt, Splitter einer "iranischen Aggression" hätten in einer Lagerhalle ein Feuer ausgelöst. Der Brand sei unter Kontrolle gebracht und niemand verletzt worden.
03.18 Uhr: Libanons Präsident Aoun fordert Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat erneut zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel aufgerufen. Aoun betonte "die Notwendigkeit eines Waffenstillstands" und erklärte, dass "das Wichtigste darin besteht, die Eskalation" zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zu beenden, wie es am Donnerstag in einer Erklärung des libanesischen Präsidentenamtes hieß. Am 9. März hatte Aoun eine Vier-Punkte-Initiative vorgeschlagen, die einen "vollständigen Waffenstillstand" mit Israel, verstärkte Unterstützung für die libanesische Armee zur "Entwaffnung der Hisbollah" sowie "direkte Verhandlungen" mit Israel vorsah. Diese Initiative liege nach wie vor auf dem Tisch, erklärte Aoun. Jedoch behindere "die anhaltende militärische Eskalation" ihre Umsetzung.
02.33 Uhr: Ölpreis könnte bei längerem Iran-Krieg auf 180 Dollar steigen
Der Ölpreis könnte laut Angaben von Branchenvertretern in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar pro Barrel steigen, falls die Störungen durch den Iran-Krieg bis Ende April anhalten. Dies berichtet die US-Zeitung "Wall Street Journal".
00.51 Uhr: Bundeskanzler Merz erwartet leichten Anstieg der Inflation durch Iran-Krieg
Kanzler Friedrich Merz erwartet durch den Iran-Krieg einen leichten Anstieg der Inflation. Er verwies nach Ende des EU-Gipfels auf eine entsprechende Einschätzung der Europäischen Zentralbank. "Wenn dieser Konflikt schnell beendet ist, dann lassen sich die Auswirkungen relativ schnell auch abschließend beurteilen und bewerten", fügte er hinzu. Wenn der Krieg länger dauere, sei die weitere Entwicklung auch der Inflation aber nur schwer abschätzbar.
00.48 Uhr: Israel handelte bei Angriff auf iranisches Gasfeld South Pars alleine
Israel hat nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei dem Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars allein gehandelt. US-Präsident Donald Trump habe Israel im Anschluss gebeten, "weitere Angriffe auszusetzen, und wir halten uns daran", sagte Netanjahu am Donnerstagabend bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz.
Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, Trump habe von dem bevorstehenden israelischen Angriff auf South Pars gewusst. Er habe ihn unterstützt, um dem Iran zu signalisieren, er müsse die für Öl- und Gaslieferungen wichtige Straße von Hormus wieder öffnen. Nach dem Angriff vom Mittwoch hatte Trump öffentlich erklärt, die USA hätten davon "nichts gewusst".
00.09 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate zerschlagen Hisbollah-Netzwerk
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben nach eigenen Angaben ein von der libanesischen Hisbollah und dem Iran finanziertes und betriebenes Terrornetzwerk zerschlagen und dessen Mitglieder festgenommen. Dem Netzwerk werden Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Bedrohung der nationalen Sicherheit vorgeworfen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. "Das Netzwerk war im Land unter dem Deckmantel einer Scheinfirma tätig und versuchte, die Volkswirtschaft zu unterwandern sowie externe Vorhaben auszuführen, die die Finanzstabilität des Landes bedrohten", berichtet die Nachrichtenagentur.
Freitag, 20. März 2026
23.49 Uhr: Bundeswirtschaftsministerin Reiche kritisiert mögliche Lockerung von US-Sanktionen gegen Iran
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat Überlegungen von US-Finanzminister Scott Bessent über eine mögliche Lockerung der Sanktionen für iranisches Öl kritisiert. "Jeder Dollar für Öl aus dem Iran stabilisiert ein Regime, das unseren Werten fundamental entgegensteht", sagte Reiche der "Bild"-Zeitung.
23.40 Uhr: EU mahnt Israel zur Zurückhaltung in Libanon und Westjordanland
Die EU mahnt Israel zur Zurückhaltung beim militärischen Vorgehen im Libanon und bei der Siedlungspolitik im besetzten Westjordanland. Die Versuche, die Siedlungen auszuweiten, werden in der Gipfelerklärung entschieden verurteilt. Zudem sollten weitere EU-Sanktionen gegen gewalttätige jüdische Siedler erwogen werden. Im Libanon werden die Angriffe der Hisbollah auf Israel verurteilt. Gleichzeitig wird die Regierung in Jerusalem aufgefordert, eine weitere Eskalation zu vermeiden und die territoriale Integrität des Libanon zu wahren.
23.39 Uhr: EU-Gipfel - Werden neue Migrationsbewegung nach Europa abwehren
Die Teilnehmer des EU-Gipfels haben betont, dass man entschlossen eine Migrationskrise wie 2015 infolge des Iran-Krieges verhindern werde. Auch wenn der Konflikt bislang nicht zu unmittelbaren Migrationsströmen in Richtung EU geführt habe, werde man "ein hohes Maß an Wachsamkeit wahren", heißt es in der Gipfelerklärung. Gestützt auf die Lehren aus der Migrationskrise von 2015 sei die EU bereit, "ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente in vollem Umfang zu mobilisieren, um unkontrollierte Migrationsbewegungen in die EU zu verhindern und die Sicherheit in Europa zu wahren". Der Schutz und die Kontrolle der Außengrenzen der EU würden weiter gestärkt. Man werde mit Staaten in der Region zusammenarbeiten.
22.57 Uhr: EU-Gipfelteilnehmer fordern Ende der Angriffe auf Energieanlagen
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs haben die EU-Gipfelteilnehmer einen vorläufigen Stopp von Angriffen auf zivile Infrastruktur gefordert. Mit Blick auf die UN-Charta und das humanitäre Völkerrecht forderte der Europäische Rat "ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen", wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Gipfelerklärung heißt. Die Gipfelteilnehmer begrüßten zudem die Ankündigungen von Mitgliedsstaaten, die Straße von Hormus abzusichern, "sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind".
22.27 Uhr: Frankreich verdoppelt Hilfe für den Libanon
Frankreich verdoppelt seine Hilfe für den Libanon auf 17 Millionen Euro. Das kündigte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot während eines Besuchs in Beirut auf der Plattform X an. Laut Angaben der libanesischen Regierung haben israelische Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon mehr als eine Million Menschen – rund 20 Prozent der Bevölkerung – vertrieben und über 1.000 Menschen das Leben gekostet. Viele Familien schlafen in Autos, auf der Straße oder in überfüllten Schulen, die zu Notunterkünften umfunktioniert wurden.
21.50 Uhr: USA - Neue Ausnahmeregelung für russisches Öl
Die USA haben eine neue Lizenz für den Verkauf von russischem Öl erlassen, um die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Energiepreise zu dämpfen. Die neue Regelung ersetzt eine frühere und ist bis zum 11. April gültig, teilte das US-Finanzministerium mit. Geschäfte mit Nordkorea, Kuba und der Krim sind davon ausgeschlossen.
21.48 Uhr: USA billigen Rüstungsexporte an zwei Golfstaaten
Die USA haben Rüstungsexporte im Wert von insgesamt gut 16 Milliarden Dollar (rund 14 Milliarden Euro) an zwei Golfstaaten gebilligt, die besonders vom Iran-Krieg betroffen sind. Kuwait soll nach Angaben des Außenministeriums in Washington Radarsensoren zur Luft- und Raketenabwehr im Wert von rund acht Milliarden Dollar erhalten. An die Vereinigten Arabischen Emirate gehen Rüstungsgüter im Wert von weiteren rund acht Milliarden Dollar.
20.46 Uhr: Frankreichs Außenminister will nach Israel reisen
Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot reist am Freitag überraschend nach Israel. Wie das Außenministerium in Paris mitteilt, will Barrot mit der israelischen Führung über die regionale Sicherheit, humanitäre Hilfe und eine Deeskalation im Nahen Osten sprechen. Er trifft aus Beirut ein, wo er sich um eine Waffenruhe im Libanon bemüht hat.
20.44 Uhr: IEA beginnt mit Freigabe ihrer Öl-Notvorräte
Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) haben mit der wegen des Iran-Kriegs beschlossenen Freigabe eines Teils ihrer Ölreserven begonnen. Die freigegebenen Reserven werden "größtenteils aus Rohöl bestehen", die Beiträge in Europa "vorrangig in Form raffinierter Produkte", teilte die IEA mit.
Die Organisation hatte vor einer Woche den Beschluss gefasst, 426 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freizugeben, um den durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Preissprung abzufedern. Grund für den Preisanstieg ist vor allem die Blockade der Straße von Hormus.
20.28 Uhr: Katar - Beziehungen zum Iran stark beschädigt
Katar sieht die Beziehungen zum Iran nach dessen wochenlangen Angriffen am Golf als stark beschädigt an. "Nach diesem feindlichen Akt ist es notwendig, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen", sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman. "Das iranische Volk und uns verbinden Geografie, Nachbarschaft und Geschichte."
Der Regierungschef rief den Iran erneut dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen, damit die Region nicht in einen "gefährlichen Strudel" gezogen werde. Die Handlungen des Irans würden die Sicherheit "für alle Länder in der Region" gefährden.
20.13 Uhr: Netanjahu - Israel griff iranisches Erdgasfeld im Alleingang an
Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zufolge das iranische Erdgasfeld South Pars im Alleingang angegriffen. US-Präsident Donald Trump habe Israel darum gebeten, von weiteren derartigen Einsätzen abzusehen, sagte Netanjahu bei einer Pressekonferenz. Trump selbst hat erklärt, er habe nichts von dem Angriff gewusst. Israelische Regierungsvertreter, die nicht namentlich genannt werden wollten, haben der Nachrichtenagentur Reuters dagegen gesagt, der Einsatz sei mit den USA abgesprochen gewesen.
19.53 Uhr: Netanjahu - Iran kann kein Uran mehr anreichern
Der Iran ist nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht mehr in der Lage, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen. Es sei noch zu früh, um sagen zu können, ob sich die iranische Bevölkerung gegen die Regierung erheben werde, sagte Netanjahu auf einer Pressekonferenz.
19.27 Uhr: Russland wirft Israel "gezielten" Angriff auf TV-Team im Libanon vor
Russland wirft Israel einen "gezielten" Angriff auf ein russisches Fernsehteam im Südlibanon vor. Ein Reporter und ein Kameramann seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärte die zum Staatssender RT gehörende Videoagentur Ruptly am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa schrieb bei Telegram, das als Presse gekennzeichnete Team sei "vorsätzlich und gezielt" angegriffen worden. Der israelische Botschafter in Moskau werde einbestellt.
Die israelische Armee erklärte, auf veröffentlichtem Filmmaterial sei ein Journalist in einem Gebiet zu sehen, für das "eine ausdrückliche Warnung ausgegeben" worden sei. Der Angriff in dem Gebiet sei erfolgt, "nachdem seit den Warnungen ausreichend Zeit verstrichen war". Die israelische Armee geht derzeit massiv gegen die pro-iranische Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon vor.
19.05 Uhr: Libanon - Israelischer Angriff im Südlibanon
Ein israelischer Angriff im Südlibanon legt nach Angaben des staatlichen libanesischen Stromversorgers ein wichtiges Umspannwerk lahm. Durch den Angriff seien verschiedene Teile des Werks in Bint Dschbeil beschädigt worden, teilt das Unternehmen mit. Dies beeinträchtige die Stromversorgung in der Stadt und den umliegenden Orten. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor.
18.19 Uhr: Öl- und Gaspreis massiv angestiegen
Der Öl- und insbesondere der Gaspreis sind infolge iranischer Angriffe auf Energieinfrastruktur in den Golfstaaten massiv angestiegen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent legte am Donnerstag zeitweise um mehr als zehn Prozent zu. Der europäische Erdgaspreis stieg zeitweise um mehr als 35 Prozent. Israel hatte am Mittwoch iranische Gasanlagen angegriffen. Teheran nahm daraufhin Öl- und Gasanlagen in Katar, Saudi-Arabien und Kuwait ins Visier.
Im Video: Stark gestiegene Spritpreise
Seit knapp drei Wochen hält der Iran-Krieg an, die Spritpreise sind stark gestiegen - und steigen noch immer.
18.12 Uhr: Iran - Klarstellung zur Nutzung von Ramstein gefordert
Der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili, hat von der Bundesregierung eine Klarstellung zur Nutzung der US-Luftwaffenbasis Ramstein durch die USA für den Iran-Krieg gefordert. Die Rolle des Militärstützpunkts in Rheinland-Pfalz sei für Teheran bislang "offiziell nicht klar", sagte Nili der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Bislang haben wir keine Antwort."
17.45 Uhr: Trump - "Ich schicke nirgendwo Truppen hin"
US-Präsident Donald Trump will wohl doch keine weiteren Soldaten für den Krieg gegen den Iran in den Nahen Osten entsenden. "Ich schicke nirgendwo Truppen hin", sagte Trump im Weißen Haus vor der Presse auf eine entsprechende Frage. "Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen. Aber ich schicke keine Truppen." Die Äußerung steht im Widerspruch zu einem Reuters-Bericht vom Vortag, wonach die US-Regierung die Entsendung von Tausenden Soldaten zur Verstärkung des Einsatzes gegen den Iran erwägt. Reuters berief sich dabei auf einen US-Regierungsvertreter sowie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
17.35 Uhr: Iran - Raffinerie in Haifa und Aschdod angegriffen
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben die Raffinerie in Haifa sowie in Aschdod mit Raketen angegriffen. Das israelische Energieministerium sprach nur von einem Angriff auf die Ölraffinerie in Haifa.
17.34 Uhr: Israelische Medienberichte - Öl-Raffinerie in Israel getroffen
Im Norden Israels ist die Öl-Raffinerie von Haifa laut israelischen Medienberichten infolge eines Angriffes mit iranischen Raketen getroffen worden. Über der Anlage in der Hafenstadt stieg dicker dunkler Rauch auf, wie Bilder zeigten, die von dem Sender Kan 11 am Donnerstag verbreitet wurden. Im Onlinedienst X schrieb der Sender, dass es aber keinen Anlass zur Sorge wegen eines möglichen Austritts gefährlicher Stoffe gebe.
Die Raffinerie in Haifa, die in einem großen Industriegebiet liegt, ist die größte des Landes. Das Umweltministerium erklärte, dass Vertreter des Ministeriums und Notfallteams vor Ort seien, "nachdem ein Bericht über herabgestürzte Trümmer eines Abfangflugkörpers im Raum Haifa sowie über einen mutmaßlichen Vorfall mit Gefahrstoffen eingegangen war".
17.27 Uhr: UN-Schifffahrtsorganisation fordert Evakuierungskorridor
Die Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) fordert einen Evakuierungskorridor für die zahlreichen Schiffe, die wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Persischen Golf festsitzen. IMO-Generalsekräter Arsenio Dominguez sprach beim Abschluss einer zweitägigen Krisensitzung der Organisation in London von einem "humanitären Korridor", der dringend nötig sei. Nach Angaben der IMO sitzen rund 20.000 Seeleute infolge des Iran-Krieges auf rund 3200 Schiffen im Persischen Golf fest.
17.15 Uhr: Katar warnt nach iranischem Angriff auf Gaskomplex vor Folgen für weltweite Energieversorgung
Katar hat nach dem iranischen Angriff auf den größten Gaskomplex des Landes vor massiven Folgen für die gesamte Welt gewarnt. Der Angriff auf das Erdgas-Industriegebiet in Ras Laffan habe "erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung", sagte der katarische Regierungschef Mohammed bin Abdulrahman al-Thani vor Journalisten.
17.07 Uhr: Trump - Habe Netanjahu zum Verzicht auf Energie-Angriffe aufgefordert
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert, keine Energiefelder anzugreifen. Eine Stellungnahme Netanjahus liegt zunächst nicht vor. Er soll im Laufe des Abends eine eigene Pressekonferenz abhalten.
16.11 Uhr: Gaza-Grenze Rafah öffnet wieder
Nach der Wiederöffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist die Evakuierung palästinensischer Patienten fortgesetzt worden. Am Donnerstag half der ägyptische Rote Halbmond Menschen, die aus medizinischen Gründen das Kriegsgebiet verlassen durften. Auf der ägyptischen Seite waren zudem Teams im Einsatz, um Palästinenser zu unterstützen, die in den Gazastreifen zurückkehrten, sowie den Durchzug eines Hilfskonvois mit etwa 2.000 Tonnen Lebensmitteln, Mehl, Treibstoff und Winterausrüstung zu ermöglichen.
16.10 Uhr: Pistorius schließt deutschen Hormus-Einsatz nicht aus
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Bedingungen für eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem Ende der aktuellen Kriegshandlungen genannt. „Wir schließen nichts aus, aber es hängt von der Situation nach einem Waffenstillstand ab“, sagte Pistorius am Donnerstag in Berlin. Zuvor hatte sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Bundestag offen für eine deutsche Teilnahme ausgesprochen. Pistorius betonte, dass die Entscheidung für einen möglichen Einsatz auch von der militärischen und Sicherheitslage in der Region sowie der Zustimmung des Bundestages abhänge. Zudem müsse die Beteiligung im Rahmen eines internationalen Mandats oder einer internationalen Kooperation erfolgen, wenn alle Bedingungen erfüllt seien.
16.06 Uhr: Iran-Krieg kostet USA offenbar mindestens eine Milliarde Dollar pro Tag
Der Krieg im Nahen Osten kostet die Vereinigten Staaten jede Sekunde 11.574 Dollar. 41 Millionen jede Stunde. Eine Milliarde pro Tag, so eine vorläufige Schätzung des Pentagon. Eine Zahl, die im unteren Bereich liegt, während andere Schätzungen von 4 Milliarden Dollar pro Tag ausgehen. Das berichtet der belgische Sender RTBF [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt].
Diese Beträge erklären sich durch die extrem hohen Kosten für die eingesetzten militärischen Mittel. Ein amerikanischer Flugzeugträger kostet rund 13 Millionen Dollar pro Tag. Ein B-2-Tarnkappenbomber kostet 150.000 Dollar pro Stunde. Und jede abgefeuerte Tomahawk-Rakete ist rund eine Million Dollar wert. Der Krieg offenbart auch eine spektakuläre Asymmetrie bei den Militärkosten. Eine iranische Shahed-Drohne kostet in der Herstellung rund 35.000 Dollar. Die amerikanische Rakete, die sie abfängt, kann fast 13 Millionen Dollar kosten.
Iran greift Flüssiggasanlagen in Katar an.
16.00 Uhr: Drohne stürzt über Ölraffinerie in Saudi-Arabien ab
Laut offiziellen Angaben ist über der saudischen Ölraffinerie Samref am Roten Meer eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde derzeit begutachtet, teilte das Verteidigungsministerium mit. Zudem wurde der nahegelegene Hafen von Janbu von einer Rakete angegriffen, die jedoch abgefangen und zerstört wurde. Auch nahe Riad und im Osten des Landes seien erneut Drohnen abgefangen worden. Nach den Angriffen wurden vorübergehend keine Tanker am Hafen mit Öl beladen, jedoch wurde der Betrieb kurz darauf wieder aufgenommen, wie aus Kreisen des saudischen Energieministeriums zu erfahren war.
15.54 Uhr: Behörden melden mehr als 1.300 Tote im Iran und mehr als 1.000 im Libanon
Die Zahl der Opfer im US-israelischen Krieg gegen den Iran steigt weiter. Seit dem Beginn der Angriffe am 28. Februar wurden mehr als 1.300 Menschen im Iran getötet. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete mehr als 1.000 Tote seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah. Über eine Million Menschen wurden durch israelische Angriffe vertrieben, etwa 20 Prozent der libanesischen Bevölkerung. Israel gibt 500 getötete Hisbollah-Kämpfer an. Laut dem US-Verteidigungsministerium sind mindestens 13 US-Soldaten gefallen, jedoch wurden seit einigen Tagen keine aktuellen Zahlen mehr veröffentlicht.
15.47 Uhr Hegseth verteidigt Pentagon-Forderung- "Es kostet Geld, Bösewichte zu töten"
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat einen Finanzierungsantrag seines Ministeriums für den Iran-Krieg verteidigt. "Es kostet Geld, Bösewichte zu töten", erklärte er auf einer Pressekonferenz. Er werde sich erneut an den Kongress wenden, um Munitionsvorräte und künftige Finanzierungen sicherzustellen. Laut der "Washington Post" hat das Pentagon beim Weißen Haus um Genehmigung für einen Antrag an den US-Kongress gebeten, der mehr als 200 Milliarden US-Dollar (rund 173,7 Milliarden Euro) für den Krieg gegen den Iran umfasst.
15.43 Uhr: Teheran - Reaktion auf Israel "nur ein Bruchteil" der Schlagkraft
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat vor einer härteren Reaktion gewarnt, falls Israel erneut iranische Infrastruktur angreife. Auf der Plattform X erklärte er, dass Irans Antwort auf den israelischen Angriff nur einen Bruchteil der möglichen Schlagkraft genutzt habe. "Der einzige Grund für diese Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation", so Araghtschi. Zudem betonte er, dass ein mögliches Kriegsende die Schäden an zivilen Einrichtungen im Iran berücksichtigen müsse.
15.40 Uhr: Israel greift erstmals iranische Ziele am Kaspischen Meer an
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben erstmals iranische Ziele am Kaspischen Meer angegriffen. Militärsprecher Nadav Schoschani gab am Donnerstag bekannt, dass Dutzende von Zielen an der Nordküste des Iran getroffen wurden. Zu den Zielen gehörten Kriegsschiffe, eine Werft sowie ein Kommando- und Kontrollzentrum, so Oberstleutnant Schoschani.
15.33 Uhr: Zwei Journalisten während Live-Schalte im Libanon verletzt
Zwei Journalisten wurden bei einem Angriff im Süden des Libanons während einer Live-Schalte leicht verletzt. Steven Sweeney, Korrespondent des russischen Senders RT, und sein Kameramann Ali Reda Sbeiti berichteten über israelische Angriffe auf Infrastruktur der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah. Soziale Medien zeigen, dass ein Geschoss nur wenige Meter von Sweeney entfernt in den Boden einschlug. Sweeney wurde mit Armverletzungen ins Krankenhaus gebracht, Sbeiti ebenfalls mit leichten Verletzungen behandelt. Die genauen Umstände des Angriffs sind noch unklar.
15.00 Uhr: WTO warnt - Nahost-Konflikt bedroht Welthandel
Laut der Welthandelsorganisation (WTO) gefährden der Krieg gegen den Iran und die steigenden Spannungen im Nahen Osten das Wachstum des globalen Handels. Sollte der Konflikt andauern, die Energiepreise hoch bleiben und die Transportkosten steigen, könnte das Wachstum in diesem Jahr um 0,5 Prozentpunkte sinken, so die WTO. Ein positiver Ausblick bleibt jedoch möglich: "Die Prognosen könnten sich verbessern, wenn der Konflikt schnell beendet wird und der Boom bei den Ausgaben für künstliche Intelligenz anhält", heißt es im halbjährlichen Handelsbericht der WTO.
14.47 Uhr: Bessent erwägt Lockerung der Sanktionen gegen iranisches Öl
Angesichts der angespannten Lage auf dem internationalen Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent eine teilweise Lockerung der Handelsbeschränkungen für iranisches Öl angekündigt. In den kommenden Tagen könnten Sanktionen für rund 140 Millionen Barrel iranisches Öl, das sich derzeit auf See befindet, aufgehoben werden, sagte Bessent dem US-Sender Fox Business. Diese Ölmenge entspreche einem Vorrat von 10 bis 14 Tagen und wäre ansonsten nach China gegangen. Bessent betonte, dass iranisches Öl weiterhin nach Indien und China exportiert werde, den wichtigsten Abnehmern des Rohstoffs aus dem Iran.
14.43 Uhr: QatarEnergy rechnet mit bis zu fünf Jahren Reparaturzeit für LNG-Anlagen
Laut QatarEnergy wird die Reparatur der durch iranische Angriffe beschädigten Flüssiggasanlagen in Katar drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Die betroffenen Anlagen machten 17 Prozent der Exportkapazität des Unternehmens aus, erklärte Konzernchef Saad al-Kaabi gegenüber Reuters. Er habe sich "in seinen kühnsten Träumen" nicht vorstellen können, dass Katar und die Region auf diese Weise angegriffen würden – "besonders von einem brüderlichen muslimischen Land im Monat Ramadan".
14.33 Uhr: EZB erwartet deutlich höhere Inflation wegen Iran-Krieg
Die Ökonomen der Europäischen Zentralbank (EZB) rechnen aufgrund der gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs mit einer deutlich höheren Inflation in diesem Jahr. Laut den am Donnerstag veröffentlichten vierteljährlichen Prognosen könnten die Verbraucherpreise in der Eurozone um durchschnittlich 2,6 Prozent steigen, was eine deutliche Erhöhung gegenüber der Dezember-Prognose von 1,9 Prozent darstellt. Grund dafür sind die höheren Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten. Für das kommende Jahr wird eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent erwartet, was dem EZB-Zielwert entspricht, während für 2028 2,1 Prozent prognostiziert werden. Gleichzeitig senkten die Ökonomen ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt. Statt der ursprünglich erwarteten 1,2 Prozent Wachstum wird nun nur noch ein Plus von 0,9 Prozent für das laufende Jahr erwartet.
14.30 Uhr: Industriestaaten wollen Energiemärkte stabilisieren und Hormus sichern
Führende europäische Staaten und Japan haben ihre Bereitschaft erklärt, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu unterstützen. In einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Japan heißt es, man werde sich an entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen beteiligen. Die Gruppe verurteilt die iranischen Angriffe und fordert ein sofortiges Ende der Attacken. Zudem kündigen die Staaten an, die Energiemärkte zu stabilisieren, indem sie mit Förderländern an einer Produktionssteigerung arbeiten und die Freigabe strategischer Ölreserven begrüßen.
14.22 Uhr: Pentagon will offenbar weitere 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg
Das US-Verteidigungsministerium plant, für den Iran-Krieg zusätzliche 200 Milliarden Dollar (rund 174 Milliarden Euro) anzufordern. Ein hoher Regierungsvertreter bestätigte gegenüber AP, dass eine entsprechende Anfrage an das Weiße Haus geschickt wurde. Die Summe kommt zu den bereits im vergangenen Jahr bereitgestellten Mitteln im Rahmen des Steuersenkungsgesetzes hinzu. Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte die Zahl auf einer Pressekonferenz nicht direkt und erklärte, sie könnte noch angepasst werden.
14.22 Uhr: Angriffe auf Energieanlagen in Golfregion - Ölpreis steigt massiv
Im Iran-Krieg werden immer häufiger große Energieanlagen in der Golfregion angegriffen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran mit der Zerstörung des South-Pars-Gasfeldes, falls erneut ein Gaskomplex in Katar angegriffen werde und zwar mit einer Stärke, wie der Iran sie noch nie erlebt habe. Der Iran hatte zuvor eine Anlage in Katar im Rahmen eines Vergeltungsschlags attackiert. Am Donnerstag kam es zu weiteren Angriffen auf Raffinerien, was die Öl- und Gaspreise stark ansteigen ließ. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent legte am Donnerstag zeitweise um mehr als zehn Prozent zu. Am späten Vormittag kostete ein Barrel dann rund 115 Dollar - knapp sieben Prozent mehr als zu Handelsbeginn.
14.01 Uhr: EU-Regierungschefs lehnen Beitritt zum Krieg im Nahen Osten ab
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben erneut einen Beitritt zum Krieg Israels und der USA gegen den Iran abgelehnt. "Europa lässt sich nicht erpressen", erklärte der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker am Donnerstag vor dem EU-Gipfel in Brüssel. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte, dass es unter den Staats- und Regierungschefs kein Interesse gebe, eine europäische Marinetruppe im Roten Meer auszubauen oder sich auf andere Weise an den Militäreinsätzen zu beteiligen.
13.52 Uhr: IATA-Chef - Nahost-Krieg wird Flugtickets teurer machen
Laut dem Weltluftfahrtverband IATA wird der Krieg im Nahen Osten die Flugpreise in die Höhe treiben. "Es wird keine Gewinner geben", erklärte IATA-Chef Willie Walsh gegenüber Reuters am Rande einer Veranstaltung in Brüssel. Obwohl die globale Nachfrage aktuell noch stark sei, könnten die höheren Ticketpreise diese dämpfen. Sollte der Konflikt andauern und zu Kerosinengpässen führen, könnten Fluggesellschaften zudem ihre Kapazitäten reduzieren.
13.46 Uhr: Iran verfügt laut US-General weiterhin über Raketen
Nach Indformation des höchsten US-Generals, Dan Caine, besitzt der Iran nach wie vor beträchtliche Raketenfähigkeiten. "Sie sind mit einer Vielzahl von Waffen in diesen Konflikt gezogen", erklärte der Generalstabschef der US-Streitkräfte vor Reportern. Der Krieg im Iran hat mittlerweile den 20. Tag erreicht.
13.26 Uhr: Hegseth - Ziele der USA gegen Iran sind unverändert
Laut Verteidigungsminister Pete Hegseth haben sich die Kriegsziele der USA im Konflikt mit dem Iran seit Beginn der Angriffe am 28. Februar nicht geändert. Das Hauptziel bleibe die Zerstörung iranischer Raketenabschussrampen, der Rüstungsindustrie und der Marine, erklärte Hegseth, der sich selbst als "Kriegsminister" bezeichnet, gegenüber der Presse. Zudem soll verhindert werden, dass der Iran je in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Die USA seien dabei nach Plan. Hegseth nannte keinen Zeitrahmen für ein Ende des Krieges der USA gegen den Iran. Es werde die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump sein, zu erklären, dass die USA ihre Ziele erreicht hätten.
13.25 Uhr: Luftangriffe treffen PMF-Stützpunkte im Irak
Luftangriffe auf ein Hauptquartier der irakischen Miliz PMF (Popular Mobilization Forces) östlich von Mossul haben laut Sicherheitskreisen einen Todesopfer gefordert. Drei weitere Personen wurden verletzt. Auch ein Stützpunkt der Miliz südlich von Kirkuk wurde getroffen, über dem nun Rauch aufsteigt. Die PMF ist ein Zusammenschluss, der unter anderem von schiitischen Milizen im Irak gebildet wird und Unterstützung aus dem Iran erhält.
13.10 Uhr: Iran wirbt um regionale Allianzen und droht USA
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus der Türkei, Ägypten und Pakistan zu einer engeren regionalen Zusammenarbeit aufgerufen. Angesichts der jüngsten Angriffe auf die iranische Infrastruktur forderte er mehr Wachsamkeit, wie staatliche Medien berichten. Ein Militärsprecher kündigte unterdessen eine "viel härter"“ Reaktion an, falls erneut iranische Energieanlagen angegriffen werden. Angriffe auf US-amerikanische und verbündete Einrichtungen würden dann fortgesetzt, bis sie vollständig zerstört sind.
12.58 Uhr: Trump wusste offenbar vorab von Israels Angriff auf Gasfeld
US-Medienberichten zufolge war Präsident Donald Trump vor dem israelischen Angriff auf das wichtige Gasfeld "South Pars" informiert, was im Widerspruch zu seiner eigenen Aussage steht, die USA hätten nichts von dem Angriff gewusst. Laut dem "Wall Street Journal" waren die USA über den Angriff informiert und äußerten keine Einwände. Trump soll den Schlag abgesegnet haben, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormus freizugeben. Das US-Nachrichtenportal "Axios" schreibt: "Trumps Äußerungen waren nicht zutreffend". Diese Einschätzung teilt Dan Shapiro, ehemaliger US-Botschafter in Israel. Auf X schrieb er, es sei keinesfalls denkbar, dass die israelischen Streitkräfte einen Angriff an diesem Ort durchführten, ohne das US-Militär zu informieren.
12.54 Uhr: Fast 100 Festnahmen im Iran wegen Kooperation mit Israel
Laut iranischen Staatsmedien wurden 97 Personen festgenommen, denen vorgeworfen wird, für Israel tätig zu sein. Sie wurden als "Soldaten Israels" bezeichnet und im Rahmen eines Sicherheitseinsatzes verhaftet, bei dem seit Kriegsbeginn Hunderte Menschen aufgrund angeblicher Verbindungen zu Israel und den USA inhaftiert wurden. Zudem berichteten die Staatsmedien, unter Berufung auf den Polizeichef der Provinz Albors, von der Festnahme von 41 weiteren Personen. Ihnen wird vorgeworfen, Videos an oppositionelle Medien im Ausland weitergegeben zu haben.
12.51 Uhr: Hohe Energiepreise - EU will mehr staatliche Hilfen erlauben
Angesichts der hohen Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs ziehen die EU-Staats- und Regierungschefs beim kommenden Gipfel mögliche Hilfsmaßnahmen für Unternehmen sowie Verbraucher in Erwägung. Europa müsse "dafür sorgen, dass wir mithalten können", erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und wies auf die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten in Europa hin. Er zeigte sich zuversichtlich, beim Gipfel "einen großen Schritt" voranzukommen. Kurzfristig hat die EU jedoch begrenzte Möglichkeiten, die Energiepreise zu senken. Brüssel plant, den nationalen Regierungen mehr staatliche Unterstützung zu ermöglichen und will in den Tagen nach dem Gipfel eine Übersicht der verfügbaren Hilfsoptionen präsentieren.
12.31 Uhr: Nato-Generalsekretär Rutte hofft auf schnelle Lösung für die Straße von Hormus
Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet eine Einigung zwischen den USA und ihren Verbündeten im Streit über eine mögliche militärische Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus. "Was die Straße von Hormus angeht, sind sich alle einig, dass diese Meerenge offen bleiben muss", sagte Rutte nach einem Treffen mit dem rumänischen Präsidenten Nicusor Dan in Brüssel. Die Sicherung der Straße sei entscheidend für die Weltwirtschaft. In seinen Gesprächen mit den Verbündeten nehme er wahr, dass intensiv nach dem besten Lösungsweg gesucht werde.
12.22 Uhr: Shell bestätigt Schäden an Gasaufbereitung durch iranischen Angriff
Bei einem iranischen Angriff auf Katar wurde eine Anlage des Öl- und Gaskonzerns Shell beschädigt. Die Gasaufbereitungsanlage "Pearl" in Ras Laffan wurde am Mittwoch getroffen, wie Shell mitteilte. Das dort stationierte Personal sei wohlauf und in Sicherheit. Nach dem Angriff brach ein Brand aus, der mittlerweile gelöscht wurde. Die Anlage sei nun in einem sicheren Zustand. Das Ausmaß der Schäden wird noch geprüft. Laut Qatar-Energy sind erhebliche Schäden zu verzeichnen. Shell betreibt die Anlage gemeinsam mit dem staatlichen katarischen Konzern.
12.01 Uhr: Experten sehen wachsenden Einfluss bei Irans Revolutionsgarden
Die iranischen Revolutionsgarden haben sich in über vier Jahrzehnten zu einer eigenständigen Macht im Staat entwickelt. Trotz der Tötung hochrangiger Politiker durch US-israelische Angriffe sehen Experten keinen Schwächezuwachs, sondern eher eine Verstärkung ihres Einflusses im Verlauf des seit drei Wochen anhaltenden Iran-Kriegs. Ob die Garden ihren Einfluss weiter ausbauen können, hängt möglicherweise auch davon ab, ob Modschtaba Chamenei überlebt. Der neue Ayatollah trat seit seiner Amtsübernahme am 8. März nicht mehr öffentlich auf. Laut Pentagon gibt es Hinweise, dass er bei dem Angriff auf seinen Vater verletzt wurde.
11.31 Uhr: Macron nennt Angriffe auf Energieanlagen "rücksichtslose Eskalation"
Nach den jüngsten Angriffen auf Energie-Infrastruktur im Iran und in Katar hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron direkte Gespräche zwischen dem Iran und den USA gefordert. "Es handelt sich um eine rücksichtslose Eskalation", sagte Macron am Donnerstag kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Er bekräftigte seine Forderung nach einem Moratorium für Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran-Krieg.
"Wenn in der Region eine Zeit der religiösen Feste beginnt, sollte sich die Lage beruhigen, die Kämpfe sollten zumindest für ein paar Tage eingestellt werden", sagte Macron. Den Verhandlungen müsse wieder eine Chance gegeben werden. Hinsichtlich der Angriffe auf Gasanlagen wünsche er sich, "dass direkte Gespräche zwischen Amerikanern und Iranern zu diesem Thema aufgenommen werden".
11.17 Uhr: Reiche besorgt wegen Angriffen auf Energieanlagen
Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche zeigt sich besorgt über die jüngsten Angriffe auf Ölverarbeitungsanlagen und Gasfelder im Nahen Osten. "Das kann zu erheblichen Einbrüchen führen", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Reparaturen könnten Monate dauern. Reiche betonte, dies verschärfe die Situation, da deutsche Unternehmen bereits aufgrund hoher Energiepreise in die Krise geraten seien. Die aktuelle Lage sei jedoch nicht mit der Energiekrise 2022 vergleichbar, als Russland die Ukraine angriff. Damals gab es Engpässe bei Energielieferungen in Europa, während nun vor allem asiatische Länder wie Japan, Südkorea und Indien betroffen seien.
10.51 Uhr: Massiver Anstieg des Ölpreises nach Angriffen auf Energieinfrastruktur in Nahost
Der Ölpreis ist infolge iranischer Angriffe auf Energieinfrastruktur in den Golfstaaten massiv angestiegen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent legte am Donnerstag um mehr als zehn Prozent auf mehr als 119 Dollar zu. Israel hatte am Mittwoch iranische Gasanlagen angegriffen, Teheran nahm daraufhin Öl- und Gasanlagen in Katar, Saudi-Arabien und Kuwait ins Visier.
10.50 Uhr: Merz - Wir werden nach Ende des Iran-Kriegs in Golfregion helfen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat betont, dass Deutschland nach einem Ende des Iran-Kriegs bereit zur Hilfe in der Golfregion ist. "Ich möchte, dass ein klares Signal von uns ausgeht, dass wir bereit sind zu helfen", sagte Merz am Donnerstag vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. "Aber dafür müssen die Kampfhandlungen eingestellt werden." Er sei dankbar für das Signal von US-Präsident Donald Trump, dass dieser bereit zu einem Ende der Kampfhandlungen sei. Allerdings setze dies ein Einlenken des Irans voraus.
10.37 Uhr: Raketenalarm in Tel Aviv - Explosionen zu hören
In Tel Aviv ist am Donnerstag erneut Raketenalarm ausgerufen worden. Kurz nach einer Warnung der Armee vor vom Iran aus abgefeuerten Raketen waren in der israelischen Metropole mehrere Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der israelischen Armee zufolge handelte es sich um den sechsten Raketenangriff des Iran auf Israel seit Mitternacht.
10.25 Uhr: Griechenland fliegt Haustiere und Besitzer aus dem Nahen Osten aus
Wegen des Iran-Kriegs saßen Hunderttausende im Nahen Osten fest. In den Evakuierungsflügen war praktisch kein Platz für Hunde und Katzen. Die Regierung in Athen hat eine Luftbrücke für im Iran-Krieg gestrandete Griechen mit Haustieren organisiert. Am Mittwoch landete in Athen ein Flug der Gesellschaft Aegean mit 45 Tieren und 101 Menschen an Bord.
10.21 Uhr: EU-Außenbeauftragte - Orban handelt bei Ukraine-Hilfen nicht rational
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban vorgeworfen, beim Thema der Finanz-Hilfen für die Ukraine nicht rational zu agieren. "Kroatien hat bereits eine Versorgung Ungarns mit Öl angeboten", sagt Kallas vor dem EU-Gipfel. Zudem gebe es bereits eine EU-Entscheidung für den 90-Milliarden-Euro-Kredit an die Ukraine. Aber in Wahlkampfzeiten agierten Politiker manchmal nicht rational, fügt sie mit Blick auf die bevorstehende Parlamentswahl in Ungarn hinzu. Sie sei "nicht sehr optimistisch", dass man eine Lösung auf dem Gipfel finde. Zwar gebe es Möglichkeiten, um Ungarns Widerstand zu umgehen. Dafür brauche es aber politischen Mut.
09.44 Uhr: Gipfel-Appell an den Iran, die Angriffe einzustellen
Ein Gipfel arabischer Golfstaaten und weiterer Länder ist mit einem Appell an den Iran zu Ende gegangen, die Angriffe auf seine Nachbarländer einzustellen. In der Abschlusserklärung vom Donnerstag verurteilten die teilnehmenden Staaten "diese vorsätzlichen iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur, darunter Öleinrichtungen, Entsalzungsanlagen, Flughäfen, Wohngebäude und diplomatische Vertretungen". Die Angriffe seien durch nichts zu rechtfertigen. An dem Gipfel nahmen Aserbaidschan, Bahrain, Ägypten, Jordanien, Kuwait, Libanon, Pakistan, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate teil.
09.30 Uhr: Experten erwarten Inflationsschub durch Iran-Krieg
Die Menschen in Deutschland müssen sich nach Einschätzung von Ökonomen in den nächsten Monaten auf deutlich stärker steigende Preise einstellen. "Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Preisschock bei Energie, insbesondere Öl, wird die Inflationsrate in Deutschland im ersten und zweiten Quartal 2026 auf merklich über 2,5 Prozent erhöhen", prognostiziert das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung.
09.04 Uhr: Gaspreis kräftig gestiegen
Nach Angriffen im Nahen Osten ist der Gaspreis an der Börse in Amsterdam in der Spitze um mehr als 30 Prozent gestiegen – und eine Entspannung ist nicht in Sicht.
Die Sorgen vor Lieferengpässen werden immer stärker. Die erheblichen Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus am Persischen Golf beginnen sich vor allem auf Verbraucher in Asien auszuwirken, die auf Lieferungen aus der Golfregion besonders angewiesen sind und zuletzt auch auf dem europäischen Markt verstärkt Gas nachfragen. Jetzt kommen auch Angriffe auf Gasfelder hinzu. Dies könnte die Versorgung mit Erdgas auch längerfristig beeinträchtigen.
08.56 Uhr: Onlinehandel kommt im Iran durch Krieg zum Erliegen
Der Onlinehandel ist im Iran durch den Krieg nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Betroffen seien landesweit Hunderttausende Unternehmen, sagte ein Brancheninsider in Teheran. Seit fast drei Wochen hat Irans Sicherheitsapparat die Bevölkerung vom Internet abgeschnitten. Zugriff haben Menschen in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern nur auf das nationale Netz. Die meisten Händler sind jedoch für die Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen auf Apps wie Instagram angewiesen.
08.53 Uhr: Strack-Zimmermann zu Beteiligung am Iran-Krieg: EU hat nicht die Kapazitäten
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), hat eine EU-Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus kategorisch ausgeschlossen. Sie sagte am Donnerstag im rbb24 Inforadio, "wir sollten dem amerikanischen Präsidenten erklären, dass der Wunsch, dass Europa sich dort militärisch einbringt, von seiner Seite vielleicht hoffnungswert ist - aber dass wir das überhaupt nicht können." Es sei "ganz wichtig, mit ihm ins Gespräch zu kommen, ihm zu sagen, dass wir im Iran militärisch die Kapazität objektiv nicht haben."
08.39 Uhr: Feuer nach Drohnenangriff auf Raffinerie in Kuwait
Bei einem Drohnenangriff auf Kuwait ist nach Berichten der Staatsmedien eine große Raffinerie getroffen worden. In einem Teil der Anlage brach ein Feuer aus, wie die kuwaitische Nachrichtenagentur am Donnerstag berichtete. Bei dem Angriff auf die Mina-Al-Ahmadi-Raffinerie des Staatsunternehmens Kuwait Petroleum Corporation wurde demnach niemand verletzt.
08.24 Uhr: Klingbeil lässt Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne prüfen
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) lässt nach "Spiegel"-Informationen die Einführung einer Übergewinnsteuer auf Krisenprofite von Mineralölkonzernen prüfen. Ziel einer Einführung wäre es, mit den Erlösen die Pendlerpauschale anzuheben, um Berufspendler zu entlasten, berichtete das Magazin am Donnerstag. Demnach lässt Klingbeil die mögliche Übergewinnsteuer derzeit zusammen mit vergleichbaren Maßnahmen in seinem Ministerium durchrechnen.
Der Vizekanzler hofft laut "Spiegel" auf eine entsprechende Regelung der EU-Kommission. Deren Aufgabe es sei, eine für alle 27 Mitgliedstaaten geltende Lösung vorzuschlagen, hieß es demnach aus dem Ministerium.
08.11 Uhr: Öl-Raffinerie in Saudi-Arabien bei Luftangriff attackiert
Eine Ölraffinerie in der saudi-arabischen Hafenstadt Yanbu ist Ziel eines Luftangriffs geworden. Die Auswirkungen seien jedoch minimal gewesen, verlautete aus Branchenkreisen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor eine Warnung und Evakuierungsaufforderung für mehrere Ölanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar veröffentlicht. Sie galt auch für die attackierte Samref-Raffinerie, die gemeinsam vom saudi-arabischen Ölriesen Saudi Aramco und dem US-Konzern Exxon Mobil betrieben wird. Der Hafen von Yanbu am Roten Meer ist derzeit die einzige Exportmöglichkeit für Rohöl aus den arabischen Golfstaaten.
08.00 Uhr: Hormus-Blockade trifft Europa unterschiedlich stark
Die Sperre für Handelsschiffe in der Straße von Hormus, der Meerenge südlich des Irans, bereitet den europäischen Staaten laut einer Studie unterschiedlich große Probleme. Die Risiken konzentrieren sich stark auf einige wenige Länder, wie eine Auswertung des Wiener Supply Chain Intelligence Institute, das Complexity Science Hub (CSH) und der Universität Delft zeigt.
Demnach ist Italien mit 9,8 Milliarden US-Dollar pro Jahr der am stärksten betroffene EU-Staat, der vor allem Gas aus den blockierten Golfstaaten einführt. Auch Belgien sei "stark exponiert", hieß es weiter. Das Vereinigte Königreich weist der Aufstellung zufolge mit 12,9 Milliarden US-Dollar pro Jahr sogar die höchste Betroffenheit Europas auf. Deutschland und Frankreich seien dagegen "breiter diversifiziert", hieß es. Die Bundesrepublik importiert demnach jährlich Waren im Wert von rund 5,7 Milliarden US-Dollar aus den betroffenen Golfstaaten.
05.45 Uhr: Riad behält sich Recht auf "militärische" Reaktion auf iranische Angriffe vor
Nach wiederholten iranischen Raketen- und Drohnenangriffen hat die saudiarabische Regierung eine "militärische" Reaktion nicht ausschließen wollen. Riad behalte sich das Recht vor, "militärische Maßnahmen zu ergreifen, falls dies als notwendig erachtet wird", sagte der saudiarabische Außenminister Faisal bin Farhan am Donnerstag in Riad nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus anderen Ländern in der Region. "Das Königreich wird diesem Druck nicht nachgeben, im Gegenteil, dieser Druck wird nach hinten losgehen", fügte er hinzu.
05.17 Uhr: Unbekannte Drohnen über US-Militärbasis
Über der Militärbasis Fort McNair in Washington sind einem Medienbericht zufolge unbekannte Drohnen gesichtet worden. Auf dem Stützpunkt wohnen US-Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf drei mit der Situation vertraute Personen. Die Herkunft der Drohnen ist den Angaben zufolge unklar. Die Vorfälle lösen Überlegungen aus, die beiden Minister zu verlegen - dies geschieht jedoch bisher nicht. Das US-Militär beobachtet nach Angaben der Zeitung potenzielle Bedrohungen derzeit besonders aufmerksam. Hintergrund ist die erhöhte Alarmbereitschaft wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran.
04.16 Uhr: Trump droht Iran mit massivem Angriff auf gesamtes Gasfeld
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran damit gedroht, das wichtige Gasfelds "South Pars" zu bombardieren. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff "mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat". Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde - solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.
Israel habe das Gasfeld am Mittwoch "aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten" angegriffen, schrieb Trump weiter. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er. Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen.
04.08 Uhr: Abu Dhabi schließt Öl- und Gasanlage nach Angriff wegen Trümmerteilen
Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen. Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu "Vorfällen" geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit. Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten. Die Behörden nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zur Art und Schwere der Schäden. Es blieb auch unklar, für wie lange die Anlagen geschlossen bleiben sollen.
03.36 Uhr: Trump - Israel greift wichtiges Gasfeld vorerst nicht mehr an
Israel wird Irans wichtiges Gasfeld "South Pars" nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht erneut angreifen. Das gelte, solange der Iran nicht weiter Katars Gasanlagen attackiere, schränkte er in einem Post auf der Plattform Truth Social ein.
03.28 Uhr: Weitere Schäden an Flüssiggas-Anlagen in Katar durch iranische Angriffe
Iranische Raketenangriffe haben nach Angaben von Katar weitere Flüssiggas-Anlagen in dem erdgasreichen Land beschädigt. Das teilte das staatliche Öl- und Gasunternehmen Katar Energy mit. Die Angriffe hätten zu "erheblichen Bränden und weitreichenden zusätzlichen Schäden" geführt. Es hieß, Feuerwehrkräfte arbeiteten daran, die Brände zu löschen, und bisher sei niemand verletzt worden.
02.49 Uhr: Saudischer Außenminister - Irans Angriffe müssen aufhören
Saudi-Arabien hat den Iran aufgefordert, die Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten einzustellen. Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Außenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad. Mit seinem Verhalten isoliere sich der Iran nur weiter. «Ich hoffe, dass sie die Botschaft des heutigen Treffens verstehen, ihre Strategie rasch überdenken und aufhören, ihre Nachbarn anzugreifen», wurde der saudische Minister zitiert.
02.48 Uhr: Britisches Schiff vor Emiraten von "unbekanntem Geschoss" getroffen
Ein Schiff ist nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate nahe der Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Der Vorfall habe zu "einem Brand an Bord geführt", erklärte die UKMTO am Donnerstagmorgen. Das Schiff habe sich vor dem emiratischen Hafen Chor Fakkan im Golf von Oman befunden.
00.46 Uhr: Macron fordert Aussetzen von Angriffen auf Energieanlagen in Nahost
Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump und dem Emir von Katar zum Iran-Krieg fordert Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors. Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron auf der Plattform X. Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden. "Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden", erklärte er weiter.
00.35 Uhr: Pentagon beantragt 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg
Das Pentagon bittet das Weiße Haus um die Genehmigung eines Antrags an den US-Kongress über mehr als 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Krieges im Iran. Dies berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter.
Donnerstag, 19. März 2026
Video: Die gegenseiteigen Angriffe in Nahost gehen weiter
Diese große Gasanlage in Katar wurde offenbar angegriffen
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