Aufnahme vom 4. März 2026 um 20.43 Uhr: Leute stehen bei heruntergefallenen Trümmerteilen einer Drohne, die ein Gebäude in der Nähe des Flughafens von Erbil getroffen hat.
Aufnahme vom 4. März 2026 um 20.43 Uhr: Leute stehen bei heruntergefallenen Trümmerteilen einer Drohne, die ein Gebäude in der Nähe des Flughafens von Erbil getroffen hat.
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Die iranischen Streitkräften haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen in der Nähe der autonomen Region Kurdistan im Irak angegriffen.
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Die iranischen Streitkräften haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen in der Nähe der autonomen Region Kurdistan im Irak angegriffen.

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Nahost-Ticker: News vom 4. März in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 4. März in der Nachlese

Die News vom 4. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

23.49 Uhr: Iran dementiert Medienbericht über Kontaktgesuch an die USA

Ein Vertreter des Iran hat einen US-Medienbericht dementiert, wonach der Iran Nachrichten an die USA gesandt habe. "Es wurde keine Nachricht vom Iran an die USA gesendet, und es wird auch keine Antwort auf US-Nachrichten gegeben werden. Die iranischen Streitkräfte haben sich auf einen langen Krieg vorbereitet", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim den Insider. Das Portal "Axios" hatte zuvor unter Berufung auf einen US-Vertreter und eine zweite Quelle berichtet, die Iraner hätten in den vergangenen Tagen Botschaften an die USA gesandt, diese hätten darauf aber nicht reagiert. US-Präsident Donald Trump selbst hatte bereits am Sonntag gesagt, die iranische Seite wolle reden und er habe dem zugestimmt. "Also werde ich mit ihnen reden", hatte Trump gesagt.

23.47 Uhr: Erster deutscher Evakuierungsflug nach Frankfurt gestartet

In Omans Hauptstadt Maskat ist der erste Evakuierungs-Jet der Bundesregierung im aktuellen Nahost-Konflikt gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor. Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 07.22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet. 

22.43 Uhr: Experte - Beteiligung der Nato am Irankrieg unwahrscheinlich

Clemens Fischer, Experte für internationale Beziehungen und Geopolitik, geht nicht davon aus, dass der Beschuss der Türkei durch den Iran zu einem Eingreifen der Nato in der Region führen werde. Im Interview mit BR24 sagte Fischer, die Reaktion der türkischen Regierung deute nicht darauf hin, dass Ankara unter Berufung auf Artikel fünf des Nato-Vertrages die Bündnispartner um Beistand bitten werde. Ähnlich verhält es sich mit den Briten, die nach dem Angriff auf ihre Militärbasis auf Zypern ebenfalls zurückhaltend und besonnen reagierten. Es könne auch nicht im Interesse des Irans sein, die Nato in den Konflikt hineinzuziehen. Ein Kriegseintritt der gesamten Nato wäre laut Fischer das Todesurteil für das Regime in Teheran. Der Iran teste aber, wie andere Staaten reagierten.

22.16 Uhr: Israel zerstört im Iran 300 Raketenwerfer

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Angriffe im Iran rund 300 Raketenwerfer dort zerstört. "Wir glauben, dass unsere Einsätze gegen diese Raketenwerfer und gegen die Raketenbestände wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Anzahl der täglich abgefeuerten Raketen zurückgeht", sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani am Abend. 

22.08 Uhr: Arabische Liga fordert Angriffsstopp vom Iran

Die Arabische Liga hat den Iran zur sofortigen Einstellung aller Angriffe auf Golfstaaten aufgefordert. Die anhaltenden Angriffe verschärften die beispiellose Feindseligkeit mit Irans Nachbarn am Golf, erklärte der Generalsekretär der Liga, Ahmed Abul Gheit, am Mittwoch. Die Attacken seien ein strategischer Fehler und müssten beendet werden.

"Der Iran muss zur Vernunft kommen", teilte Gheit mit. Die Arabische Liga, bestehend aus 22 Mitgliedstaaten, fördert die regionale Zusammenarbeit. Sie gilt jedoch weithin als politisch schwach und hat seit Langem Schwierigkeiten, zur Lösung von Konflikten beizutragen

21.55 Uhr: US-Regierung dementiert Berichte über Bewaffnung von Kurden

Das Weiße Haus hat Berichte über eine geplante Bewaffnung kurdischer Gruppen durch die US-Regierung zurückgewiesen. Die Behauptung, US-Präsident Donald Trump habe derlei Plänen zugestimmt, sei falsch und sollte nicht verbreitet werden, sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington. Richtig sei, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Iraks gesprochen habe.

US-Medien hatten zuvor berichtet, dass Trump einen Tag nach Beginn der Angriffe auf den Iran auch mit dem irakischen Kurdenführer Masud Barsani gesprochen habe. Trump soll demnach erwägen, die irakischen Kurden bei einem Kampf gegen die iranische Führung zu unterstützen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.

21.40 Uhr: Leavitt - Kein Einsatz von US-Bodentruppen im Iran geplant

Ein Einsatz von US-Bodentruppen im Iran ist nach Angaben des Weißen Hauses derzeit nicht geplant. "Sie sind derzeit nicht Teil des Plans für diese Operation", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz. Zugleich wollte sie eine solche Option grundsätzlich nicht ausschließen. Man werde dem Präsidenten als Oberbefehlshaber "keine militärischen Optionen vom Tisch nehmen".

21.24 Uhr: Hisbollah-Chef - "Wir werden uns nicht ergeben"

Hisbollah-Chef Naim Kassim hat in einer ersten Ansprache seit der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz die Kampfbereitschaft seiner Organisation betont. "Wir werden uns dem Feind nicht ergeben", sagte er in der im Fernsehen übertragenen Rede. "Unsere Entscheidung ist Konfrontation und Widerstand bis an die äußersten Grenzen", sagte Kassim. Israel sei seiner Ansicht nach eine "existentielle Bedrohung" für die Hisbollah, den Libanon und die gesamte Region. "Was Israel getan hat, war keine Reaktion auf einen Raketenbeschuss, sondern vielmehr ein vorsätzlich geplanter Akt der Aggression", sagte er weiter. Es sei die Pflicht der Hisbollah, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den gefährlichen Kurs fortgesetzter israelischer Aggression zu stoppen.

20.23 Uhr: Leavitt - Amerikaner stehen hinter Trumps Kriegsentscheidung

Die US-Bevölkerung steht nach Ansicht der Regierung hinter der Entscheidung zum Krieg gegen den Iran. "Ich glaube, das tut sie", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf eine entsprechende Frage. "Der Präsident weiß, dass das Land klug genug ist, um hinter die vielen falschen Schlagzeilen zu blicken", so Leavitt. Sie spielte damit auf Medienberichte an, die die Rechtmäßigkeit des Angriffes auf den Iran infrage stellen.

Eine Umfrage im Auftrag von CNN hatte zuvor ergeben, dass 59 Prozent der Amerikaner die ursprüngliche Entscheidung, den Iran anzugreifen, ablehnen. 41 Prozent befürworten sie. Für die repräsentative Umfrage befragte SSRS im Auftrag von CNN 1.004 US-Amerikaner. Die Befragung fand Samstag und Sonntag statt.

19.48 Uhr: Wieder Raketenalarm in Israel

In weiten Teilen Israels haben am Mittwoch erneut Warnsirenen geheult. Das Militär gab am Abend weitere Warnungen vor anfliegenden Raketen aus dem Iran heraus. Millionen Israelis flüchteten in Schutzräume.

18.58 Uhr: Israel - Angriff auf bedeutenden Militärkomplex in Teheran

Israels Luftwaffe hat laut Militärangaben in der iranischen Hauptstadt Teheran einen wichtigen militärischen Komplex bombardiert. Dort seien die Hauptquartiere aller Sicherheitsorganisationen des Irans untergebracht, teilte die israelische Armee mit. Konkret handle es sich um die Hauptquartiere unter anderem der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), des Geheimdienstes sowie der Basidsch-Milizen.

Auch für die innere Sicherheit des Landes zuständige Mitarbeiter seien während des "großangelegten Angriffs" vor Ort gewesen. Diese Mitarbeiter seien auch dafür verantwortlich, "die iranische Bevölkerung zu unterdrücken"», hieß es in einer Mitteilung der israelischen Armee.

18.49 Uhr: Hisbollah meldet "direkte Gefechte" mit israelischer Armee im Südlibanon

Die pro-iranische Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon "direkte Gefechte" mit der israelischen Armee. Ihre Kämpfer hätten "einen Sprengsatz gezündet" und sich "direkte Gefechte" mit den israelischen Streitkräften geliefert, erklärte die Schiiten-Miliz am Mittwoch. Die Zusammenstöße ereigneten sich demnach im rund sechs Kilometer von der Grenze entfernten Ort Chiam. Für den späten Abend kündigte die Hisbollah eine Ansprache ihres Chefs Naim Kassem an.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AFP aus UN-Kreisen erfahren, dass die israelische Armee bei ihrem Einsatz gegen die Hisbollah in mehrere Dörfer im Südlibanon vorgedrungen sei. Israelische Streitkräfte seien am Mittwoch "in mehreren Dörfern präsent, darunter Kfar Kila, Hula, Kfar Shuba, Jaroun und Chiam", erfuhr AFP aus Kreisen der UN-Mission Unifil.

18.46 Uhr: Katar: Iran will Nachbarstaaten in Krieg hineinziehen

Katar hat iranische Darstellungen zurückgewiesen, wonach jüngste Raketenangriffe nicht gegen das Golfemirat gerichtet gewesen seien. Der katarische Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani habe entsprechende Aussagen aus Teheran "kategorisch zurückgewiesen", teilte das Außenministerium in Doha mit. Zuvor hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einem Telefonat erklärt, der Iran ziele nur auf "US-Interessen in Katar".

Nach katarischer Darstellung trafen die Geschosse jedoch zivile und bewohnte Gebiete innerhalb des Landes. Betroffen gewesen seien unter anderem Bereiche in der Nähe des Internationalen Flughafens in Doha. Al Thani sprach von einem «eklatanten Verstoß» gegen die Souveränität des Staates Katar und gegen das Völkerrecht.

18.34 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit

Irans Armeesprecher Abolfasl Schekartschi hat mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit gedroht, falls Israel die iranische Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut attackieren sollte. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sagte der General, in diesem Fall würden die israelischen Botschaften auf der ganzen Welt als "legitime Ziele" gelten. Der Iran verfüge über "sehr große Fähigkeiten". Bisher halte sich sein Land aus internationalen Rücksichten und Erwägungen zurück.

17.40 Uhr: Türkei bestellt iranischen Botschafter ein

Die Türkei hat nach dem Abfangen einer iranischen Rakete im türkischen Luftraum den iranischen Botschafter einbestellt. Er sei in das Außenministerium in Ankara einbestellt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Ihm sei sowohl die Reaktion als auch die Besorgnis der Türkei mitgeteilt worden. Außerdem habe der türkische Außenminister Hakan Fidan mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert und darauf hingewiesen, Schritte zu meiden, die zur Eskalation der Konflikte führen könnten

17.34 Uhr: Iran dementiert geheime Kontaktaufnahme zur CIA

Das iranische Geheimdienstministerium hat laut der Nachrichtenagentur Tasnim einen Bericht über mögliche geheime Kontakte zur Beendigung des Krieges dementiert. Anlass ist ein Bericht der "New York Times", wonach Mitarbeiter des Ministeriums einen Tag nach Kriegsbeginn indirekt über den Geheimdienst eines Drittstaates an den US-Geheimdienst CIA herangetreten seien, um mögliche Bedingungen für ein Ende des Konflikts auszuloten. Eine "informierte Quelle" bezeichnete das laut Tasnim als falsch und Teil einer psychologischen Kriegsführung.

Die Informationen stammen laut "New York Times" von anonymen Beamten aus dem Nahen Osten und einem westlichen Land. US-Regierungsvertreter seien skeptisch, ob die Regierung von Donald Trump oder der Iran wirklich bereit für einen Ausweg seien, hieß es.

17.20 Uhr: Türkei bereitet sich auf Flüchtlingswelle aus dem Iran vor

Die Türkei bereitet sich wegen des Krieges im Nachbarland Iran auf einen möglichen Flüchtlingszustrom vor. Es seien Pläne ausgearbeitet worden, die unter anderem Pufferzonen entlang der Grenze und die Errichtung von Zeltlagern vorsähen, sagt Innenminister Mustafa Ciftci in Ankara. Die Behörden hätten zunächst Kapazitäten für die Aufnahme von bis zu 90.000 Menschen geschaffen. Aktuell seien an den drei Grenzübergängen jedoch keine ungewöhnlichen Bewegungen zu beobachten.

17.18 Uhr: Pistorius lehnt deutsche Beteiligung am Iran-Krieg ab

Deutschland wird sich nach den Worten von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nicht am Iran-Krieg beteiligen. "Deutschland ist nicht Kriegspartei", sagte Pistorius am Mittwoch im Bundestag. "Deutschland wird sich an diesem Krieg nicht beteiligen."

Zugleich kritisierte Pistorius, dass die USA und Israel "keine Exit-Strategie" hätten. "Es ist illusorisch zu denken, die Konflikte der Region ließen sich allein mit militärischer Gewalt und Alleingängen lösen."

17.16 Uhr: Unicef - Sieben Kinder bei israelischen Angriffen im Libanon getötet

Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef innerhalb der vergangenen 24 Stunden sieben Kinder getötet worden. Das meldete Unicef unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium. 38 weitere Kinder seien verletzt worden.

Rund 60.000 Menschen, darunter ca. 18.000 Kinder, seien in der gleichen Zeit von ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor hatten die Vereinten Nationen bereits von 30.000 Menschen berichtet, die seit Ausbruch der erneuten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah in Notunterkünften registriert worden seien. Viele der Vertriebene haben keine Unterkünfte gefunden und schlafen zum Teil auf den Straßen oder in Autos.

17.15 Uhr: US-Generalstabschef - Zahl der abgefeuerten iranischen Raketen stark gesunken

Die Zahl der vom Iran abgefeuerten Raketen hat nach US-Angaben seit Samstag deutlich abgenommen. "Die abgefeuerten ballistischen Raketen des Iran für den Einsatz auf dem Gefechtsfeld sind im Vergleich zum ersten Kampftag um 86 Prozent zurückgegangen, mit einem Rückgang um 23 Prozent allein in den vergangenen 24 Stunden", sagte US-Generalstabschef Dan Caine am Mittwoch im Pentagon. Die Zahl der eingesetzten Drohnen sei um 73 Prozent zurückgegangen.

Caine sagte, die US-Streitkräfte würden "die ballistischen Raketensysteme Irans ins Visier nehmen und ausschalten, um zu verhindern, dass sie die US-Streitkräfte, Partner und Interessen in der Region bedrohen". Er bezifferte die Zahl der von Iran seit Kriegsbeginn am Samstag abgefeuerten Waffen auf mehr als 500 ballistische Raketen und über 2.000 Drohnen.

17.12 Uhr: Wadephul kündigt zwei weitere Nahost-Evakuierungsflüge an

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat zwei weitere Evakuierungsflüge für wegen des Krieges in Nahost gestrandete Deutsche angekündigt. Am Donnerstag soll ein von der Bundesregierung gechartertes Condor-Flugzeug mehr als 200 Menschen von Maskat nach Frankfurt bringen. Von ihnen werden etwa zwei Drittel vom Auswärtigen Amt mit Bussen aus Dubai in die omanische Hauptstadt gebracht. Am Freitag sollen dann aus Maskat erneut mehr als 200 Personen nach Frankfurt gebracht werden. Einige davon würden vorher mit dem Bus aus Dubai in den Oman gebracht.

Für die Evakuierungsflüge der Regierung in der aktuellen Nahost-Krise sollen nach den Worten von Wadephul vordringlich besonders verletzliche Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke, Ältere oder Kinder

17.00 Uhr: Insider - Katar setzt Gasexporte aus

Katar setzt Insidern zufolge seine Gasexporte wegen des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran aus. Es dürfte mindestens einen Monat dauern, bis die Produktionsmengen wieder das normale Niveau erreichen, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit drohen den globalen Gasmärkten wochenlange Engpässe, da das Emirat für 20 Prozent der weltweiten Lieferungen von Flüssiggas (LNG) steht. Der staatliche Energiekonzern Qatar Energy (QE) fährt die Gasverflüssigung den Angaben nach vollständig herunter. Eine Stellungnahme des Unternehmens liegt zunächst nicht vor.

16.44 Uhr: UN rechnen mit neuen Fluchtbewegungen in Nahost

Der Krieg in Nahost führt nach UN-Angaben zu einer deutlichen Verschlechterung der humanitären Lage. Schon jetzt leben in den betroffenen Ländern rund 24,6 Millionen Menschen als Vertriebene, wie das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Mittwoch in Genf mitteilte. Die Eskalation setze die Aufnahmegemeinschaften unter Druck und könne neue Fluchtbewegungen auslösen.

Im Iran flüchteten Schätzungen zufolge allein in den ersten beiden Tagen nach Beginn der Angriffe am Samstag rund 100.000 Menschen aus Teheran; es werde von täglich etwa 1.000 bis 2.000 Fahrzeugen berichtet, die die Hauptstadt verließen.

16.25 Uhr: Pentagon untersucht Angriff auf Schule im Iran

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat nach Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans eine Untersuchung angekündigt. "Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir das untersuchen", sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz zur US-Militäroperation gegen den Iran. "Wir greifen natürlich niemals zivile Ziele an."

Der Minister äußerte sich damit zu Medienberichten über einen Angriff auf eine Schule am Samstag. Berichten zufolge wurden mehr als 160 Menschen getötet, die meisten davon Kinder. Die Schule liegt nahe einer Anlage der Revolutionsgarden; internationale Medien fanden bislang jedoch keine Hinweise auf eine militärische Nutzung des Schulgebäudes. Weitere Details zu möglichen Verantwortlichen oder zur eingesetzten Munition nannte er nicht.

16.12 Uhr: US-Generalstabschef - Ändern Taktik im Iran

Nach seiner ersten Offensive gegen die Führung in Teheran will das US-Militär seine Taktik im Iran ändern. US-Generalstabschef Dan Caine erklärte auf einer Pressekonferenz in Washington, die Streitkräfte hätten die Lufthoheit über die südliche Flanke der iranischen Küste erlangt. Nun sollten US-Streitkräfte immer tiefer in iranisches Territorium eindringen.

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) wolle am vierten Tag seit Beginn der gemeinsamen US-israelischen Offensive von großen, gezielten Angriffen mit Fernkampfwaffen zu Präzisionsschlägen wechseln, sagte Caine weiter. Dabei sollen auch sogenannte Hellfire-Raketen zum Einsatz kommen und das Tempo erhöht werden.

15.51 Uhr: Rakete über dem östlichen Mittelmeerraum "vom Kurs abgekommen"

Eine aus dem Iran abgeschossene und in Richtung des türkischen Luftraumes fliegende Rakete hatte offenbar nicht das Nato-Mitglied Türkei zum Ziel gehabt, sondern eine Militärbasis auf Zypern. Das teilte ein türkischer Regierungsvertreter mit. Die Rakete sei wohl "vom Kurs abgekommen". 

Das türkische Außenministerium hatte zuvor im Onlinedienst X mitgeteilt, dass sich die ballistische Rakete aus dem Iran dem türkischen Luftraum genähert habe, nachdem sie den Irak und Syrien überflogen habe. Es habe "weder Opfer noch Verletzte" gegeben. Laut dem Ministerium fiel im Bezirk Dörtyol in der südlichen Provinz Hatay ein Trümmerteil eines Abwehrgeschosses herab.

15.20 Uhr: EU-Kommission zu Gas- und Öl-Versorgung - Bundesregierung gegen Spritpreisbremse

Die Europäische Kommission sieht infolge des Iran-Kriegs die Versorgung mit Öl und Gas "nicht unmittelbar" gefährdet. Bezüglich der Gasversorgung bestehe derzeit keine Sorge vor einem Engpass, äußerte die Behörde einer EU-Beamtin zufolge beim Treffen einer Expertengruppe. Die Speicherstände in der Staatengemeinschaft seien stabil bei rund 30 Prozent - in Deutschland aktuell nur knapp über 20 Prozent.

Auch beim Öl sieht die Europäische Kommission einer EU-Beamtin zufolge bisher keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit - aber die indirekten Auswirkungen auf die Preise könnten erheblich sein. Für Deutschland zeigt eine aktuelle Datenanalyse der App "mehr-tanken" erhebliche regionale Preisunterschiede. Zu den Spitzenreitern im Preis-Ranking zählen Frankfurt am Main mit einem Durchschnittspreis von 1,988 Euro pro Liter Super (E5) und in Bayern Passau mit 1,995 Euro. In Leipzig kostet der Liter 21,2 Cent weniger als in Frankfurt.

Die Bundesregierung will derzeit jedoch nicht in den Markt eingreifen, um für niedrigere Spritpreise zu sorgen. Ein Sprecher von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) sagte, es gebe keine Hinweise auf "nicht-marktliches Verhalten" der Mineralölkonzerne.

14.50 Uhr: Nato geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus

Die Nato geht davon aus, dass der Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. "Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt", teilte Nato-Sprecherin Allison Hart mit. (Vgl. auch Meldungen von 13.56 Uhr und 12.48 Uhr)

14.35 Uhr: Hegseth: USA haben iranisches Kriegsschiff "in internationalen Gewässern" versenkt

Das US-Militär hat ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste Sri Lankas angegriffen und versenkt. Ein U-Boot des Militärs habe ein iranisches Kriegsschiff im indischen Ozean versenkt, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, am Mittag.

Offenbar handelt es sich dabei um die "Iris Dena", eines der modernsten Kriegsschiffe der Islamischen Republik. Die Behörden in Sri Lanka teilten zunächst mit, es seien 32 Menschen gerettet worden, die an Bord des iranischen Schiffes gewesen seien. Mehrere Leichen seien aus dem Meer geborgen worden. Inzwischen berichtete der stellvertretende Außenminister des Landes im lokalen Fernsehen von "mindestens 80 Toten".

Bei einer Pressekonferenz sagte Hegseth, der nächtliche Angriff sei der erste dieser Art auf einen Feind seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen. "Ein amerikanisches U-Boot versenkte ein iranisches Kriegsschiff, das sich in internationalen Gewässern in Sicherheit wähnte", sagte Hegseth. "Stattdessen wurde es von einem Torpedo versenkt." Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten hatte zuvor erklärt, es habe im Zuge seiner Luftangriffe auf das iranische Militär bereits 17 iranische Schiffe zerstört und verfolge das Ziel, "die gesamte Marine" der Islamischen Republik zu versenken.

14.30 Uhr: US-Militär kündigt Ausweitung der Angriffe auf Iran an

Die USA wollen ihre Angriffe auf den Iran ausweiten. Künftig würden auch Ziele im Landesinneren beschossen, kündigt US-Generalstabschef Dan Caine an. Er begründet dies damit, dass der Iran im Verlauf des Krieges weniger Raketen und Drohnen abfeuere. Es würden auch weiterhin die Infrastruktur des Irans und seine Marine angegriffen.

14.10 Uhr: Containerschiff in der Straße von Hormus angegriffen

Ein Schiff ist nach Angaben der Risikomanagementfirma Vanguard in der Straße von Hormus von einem "unbekannten Projektil" getroffen worden. Die Besatzung habe das unter maltesischer Flagge fahrende Containerschiff "Safeen Prestige" verlassen, hieß es in Schifffahrtskreisen. Das Projektil schlug laut Vanguard knapp über der Wasserlinie ein und löste ein Feuer im Maschinenraum aus. Der Vorfall habe sich etwa zwei Seemeilen nördlich von Oman erreignet. Berichte über Umweltauswirkungen gebe es bislang nicht. Nach Angaben der britischen Marinebehörde UKMTO wurden auch keine Verletzten gemeldet.

13.56 Uhr: Nato sichert Türkei nach Raketen-Vorfall Solidarität zu

Nach dem Abfangen einer iranischen ballistischen Rakete auf dem Weg in den türkischen Luftraum hat die Nato den Angriff verurteilt. Außerdem sagte Sprecherin Allison Hart: "Die Nato steht fest hinter allen Verbündeten, einschließlich der Türkei."

Das türkische Außenministerium legte unterdessen offenbar Protest bei der Regierung in Teheran ein. In einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi habe der türkische Außenminister Hakan Fidan betont, dass alles vermieden werden müsse, das zu einer weiteren Eskalation des Konflikts im Nahen Osten führen könne, verlautete aus türkischen Regierungskreisen.

13.29 Uhr: Bischöfe rufen EU zu diplomatischen Bemühungen auf

Europäische Bischöfe haben sich besorgt über die Eskalation im Iran und dem Nahen Osten gezeigt. "Die anhaltende schwere Krise bedeutet eine weitere Schwächung der regelbasierten internationalen Ordnung und eine fortgesetzte Missachtung des Völkerrechts", teilte der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE), Mariano Crociata, in Brüssel mit.

Es sei zutiefst beunruhigend, dass erneut Gewaltanwendung Vorrang vor diplomatischen Bemühungen habe. Crociata forderte die EU auf, geeint und in ihrer Berufung als Friedensprojekt zu handeln. Auch Organisationen wie Amnesty International riefen alle Kriegsparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen und das humanitäre Völkerrecht einzuhalten.

13.25 Uhr: Tel Aviv aus Iran und Libanon parallel angegriffen

Der Großraum Tel Aviv ist parallel mit Raketen aus dem Iran und aus dem Libanon angegriffen worden. Dies bestätigte ein israelischer Armeesprecher. Es seien eine Rakete aus dem Iran und mehrere von der libanesischen Hisbollah-Miliz abgefeuert worden. Ein Augenzeuge berichtete von massiven Explosionsgeräuschen. Die Polizei teilte mit, es seien in mehreren Gebieten in Tel Aviv Raketentrümmer niedergegangen.

12.58 Uhr: Angriffe verstoßen laut UN-Studie gegen UN-Charta

Die unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen kommt zu dem Schluss, dass der Angriff Israels und der USA auf den Iran die Prinzipien der UN ignoriert. Auch die iranischen Vergeltungsschläge verstießen gegen die UN-Charta, teilt das Gremium mit. Die Charta verbietet die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder die politische Unabhängigkeit eines Staates.

12.48 Uhr: Türkei meldet abgefangene Rakete aus dem Iran

Die Luftabwehr der Nato in der östlichen Mittelmeerregion hat nach Angaben der Türkei eine vom Iran abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen. Das Geschoss sei gestoppt worden, ehe es den türkischen Luftraum erreicht habe, hieß es vom türkischen Verteidigungsministerium. Die Rakete sei entdeckt worden, nachdem sie den Luftraum des Iraks und Syriens durchquert habe. Es habe keine Schäden oder Verletzten gegeben.

Das Ministerium fügte hinzu, die Türkei behalte sich das Recht vor, auf feindselige Handlungen zu reagieren. Zugleich rief das Ministerium die Kriegsparteien auf, von Schritten abzusehen, die zu einer weiteren Eskalation führen könnten.

12.33 Uhr: IAEA meldet Schäden nahe iranischem Atomzentrum Isfahan

Nahe dem iranischen Atomtechnologiezentrum in Isfahan sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zwei Gebäude beschädigt worden. Es seien aber keine Gebäude betroffen, in denen sich nukleares Material befinde, und es bestehe daher auch aktuell kein Strahlungs-Risiko, teilten die UN-Atomwächter mit Sitz in Wien in Sozialen Medien mit.

Am Dienstag hatte die IAEA neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt - auch hier bestehe derzeit keine Gefahr der Freisetzung von Radioaktivität. IAEA-Chef Rafael Grossi wiederholte jedoch seinen Aufruf an die Kriegsparteien, maximale Zurückhaltung zu üben, um einen Atomunfall zu verhindern.

12.29 Uhr: Drohnenangriff auf größte Raffinerie Saudia-Arabiens abgewehrt

In Saudi-Arabien ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Drohnenangriff auf die größte Ölraffinerie des Landes abgewehrt worden. Der Angriff auf die Raffinerie Ras Tanura an der Ostküste Saudi-Arabiens sei mutmaßlich "mit einer Drohne" ausgeführt worden und habe "keine Schäden verursacht", erklärte das Ministerium. Der Betrieb der Raffinerie war am Montag infolge eines Drohnenangriffs vorerst eingestellt worden.

12.04 Uhr: Trauerfeier für Chamenei wird wohl verschoben

Die für den Abend geplante Trauerfeier für das getötete geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, wird verschoben. Das berichten staatliche iranische Medien. Ein neuer Termin werde später bekannt gegeben, heißt es weiter. Zur Begründung verwies das Staatsfernsehen auf den erwarteten großen Andrang an der Imam-Chomeini-Gebetsstätte.

11.54 Uhr: Israel sieht Iran weiter stark bewaffnet

Der Iran ist nach Angaben der israelischen Armee weiterhin in der Lage, Israel mit Raketen zu beschießen. Israel habe im Iran-Krieg schon "dutzende Raketenwerfer zerstört", die eine "erhebliche Bedrohung" für Israel dargestellt hätten, und werde dies auch weiter tun, sagte der Armeesprecher Effie Defrin. "Aber das Regime verfügt nach wie vor über erhebliche Kapazitäten." Defrin wies außerdem darauf hin, dass die israelische Luftabwehr nicht "undurchdringlich" sei.

11.45 Uhr: Hisbollah meldet Angriffe in Israel

Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat nach eigenen Angaben ein israelisches Luftfahrtunternehmen und einen Militärstützpunkt in Israel angegriffen. Ziel seien die Zentrale des Konzern Israel Aerospace Industries gewesen sowie eine "Drohnenkontrollbasis" im Norden Israels

11.43 Uhr: Libanons Armee nimmt Hisbollah-Mitglieder fest

In einem beispiellosen Schritt hat die Armee im Libanon mit Kontrollen und Festnahmen mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder begonnen. 13 Mitglieder der schiitischen Organisation seien am Dienstag festgenommen worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Justizkreisen. Die Armee habe sie an einem neu eingerichteten Straßen-Kontrollpunkt mit Waffen im Auto gestoppt. Weitere Festnahmen an Kontrollpunkten seien geplant. Am Montag hatte die libanesische Regierung militärische Aktivitäten der vom Iran unterstützten Miliz für illegal erklärt und die Organisation damit de facto verboten.

11.38 Uhr: Saudi-Arabien fängt iranische Marschflugkörper ab

Saudi-Arabien hat zwei mutmaßlich iranische Marschflugkörper sowie zehn Drohnen abgefangen. Das teilte das saudische Verteidigungsministerium mit. Die Marschflugkörper wurden in der Region al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad abgeschossen, wo sich ein wichtiger US-Luftwaffenstützpunkt befindet. Die Basis wurde in den vergangenen Tagen bereits mehrfach mit Drohnen angegriffen.

11.27 Uhr: Kuwait meldet weiteren Angriff auf sein Staatsgebiet

Die kuwaitische Armee hat einen weiteren Angriff auf den Golfstaat im Zuge des Iran-Kriegs gemeldet. Die Streitkräfte fingen derzeit "eine Welle von Raketen und Drohnen" im Luftraum des Landes ab, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des Militärs. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Sirenenalarm in Kuwait-Stadt.

11.26 Uhr: Iran will Chamenei-Nachfolge möglichst rasch klären

Der Iran will nach offiziellen Angaben möglichst schnell einen Nachfolger für den getöteten obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei benennen. Die Islamische Republik werde "ihr Bestes tun", die Personalie rasch zu klären, teilte Ahmed Chatami, ein Mitglied des für die Auswahl des geistlichen Oberhauptes zuständigen Expertenrates. "Wir stehen kurz vor einer Entscheidung, aber es herrschen Kriegsbedingungen", sagte Chatami im staatlichen Fernsehen. Er deutete damit an, dass der Prozess länger dauern könnte.

11.24 Uhr: Caritas rechnet mit einer Million Binnenvertriebenen im Libanon

Caritas international sieht drastische Folgen des Iran-Krieges für den Libanon. "Wir sind tief besorgt über die Eskalation und die Ausweitung des Iran-Kriegs auf Teile des Libanons", erklärte Leiter Oliver Müller in Freiburg. Das katholische Hilfswerk verurteile die Raketenangriffe der Hisbollah-Miliz auf Israel und die militärische Reaktion der israelischen Armee im Südlibanon.

11.05 Israel weitet Angriffe auf Hisbollah aus

Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf Kommandeure der Hisbollah im Libanon ausgeweitet. Seitdem die pro-iranische Hisbollah-Miliz in der Nacht zu Montag in den Konflikt eingetreten war, griff die israelische Armee nach eigenen Angaben mehr als 250 Ziele im Libanon an, darunter 100 allein gestern. Ziele seien Raketenwerfer, Waffendepots, Hauptquartiere der Hisbollah und anderer Terrorgruppen sowie deren Kommandeure gewesen.

Zum Video: Israels Militär hat Hisbollah-Ziele im benachbarten Libanon angegriffen

Den dritten Tag in Folge hat Israels Militär Ziele im benachbarten Libanon angegriffen.
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Den dritten Tag in Folge hat Israels Militär Ziele im benachbarten Libanon angegriffen.

10.54 Uhr: Mehr als 100 Vermisste nach Angriff auf iranisches Schiff in Sri Lanka

Nach einem U-Boot-Angriff auf ein iranisches Schiff vor der Küste Sri Lankas werden mindestens 101 Menschen vermisst. Zudem seien 78 Personen verletzt worden, hat die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen der sri-lankischen Marine und des Verteidigungsministeriums erfahren.

10.28 Uhr Reisewarnungen für Nahen Osten und Golfregion: Auswärtiges Amt verteidigt Vorgehen

Das Auswärtige Amt verteidigt sich gegen Kritik, die Reisewarnungen für viele Länder im Nahen Osten seien zu spät gekommen. Man habe in den Reise- und Sicherheitshinweisen "bereits seit längerem darauf hingewiesen, dass es in der gesamten Region wegen einer Verschärfung der Sicherheitslage zu Einschränkungen des Flugverkehrs kommen könnte", teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts auf BR24-Anfrage mit.

Darüber hinaus seien die Hinweise für Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Oman, Palästinensische Gebiete, Saudi-Arabien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate am 26. Februar – zwei Tage vor Beginn der Angriffe auf den Iran durch die USA und Israel – wie folgt angepasst worden: "Die Sicherheitslage in der Region ist angespannt. Bei einer Eskalation könnte es auch (…) zu sicherheitsrelevanten Vorfällen kommen. Zudem muss jederzeit mit Einschränkungen des Flugverkehrs gerechnet werden: Flüge könnten storniert werden und auch längerfristige Sperrungen des Luftraums sind möglich." Tatsächlich wurden die entsprechenden Reisewarnungen am Nachmittag des 28. Februar veröffentlicht – am selben Tag, aber mehrere Stunden nach der militärischen Eskalation am Morgen.

10.22 Uhr: Hochrangiger Berater - Iran wird nicht mit den USA verhandeln

Ein hochrangiger Berater des bei US-israelischen Angriffen getöteten obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Mohammed Mochber sagte im Staatsfernsehen, dass der Iran "kein Vertrauen in die Amerikaner" habe und dass es "keine Basis für jegliche Verhandlungen" mit den USA gebe. "Wir können den Krieg so lange fortsetzen, wie wir wollen", fügte er hinzu.

Zum Video: Im Nahen Osten gehen die Angriffe weiter

Nach einem Raketenbeschuss: Feuer und schwarzer Rauch hinter einigen Hochhäusern in Teheran
Bildrechte: Reuters
Videobeitrag

Heute will die Bundesregierung ihre Rückholaktion für gestrandete in Nahost beginnen.

09.38 Uhr: Iran feuert Raketen auf israelisch-amerikanische Ziele ab

In der Nacht und am Morgen heulten im Großraum Tel Aviv erneut die Warnsirenen. Vor wenigen Stunden sei eine 17. Welle mit mehr als 40 Raketen auf israelisch-amerikanische Ziele gefeuert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk veröffentlichten Erklärung der iranischen Revolutionsgarden.

09.10 Uhr: Israel bestätigt Angriffswelle auf Teheran

Israel hat eine Welle schwerer Angriffe auf Teheran gestartet. Das meldet die Armee des Landes. Kurz zuvor haben iranische Medien von heftigen Explosionen in der Hauptstadt berichtet. Es handele sich um Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Nach israelischen Angaben war es die bisher zehnte Angriffswelle seit Kriegsbeginn am Samstag. 

08.59 Uhr: Iranische Medien - Heftige Explosionen in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind heftige Explosionen zu hören. Das melden staatliche Medien.

08.46 Uhr: Frankreich will Staatsbürger aus mehreren Staaten ausfliegen

Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot kündigte mehrere Rückholflüge für französische Staatsbürger im Nahen Osten an. Geplant seien Flüge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Israel, sagt Barrot dem Sender France 2. Zu der genauen Zahl der Passagiere äußert er sich nicht. In der Region halten sich derzeit rund 400.000 französische Staatsbürger auf.

08.44 Uhr: Qatar Airways setzt Flugbetrieb weiter aus

Wer wegen des Kriegs im Nahen Osten über Katar ausreisen will, stößt vorerst weiter auf Probleme. Qatar Airways, die nationale Fluggesellschaft Katars mit Sitz in Doha, kündigte am Mittwoch an, den Flugbetrieb noch bis mindestens Freitag auszusetzen.

08.43 Uhr: Israel will auch Nachfolger Chameneis töten

Israel will auch den Nachfolger des zum Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei töten. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz schrieb auf der Plattform X, wer auch immer dem geistlichen Oberhaupt der Islamischen Republik im Amt nachfolge, werde "ein Ziel zur Eliminierung" sein. Als einer der möglichen Nachfolger Chameneis gilt sein Sohn Modschtaba.

07.54 Uhr: Trauerfeier für getötetem Ajatollah Chamenei am Abend geplant

Der Iran nimmt um 22 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MEZ) mit einer Zeremonie in Teheran Abschied vom getöteten geistlichen Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei. Die Feierlichkeiten sollen um auf der Imam-Chomeini-Gebetsstätte beginnen und drei Tage andauern, wie die staatlichen Medien meldeten. Einzelheiten zum Trauerzug sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

07.49 Uhr: Erneute Angriffe auf Hisbollah-Hochburg im Süden Beiruts

Südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut sind am Morgen erneut von Luftangriffen getroffen worden. Die Angriffe auf die als Hochburg der Hisbollah-Miliz geltenden Gebiete war auf Aufnahmen von AFP-TV zu sehen. Die israelische Armee hatte zuvor eine Evakuierungsaufforderung verbreitet. Zuvor hatte die Armee erstmals ein Viertel nahe des libanesischen Präsidentenpalasts und die Stadt Baalbek im Osten des Libanon bombardiert. Nach libanesischen Angaben wurden dabei elf Menschen getötet.

07.40 Uhr: USA verschärfen Reisehinweis für EU-Staat Zypern

Nach einem Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern fordert die US-Regierung ihre Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auf, geplante Reisen nach Zypern zu überdenken. Zudem wird nicht dringend benötigten US-Regierungsmitarbeitern und deren Angehörigen die Ausreise gestattet. Zur Begründung verwies das Außenministerium auf bestehende Sicherheitsrisiken. Zahlreiche Airlines haben bereits ihre Flugverbindungen in den EU-Inselstaat eingestellt. Der US-Reisehinweis entspricht der Stufe drei von vier. Die höchste Stufe wäre eine Reisewarnung. 

07.35 Uhr: Israel nimmt iranische Sicherheitskräfte ins Visier

Israel hat nach eigenen Angaben bei Angriffen in der Hauptstadt Teheran die iranischen Sicherheitskräfte ins Visier genommen. Das israelische Militär teilte mit, es seien Gebäude mit Verbindungen zu den Basidsch-Milizen bombardiert worden, die eine wichtige Rolle bei der blutigen Niederschlagung der Proteste im Januar spielten. Zudem seien weitere Gebäude des inneren Sicherheitsapparats der Islamischen Republik unter Beschuss genommen worden.

06.45 Uhr: Insider - Iranische Kurden-Milizen erwägen mit USA Angriffe

Iranische Kurden-Milizen haben Insidern zufolge mit den USA über Angriffe auf Sicherheitskräfte im Iran beraten. Ziel sei es, das Militär nach dem Tod von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei zu schwächen und einen Aufstand zu initiieren, sagen drei mit den Plänen vertraute Personen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

06.26 Uhr: Israel greift weitere Militäranlagen im Iran an

Die israelischen Streitkräfte haben erneut Militäranlagen im Iran unter Beschuss genommen. Die "breit angelegte Angriffswelle" habe unter anderem Abschussrampen und Luftabwehrsystemen gegolten, teilte das israelische Militär mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von Explosionen in der Hauptstadt Teheran.

06.05 Uhr: USA und Israel melden Tausende Angriffe auf Ziele im Iran

In den vier Tagen seit Beginn des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 2.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden, sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marine-Flotte zu versenken, bekräftigte er. 

Auch die israelischen Streitkräfte nahmen erneut Militäranlagen im Iran unter Beschuss. Die "breit angelegte Angriffswelle" habe unter anderem Abschussrampen und Luftabwehrsystemen gegolten, teilte das Militär mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von Explosionen in der Hauptstadt Teheran.

05.56 Uhr: Auch Großbritannien bringt Staatsbürger aus Oman in Sicherheit

Großbritannien organisiert auch die Evakuierung seiner Staatsbürger aus dem Oman. Man arbeite mit Fluggesellschaften an zusätzlichen Kapazitäten ab Maskat, sagt Außenministerin Yvette Cooper im Parlament. Vorrang hätten besonders schutzbedürftige Personen. Ein von der Regierung gecharterter Flug soll heute um 19.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) starten. Zudem plane British Airways für morgen noch einen weiteren Flug. Das Außenministerium warnt britische Staatsbürger jedoch davor, ohne eine direkte Aufforderung zum Flughafen zu fahren. In den Golfstaaten haben sich nach Angaben der Ministerin 130.000 Briten registriert.

03.27 Uhr: Erster Rückholflug für gestrandete Touristen soll abheben

Für in Nahost gestrandete Deutsche ist es ein Hoffnungsschimmer: Heute will die Bundesregierung ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere starten. Nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul (CDU) ist ein erster Flug nach Maskat geplant, mit dem Menschen aus der Hauptstadt des Oman geholt werden sollen. Bereits am Dienstag kamen Urlauber mit den ersten Linienmaschinen nach Deutschland. Die Erleichterung bei den Passagieren war groß.

01.40 Uhr: Iran feuert über 500 Raketen und 2.000 Drohnen ab

Der Iran feuert nach Angaben eines hochrangigen US-Admirals in Vergeltungsangriffen bislang mehr als 500 ballistische Raketen und über 2.000 Drohnen ab. Weitere Einzelheiten nennt der Militär zunächst nicht.

01.05 Uhr: US-Botschaft in Saudi-Arabien von Drohne getroffen

Die US-Botschaft in Saudi-Arabien ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen von einer mutmaßlich iranischen Drohne getroffen worden. Dabei sei auch die CIA-Station in der Botschaft beschädigt worden, sagt ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass die Geheimdiensteinrichtung das eigentliche Ziel gewesen sei. Nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums trafen zwei Drohnen die Botschaft in der Hauptstadt Riad. Dies habe zu einem begrenzten Feuer und einigen Sachschäden geführt. Die US-Vertretung warnt Amerikaner davor, die Botschaft bis auf Weiteres aufzusuchen. Zudem warnt sie vor unmittelbar bevorstehenden Raketen- und Drohnenangriffen auf die Stadt Dhahran.

Mittwoch, 4. März 2026

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