Rauch steigt auf nach einem israelischen Luftangriff in den als Dahija bekannten Vororten Beiruts.
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Während Israels Armee erneut Beirut attackiert hat, warnt die Hisbollah-Miliz im Libanon nun Bewohner im Norden Israels vor Angriffen.
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Während Israels Armee erneut Beirut attackiert hat, warnt die Hisbollah-Miliz im Libanon nun Bewohner im Norden Israels vor Angriffen.

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Nahost-Ticker: News vom 5. März in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 5. März in der Nachlese

Die News vom 5. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

23.44 Uhr: Trump - Nach dem Iran ist Kuba "nur eine Frage der Zeit"

US-Präsident Donald Trump will sich nach eigenen Angaben mit Kuba befassen, sobald der Konflikt im Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, sagte Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter Miami im Weißen Haus. Danach sei es "nur eine Frage der Zeit, bis Sie und vielegroßartige Menschen" nach Kuba zurückkehren könnten. Die Regierung in Havanna wolle unbedingt eine Einigung erzielen. Eine Stellungnahme Kubas lag zunächst nicht vor. Die USA haben nach dem von ihnen erzwungenen Machtwechsel in Venezuela die Öllieferungen des bisherigen Verbündeten an Kuba gestoppt und die Insel damit unter Druck gesetzt.

22.38 Uhr: Ukraine sagt Unterstützung bei Drohnenabwehr zu

Die Ukraine will ihre Partner bei der Abwehr iranischer Drohnen unterstützen. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, er habe eine US-Anfrage nach Unterstützung bei der Abwehr iranischer Drohnen im Nahen Osten erhalten. Er habe deshalb die Lieferung von Ausrüstung und die Beratung durch ukrainische Experten angeordnet.

21.54 Uhr: Italien schließt Botschaft in Teheran

Italien hat wegen des Iran-Kriegs seine Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend geschlossen. Außenminister Antonio Tajani begründete dies am Abend in Rom mit Sicherheitsgründen. Das Personal sei bereits ins Nachbarland Aserbaidschan in die dortige Hauptstadt Baku verlegt worden. Eine Gruppe von etwa 50 Diplomaten und anderen Italienern, habe den Iran bereits verlassen. 

Tajani betonte zugleich, dass die Verlegung nicht gleichbedeutend mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Iran sei. Es handele sich um eine "vorübergehende Aktion". Auch andere Länder hätten ihre Vertretungen in Teheran bereits geschlossen.

21.43 Uhr: Ehefrau von Iraks Präsident gegen Beteiligung von Kurden

Die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, Schanas Ibrahim Ahmed, hat sich mit klaren Worten gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer im Iran ausgesprochen. "Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Waffen zur Miete", teilte Schanas heute mit. "Zu häufig denkt man nur dann an die Kurden, wenn ihre Stärke oder ihre Opfer gebraucht werden." Die Kurden seien aber keine "Schachfiguren der globalen Supermächte". 

Die irakische First Lady bezieht sich in ihrem Schreiben auf angebliche Pläne von US-Präsident Donald Trump, die iranischen Kurden im Irak für eine Bodenoffensive im Iran zu gewinnen. Trump telefonierte bereits mit mehreren Kurdenführern und soll einem Bericht der "Washington Post" zufolge auch umfassende Unterstützung durch US-Kampfflugzeuge angeboten haben. Es ist unklar, ob tatsächlich eine Bodenoffensive kurdischer Kämpfer im Iran bevorsteht.

21.18 Uhr: Nato verstärkt Raketenabwehr

Die Nato hat nach dem Abschuss einer in Richtung Türkei fliegenden iranischen Rakete ihre Abwehrbereitschaft erhöht. Die Allianz habe ihre Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet verstärkt, erklärte der Sprecher des obersten Nato-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, in Online-Netzwerken. Sie solle auf diesem "erhöhten Niveau" bleiben, bis die Bedrohung durch die "wahllosen Angriffe des Iran in der gesamten Region" nachlasse. Einzelheiten zu den vorgenommenen Änderungen könne er aus operativen Gründen nicht nennen. 

20.55 Uhr: Katz - Israel beschloss Chamenei-Tötung im November

Die Regierung in Jerusalem hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz bereits im November beschlossen, das iranische geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei zu töten. Der Einsatz sei ursprünglich für Mitte 2026 geplant gewesen, sagte Katz dem Fernsehsender N12. Wegen der Proteste im Iran und der Sorge vor einem iranischen Angriff sei der Plan jedoch in Abstimmung mit Washington vorgezogen worden. Chamenei wurde am Samstag zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe getötet.

20.53 Uhr: USA stellen Betrieb ihrer Botschaft in Kuwait ein

Die USA schließen wegen des Iran-Krieges ihre Botschaft in Kuwait. Zwar seien keine Verletzungen von US-Mitarbeitern gemeldet worden, aber die Sicherheit von Amerikanern im Ausland habe für das US-Außenministerium weiterhin höchste Priorität, hieß es in einer Mitteilung zum Status der Botschaft in der Hauptstadt Kuwait. Die US-Vertretung dort ist die zweite, die seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran ihren Betrieb vollständig einstellt.

20.49 Uhr: Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland

Israel warnt seine Bürger angesichts der angespannten Sicherheitslage in der Region vor Anschlägen im Ausland. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran habe sich die Gefahr erhöht, die von Einzeltätern sowie von iranischen Behörden ausgehe, mahnte der Nationale Sicherheitsrat. In den vergangenen Tagen seien geplante Terrorangriffe auf Israelis vereitelt worden. Details dazu wurden zunächst nicht genannt. Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet.

Im Fokus stehen den Angaben zufolge israelische und jüdische Ziele weltweit - vor allem aber in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain, die der Iran derzeit als Reaktion auf die israelische-amerikanischen Angriffe attackiert. Israelis sollen bis auf weiteres Flüge mit einem Umstieg in den VAE vermeiden und generell im Ausland jüdische sowie israelische Symbole nicht sichtbar in der Öffentlichkeit tragen, wie es in einer Mitteilung des Nationales Sicherheitsrats weiter hieß. Weiterhin wird Israelis im Ausland auch empfohlen, den Besuch von Synagogen und andere jüdische Einrichtungen zu vermeiden.

20.46 Uhr: Bundesregierung plant auch Sonderflug aus Riad

Die Bundesregierung will nach drei Sonderflügen aus dem Oman auch aus der saudischen Hauptstadt Riad in der Nahost-Region gestrandete Deutsche in die Heimat zurückbringen. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf Instagram an.

Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestages soll der Flug aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollen besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.

In dem Papier des Außenministeriums heißt es zudem, bislang gebe es auf der Krisenvorsorgeliste Elefand mehr als 35.000 Einträge in der Region. Nicht alle der Deutschen, die sich dort registriert hätten, wollten aber ausreisen. Es gebe auch Deutsche, die die Region bereits verlassen hätten. Wadephul appellierte an die Betroffenen, die bereits zurück in Deutschland sind, sich wieder aus der Liste auszutragen.

20.38 Uhr: Lagarde - EZB hat keine vorab festgelegte Reaktion auf Konflikt in Nahost

Die Europäische Zentralbank (EZB) bleibt auch nach Ausbruch des Nahostkonflikts zinspolitisch flexibel. Sie werde ihre Geldpolitik von Sitzung zu Sitzung neu festlegen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die EZB werde ihre Entscheidungen "auf Grundlage aller verfügbaren, analysierbaren und sorgfältig zu prüfenden Daten" treffen, erklärte die Französin in einer Fragerunde an der Johns Hopkins University in Bologna. Es gebe kein festgelegtes Tempo für die geldpolitische Ausrichtung. "Ich denke, dass diese beiden Aspekte die EZB und das Eurosystem in eine gute Position versetzen, die aktuellen Schocks sehr genau zu beobachten und ihre Folgen für die Zukunft zu verstehen", fügte sie hinzu.

20.30 Uhr: Israel kündigt "neue Phase" im Krieg gegen den Iran an

Israel hat eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran angekündigt. "Wir gehen nun zur nächsten Phase der Operation über", sagte der israelische Armeechef Ejal Samir in einer Fernsehansprache. Israel setze "die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fort" und bereite "weitere Überraschungen" vor.

19.42 Uhr: Macron will gepanzerte Fahrzeuge in den Libanon schicken

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte an, die libanesischen Streitkräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und logistischer Unterstützung zu stärken. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land erneut in einen Krieg hineingezogen werde, sagte er auf sozialen Medien. Er forderte zudem Israel auf, den Krieg nicht auf den Libanon auszuweiten. An die iranische Führung appellierte er, das Land nicht weiter in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der seine sei. Die Hisbollah müsse ihr Feuer auf Israel sofort einstellen. Israel müsse im Gegenzug von einer Bodenintervention oder einer großangelegten Operation auf libanesischem Gebiet absehen.

19.33 Uhr: Iran - Streben weder Waffenruhe noch Verhandlungen an

Der Iran strebt nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi derzeit weder eine Waffenruhe noch Verhandlungen mit den USA an. "Wir fordern keine Waffenruhe", sagte Araghtschi dem US-Sender NBC News. "Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den USA verhandeln sollten. Wir haben zweimal mit ihnen verhandelt, und jedes Mal haben sie uns mitten in den Verhandlungen angegriffen", so Araghtschi weiter. Die USA hatten im Juni an der Seite Israels in den Zwölf-Tage-Krieg zwischen beiden Staaten eingegriffen und iranische Atomanlagen bombardiert.

Mit Blick auf eine mögliche Bodenoffensive gegen den Iran sagte Araghtschi, ein solcher Schritt würde für die Feinde Teherans mit einer "Katastrophe" enden. "Wir warten auf sie", betonte der iranische Außenminister. "Wir sind zuversichtlich, dass wir ihnen die Stirn bieten können." Mehrere US-Medien hatten zuvor berichtet, dass die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand im Iran zu provozieren. Dies wurde vom Weißen Haus dementiert. 

Zu der für den Welthandel wichtige Straße von Hormus sagte Araghtschi, der Iran habe "derzeit nicht die Absicht", die Meerenge abzusperren. "Aber wenn der Krieg weitergeht, werden wir jedes Szenario in Betracht ziehen."

19.22 Uhr: Irans Streitkräfte melden Angriff auf US-Flugzeugträger

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger attackiert. Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" sei von Kampfdrohnen der Marine der Revolutionsgarden getroffen worden, berichtete der staatliche iranische Rundfunk. Nachdem sich das Schiff nur wenige Hundert Kilometer der iranischen Küste genähert habe, sei es attackiert worden, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier "Chatam Al-Anbija", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Dafür gab es von US-Seite zunächst keine Bestätigung.

19.20 Uhr: Israels UN-Botschafter - Zu früh für Diplomatie

Israel ist derzeit nicht bereit für Verhandlungen über ein Ende des Konflikts mit dem Iran. Für Diplomatie sei es noch zu früh, sagte der israelische UN-Botschafter Danny Danon in New York. "Wir müssen den Job zu Ende bringen. Wir müssen die Terrormaschine zerschlagen." Das werde "Tage oder Wochen" dauern, aber nicht Monate, so der Diplomat. Wenn die Führung im Iran "weitermacht", sei es nur eine Frage der Zeit, bis man wieder an den gleichen Punkt käme. 

19.16 Uhr: Selenskyj - USA haben uns um Hilfe bei Umgang mit Drohne gebeten

Die USA haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge um Hilfe beim Umgang mit Drohnen im Krieg gegen den Iran gebeten. "Wir haben von den Vereinigten Staaten eine Anfrage nach konkreter Unterstützung beim Schutz vor 'Schahed' im Nahen Osten erhalten", schrieb Selenskyj auf der Social-Media-Plattform X. Die Ukraine hat Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs "Schahed", die Russland seit langem im Krieg gegen sein Nachbarland einsetzt. "Ich habe die Anweisung gegeben, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Anwesenheit ukrainischer Spezialisten sicherzustellen, die die erforderliche Sicherheit gewährleisten können", erklärte Selenskyj. US-Präsident Donald Trump sagt dazu in einem Reuters-Interview auf eine entsprechende Frage: "Selbstverständlich werde ich jede Hilfe von jedem Land annehmen."

19.14 Uhr: Bahrain: Iranischer Angriff trifft Öl-Anlage

Der Iran hat nach Angaben des Innenministeriums von Bahrain eine Öl-Anlage in dem Golfstaat angegriffen und dort einen Brand ausgelöst. Die Anlage in Maameer südlich der Hauptstadt Manama sei Ziel von "iranischer Aggression" geworden, teilte das Innenministerium mit. Opfer habe es nicht gegeben, das Feuer sei unter Kontrolle. Im Internet kursierten Videos, die den Angriff zeigen sollen. Darin ist zu sehen, wie ein Geschoss an der Anlage einschlägt und eine Explosion auslöst.

19.12 Uhr: Sri Lanka evakuiert mehr als 200 Besatzungsmitglieder von weiterem iranischen Kriegsschiff

Einen Tag nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs im Indischen Ozean mit dutzenden Toten durch die USA hat Sri Lanka mehr als 200 Besatzungsmitglieder eines weiteren iranischen Marineschiffes evakuiert. Sein Land habe 208 Besatzungsmitglieder und Kadetten der "Iris Buschehr" aus Sicherheitsgründen an Land gebracht, sagte Sri Lankas Präsident Anura Kumara Dissanayake am Abend in einer vom Fernsehen übertragenen Ansprache. 

Zuvor hatte die Fregatte den Angaben zufolge einen Defekt an einem ihrer Motoren gemeldet. Das Schiff sei von der srilankischen Marine übernommen worden.

18.47 Uhr: Insider - Iran hat über 500 Raketen und 2000 Drohnen abgefeuert

Die iranischen Streitkräfte haben einem Insider zufolge seit Beginn des Krieges mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Zudem seien 2.000 Drohnen gestartet worden, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf Militärkreise.

18.45 Uhr: Söder hält Evakuierungen aus dem Nahen Osten noch für unzureichend

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält die bisherigen Evakuierungsbemühungen der Bundesregierung für festsitzende Reisende im Nahen Osten für unzureichend und fordert die Prüfung eines Einsatzes von Bundeswehrmaschinen. "Die oberste Pflicht eines Staates ist, die eigenen Bürger zu schützen und ihnen in Krisensituationen zu helfen", sagte er dem Sender Welt TV. "Ich würde jetzt unsere Kräfte darauf konzentrieren, unsere Urlauber heimzuholen. Das ist mir noch alles ein bisschen zu wenig."

18.30 Uhr: Trump will bei iranischer Nachfolge mitreden

US-Präsident Donald Trump besteht in Interviews mit mehreren Medien darauf, persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. "Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela", sagte Trump dem Portal Axios mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolas Maduro. Es müsse jemand sein, "der großartig für das Land, großartig für das Volk" des Irans sei, sagte Trump zudem der Agentur Reuters. Allerdings sei der Prozess für die Nachfolge des geistlichen und politischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei noch in einem frühen Stadium. Dessen Sohn Modschtaba Chamenei, einen aussichtsreichen Kandidaten für die Nachfolge seines Vaters, bezeichnete der US-Präsident als inakzeptable Wahl. "Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt." Der 56-jährige Modschtaba Chamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionsgarden.

US-Präsident Donald Trump
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US-Präsident Donald Trump

18.14 Uhr: Iran bestreitet Angriffe auf US-Botschaft in Saudi-Arabien

Irans Botschafter in Saudi-Arabien hat Luftangriffe seines Landes auf die US-Botschaft in dem Golfstaat nachdrücklich bestritten. "Wir bestätigen, dass der Iran an dem Angriff auf die US-Botschaft in Riad nicht beteiligt war", sagte Aliresa Enajati der Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf Raketen- und Drohnenangriffe in dieser Woche, für die Saudi-Arabien den Iran verantwortlich macht.

Teheran hatte zuvor bereits Angriffe auf die wichtige Ölraffinerie Ras Tanura bestritten. "Wenn die Einsatzzentrale in Teheran irgendwo angreift, übernimmt sie die Verantwortung dafür", fügte er hinzu. Enajati bestritt auch, dass der Iran einen regionalen Krieg als Vergeltung für die Angriffe der USA und Israels auf sein Land führe. "Dies ist kein regionaler Krieg und es ist nicht unser Krieg. Er wurde der Region aufgezwungen", sagte er AFP.

18.08 Uhr: Iranische Medien melden Explosionen in Teheran

Die iranische Hauptstadt Teheran wird den sechsten Tag in Folge von Raketenangriffen erschüttert. Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Isna meldete mehrere Explosionen im Osten der Millionenmetropole. Auch das Onlineportal Etemad meldete Raketeneinschläge. Die israelischen Streitkräfte kündigten unterdessen einen Angriff in einem Industriegebiet etwa 20 Kilometer südöstlich der Hauptstadt an. In einem persischsprachigen Post riefen sie die Bürger auf X dazu auf, das Gebiet zu verlassen.

18.00 Uhr: Mehrheit der Deutschen hält Angriff auf Iran für ungerechtfertigt

Die Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge den Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran für nicht gerechtfertigt. 58 Prozent sehen dies so, wie eine repräsentative Erhebung für den ARD-Deutschland-Trend ergibt. Nur 25 Prozent der Befragten halten den Angriff für gerechtfertigt. 17 Prozent sind unentschieden oder machen keine Angaben. Die Meinungsforscher von infratest dimap befragten von Montag bis Mittwoch 1.317 Wahlberechtigte.

17.30 Uhr: Explosionen und Sirenen in Abu Dhabi und Dubai

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Zeugen zufolge an verschiedenen Orten Explosionen und Sirenen zu hören. In Abu Dhabi gibt es mehrere Explosionsgeräusche, in Dubai ertönen Sirenen, wie mehrere Personen vor Ort berichteten. Im Golfstaat Bahrain ist erneut Luftalarm ausgelöst worden. Die Behörden forderten die Menschen auf, rasch geschützte Orte aufzusuchen. In einer Raffinerie brach nach einem Raketenangriff ein Brand aus.

Zuvor teilte das bahrainische Verteidigungsministerium mit, das Militär habe 75 iranische Raketen abgefangen. Auch das benachbarte Katar meldete Angriffe iranischer Raketen und Drohnen. Das Verteidigungsministerium des Golfstaates teilte mit, 14 ballistische Raketen und vier Drohnen seien auf das Land abgefeuert worden.

17.15 Uhr: Iran-Krieg zwingt Hunderttausende Menschen zur Flucht

Durch den Angriff der USA und Israels auf den Iran sind laut dem UN-Hilfswerk UNHCR mehr als 330.000 Menschen in der Region vertrieben worden. Die meisten davon seien innerhalb ihres eigenen Landes geflüchtet, teilte das UNHCR am Donnerstag in Genf mit. Nach lokalen Schätzungen hätten in den ersten beiden Tagen nach Beginn der Gewalt rund 100.000 Menschen Irans Hauptstadt Teheran verlassen, hieß es. Bislang sei jedoch kein starker Anstieg der grenzüberschreitenden Bewegungen aus dem Iran zu verzeichnen. Das UNHCR bereite sich darauf vor, Menschen in Not zu helfen.

16.50 Uhr: Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran und Libanon

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben 13 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran und einen im Libanon bestätigt. Berichte über vier getötete und 25 verletzte Sanitäter würden derzeit geprüft, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Pressekonferenz, ohne weitere Details zu nennen. Wegen der Transportbeschränkungen in der Region sei zudem das Logistikzentrum der Organisation in Dubai vorübergehend außer Betrieb.

16.22 Uhr: Hisbollah schickt Elitekämpfer in den Südlibanon

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz verlegt Insidern zufolge Elitekämpfer zurück in den Südlibanon. Die Mitglieder der Radwan-Einheit sollen gegen vorrückende israelische Panzerverbände kämpfen und diese aufhalten, erklärten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Kämpfer kehrten damit in das Grenzgebiet zurück, aus dem sie sich nach dem Krieg von 2024 zurückgezogen hatten. Hisbollah-Anführer Naim Kassem hatte das Vorgehen zuvor als "existenzielle Verteidigung" bezeichnet.

16.08 Uhr: Großbritannien verlegt weitere Kampfjets nach Katar

Großbritannien verstärkt angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten seine Luftstreitkräfte in der Region. Premierminister Keir Starmer kündigte die Entsendung von vier zusätzlichen Typhoon-Kampfjets nach Katar an. Damit sollten die dortige Staffel ergänzt und "die Verteidigungsoperationen in Katar sowie in der gesamten Region gestärkt" werden, sagte Starmer auf einer Pressekonferenz.

16.00 Uhr: Nato-Einschätzung – Türkei absichtlich vom Iran beschossen

Die Nato hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass eine in Richtung Türkei fliegende iranische Rakete bewusst auf das Nato-Mitglied abgefeuert wurde. Auf die Frage, ob die ballistische Rakete absichtlich Ziele in der Türkei ins Visier genommen habe, antwortete der Sprecher des obersten Nato-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag mit "Ja". Weitere Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen nicht machen.

15.43 Uhr: Tausende sitzen auf Kreuzfahrtschiffen fest

In den Gewässern des Persischen Golfs sitzen infolge des Iran-Krieges 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen fest. Das teilte die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen mit. Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärte, die IMO sei bereit, "mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um zur Sicherheit und zum Wohlergehen der Seeleute beizutragen".

15.30 Uhr: Schah-Sohn attackiert mögliche Chamenei-Nachfolger

Der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi bezeichnet die Wahl eines neuen obersten Religionsführers als aussichtslos. Auf der Plattform X schrieb der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, jeder Kandidat werde ohne Legitimität dastehen und "als Komplize der blutigen Vergangenheit dieses Regimes" gelten. Pahlavi nannte ausdrücklich Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, sowie Hassan Chomeini, Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini. Beide gehören zum Kreis möglicher Nachfolger. Der 65-Jährige brachte sich nach der Tötung des Staatsoberhaupts und Religionsführers erneut als Übergangsführer ins Gespräch. Sein Vorschlag: ein Referendum über eine neue Verfassung, gefolgt von freien Wahlen unter internationaler Aufsicht. Danach soll die Übergangsregierung aufgelöst werden.

15.05 Uhr: Iranische Armee meldet Drohnenangriffe auf US-Stützpunkt im Irak

Die iranischen Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge eine US-Militäreinrichtung im Irak mit Drohnen angegriffen. "Das Hauptquartier der amerikanischen Aggressoren" in der Stadt Erbil im Nordirak sei "von Kampfdrohnen attackiert" worden, erklärte die iranische Armee im Staatsfernsehen. Dabei seien "erhebliche Schäden" verursacht worden, hieß es. Dafür gab es keine Bestätigung von US-amerikanischer oder unabhängiger Seite.

14.55 Uhr: Verteidigungsministerium plant keine Entsendung von Fregatte

Das Bundesverteidigungsministerium hat keine Pläne, vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ein zusätzliches Schiff ins Mittelmeer zu beordern. "Wir planen keine Entsendung einer Luftverteidigungsfregatte", teilte ein Sprecher des Ministeriums auf AFP-Anfrage mit. Generell plane Deutschland "derzeit keine zusätzlichen deutschen militärischen Fähigkeiten, die über die Beiträge zu den laufenden Einsätzen" hinausgingen. Mehrere EU- und Nato-Staaten hatten ihrerseits in den vergangenen Tagen eine Verstärkung ihrer Präsenz im Mittelmeer angekündigt, nachdem ein britischer Militärstützpunkt auf Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war.

14.28 Uhr: Aserbaidschan mobilisiert Armee nach Drohnenangriff

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des mutmaßlich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Baku. Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit sein, sagte Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Der Iran bestreitet eine Verantwortung für den Angriff. 

Drohne explodiert an Flughafen Nachitschewan
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Drohne explodiert an Flughafen Nachitschewan

14.20 Uhr: Iranische Angriffe in Golfregion gehen weiter

Inmitten des Iran-Kriegs bleiben auch die Golfstaaten Ziel von Angriffen. Die Vereinigten Arabische Emirate gaben bekannt, erneut zahlreiche Angriffe abgewehrt zu haben. Die Luftverteidigung habe sechs ballistische Raketen abgefangen, eine sei auf emiratischen Boden gelandet, teilte das Verteidigungsministerium mit. Außerdem seien 131 Drohnen geortet worden. Auch davon sei ein Großteil abgefangen worden. Mutmaßlich stammen die Geschosse und Drohnen aus dem Iran, der seit Samstag von Israel und den USA von Angriffen überzogen wird. In der Hauptstadt Abu Dhabi seien sechs Personen durch herabfallende Trümmerteile beim Abfangen von Drohnen verletzt worden, teilte das Medienbüro der Stadt mit. 

Explosionen wurden ferner aus der katarischen Hauptstadt Doha gemeldet, ebenso aus Bahrains Hauptstadt Manama. Über dem Norden der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist schwarzer Rauch zu sehen. Das berichten Augenzeugen. Zuvor wurden Insidern zufolge Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaften im Diplomatenviertel von Riad angewiesen, sich in ihren Gebäuden aufzuhalten.

14.00 Uhr: Neuer Raketenangriff Irans auf Israel

Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, die Raketenabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. In weiten Teilen Israels heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. 

13.53 Uhr: Israelisches Militär ordnet Evakuierung von Stadtvierteln bei Beirut an

Frankreich hat die vorübergehende Präsenz von US-Flugzeugen auf bestimmten Stützpunkten im Land genehmigt. Angesichts der Lage habe Frankreich jedoch zur Bedingung gemacht, dass die betreffenden Ressourcen in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt werden, teilt ein Vertreter des französischen Generalstabs mit. Sie sollten ausschließlich zur Unterstützung der Verteidigung von Frankreichs Partnern in der Region dienen.

13.52 Uhr: Irans Außenminister – USA werden Versenkung von Kriegsschiff "bitter bereuen"

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs im Indischen Ozean mit dutzenden Toten mit Konsequenzen gedroht. Die iranische Fregatte "Iris Dena" sei "ohne Vorwarnung in internationalen Gewässern" von den USA angegriffen worden, erklärte Araghtschi im Onlinedienst X. "Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen." Derweil war ein zweites iranisches Kriegsschiff auf dem Weg in die Hoheitsgewässer Sri Lankas.

13.51 Uhr: Lufthansa fliegt ab Samstag wieder nach Zypern

Der Lufthansa-Konzern bleibt bei Flügen ins Krisengebiet Naher Osten vorsichtig. Als Erstes werden die Flüge nach Larnaca auf Zypern an diesem Samstag (7. März) wieder aufgenommen. In dem EU-Staat war ein britischer Stützpunkt von einer mutmaßlich iranischen Drohne angegriffen worden. Ausgesetzt bleiben die Flüge nach Dubai, Abu Dhabi und Dammam in Saudi-Arabien bis einschließlich Dienstag, den 10. März, wie das Unternehmen mitteilte.

13.50 Uhr: Frankreich genehmigt vorübergehend US-Jets auf lokalen Stützpunkten

Frankreich hat die vorübergehende Präsenz von US-Flugzeugen auf bestimmten Stützpunkten im Land genehmigt. Angesichts der Lage habe Frankreich jedoch zur Bedingung gemacht, dass die betreffenden Ressourcen in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt werden, teilt ein Vertreter des französischen Generalstabs mit. Sie sollten ausschließlich zur Unterstützung der Verteidigung von Frankreichs Partnern in der Region dienen.

13.46 Uhr: EU-Kommission rechnet nicht mit Fluchtbewegungen aus dem Iran

Trotz des Kriegs im Nahen Osten rechnet die EU-Kommission aktuell nicht mit großen Fluchtbewegungen in Richtung Europa. "Was Migration betrifft, sehen wir keine Bewegungen von Iran ins Ausland", sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner am Rande eines Treffens der EU-Innenminister in Brüssel. Zwar gebe es Bewegungen innerhalb des Iran, aber derzeit "sehen wir keine Bewegung in Richtung Europa oder in Richtung anderer Länder in der Region".

13.37 Uhr: Krieg in Nahost – 30.000 Menschen fliehen nach Syrien

Die internationale Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe warnt, dass der Krieg in Nahost allein seit Anfang März 30.000 Menschen aus dem Libanon zur Flucht über die Grenze nach Syrien gezwungen hat. Tausende weitere werden erwartet. In Syrien sind über 16 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Bedarfe der Tausenden Geflüchteten verschärfen nun die ohnehin angespannte Situation. Auslöser für die Flucht nach Syrien sind insbesondere die jüngsten militärischen Eskalationen im Süden des Libanon und in der Bekaa-Region.

13.36 Uhr: Nach Drohnenangriff: Mehr Schutz für Zypern läuft an

Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri nahe Limassol wollen Großbritannien und Zypern die Luftabwehr der Mittelmeerinsel verstärken. Dies erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey nach einem Treffen mit seinem zyprischen Kollegen Vasilis Palmas, wie der zyprische Staatssender RIK berichtete.

13.35 Uhr: Iranische Stiftung: Mehr als 1.200 Tote nach Angriffen auf Iran

Im Iran sollen bei den israelischen und US-Luftangriffen bereits mindestens 1.230 Menschen getötet worden sein. Das berichteten iranische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die staatliche Stiftung für Märtyrer und Veteranen. Nach Angaben des Staatssenders Iribnews sind unter den Todesopfern Zivilisten wie Militärangehörige. 

13.17 Uhr: Großbritannien: Iran-Konflikt könnte Monate andauern

Großbritannien rechnet offenbar mit einem monatelangen Krieg im Iran. "Die Situation entwickelt sich noch, aber es gibt Anzeichen dafür, dass es sich um eine Krise handelt, die nicht Tage, sondern Wochen und möglicherweise Monate andauern wird", sagt der Staatssekretär im Außenministerium, Hamish Falconer, im Parlament.

13.10 Uhr: Organisation: Internet im Iran massiv gesperrt

Das Internet im Iran ist erneut massiv gesperrt. Die Sperre dauere inzwischen mehr als 120 Stunden an, die Verbindung betrage nur etwa ein Prozent des üblichen Niveaus, teilte die Organisation Netblocks mit. Dies erschwert es Iranerinnen und Iranern, sich durch unabhängige Quellen über die Lage zu informieren und Kontakt zur Außenwelt zu halten.

13.04 Uhr: Wadephul: Immer mehr Ausreisemöglichkeiten für Deutsche aus Nahost

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat weitere Flüge für Deutsche aus der Kriegsregion im Nahen Osten angekündigt. Am Donnerstag und Freitag werde es weitere Flüge für je rund 250 Passagiere geben, sagte er am Donnerstag in Berlin. Am selben Tag sei bereits ein erster Flug mit mehr als 250 Menschen sicher in Frankfurt gelandet. Man organisiere derzeit den Transport aus den Emiraten nach Maskat, die Hauptstadt des Oman. Dort war auch der erste Flug gestartet. Zunächst sollten vor allem Senioren, Kranke, Schwache, Schwangere und Kinder geholt werden.

Die Lufthansa setzt ihre Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten indes aus. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 10. März, Tel Aviv bis zum 22. März, Beirut bis zum 28. März sowie Teheran bis zum 30. April.

12.53 Uhr: Mindestens acht Tote bei neuen israelischen Luftangriffen im Südlibanon

Bei neuen israelischen Angriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete am Donnerstag allein sechs Tote in zwei Dörfern im Südlibanon, darunter zwei Kinder. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah hatte zuvor nach eigenen Angaben Raketen auf die israelische Region Galiläa abgefeuert. Israel erneuerte daraufhin seinen Evakuierungsaufruf für Zivilisten im Südlibanon.

12.48 Uhr: Staatliche Medien - Iran dementiert Drohnen auf Aserbaidschan

Das iranische Militär dementiert staatlichen Medien zufolge, Aserbaidschan mit Drohnen angegriffen zu haben. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium erklärt, es untersuche die Art der bei dem Angriff eingesetzten Drohnen. Das Land bereite "die notwendigen Gegenmaßnahmen vor, um die territoriale Integrität und Souveränität des Landes zu schützen und die Sicherheit der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur zu gewährleisten." Aserbaidschan hatte zuvor mitgeteilt, dass zwei Drohnen über die Grenze geflogen waren. Vier Menschen seien in Nachitschewan verletzt worden.

12.44 Uhr: Libanon - Inzwischen 77 Tote bei neuen Kämpfen

Im Libanon ist die Zahl der Toten bei den neuen Gefechten zwischen Israel und der militant-islamistischen Hisbollah nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 77 gestiegen. 527 weitere Menschen seien bei den am Montag begonnenen Kämpfen verletzt worden, hieß es. Zunächst war unklar, wie viele der Toten Zivilisten waren. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass sieben Kinder getötet worden seien.

12.27 Uhr: Nato-Generalsekretär - Anwendung von Artikel Fünf nicht nötig

Trotz eines Zwischenfalls mit einer iranischen Rakete in Richtung Nato-Mitglied Türkei steht Artikel Fünf Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufolge nicht zur Debatte. "Niemand spricht über Artikel Fünf", sagt Rutte im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. In Artikel Fünf geht es um den Bündnisfall, der festlegt, dass ein Angriff auf ein Mitglied des Militärbündnisses als Angriff auf alle gewertet wird. Die Lage im Nahen Osten beobachte die Nato aufmerksam. Die Nato unterstütze die USA bei ihren Angriffen gemeinsam mit Israel gegen den Iran, da das Land kurz davor sei, auch für Europa zur Bedrohung zu werden.

12.25 Uhr: Wadephul sieht EU nach US-Kritik nicht vor Spaltung

Außenminister Johann Wadephul sieht Europa ungeachtet der unterschiedlichen Haltung von Frankreich und Spanien zu den Angriffen der USA und Israels auf den Iran nicht vor der Spaltung. "Es ist vollkommen klar, dass die EU hier zusammensteht", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem moldauischen Kollegen Mihai Popsoi in Berlin auf die Frage einer Journalistin. Am Anschluss wollte Wadephul an einer Schaltkonferenz der EU-Außenministerinnen und -minister mit den Kollegen aus dem Golf-Kooperationsrat teilnehmen. 

12.23 Uhr: Moskau: Teheran hat Russland bislang nicht um militärische Unterstützung gebeten

Der Iran hat nach Angaben aus Moskau bislang keine militärische Unterstützung Russlands im Krieg gegen Israel und die USA angefordert. Auf die Frage, ob Russland plane, Waffen an den Iran zu liefern, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bei seiner täglichen Pressekonferenz in Moskau, dass es keine solche Anfrage seitens Teherans gegeben habe.

12.18 Uhr: Spanien kündigt nach Drohneneinschlag Entsendung einer Fregatte nach Zypern an

Nach einem Drohneneinschlag auf einer britischen Militärbasis auf Zypern hat Spanien die Entsendung eines Kriegsschiffs in das Gebiet angekündigt. Spanien werde die Fregatte "Cristóbal Colón" entsenden, um "Schutz und Luftverteidigung" für Zypern zur Verfügung zu stellen und "jegliche Evakuierung von Zivilisten" zu unterstützen, erklärte das Verteidigungsministerium in Madrid. Demnach befindet sich das Schiff derzeit noch in der Ostsee und soll am 10. März zunächst die griechische Insel Kreta erreichen.

12.07 Uhr: Erweiterte israelische Bodenoffensive im Libanon erwartet

Im Libanon rechnen Beobachter mit einer erweiterten israelischen Bodenoffensive als Antwort auf Angriffe der schiitischen Hisbollah-Miliz. Wie die Zeitung "L'Orient - Le Jour" berichtete, könnte die israelische Armee vom Hermon aus nach Norden vorstoßen und so den Südlibanon von Syrien abschneiden. In einer zweiten Bewegung würden Truppen einen etwa 15 Kilometer tiefen Streifen bis zum Litani-Fluss besetzen und zugleich den strategisch wichtigen Berg Iqlim al-Tuffah oberhalb der Bekaa-Ebene einnehmen.

Das Gebiet zwischen der israelischen Grenze und dem Litani-Fluss soll nach der UN-Resolution 1701 eigentlich frei von bewaffneten Einheiten sein, die nicht zu den regulären libanesischen Streitkräften oder den UN-Friedenstruppen der UNIFIL-Mission gehören. Israel forderte in den vergangenen Tagen die Bewohner zahlreicher Ortschaften in der Region auf, ihre Häuser zu verlassen.

12.07 Uhr: Sechs ausländische Arbeiter in Abu Dhabi durch herabfallende Drohnenteile verletzt

In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen Drohne verletzt worden. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate hätten auf einen Vorfall mit herabfallenden Trümmerteilen "an zwei Standorten" reagiert, nachdem die Luftabwehr erfolgreich eine Drohne abgefangen habe, teilte das emiratische Pressebüro mit. Bei dem Vorfall in dem Industriegebiet wurden demnach sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal "leicht bis mittelschwer" verletzt.

12.04 Uhr: Italien sagt Golfstaaten Hilfe bei Luftabwehr im Iran-Krieg zu

Angesichts der andauernden iranischen Angriffe hat Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni den Golfstaaten italienische Luftabwehrhilfe zugesagt. "Italien beabsichtigt, ebenso wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland, den Golfstaaten Hilfe zu leisten", sagte Meloni dem Radiosender RTL 102.5. "Wir sprechen hier eindeutig von Verteidigung, von Luftabwehr", fügte Meloni hinzu.

Ziel der Hilfen sei es, "zehntausende Italiener und etwa 2.000 italienische Soldaten" in der Region zu schützen, betonte die italienische Regierungschefin. Der Golf sei zudem für die Energieversorgung Italiens und Europas von entscheidender Bedeutung. 

12.02 Uhr: Sicherheitsbedenken im Iran vor Beisetzung von Chamenei

Vor der Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei soll es in der iranischen Führung erhebliche Sicherheitsbedenken geben. Laut Medienberichten müsste bei den Trauerzeremonien die gesamte politische und militärische Elite erscheinen – darunter auch Modschtaba Chamenei, der als möglicher Nachfolger seines Vaters gilt.

Ein iranischer Journalist beschreibt das Risiko eines Luftangriffs drastisch: "Einerseits ist die Beisetzung mit der Teilnahme aller Verantwortlichen sowie der Medien und Millionen von Revolutionsanhängern ein Muss, andererseits wären die binnen Sekunden dann auch alle tot."

11.52 Uhr: Kreml - Iran hat nicht um militärische Hilfe gebeten

Der Iran hat Russland im Krieg gegen die USA und Israel nicht um militärische Hilfe gebeten. Auf die Frage, ob Moskau über Unterstützungsbekundungen hinausgehen und seinem Verbündeten militärisch beistehen könnte, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow: "Es gab keine Anfragen von iranischer Seite." Gleichzeitig ändere sich aber nichts an der Position Russlands, das die Angriffe auf den Iran verurteilt hat.

11.51 Uhr: Neue Angriffe erschüttern Katars Hauptstadt Doha

Die katarische Hauptstadt Doha ist von Explosionen erschüttert worden. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort bezeichneten die Detonationen als einige der heftigsten seit dem Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Es war eine schwarze Rauchsäule zu sehen. Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren.

11.44 Uhr: Wadephul - Beteiligen uns nicht an Maßnahmen zu Regime-Change

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich zurückhaltend zu einer möglichen kurdischen Beteiligung an einem Sturz der Führung in Teheran geäußert. Deutschland beteilige sich "nicht an konkreten Maßnahmen des Regime-Changes in irgendeinem Land und auch nicht im Iran", sagt Wadephul in Berlin. "Wir halten Kontakte zu einigen oppositionellen Gruppen. Das ist richtig, das ist notwendig", fügt er hinzu. "Wir sind an der Seite der Menschen im Iran, dazu gehören insbesondere die Kurdinnen und Kurden, die ja unter diesem ruchlosen Regime in besonderer Art und Weise leiden."

11.30 Uhr: Frankreich genehmigt USA Nutzung französischer Stützpunkte

Frankreich hat einem Medienbericht zufolge den US-Streitkräften die Nutzung französischer Stützpunkte im Rahmen des Krieges gegen den Iran genehmigt. Das berichtet der französische Fernsehsender BFM-TV. Die Pressestelle des französischen Verteidigungsministeriums hat bislang noch nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme reagiert.

11.27 Uhr: Französischer Außenminister telefoniert mit iranischem Kollegen

Wie das französische Außenministerium mitteilte, hat der französische Außenminister Jean-Noël Barrot gestern mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert und Angriffe des Irans auf Nachbarländer im Krieg gegen Israel und die USA verurteilt. Barrot habe bei dem Telefonat darauf verwiesen, dass sich Frankreich "für Stabilität im Nahen Osten, für Deeskalation" einsetze, teilte das französische Außenministerium mit.

11.22 Uhr: Italien, Frankreich und Niederlande entsenden Marineschutz nach Zypern

Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande werden in den kommenden Tagen Marineeinheiten zum Schutz Zyperns entsenden, kündigt der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto im Parlament an. Auf der Insel war am Montag eine Basis der britischen Royal Air Force im Rahmen der Luftangriffe der USA und Israels gegen Teheran von einer Drohne iranischen Fabrikats angegriffen worden

11.19 Uhr: Türkei - Ruhe an Grenze zum Iran

An der Grenze zwischen dem Iran und der Türkei herrscht nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums Ruhe. Es gebe keine außergewöhnlichen Bewegungen oder Ansammlungen von Migrantinnen und Migranten dort. Im Grenzgebiet würden "intensive Sicherheitsmaßnahmen" ergriffen. Das Verteidigungsministerium rief alle Parteien in dem Krieg im Nahen Osten auf, die Kämpfe einzustellen und sich an Verhandlungen zu beteiligen.

10.53 Uhr: Kurdenregion im Irak will keine militärische Eskalation

Angesichts von Spekulationen über eine Beteiligung kurdischer Milizen aus dem Irak am Krieg im Iran hat der Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Nechirvan Barsani, seinen Willen zum Frieden unterstrichen. "Die Kurdistan-Region wird stets ein Grundpfeiler des Friedens bleiben und sich nicht auf Konflikte oder militärische Eskalationen einlassen, die das Leben und die Sicherheit unserer Bevölkerung gefährden", hieß es in einer Erklärung Barsanis.

10.39 Uhr: Drohnen aus Iran treffen Flughafen von Aserbaidschan

Aserbaidschan hat nach einem Drohnenvorfall in seiner autonomen Exklave Nachitschewan den iranischen Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Eine Drohne sei in die Abfertigungshalle des Flughafens eingeschlagen, eine weitere in der Nähe eines Schulgebäudes abgestützt, teilte das Außenministerium in Baku mit. Es verurteilte die Angriffe, die demnach vom Iran aus gestartet wurden. Zwei Menschen seien verletzt worden, das Flughafengebäude sei beschädigt. 

10.36 Uhr: Wadephul kündigt zwei weitere Evakuierungsflüge an

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat zwei weitere von der Bundesregierung gecharterte Flüge zur Evakuierung hilfsbedürftiger Deutscher aus den Golfstaaten angekündigt. Die Flüge seien für heute und morgen geplant, sagte Wadephul in Berlin. Zudem verwies Wadephul darauf, dass der kommerzielle Flugverkehr seinen Betrieb zunehmend wieder aufnehme. Allein heute seien aus Dubai und Abu Dhabi 250 kommerzielle Flüge geplant, davon gingen 60 nach Europa und einige auch nach Deutschland. Zudem kündigte der Minister an, dass heute auch mehr als 500 Passagiere der beiden am Golf gestrandeten deutschen Kreuzfahrtschiffe ausgeflogen würden.

Zum Video: Erneut Angriffe auf Iran und Libanon

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet.
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Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet.

10.25 Uhr: Offenbar erneut Explosionen über Doha und Manama

Die katarische Hauptstadt Doha ist von Explosionen erschüttert worden. Auch über Bahrains Hauptstadt Manama hörten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Detonationen. Die Golfstaaten wurden in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe.

10.15 Uhr: Aserbaidschan wirft Iran Drohnenangriff vor

Aserbaidschan hat dem Iran einen Drohnenangriff auf sein Territorium vorgeworfen. Bei dem Angriff auf die Exklave Nachitschewan seien zwei Zivilisten verletzt worden, teilte das aserbaidschanische Außenministerium mit. Eine Drohne sei nahe dem örtlichen Flughafen eingeschlagen, eine weitere nahe einer Schule.

10.11 Uhr: Roter Halbmond - Mehr als 100 zivile Ziele im Iran beschädigt

Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile Teherans getroffen. Es seien bislang 1.332 Angriffe an 636 Orten registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. 

09.49 Uhr: Israels Regierung ordnet schnellere Rüstungsproduktion an

Israels Verteidigungsministerium hat die großen Rüstungsunternehmen des Landes angewiesen, die Produktion offensiver und defensiver Waffensysteme zu beschleunigen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Ministeriums. Hintergrund ist der Krieg Israels und der USA gegen den Iran. Israel bereitet sich den Angaben zufolge auf anhaltende Kampfhandlungen und eine mögliche Ausweitung auf weitere Fronten vor. 

09.12 Uhr: Iran hat wohl US-Tanker im Persischen Golf mit Rakete getroffen

Ein US-Öltanker im Persischen Golf ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden von einer Rakete getroffen worden. Der Tanker sei "im Norden des Persischen Golfs von einer Rakete getroffen" worden und stehe "derzeit in Flammen", erklärten die Revolutionsgardenim staatlichen iranischen Fernsehen. Der Vorfall konnte zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

09.03 Uhr: Italien plant Hilfe in der Luftverteidigung für Golfstaaten

Italien plant Hilfe für die Golfstaaten im Bereich der Luftverteidigung. "Wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland beabsichtigt auch Italien, den Golfstaaten Hilfe zu leisten, insbesondere im Bereich der Verteidigung und vor allem der Luftverteidigung", sagt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni dem Radiosender RTL 102.5. "Das tun wir nicht nur, weil es befreundete Nationen sind, sondern vor allem, weil Zehntausende Italiener in der Region leben und rund 2.000 italienische Soldaten dort stationiert sind – Menschen, die wir schützen wollen und müssen", fügt sie hinzu.

08.51 Uhr: Hochrangiger Hamas-Vertreter wohl im Libanon getötet

Bei einem israelischen Angriff ist libanesischen Staatsmedien zufolge ein hochrangiger Vertreter der islamistischen Hamas im Libanon getötet worden. Wassim Atallah al-Ali und seine Frau seien bei einem Drohnenangriff in einem palästinensischen Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden des Libanons getötet worden, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA, die al-Ali als einen hochrangigen Hamas-Vertreter bezeichnete.

08.49 Uhr: Israel greift Hisbollah-Kommandozentralen an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben von der militant-islamistischen Hisbollah genutzte Kommandozentralen in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Ins Visier genommen worden sei unter anderem eine Zentrale, die von der Lufteinheit der Hisbollah genutzt worden sei, teilte das Militär mit. Mit Hilfe der Kommandozentralen habe die Hisbollah israelische Soldaten und Zivilisten angreifen wollen, hieß es.

08.48 Uhr: Revolutionsgarden - Passage durch Straße von Hormus unter Irans Kontrolle

Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge einen US-Tanker im nördlichen Teil des Golfs getroffen. Das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erklären in einer von den staatlichen Medien verbreiteten Mitteilung, dass in Kriegszeiten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus unter der Kontrolle der Islamischen Republik stehen werde.

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Die Straße von Hormus zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran.

08.30 Uhr: Iranischer Geistlicher fordert Angriffe auf Israelis und Trump

In einer vom iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Botschaft hat ein Geistlicher Angriffe auf Israelis und US-Präsident Donald Trump gefordert. "Wir befinden uns jetzt kurz vor einem großen Test und wir müssen darauf achten, diese Einheit vollständig zu bewahren, diese Allianz vollständig zu bewahren", sagte der Ajatollah Abdullah Dschawadi Amoli in seiner Botschaft.

08.07 Uhr: Australien entsendet zwei Militärflugzeuge

Australien hat angesichts des US-israelischen Krieges gegen den Iran zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsandt. Im Rahmen der Notfallplanung zur Evakuierung australischer Staatsbürger in der Region seien ein Schwertransportflugzeug und eine Treibstofftransportmaschine entsandt worden, erklärten Regierungsbeamte der Nachrichtenagentur AFP. Australierinnen und Australier sollten sich jedoch vorrangig um kommerzielle Flüge für eine Heimreise bemühen.

07.55 Uhr: Erster deutscher Evakuierungsflug in Frankfurt gelandet

Am Frankfurter Flughafen ist der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet, wie dpa-Reporter vor Ort bestätigten. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet.

Zum Audio: Iranischen Streitkräften greifen kurdische Gruppen an

Aufnahme vom 4. März 2026 um 20.43 Uhr: Leute stehen bei heruntergefallenen Trümmerteilen einer Drohne, die ein Gebäude in der Nähe des Flughafens von Erbil getroffen hat.
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Die iranischen Streitkräften haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen in der Nähe der autonomen Region Kurdistan im Irak angegriffen.

07.41 Uhr: Iran kündigt Vergeltung für Versenkung von Fregatte an

Iran kündigt Vergeltung für die Versenkung der Fregatte "Dena" in internationalen Gewässern vor Sri Lanka an. "Die USA werden den Präzedenzfall, den sie geschaffen haben, bitter bereuen", schreibt Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. An Bord des Kriegsschiffes seien fast 130 Seeleute gewesen.

07.06 Uhr: Iran: "Haben Türkei nicht angegriffen"

Der Iran versichert, die Türkei nicht angegriffen zu haben. Es sei keine Rakete in Richtung Türkei abgeschossen worden, erklärt die Armee. Gestern hatten Nato-Kräfte eine ballistische Rakete auf dem Flug in Richtung Türkei abgefangen. Die Regierung in Ankara bestellte daraufhin den iranischen Botschafter ein. Die Nato verurteilte den Angriff auf ein Partnerland und betonte, das Militärbündnis stehe fest an der Seite seiner Alliierten.

05.54 Uhr: Israelisch-amerikanische Angriffswellen gehen weiter

Auch über die Nacht haben sich die Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten auf Iran fortgesetzt. Am frühen Morgen gingen die Angriffe auf Teheran weiter. Auch aus anderen Städten melden iranische Medien Luftschläge. Welches Ziel die Angriffe haben, darüber gibt es weiter widersprüchliche Aussagen. Israel scheint an Maximalzielen festzuhalten und auch US-Präsident Donald Trump hat in einem Zeitungsinterview davon gesprochen, es wäre nicht wünschenswert, festige sich nach dem Krieg eine geschwächte, aber nicht minder radikale Führung in Teheran.

05.33 Uhr: Iran setzt Angriffe auf Israel in der Nacht fort

Der Iran hat seine Angriffe auf Israel auch in der Nacht auf Donnerstag fortgesetzt. Die israelischen Streitkräfte alarmierten wegen iranischer Raketenangriffe in weniger als zwei Stunden drei Mal die Bevölkerung. In Jerusalem waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Rettungsdienste erklärten aber, es lägen keine Berichte über Verletzte vor.

05.11 Uhr: Explosionen in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran waren in der Nacht auf Donnerstag Explosionen zu hören, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Der Iran habe seine Abwehrsysteme aktiviert.

04.20 Uhr: Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an

Die iranischen Streitkräften haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak angegriffen. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldete die staatlichen Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen "anti-iranischer Separatisten" zu sehen sein sollen.

03.30 Uhr: Explosion beschädigt Tanker vor Küste Kuwaits

Nach einer Explosion vor der Küste Kuwaits ist ein Tanker beschädigt worden und leckgeschlagen. Das meldet die britische Seefahrtsbehörde UKMTO. Die Besatzung sei in Sicherheit. Nach der Explosion sei ein kleines Boot gesichtet worden, das sich vom Ort des Geschehens entfernt habe. Das kuwaitische Innenministerium teilte mit, der Vorfall habe sich außerhalb der Hoheitsgewässer des Landes ereignet.

01.27 Uhr: Erneut israelischer Luftangriff auf Hisbollah-Hochburg

Israel hat erneut einen Luftangriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Die israelischen Streitkräfte erklärten, "Infrastruktur" der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in Beirut attackiert zu haben. Bilder von AFPTV zeigten Rauch über dem Süden von Beirut, einer Hochburg der Hisbollah. Zuvor hatte die israelische Armee die Bevölkerung aufgerufen, das Gebiet zu verlassen.

Donnerstag, 5. März 2026

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