Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Zum Video: Die Lage in Nahost an Tag vier
Israel greift iranische Atom-Anlagen an
23.55 Uhr: VAE - Mehr als 1.000 iranische Drohnen- und Raketenangriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nach eigenen Angaben insgesamt bereits mit mehr als 1.000 iranischen Drohnen und Raketen angegriffen worden. Das teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag auf X mit und betonte, das Land behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor. Der Golfstaat sei nicht Teil des US-israelischen Krieges gegen Iran und habe auch keine Nutzung seines Staatsgebiets für Angriffe gegen das Land genehmigt, hieß es weiter.23.41 Uhr: Ministerium: 50 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Die Zahl der Todesopfer bei israelischen Angriffen im Libanon ist in den vergangenen zwei Tagen gestiegen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete am Dienstagabend 50 Tote. 335 Menschen seien verletzt worden. Wie viele der im Libanon Getöteten Zivilisten waren, ist unklar. Das Gesundheitsministerium erklärte jedoch bereits zuvor, dass unter den Opfern sieben Kinder seien. Auch Funktionäre der militant-islamistischen Hisbollah sowie der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) seien getötet worden.
23.38 Uhr: Katar meldet zwei iranische Raketenangriffe - US-Militärbasis getroffen
Der Iran hat nach Angaben von Katar zwei Raketen auf das Gebiet des Golfstaates abgefeuert. Die Luftabwehrsysteme hätten eine der Raketen erfolgreich abgefangen, teilte das Verteidigungsministerium in Doha am Dienstagabend mit. Eine zweite ballistische Rakete traf demnach den US-Militärstützpunkt al-Udeid, Opfer habe es keine gegeben.
23.22 Uhr: Langstrecken-WM in Katar verschoben
Infolge des Iran-Kriegs ist der vom 26. bis zum 28. März in Katar geplante Saisonstart der Langstrecken-Weltmeisterschaft verschoben worden. Die "Sicherheit der Teilnehmer, Mitarbeiter und Fans" habe "oberste Priorität", begründete der Motorsport-Weltverband Fia nach Rücksprache mit dem Katarischen Automobil- und Motorradverband (QMMF) über die aktuelle geopolitische Lage die Entscheidung.
23.09 Uhr: Kuwait: Zwei unserer Soldaten infolge iranischer Angriffe getötet
Kuwait teilt mit, zwei Soldaten des Landes, die am Montag getötet worden seien, seien infolge der iranischen Angriffe auf Kuwait ums Leben gekommen. Darüber seien auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen und der Präsident des UN-Sicherheitsrats informiert worden.
22.58 Uhr: Israel rechnet trotz Überlegenheit noch mit längeren Angriffen
Die USA und Israel kontrollieren nach Angaben des israelischen UN-Botschafters Danny Danon fast den gesamten iranischen Luftraum. "Ich bin sicher, dass wir diese Überlegenheit in den nächsten Tagen unter Beweis stellen können", sagte Danon am Dienstag. Es sei jedoch nicht leicht, alle Ziele zu treffen. Danon sagte, Israel und die USA hätten die militärischen Möglichkeiten des Iran geschwächt. Diesem falle es schwer, eigene Raketen abzufeuern. "Aber sie lagern ihre Raketen im Untergrund, in Höhlen und an geheimen Orten", sagte der Diplomat.
Als Ziele Israels im Iran nannte Danon: "Keine Atomwaffen, keine Raketenbedrohung, keine Terrorinfrastruktur." Israel habe seinen eigenen Bürgern und den Menschen in der Region gesagt: "Gebt uns noch etwas Zeit", um das iranische Militär weiter zu schwächen. "Das wird nicht ewig so weitergehen", versicherte Danon.
22.22 Uhr: Merz - Trump-Regierung fehlt Strategie zu künftiger Führung des Iran
ach Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) haben die USA derzeit keinen Plan, wer das Führungsvakuum im Iran füllen könnte. Merz sagte am Dienstag nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington, die Vereinigten Staaten hätten "keine wirklich ausformulierte Strategie (...) über die zukünftige zivile Führung" im Iran.
22.11 Uhr: Israelische Armee - Seit dem Wochenende 300 Raketenwerfer im Iran zerstört
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben seit Beginn der gemeinsamen US-israelischen Offensive gegen den Iran am Wochenende rund 300 Raketenwerfer in der Islamischen Republik außer Gefecht gesetzt. Seit Beginn des Einsatzes "Brüllender Löwe" habe die israelische Luftwaffe "etwa 300 iranische Raketenwerfer" zerstört, erklärte die Armee am Dienstag unter Verwendung des israelischen Namens für den Militäreinsatz.
22.08 Uhr: Israels Armee - Hochrangiger Libanon-Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden getötet
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff auf Teheran am Dienstag einen für den Libanon zuständigen hochrangigen Kommandeur einer iranischen Eliteeinheit getötet. Am Dienstagmorgen habe die israelische Luftwaffe "den vorübergehenden Kommandeur des Libanon-Korps der iranischen Al-Kuds-Brigade, Daud Ali Sadeh, in Teheran angegriffen und eliminiert", hieß es in einer Erklärung der israelischen Armee. Sadeh war demnach "der ranghöchste iranische Kommandeur, der für den Libanon verantwortlich war".
21.53 Uhr: Flughafen von Buschehr bei Angriff beschädigt
Bei US-israelischen Angriffen ist iranischen Medienberichten zufolge der Flughafen der Stadt Buschehr im Süden des Iran beschädigt worden. Ein Geschoss habe an dem Flughafen ein Airbus-Flugzeug getroffen und "komplett beschädigt", berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Dienstag. Die "Schockwelle" des Angriffs habe den Flughafenterminal beschädigt. Auch ein weiteres Flugzeug sei getroffen worden. In der Hafenstadt Buschehr steht auch ein Atomkraftwerk.
21.37 Uhr: UN-Atombehörde - Keine Belege für Bau einer Atombombe im Iran
Der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) liegen nach eigenen Angaben keine Belege dafür vor, dass der Iran eine Atombombe baut. Dies teilt IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Die großen Vorräte an fast waffenfähigem Uran und die Weigerung der Regierung in Teheran, den Inspektoren vollen Zugang zu gewähren, seien jedoch Anlass zu großer Sorge. Solange der Iran nicht bei der Klärung offener Fragen helfe, könne die IAEA nicht bestätigen, dass das Atomprogramm des Landes ausschließlich friedlichen Zwecken diene.
21.28 Uhr: Emirate melden über 1.000 Angriffe aus dem Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Angriffen aus dem Iran ausgesetzt gewesen. Das Außenministerium teilt weiter mit, das Land behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor. Gegenwärtig werde die defensive Ausrichtung gegenüber den iranischen Attacken jedoch beibehalten. Zudem habe man nicht zugelassen, dass das eigene Territorium für Angriffe auf den Iran genutzt werde.
21.25 Uhr: Israels Armee meldet 1.600 Iran-Einsätze seit Kriegsbeginn
Seit Beginn des jüngsten Kriegs mit dem Iran hat Israels Luftwaffe nach Militärangaben rund 1.600 Einsätze geflogen. Dabei seien etwa 4.000 Geschosse eingesetzt worden, erklärte der israelische Militärsprecher Effie Defrin. Damit übersteige das Ausmaß der Angriffe bereits jene des gesamten zwölftägigen Kriegs im Juni vergangenen Jahres.
21.24 Uhr: Insider: Syrien verstärkt Truppen an Grenze zum Libanon
Syrien verstärkt Insidern zufolge seine Grenze zum Libanon mit Raketeneinheiten und Tausenden Soldaten. Die Verlegung habe bereits im Februar begonnen, sei in den vergangenen Tagen angesichts der Ausweitung des Konflikts in der Region aber beschleunigt worden, sagen acht syrische und libanesische Vertreter aus dem Sicherheitsapparat. Ziel sei es, den Schmuggel von Waffen und Drogen zu unterbinden. Zudem solle verhindert werden, dass die vom Iran unterstützte Hisbollah oder andere Milizen nach Syrien einsickern. Die Streitkräfte beider Länder waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
21.20 Uhr: Chamenei wird in schiitischem Heiligtum beigesetzt
Der Leichnam des getöteten iranischen Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei soll nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars in einem schiitischen Heiligtum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Die Agentur, die den Revolutionsgarden nahesteht, berichtete, die Beisetzung werde voraussichtlich – ähnlich wie bei Chameneis Vater – hinter dem Schrein des achten schiitischen Imams Resa stattfinden. Das Mausoleum gilt als wichtigstes Heiligtum der Schiiten im Iran. Zuvor ist laut Fars eine öffentliche Abschiedszeremonie in Teheran geplant. Details zum Ablauf und Zeitplan sollen später bekanntgegeben werden.
21.18 Uhr: "Vorfall mit Drohne" - Brand an US-Konsulat in Dubai
In der emiratischen Metropole Dubai ist nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff am US-Konsulat ein Feuer ausgebrochen. Es habe dort einen «Vorfall mit einer Drohne» gegeben, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Die Rettungskräfte hätten sofort reagiert, Verletzte habe es nicht gegeben. Videos zeigten eine Explosion im Zentrum von Dubai und kurz darauf einen Brand. Die US-Botschaft im Land hatte zuvor bereits dazu aufgerufen, wegen der Gefährdung keineswegs zur Botschaft oder dem Konsulat zu kommen.
21.06 Uhr: US-Militär setzt B-52-Langstreckenbomber im Iran ein
Bei den Einsätzen im Iran setzt das US-Militär nach eigenen Angaben Langstreckenbomber des Typs B-52 ein. Diese seien zwischen den ersten 48 und 72 Stunden nach Beginn der Operation "Gewaltiger Zorn" am Samstag gestartet, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. B-52-Bomber sind in der Lage, sogenannte Bunkerbrecher-Bomben zu transportieren.
21.03 Uhr: Trump: US-Entwicklungsbank soll Schiffsverkehr im Golf absichern
US-Präsident Donald Trump weist die staatliche Entwicklungsbank DFC an, Versicherungsschutz und Garantien für den gesamten Schiffsverkehr in der Golfregion bereitzustellen. Dies diene der Absicherung des Seehandels einschließlich der Öltanker, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Fall nötig, werde die US-Marine Tanker durch die Straße von Hormus begleiten.
20.52 Uhr: Oman fordert sofortige Waffenruhe im Iran-Krieg
Der Oman fordert eine sofortige Waffenruhe im Iran-Krieg und eine «Rückkehr zu verantwortlicher regionaler Diplomatie». Nach Unterstützung aus «allen vier Ecken der Erde» zu einer Beendigung des Kriegs zwischen dem Iran einerseits und Israel sowie den USA andererseits schließe sich auch der Oman diesen Bemühungen an, teilte Außenminister Badr al-Busaidi mit. "Uns stehen Auswege zur Verfügung. Lasst sie uns nutzen."
Der Oman - der versucht, neutral aufzutreten - war im Atomstreit zwischen den USA und Iran Vermittler. Gegenüber Teheran setzte das Land schon lange auf Dialog und widerstand dabei auch dem Druck Saudi-Arabiens, sich einem Block der Golfstaaten gegen den Iran anzuschließen.
20.38 Uhr: Pentagon: Chamenei wurde bei israelischem Luftangriff getötet
Irans oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei wurde nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums bei einem israelischen Luftangriff getötet - und nicht durch die US-Streitkräfte. "Das sind israelische Einsätze", sagte Pentagon-Staatssekretär Elbridge Colby am Dienstag vor dem Streitkräfte-Ausschuss des US-Senats mit Blick auf die Tötung Chameneis und anderer Mitglieder der iranischen Führung.
Colby betonte, den USA gehe es bei ihren Luftangriffen um das militärische Gefahrenpotenzial des Iran. Dabei gehe es unter anderem um iranische Raketen und die iranische Marine. Es handle sich um "vernünftige Ziele, die erreicht werden können". Der Staatssekretär war von den Senatoren gefragt worden, ob ein Machtwechsel im Iran das Ziel der US-Luftangriffe sei.
20.35 Uhr: Israel meldet Angriff auf iranische Anlage zur Atomwaffen-Entwicklung
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen Gebäudekomplex im Iran zur Entwicklung von Atomwaffen angegriffen. Die Anlage habe dazu gedient, "notwendige Fähigkeiten" dafür bereitzustellen. Belege liefert die Armee zunächst nicht. Eine Stellungnahme des Irans liegt nicht vor.
20.29 Uhr: Libanon will Parlamentswahl wohl um zwei Jahre verschieben
Die libanesische Führung hat sich Insidern zufolge auf eine Verschiebung der für Mai geplanten Parlamentswahlen verständigt. Wegen des wieder aufgeflammten Konflikts zwischen Israel und der radikal-islamischen Hisbollah sowie der Ausweitung des Krieges im Nahen Osten solle die Legislaturperiode um zwei Jahre verlängert werden, sagen zwei hochrangige libanesische Vertreter. Präsident, Ministerpräsident und Parlamentspräsident hätten sich auf diesen Schritt geeinigt. Der Plan benötige noch die Zustimmung der Mehrheit der 128 Abgeordneten. Der Libanon wird zunehmend in die Auseinandersetzungen hineingezogen. Die vom Iran unterstützte Hisbollah feuerte den zweiten Tag in Folge Raketen auf Israel ab, während die israelische Armee Bodentruppen in den Südlibanon entsandt hat und Luftangriffe fliegt.
20.22 Uhr: Frankreich verlegt Flugzeugträger "Charles de Gaulle" ins Mittelmeer
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ordnet die Entsendung des Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" ins Mittelmeer an. "Angesichts dieser instabilen Lage und der Ungewissheit der kommenden Tage habe ich dem Flugzeugträger 'Charles de Gaulle', seinem Bordgeschwader und seinen Begleitfregatten befohlen, ins Mittelmeer auszulaufen", sagt Macron in einer Ansprache an die Nation.
20.17 Uhr: Iranische Medien - Revolutionsgarden starten neue Angriffswelle auf Israel
Die iranischen Revolutionsgarden haben staatlichen Medien zufolge eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel gestartet. Eine israelische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
20.15 Uhr: Irak - Raffinerien laufen trotz Förderkürzung weiter
Die Drosselung der Ölförderung im Irak hat nach Angaben des Ölministeriums keine Auswirkungen auf den Betrieb der Raffinerien des Landes. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur. Wegen des Konflikts im Nahen Osten und der blockierten Straße von Hormus kürzt das Land seine Produktion Insidern zufolge gegenwärtig um fast 1,5 Millionen Barrel pro Tag (bpd).
20.00 Uhr: Türkei - Irans Angriffe auf Golfstaaten "unglaublich falsche Strategie"
Der türkische Außenminister Hakan Fidan kritisiert die iranischen Angriffe auf Golfstaaten als Reaktion auf das militärische Vorgehen der USA und Israels scharf. Dies sei eine "unglaublich falsche Strategie", sagt Fidan dem Sender TRT Haber. Teheran verfolge das Prinzip: "Wenn ich untergehe, reiße ich die Region mit." Die angegriffenen Länder könnten bei einer Fortsetzung der Schläge nicht tatenlos zusehen. Die Gefahr einer Ausweitung des Konflikts sei besorgniserregend.
19.50 Uhr: Trump lobt deutsche Haltung zum Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump hat die deutsche Haltung zum Iran-Krieg gelobt und auf Forderungen nach einer Beteiligung an der Militäraktion verzichtet. Deutschland habe sich, im Gegensatz zu anderen Nato-Partnern wie Großbritannien und Spanien, «großartig» verhalten, sagte Trump während des Treffens mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Oval Office des Weißen Hauses in Washington. Er versicherte: "Wir fordern sie nicht auf, Bodentruppen zu entsenden oder irgendetwas in der Art zu tun."
19.45 Uhr: Streit um Iran-Krieg - Trump will kompletten Handelsstopp mit Spanien
US-Präsident Donald Trump hat Spanien wegen seiner fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg und wegen niedriger Verteidigungsausgaben einen kompletten Handelsstopp angedroht. Spanien verhalte sich "furchtbar", sagte Trump am Dienstag bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Weißen Haus. "Wir werden den gesamten Handel mit Spanien einstellen. Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben."
19.40 Uhr: Hisbollah feuert erstmals seit Kriegsbeginn auf Tel Aviver Großraum
Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs hat die proiranische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon wieder Raketen auf den Großraum der israelischen Großstadt Tel Aviv gefeuert. Die israelische Armee teilte nach Sirenengeheul in der Küstenmetropole mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden, die vom Libanon aus nach Israel geflogen seien. Die Luftabwehr habe die meisten davon abgefangen. Ein Geschoss sei auf offenem Gebiet niedergegangen.
19.35 Uhr: Israel will ab Mittwochabend Luftraum teilweise öffnen
Israel will seinen Luftraum teilweise öffnen, um im Ausland gestrandete Israelis zurück ins Land kommen zu lassen. «Nach Lagebewertungen der Sicherheitsbehörden wird der Luftraum bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geöffnet», zitierte der israelische TV-Sender N12 Verkehrsministerin Miri Regev. Der Betrieb am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv soll dann schrittweise aufgenommen werden.
19.26 Uhr: Briten und Franzosen schicken Kriegsschiffe zur Luftabwehr
Nach dem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt auf Zypern verstärken die Nato-Staaten Großbritannien und Frankreich ihre Präsenz in der Region. Die Briten werden Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein Kriegsschiff entsenden, wie Premierminister Keir Starmer ankündigte. Der staatlichen zyprischen Nachrichtenagentur KYPE zufolge entsendet Frankreich Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte in den östlichen Mittelmeerraum.
19.04 Uhr: Trump sinniert über künftige Führung Irans - Schah-Sohn keine Option
US-Präsident Donald Trump hat sich zu Erwägungen seiner Regierung über die künftige Führung des Irans geäußert. Vielleicht sei jemand aus den eigenen Reihen Teherans die beste Lösung, erklärte er am Dienstag. Doch seien jene, die das Weiße Haus in Betracht gezogen habe, bereits tot. Reza Pahlavi, den im Exil lebenden Sohn des 1979 gestürzten Schahs Mohammed Reza Pahlavi, habe seine Regierung nicht ernsthaft in Betracht gezogen.
Nach dem Tod des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei am ersten Tag der US-israelischen Angriffe auf den Iran sei das denkbar schlechteste Szenario eine Person, "die genauso schlecht wie die vorherige Person ist", sagte Trump. "Das könnte passieren. Wir wollen nicht, dass das passiert."
18.30 Uhr: Merz - Unterstütze USA und Israel bei Regimewechsel im Iran
Bundeskanzler Friedrich Merz sagt, er unterstütze die USA und Israel in deren Bemühungen, das Regime in Teheran zu stürzen. Es handele sich um ein "schreckliches, terroristisches Regime", sagt Merz im Oval Office. "Und wir freuen uns auf den Tag danach." Er habe ein großes Interesse an einem gemeinsamen Ansatz und gemeinsamer Arbeit. Dies sei "extrem wichtig" für Europa, die USA und Israel.
18.19 Uhr: Israel ruft Bewohner von Tyros im Südlibanon zur Evakuierung auf
Das israelische Militär fordert die Bewohner von Tyros auf, die Stadt im Südlibanon zu evakuieren.
18.17 Uhr: IWF - Folgen des Nahost-Kriegs für Weltwirtschaft hängen von Dauer ab
Die Folgen des Krieges im Nahen Osten für die Weltwirtschaft hängen nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) maßgeblich von der Dauer des Konflikts ab. Der Konflikt könne Inflation und Wachstum massiv beeinflussen, sagte der stellvertretende IWF-Direktor Dan Katz auf einer Konferenz in Washington. Für eine genaue Prognose sei es derzeit jedoch noch zu früh. Es komme auch darauf an, ob der Anstieg der Energiepreise von Dauer sei.
18.10 Uhr: Russland bietet Iran Hilfe bei politischer Lösung an
Russland ist nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow bereit, bei der Suche nach einer politischen Lösung im Nahen Osten zu helfen. In einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi spricht sich Lawrow nach Angaben seines Ministeriums gegen Gewaltanwendung aus. Die beiden Minister besprachen demnach die Lage, die durch die "unprovozierte bewaffnete Aggression der USA und Israels gegen den Iran" entstanden sei. Auch mit dem omanischen Außenminister Badr Albusaidi habe Lawrow über die aktuellen Entwicklungen gesprochen.
18.02 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf regionale Wirtschaftszentren
Der Iran droht nach Angaben eines hochrangigen Vertreters der Revolutionsgarden mit Angriffen auf alle Wirtschaftszentren der Region, sollten die wichtigsten Orte in der Islamischen Republik getroffen werden. Das melden iranische Nachrichtenagenturen.
18.01 Uhr: Trump - Weiterer Schlag gegen iranische Führung gelungen
Der Iran verfügt nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nicht mehr über eine Flugabwehr. Der Oberste Führer sei ausgeschaltet, und es sei heute ein weiterer Schlag gegen die neue Führung gelungen, sagt Trump an der Seite von Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office. "Wir werden weiter machen."
18.00 Uhr: Irak stoppt Ölproduktion teilweise wegen fehlender Tanker
Der Irak hat die Produktion auf einem seiner größten Ölfelder am Dienstag zurückgefahren. Grund ist die effektive Sperrung der Straße von Hormus: Diese Sperrung sorge für einen Mangel an Tankern in den Häfen im Süden des Irak - die Lagerbestände dort hätten bereits ein "kritisches Niveau" erreicht, hieß es in einer Mitteilung aus dem irakischen Ölministerium.
17.53 Uhr: Hisbollah - Haben Militärstellungen in Golanhöhen angegriffen
Die mit dem Iran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben Militärstellungen in den Golanhöhen angegriffen. Der strategisch wichtige Höhenzug gehört zu Syrien, ist aber seit dem Sechstagekrieg 1967 von Israel besetzt. 1981 wurde das Gebiet von Israel faktisch annektiert. International anerkannt ist das nicht. Allerdings haben die USA während Donald Trumps erster Präsidentschaft 2019 die Golanhöhen als Teil Israels anerkannt.
17.44 Uhr: US-Militär - Mehr als 1700 Angriffe auf den Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seit Beginn der Angriffe am Samstag mehr als 1700 Einsätze gegen den Iran absolviert.
17.39 Uhr: Israel meldet Angriffe auf Produktionsstätten für ballistische Raketen im Iran
Die israelische Luftwaffe hat am Dienstag im Iran nach Armeeangaben mehrere Produktionsstätten für ballistische Raketen angegriffen. Die Angriffe hätten sich "gezielt" gegen Industrieanlagen gerichtet, die Waffen und insbesondere ballistische Raketen herstellten, erklärte die Armee. Insbesondere im zentraliranischen Isfahan seien "dutzende Ziele" ins Visier genommen worden, darunter Abschussrampen und Lagerstätten.
17.36 Uhr: Netanjahu droht Hisbollah mit Intensivierung der Angriffe
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einer weiteren Verschärfung der Angriffe gedroht. "Die Hisbollah hat einen sehr schweren Fehler begangen, als sie uns angegriffen hat", sagte Netanjahu bei einem Besuch eines Luftwaffenstützpunktes. Israel habe bereits mit großer Kraft reagiert, "und wir werden mit noch größerer zusätzlicher Kraft reagieren".
17.27 Uhr: Großbritannien verlegt Hubschrauber und Zerstörer nach Zypern
Großbritannien verlegt Premierminister Keir Starmer zufolge Hubschrauber zur Drohnenabwehr nach Zypern. Zudem werde der Zerstörer "HMS Dragon" in die Region entsandt, heißt es weiter. Nach früheren Angaben eines zyprischen Regierungssprechers hat Frankreich die Entsendung einer Fregatte sowie von Raketen- und Drohnenabfangsystemen angekündigt. Am Montag waren über dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern zwei Drohnen abgefangen worden.
17.16 Uhr: Insider - EU-Außenminister beraten am Donnerstag mit Golfkooperationsrat
Die Außenminister der Europäischen Union planen einem Insider zufolge am Donnerstagmorgen eine Videokonferenz mit ihren Amtskollegen aus dem Golfkooperationsrat (GCC). Das erfährt die Nachrichtenagentur Reuters von einem EU-Insider. Zum GCC gehören Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain und der Oman.
17.05 Uhr: Libanon meldet 40 Tote bei israelischen Angriffen
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien 246 Personen verletzt worden. Damit korrigiert die Behörde ihre am Montag genannte Zahl von 52 Toten nach unten. In Israel gibt es bislang keine Berichte über Todesopfer durch die Angriffe der radikal-islamischen Hisbollah.
16.40 Uhr: UN - Zehntausende im Libanon wegen israelischer Angriffe vertrieben
Im Libanon sind wegen der andauernden israelischen Luftangriffe nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) bisher rund 30.000 Menschen in staatlich ausgewiesenen Notunterkünften registriert worden. Viele weitere Vertriebene hätten die Nacht in ihren Autos, am Straßenrand und in Staus verbracht, teilte ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bei einer Pressekonferenz in Genf mit.
Israel hatte zuvor die Bewohner von mehr als 53 Dörfern zur Evakuierung aufgerufen. Besonders betroffen sind der Südlibanon, die Bekaa-Ebene sowie die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. Diese Gebiete gelten als Hochburgen der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz hatte Israel als Reaktion auf dessen Angriffe auf den Iran mit Raketen beschossen.
16.05 Uhr: Zwölf Verletzte in Israel bei neuen iranischen Raketenangriffen
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind laut Rettungskräften zwölf Menschen verletzt worden. Eine Frau sei durch eine Explosion mittelschwer verletzt worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom am Dienstag mit. Elf weitere Menschen hätten leichtere Verletzungen etwa durch Glassplitter erlitten. Die Polizei erklärte, an mehreren Orten in Zentralisrael und in der Region Tel Aviv im Einsatz zu sein.
15.55 Uhr: Irans Hauptstadt Teheran von weiteren Explosionen erschüttert
Die iranische Hauptstadt Teheran ist heute, am vierten Tag des Iran-Krieges, von weiteren Explosionen erschüttert worden. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, waren im Osten und im Südosten Teherans Explosionen zu hören. Über der Stadt stiegen Rauchwolken auf. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, Kampfjets Israels und der USA hätten Angriffe im Stadtzentrum geflogen.
Die "amerikanisch-zionistischen Verbrecher" hätten das Gebäude des Expertenrats in der südlich von Teheran gelegenen Stadt Ghom angegriffen - so Tasnim. Der Expertenrat soll sich jedoch andernorts befunden haben. Seine Aufgabe ist es, nach Chameneis Tod rasch einen Nachfolger bestimmen. Das Gremium besteht aus 88 Juristen, die alle acht Jahre von den iranischen Bürgern gewählt werden. Der Expertenrat bestimmt den obersten Führer des Landes auf Lebenszeit.
Nach israelischen Armeeangaben sind die Bombardierungen Teil einer weiteren "groß angelegten" Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt. "Das Militär hat eine neunte Angriffswelle in Teheran gestartet", die "auf die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" abziele, so die israelische Armee. Zu Schaden kamen dabei zuletzt aber auch Wohnhäuser und zivile Gebäude, ein Krankenhaus und der Golestanpalast - ein UNESCO Weltkulturerbe.
15.35 Uhr: Wadephul: Erster Nahost-Rückholflug am Mittwoch
Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten. Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) im Sender Welt TV an.
Vom Krieg im Iran sind auch rund 30.000 deutsche Touristen betroffen, die in der Golfregion festsitzen. Anfangs zögerte die Bundesregierung, sie zurückzuholen, dann schwenkte sie um. Wadephuls Krisenmanagement sorgt für Kritik.
15.15 Uhr: Iranische Medien: Gebäude des iranischen Expertenrats bei Angriff getroffen
Bei neuen US-israelischen Luftangriffen ist nach Angaben iranischer Medien das Gebäude des Expertenrats getroffen worden, der einen Nachfolger des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei wählen soll. Die "amerikanisch-zionistischen Verbrecher" hätten das Expertenrats-Gebäude in der südlich von Teheran gelegenen Stadt Ghom angegriffen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag. Örtliche Medien zeigten Aufnahmen des schwer beschädigten Gebäudes.
15.10 Uhr: UN-Hochkommissar fordert Aufklärung des Angriffs auf Schule in Iran
Das UN-Büro für Menschenrechte fordert eine Untersuchung der Bombardierung einer Mädchenschule im Iran, bei der bis zu 168 Menschen ums Leben gekommen sind. Der Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, verlange eine unparteiische Aufklärung des "schrecklichen" Vorfalls, teilt Sprecherin Ravina Shamdasani in Genf mit. Die Verantwortung für die Untersuchung liege bei den Streitkräften, die den Angriff verübt hätten.
Irans Behörden werfen den USA und Israel vor, für den Beschuss der Schule verantwortlich zu sein. Die USA betonten, sie würden nicht absichtlich eine Schule angreifen. Israel wiederum erklärte, seine Streitkräfte hätten nicht im Raum um die Schule operiert.
14.24 Uhr: Israel holt Ärzte mit Containerschiffen zurück
Israel setzt Containerschiffe ein, um im Ausland gestrandetes medizinisches Personal zurückzuholen. Die Frachter der Reederei ZIM pendeln einem Firmenvertreter zufolge zwischen Limassol auf Zypern und dem israelischen Hafen Haifa. Bislang seien 40 Ärzte zurückgekehrt, um bei der Versorgung von Verletzten zu helfen. Wegen der Kämpfe mit dem Iran ist der Flugverkehr in der Region stark eingeschränkt. Dies sei derzeit der einfachste Weg, die Mediziner nach Hause zu bringen, sagt der Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
14.20 Uhr: Trump lehnt neue Verhandlungen mit Iran ab
US-Präsident Donald Trump lehnt Verhandlungen mit der Führung in Teheran ab. Der Iran wolle zwar verhandeln, dafür sei es jedoch zu spät, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. Die iranische Luftabwehr, die Luftwaffe, die Marine und die Führung seien ausgeschaltet.
13.50 Uhr: Teheran warnt europäische Staaten vor Kriegseintritt
Teheran hat europäische Länder davor gewarnt, in den US-israelischen Krieg gegen den Iran einzutreten. "Jede derartige Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren" und als "Kriegshandlung" angesehen werden, erklärte am Dienstag der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei offenbar mit Blick auf eine vorherige Erklärung europäischer Staaten. Frankreich, Deutschland und Großbritannien hatten am Sonntagabend bei Bedarf "Defensivmaßnahmen" gegen den Iran angekündigt.
13.20 Uhr: Benzinpreis steigt weiter
Der Irankrieg verteuert die Preise für Benzin und Diesel an den deutschen Tankstellen weiter. Am Dienstagvormittag kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt laut ADAC 1,889 Euro - und damit fast sechs Cent mehr als am Montagvormittag. Bei Diesel stieg der Preis sogar um rund neun Cent.
Der Grund: Der Iran blockiert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert - und fällt derzeit faktisch weg. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg um knapp fünf Prozent auf bis zu 81,55 Dollar je Barrel. Analysten halten einen Ölpreis von über 100 Dollar für möglich, wenn die Straße von Hormus faktisch gesperrt bliebe.
12.08 Uhr: DIW warnt - Leere Gasspeicher und "Preisschock-Risiko"
DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert befürchtet angesichts ungewöhnlich leerer Gasspeicher höhere Kosten für deren Befüllung als Folge des Nahost-Kriegs. "Die Speicher sind formal im Rahmen der Vorgaben, aber auf vergleichsweise niedrigem Niveau", sagte die Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Nachrichtenagentur Reuters. Aktuell sind sie zu rund 20 Prozent gefüllt - deutlich unter dem EU-Schnitt von 30 Prozent.
Die Iran-Krise erhöhe nun das Risiko weiter: Ein erheblicher Teil des weltweiten Handels mit Flüssigerdgas (LNG) laufe durch die Straße von Hormus. "Kommt es dort zu Störungen, steigen Preise schnell und damit auch die Kosten für die Befüllung unserer Speicher", betonte die DIW-Expertin. "Wer fossile Energien einkauft, kauft immer auch das nächste Preisschock-Risiko mit." Der europäische Gaspreis-Future stieg allein am Dienstag um mehr als 30 Prozent auf 56,50 Euro je Megawattstunde, da sich kein schnelles Ende des Kriegs von Israel und den USA gegen Iran abzeichnet.
Die Planungen von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) zum Umbau des Erneuerbare-Energie-Gesetz, Abschwächungen im Gebäudemodernisierungsgesetz und Unsicherheiten im Netzpaket setzten die falschen Signale.
10.41 Uhr: Atomenergiebehörde meldet Schäden an Eingängen zu Urananreicherungsanlage
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA meldet Schäden an den Gebäuden, die mit der unterirdischen Urananreicherungsanlage Natans im Iran verbunden sind. Es sei kein Austritt radioaktiver Strahlungen zu erwarten, teilt die UN-Behörde mit. Auch an der Anlage selbst seien keine Auswirkungen festgestellt worden.
10.21 Uhr: Roter Halbmond - Fast 800 Tote im Iran
Im Iran steigt die Zahl der Toten infolge der israelisch-amerikanischen Angriffe nach Angaben des Roten Halbmonds auf 787. Das berichten staatliche iranische Medien.
10.19 Uhr: Auswirkungen von Krieg auf Weltwirtschaft laut IWF noch unklar
Für eine Bewertung der wirtschaftlichen Folgen des Krieges für die Region und die Weltwirtschaft ist es nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch zu früh. Dies hänge vom Ausmaß und der Dauer des Konflikts ab, teilt die Organisation mit. Der IWF habe Störungen des Handels und der Wirtschaftsaktivität sowie steigende Energiepreise und Schwankungen an den Finanzmärkten registriert. Die Lage in Nahost werde genau beobachtet.
10.19 Uhr: Irans Feuerkraft lässt laut Israel nach
Laut israelischen Militärangaben haben die iranischen Angriffe auf Israel nachgelassen. "Wir sehen, dass ihre Feuerkraft schwächer wird", sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. "Wir konnten ihre Fähigkeit, Raketen auf uns und die Region abzufeuern, einschränken." Er räumte jedoch ein, dass dies auch daran liegen könnte, dass die iranische Führung möglicherweise Waffenreserven für einen längeren Krieg aufspart. Wichtiger seien jedoch die israelisch-amerikanischen Angriffe: "Wir haben Hunderte ballistischer Raketen zerstört und beobachten die Lage", so Schoschani. Der Iran sei nicht mehr in der Lage, Raketen in großem Umfang abzufeuern.
10.19 Uhr: Trump verärgert über britische Stützpunkte auf Zypern
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um die Nutzung britischer Stützpunkte auf Zypern im Iran-Krieg die engen Beziehungen zwischen Washington und London grundsätzlich infrage gestellt. Das Verhältnis sei "nicht mehr wie früher", sagte Trump der britischen Zeitung "The Sun". Stattdessen betonte er die gute Zusammenarbeit mit Deutschland und Frankreich.
10.10 Uhr: Israel öffnet Grenzübergang nach Gaza für Hilfslieferungen
Israel will wieder humanitäre Hilfslieferungen in den Gazastreifen zulassen. Die israelische Koordinierungsstelle in den Palästinensergebieten (COGAT) teilte am Montagabend auf X mit, dass der Grenzübergang Kerem Shalom für die "schrittweise Einfuhr humanitärer Hilfe" wieder geöffnet wird. Das geschehe in Abstimmung mit dem US-amerikanischen Zentrum für zivil-militärische Koordination (CMCC) nach einer Sicherheitsbewertung im aktuellen Konflikt mit dem Iran.
10.03 Uhr: Bundesnetzagentur - Gasversorgung in Deutschland aktuell sicher
Trotz der eskalierenden Konflikte im Iran sieht die Bundesnetzagentur derzeit keine Engpässe bei der Gasversorgung in Deutschland. Ein Sprecher der Behörde in Bonn erklärte am Dienstag, dass die Lage kontinuierlich überwacht werde. "Zurzeit sehen wir keine Einschränkungen in der Gasversorgung." Deutschland könne auf verschiedene Importquellen zurückgreifen, wobei Gasmengen sowohl über Pipelines als auch über die neuen LNG-Terminals geliefert werden könnten. Netzagentur-Präsident Klaus Müller betonte, dass Gas aus dem Persischen Golf nur eine begrenzte Rolle für die deutsche Versorgung spiele. Die Gasversorgung in Deutschland sei derzeit sichergestellt.
09.52 Uhr: Amazon-Rechenzentren in Golfregion durch direkte Drohnentreffer beschädigt
Im Zuge der militärischen Eskalation in der Golfregion wurden Rechenzentren des US-Technologieriesen Amazon in den Vereinigten Arabischen Emiraten beschädigt. Das Unternehmen gab am Montagabend bekannt, dass zwei Rechenzentren "direkt von Drohnen getroffen" wurden. Zudem wurde in Bahrain eine weitere Einrichtung des Unternehmens durch einen "Drohnenangriff in unmittelbarer Nähe" beschädigt. Amazon Web Services (AWS), der führende Anbieter von Clouddiensten, wies betroffene Nutzer an, wichtige Daten zu sichern und auf Server in anderen Teilen der Welt auszuweichen.
09.31 Uhr: Erstes Flugzeug von Dubai unterwegs nach Frankfurt
Ein erstes Flugzeug der Airline Emirates ist nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges nun von Dubai nach Frankfurt am Main unterwegs. Laut der Fraport-Ankunftsseite im Internet wurde die Maschine am frühen Nachmittag in Frankfurt erwartet.
09.27 Uhr: China fordert Gewährleistung der Sicherheit in Straße von Hormus
China hat alle am Iran-Krieg beteiligten Parteien aufgefordert, die Sicherheit der für den globalen Handel wichtigen Straße von Hormus zu gewährleisten. Peking verlangte von den beteiligten Ländern "nachdrücklich", ihre "Militäroperationen sofort zu beenden, eine weitere Eskalation der Spannungen zu verhindern, die Sicherheit der Schifffahrtswege in der Straße von Hormus sicherzustellen und größere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu vermeiden", erklärte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, am Dienstag.
09.20 Uhr: Libanesische Armee räumt laut Augenzeugen grenznahe Posten
Libanesische Truppen ziehen sich aus mindestens sieben Posten nahe der Grenze zu Israel zurück. Das berichten Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Mitarbeiter der libanesischen Regierung sagt Reuters, in einigen Bereichen hätten israelische Soldaten die gemeinsame Grenze überschritten.
09.03 Uhr: Offenbar mindestens 13 Soldaten bei Luftangriff im Iran getötet
Laut örtlichen Medien sind bei Luftangriffen auf einen Militärstützpunkt im Südosten des Irans mindestens 13 iranische Soldaten ums Leben gekommen. Der Luftwaffenstützpunkt Kerman, etwa 800 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Teheran, sei getroffen worden, berichteten die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim und die Tageszeitung "Hammihan". Der Stützpunkt ist bekannt dafür, dass dort Militärhubschrauber stationiert sind.
08.57 Uhr: Witkoff - Iran prahlte mit elf Atombomben in Reichweite
Während der Atomverhandlungen mit den USA soll der Iran laut Washington angegeben haben, genügend hochangereichertes Uran für elf Atombomben zu besitzen. Dies teilte der US-Sondergesandte Steve Witkoff in einem Interview mit dem US-Sender Fox News mit. "Beide iranischen Unterhändler gaben offen und ohne Zögern zu, dass sie 460 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran kontrollierten und sich bewusst waren, dass damit elf Atombomben gebaut werden könnten", berichtete Witkoff.
08.56 Uhr: Israels Botschafter: Haben "keine richtige Antwort" für Zeit nach Sturz im Iran
Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, sieht keinen ausgereiften Plan für die Zeit nach einem möglichen Sturz der iranischen Führung. Auf die Frage, wer den Iran künftig führen könnte – beispielsweise der Schah-Sohn Reza Pahlavi – antwortete er in einem Podcast des Portals Politico: "Wir müssen erst darüber nachdenken, da wir keine klare Antwort darauf haben." Er betonte jedoch, dass das Wichtigste sei, dass das aktuelle Regime nicht mehr existiere.
08.54 Uhr: Treibstofftank im Oman von Drohne getroffen
Im omanischen Handelshafen Dukm ist ein Treibstofftank von einer Drohne getroffen worden. Es sei ein begrenzter Schaden entstanden, meldet die staatliche omanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf ein Mitglied der Sicherheitskräfte. Es seien keine Menschen verletzt worden.
08.52 Uhr: Laut Israel keine unmittelbaren Pläne für Bodentruppen im Iran
Das israelische Militär hat nach Angaben eines Sprechers derzeit keine Stationierung von Bodentruppen im Iran geplant. Auf die Frage nach der Wahrscheinlichkeit, dass Bodentruppen in das Land geschickt würden, teilte Militärsprecher Nadav Schoschani mit, das sei "nicht sehr wahrscheinlich".
08.51 Uhr: Israel schickt weitere Soldaten in den Südlibanon
Israels Armee hat laut eigenen Angaben weitere Bodentruppen in den Südlibanon verlegt. Militärsprecher Nadav Schoschani betonte, dass es sich dabei nicht um ein Manöver oder eine Bodenoffensive handle, sondern um eine taktische Maßnahme zur Verhinderung von Angriffen der Hisbollah. „Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Angriffe gegen uns ausweiten“, erklärte Schoschani. Die genaue Zahl der Soldaten, die in der Nähe der israelischen Grenze stationiert wurden, wurde nicht bekannt gegeben.
08.47 Uhr: Offenbar Explosionen in Isfahan und Schiras
In Schiras im Südwesten Irans und in Isfahan im Zentrum der Islamischen Republik sind Explosionen zu hören. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
08.17 Uhr: China fordert erneut Stopp der Angriffe auf Iran
China ruft erneut dazu auf, die Angriffe auf den Iran einzustellen. Eine weitere Ausbreitung des Krieges müsse verhindert werden, teilt das Außenministerium in Peking mit. Die Regierung mahnt eine Rückkehr zum Dialog an. China werde weiterhin eine konstruktive Rolle bei den Friedensbemühungen spielen.
08.11 Uhr: Hisbollah-Miliz meldet Angriffe auf drei israelische Militärstützpunkte
Nach israelischen Luftangriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut hat die pro-iranische Hisbollah-Miliz eigenen Angaben zufolge drei Militärstützpunkte in Israel angegriffen. "Als Reaktion auf die kriminelle israelische Aggression gegen Dutzende libanesischer Städte und Ortschaften" seien die Luftwaffenstützpunkte Ramat David und Meron im Norden Israels mit Drohnen angegriffen worden, erklärte die Hisbollah am Dienstag. Zudem sei die Militärbasis Nafah auf den von Israel besetzten Golan-Höhen mit Raketen beschossen worden.
07.59 Uhr. Netanjahu kündigt längeren Krieg im Iran an
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geht von einem längeren Krieg mit dem Iran aus. "Es wird einige Zeit dauern, aber nicht Jahre", sagte er dem US-Sender Fox News. US-Präsident Trump sprach bisher von vier bis fünf Wochen Krieg.
07.52 Uhr: Tui plant Rückholung von Urlaubern aus dem Nahen Osten
Der Reisekonzern Tui erwartet, seine im Nahen Osten festsitzenden Kunden in den nächsten Tagen zurückholen zu können. Vorstandschef Sebastian Ebel erklärte im Sender n-tv, dass die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland gebracht werden sollen. Eine genaue Zahl der betroffenen Reisenden nannte er nicht. "Wir gehen davon aus, dass wir noch heute die ersten Flüge mit diesen Airlines und unseren Gästen durchführen können", sagte Ebel. Die ersten Flüge sollten nach München gehen. Zudem stünden Tui Fly-Flugzeuge bereit, die "im Standby" sind, um die Kunden schnellstmöglich abzuholen, sobald die Genehmigung vorliege.
07.43 Uhr: US-Außenministerium zieht umfassend Botschaftspersonal aus der Region ab
Das US-Außenministerium zieht angesichts des Iran-Krieges den Großteil seines Botschaftspersonals aus Bahrain, Jordanien und dem Irak ab. Das Ministerium habe aus Sicherheitsgründen seine Reisehinweise für die Länder aktualisiert und die "Ausreise von allen nicht für Notfälle zuständigen Mitarbeiter der US-Regierung sowie deren Familienangehörigen" angeordnet, erklärte das Außenministerium in Washington am Dienstag im Onlinedienst X. Die US-Botschaft des Golfstaates Kuwait wurde derweil "bis auf Weiteres" geschlossen.
07.28 Uhr: Schwere Bombardierungen erschüttern Teheran und Vororte
Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut schwer von heftigen Bombardierungen getroffen worden. Auch in der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen etwa ein Dutzend Raketen ein, berichteten iranische Medien. In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Anwohner der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen.
07.28 Uhr: Wahl des Obersten Führers soll laut Expertenrat nicht lange dauern
Die Wahl eines neuen geistlichen und politischen Oberhaupts des Iran wird nach Aussagen eines Mitglieds des Expertenrats nicht lange in Anspruch nehmen. Es werde nicht lange dauern, bis ein Nachfolger für den verstorbenen Ajatollah Ali Chamenei feststeht, sagt das Mitglied laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.
06.56 Uhr: Israel - Greifen derzeit Teheran und Beirut an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben am frühen Dienstagmorgen zeitgleiche Luftangriffe auf Ziele in Beirut und Teheran geflogen. Die israelische Luftwaffe habe "gezielte Angriffe auf militärische Ziele des iranischen Terrorregimes und der Terrororganisation Hisbollah begonnen", erklärten die israelischen Streitkräfte unter Bezug auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon. In der Nacht zum Dienstag hatte das israelische Militär erklärt, den Sitz des iranischen Staatsrundfunks Irib im Norden der iranischen Hauptstadt Teheran "angegriffen und zerstört" zu haben.
06.44 Uhr: Trump - USA verfügen über "praktisch unbegrenzte Vorräte" an Munition
Angesichts der Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump Details zum Waffenarsenal der Vereinigten Staaten veröffentlicht. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, dass die USA über eine "praktisch unbegrenzte Vorratsmenge" an Munition verfügten. "Die Munitionsbestände der Vereinigten Staaten auf mittlerem und gehobenem Niveau waren noch nie so hoch oder in so gutem Zustand – mir wurde heute gesagt, dass wir eine praktisch unbegrenzte Versorgung mit diesen Waffen haben", schrieb Trump. Er fügte hinzu, dass Kriege mit dieser Ausstattung "auf ewig" und sehr erfolgreich geführt werden könnten.
06.21 Uhr: USA meldet Zerstörung von weiterer militärischer Infrastruktur im Iran
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Rahmen fortgesetzter Angriffe weitere militärische Infrastruktur im Iran angegriffen. Zerstört wurden demnach Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrsysteme, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X bekanntgab.
05.58 Uhr: Ölpreise steigen - Iran droht jedem Schiff in Straße von Hormus
Die Ölpreise sind am dritten Tag in Folge gestiegen, nachdem der Iran damit gedroht hatte, auf jedes Schiff zu schießen, das versuche, die Straße von Hormus zu passieren. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent stieg um 1,4 Prozent auf 78,83 Dollar pro Barrel, während US-Leichtöl WTI um 1 Prozent auf 71,97 Dollar zulegte. Ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarden erklärte laut iranischen Medien, dass die Meerenge geschlossen sei. Infolgedessen haben Versicherer ihre Deckung für Schiffe in der Region zurückgezogen. Laut iranischen Nachrichtenagenturen brenne der unter honduranischer Flagge fahrende Tanker "Athe Nova" nach einem Drohnenangriff.
05.00 Uhr: Trump und Iran kündigen Ausweitung gegenseitiger Angriffe an
Drei Tage nach Beginn der massiven israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump eine weitere Verstärkung der Attacken angekündigt. "Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen", sagte er dem Sender CNN. Er gehe von etwa vier bis fünf Wochen Krieg aus, fügte Trump hinzu. Auch der Iran kündigte eine Ausweitung seiner Angriffe an.
04.34 Uhr: Angriff auf US-Botschaft in Riad
Die US-Botschaft in Saudi-Arabien ist nach Angaben der dortigen Regierung mit zwei Drohnen angegriffen worden. Bei dem Angriff sei ein geringer Sachschaden verursacht worden, hieß es aus dem saudi-arabischen Verteidigungsministerium. Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei.
04.00 Uhr: CDU-Politiker Kiesewetter für deutsche Beteiligung am Iran-Krieg
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter ist der Ansicht, dass Deutschland die USA und Israel bei den Angriffen im Iran "vollumfänglich und aktiv unterstützen" sollte. Zwar verfüge Deutschland nur über begrenzte Fähigkeiten und Ressourcen, doch könne Europa in Absprache mit seinen Partnern mehr leisten, wenn der Wille dazu vorhanden sei, erklärte Kiesewetter in einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt]. Er betonte, dass man "nichts ausschließen" sollte. Kiesewetter machte zudem deutlich, dass der Iran auch Deutschland als Kriegsziel betrachte. "Es wäre daher geostrategisch klug, wenn wir weitere Maßnahmen in Betracht ziehen", fügte er hinzu.
03.41 Uhr: Netanjahu - Angriff auf den Iran war unumgänglich
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den Angriff auf den Iran mit dem angeblichen Bau neuer Bunker zur Sicherung der iranischen Raketen- und Atomprogramme begründet. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News erklärte Netanjahu, dass der Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und Raketenarsenale im vergangenen Jahr begonnen habe, neue unterirdische Bunker und Anlagen zu errichten. Andernfalls, so Netanjahu, wäre das Raketen- und Atomprogramm innerhalb von Monaten unangreifbar geworden.
Der Krieg der USA und Israels gegen Iran wird nach den Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu kein "endloser Krieg" werden. "Es kann einige Zeit dauern, aber es wird keine Jahre dauern", sagte Netanjahu dem US-Sender Fox-News.
03.09 Uhr: Vance - Machtwechsel im Iran ist nebensächlich
Vertreter der US-Regierung haben klargestellt, dass es Präsident Donald Trump im Iran nicht primär um einen Machtwechsel geht. In einer "perfekten Welt" würden die USA es begrüßen, wenn jemand an die Macht käme, der bereit wäre, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident JD Vance in einem Interview mit Fox News. Trumps Hauptziel sei jedoch, zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Was mit der Führung in Teheran geschehe, sei dabei letztlich von zweitrangiger Bedeutung.
02.19 Uhr. USA rufen Staatsbürger zur sofortigen Ausreise aus Nahost auf
Die USA haben ihre Staatsbürger zur sofortigen Ausreise aus mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten aufgefordert. Grund dafür sind die US-israelischen Angriffe auf den Iran, wie das Außenministerium mitteilte. Die Ausreiseempfehlung gilt für Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, das Westjordanland und Gaza, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jemen. Zudem wurde die US-Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman aufgrund einer Bedrohung geräumt.
02.16 Uhr. Angriff auf Mädchenschule - Irans Außenminister teilt Foto von Gräbern
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat ein Luftbild von Gräbern für die bei einem Angriff auf eine Mädchenschule getöteten Mädchen veröffentlicht. Das Bild zeigt frisch ausgehobene Gräber und Trauernde, die sich dort versammeln, während weiße Kreidekästchen die Grabstellen markieren und gelbe Bagger die Erde ausheben. Iranische Staatsmedien berichteten, dass die Schule im Süden des Landes am Samstag bei einem Luftangriff getroffen wurde, bei dem mindestens 165 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. Das israelische Militär erklärte, keine Kenntnisse über Angriffe in der Region zu haben, während das US-Militär die Berichte prüft.
01.53 Uhr. US-Todesopferzahl steigt auf sechs Soldaten
Das US-Militär gab am Montag den Tod von zwei weiteren amerikanischen Soldaten während der Militäreinsätze gegen den Iran bekannt. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesopfer auf sechs. Das US-Zentralkommando erklärte in einem Beitrag auf X, dass die Streitkräfte "kürzlich die Überreste von zwei zuvor vermissten Soldaten aus einer Einrichtung geborgen haben, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen wurde". In dem Beitrag wurde nicht angegeben, wo die beiden Soldaten getötet wurden.
01.35 Uhr: Republikaner: Israel hätte mit oder ohne die USA gehandelt
Laut dem Sprecher des US-Repräsentantenhauses hat der Druck aus Israel maßgeblich zur Entscheidung der USA beigetragen, einen Angriff auf den Iran zu starten. "Israel war entschlossen, in dieser Angelegenheit zur eigenen Verteidigung zu handeln, unabhängig davon, ob die USA unterstützten oder nicht", erklärte der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Briefing hochrangiger Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump zum Thema Iran.
01.27 Uhr: Israelische Armee - Sitz von iranischem Staatsrundfunk angegriffen
Die israelische Armee gab an, in der Nacht zum Dienstag den Sitz des iranischen Staatsrundfunks IRIB im Norden Teherans "angegriffen und zerstört" zu haben. "Kürzlich hat die israelische Luftwaffe das Kommunikationszentrum des iranischen Terrorregimes in Teheran angegriffen und zerstört", hieß es in einer Mitteilung des israelischen Militärs, die sich auf IRIB bezog. Der Sender selbst berichtete über zwei Explosionen in der Nähe seiner Zentrale in Teheran, betonte jedoch, dass der Sendebetrieb weiterhin aufrechterhalten werde.
00.42 Uhr: Israels Armee greift erneut im Libanon an
In der Nacht hat die israelische Armee erneut Angriffe im Libanon durchgeführt. Laut einer Mitteilung der Armee wurden Kommandozentralen und Waffenlager der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in Beirut angegriffen. Dies erfolgte als Reaktion auf den Raketenangriff der Hisbollah auf Israel in der Nacht zuvor, nachdem der oberste iranische Führer, Ajatollah Ali Chamenei, getötet worden war. Seitdem hat das israelische Militär mehrere Ziele im Libanon angegriffen, unter anderem in den Vororten von Beirut, die als Dahija bekannt sind.
00.13 Uhr: General der Revolutionsgarden - Iran wird jedes Schiff bei Durchfahrt durch Straße von Hormus "verbrennen"
Ein General der iranischen Revolutionsgarden hat damit gedroht, "jedes Schiff" zu "verbrennen", das die Straße von Hormus passieren will. "Wir werden auch Ölpipelines angreifen und nicht zulassen, dass auch nur ein Tropfen Öl die Region verlässt", erklärte General Sardar Dschabbari am Montag im Onlinedienst Telegram. "Der Ölpreis wird in den kommenden Tagen 200 Dollar erreichen."
Dienstag, 3. März 2026
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