(Symbolbild) Eine Maschine der Fluglinie Emirates am Münchner Flughafen
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(Symbolbild) Iran-Krieg: Erstes Flugzeug von Dubai in Frankfurt erwartet.
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Iran-Krieg: Erste Flugzeuge aus Dubai nach München und Frankfurt

Iran-Krieg: Erste Flugzeuge aus Dubai nach München und Frankfurt

Wegen des Iran-Krieges sitzen viele Passagiere in den Golfstaaten fest. Erste Hoffnungszeichen: Am Nachmittag ist ein Flugzeug in Frankfurt gelandet, ein weiteres soll am Abend in München ankommen. Das Auswärtige Amt will Chartermaschinen schicken.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Rund 30.000 Urlauber sitzen nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges in der Nahost-Krisenregion fest – jetzt läuft der Flugverkehr zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland langsam wieder an.

Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates war am Morgen von Dubai nach Frankfurt unterwegs und landete um kurz nach 13.30 Uhr. Auch auf einer Anzeigetafel im Ankunftsbereich des Flughafens wurde die Landung angezeigt. Die emiratische Airline Emirates äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren.

Weitere Flüge geplant - auch nach München

Auch der Flughafen München meldet wieder erste Flugbewegungen in die arabische Welt. Für 19.30 Uhr ist die Ankunft einer Emirates-Maschine aus Dubai annonciert, für 21.25 Uhr ein Abflug in die Gegenrichtung.

Zudem berichtet der Reiseanbieter TUI über seine Bemühungen, gestrandete Passagiere nach Deutschland zurückzuholen: Sowohl die Partnerairlines in Dubai, Abu Dhabi und Katar als auch die eigene Flotte des Konzerns stünden im Krisengebiet bereit, um nach Erteilung der Flugrechte auszufliegen – auch zum Airport München.

Rückholung könnte noch Tage dauern

"Wir sind mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt", sagte TUI-Vorstandschef Sebastian Ebel. Wie lange die Rückholung dauere, hänge von der Sicherheitslage ab. "Das ist heute seriös nicht genau vorherzusagen." Er rechne aber mit "einigen Tagen". Der Deutsche Reiseverband bekräftigte die Empfehlung des Auswärtigen Amts, im Hotel zu bleiben und sich nicht auf eigene Faust in ein anderes Land oder zum Flughafen zu begeben.

Anke Budde, Präsidentin der Allianz Selbstständiger Reiseunternehmen, warnte im rbb-Inforadio vor wirtschaftlichen Folgen, da mit Dubai und Doha wichtige internationale Drehkreuze ausfallen könnten. "Es herrscht eine große Unsicherheit."

Zunächst Sonderflüge für bestehende Buchungen

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bieten nach den Stornierungen in den ersten Tagen des Iran-Krieges als erste Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Die Fluggesellschaft Emirates erklärte, zunächst Passagiere mit bereits bestehenden Buchungen bevorzugt zu berücksichtigen. Kundinnen und Kunden, die auf einen der eingeschränkt angebotenen Flüge umgebucht worden seien, würden direkt von ihr informiert.

Für einen reibungslosen Ablauf ohne Menschenansammlungen hatten Emirates und die Zivilluftfahrtbehörde der VAE Reisende dazu aufgerufen, nicht zum Flughafen zu kommen, sofern sie keine entsprechende Benachrichtigung erhalten hätten.

Auswärtiges Amt will Chartermaschinen schicken

Das Auswärtige Amt bereitet nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul die Rückholung besonders schutzbedürftiger Personen aus der Region vor. Geplant sind demnach gecharterte Maschinen in die Hauptstädte Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman). Ein erster Flug aus Maskat soll bereits am Mittwoch starten, kündigte Wadephul im Sender Welt TV an. Weitere Flüge seien in den kommenden Tagen geplant. Die Lufthansa bestätigt Angaben von Wadephul und teilt mit, in der Nacht vom 4. auf den 5. März im Auftrag der Bundesregierung einen Evakuierungsflug von Maskat nach Frankfurt durchzuführen, um deutsche Staatsbürger aus der Region auszufliegen.

Grundsätzlich sieht die Bundesregierung jedoch Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht, ihre Kunden zurückzubringen. "An allererster Stelle müssen natürlich die Reiseverkehrsunternehmen hier eintreten. Und an dritter Stelle, wenn all das nicht reichen sollte, dann würden wir gegebenenfalls auf die Bundeswehr zurückgreifen."

Mit Informationen von dpa.

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