Auf dem Bild ist die Musikerin Sarah Engels zu sehen, die sich über den Sieg beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest freut.
Auf dem Bild ist die Musikerin Sarah Engels zu sehen, die sich über den Sieg beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest freut.
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Die Musikerin Sarah Engels freut sich bei dem Vorentscheid zum Eurovision Song Contest über den Sieg.
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Die Musikerin Sarah Engels freut sich bei dem Vorentscheid zum Eurovision Song Contest über den Sieg.

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Bricht Sarah Engels den deutschen ESC-Fluch?

Bricht Sarah Engels den deutschen ESC-Fluch?

Mit dem Song "Fire" hat Sarah Engels den deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest gewonnen. Das Lied ist eine Pop-Nummer, die von ihrer Tanz-Performance lebt. Wie stehen die Chancen für Deutschland dieses Jahr beim ESC in Wien?

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3 am Sonntag am .

Wie man den ESC ganz einfach gewinnen kann, haben der ehemalige Gewinner Måns Zelmerlöw und die Fernsehmoderatorin Petra Mede gezeigt. Beim ESC 2016 in Schweden präsentierten sie den Song "Love, Love, Peace, Peace", mit dem "die perfekte ESC-Performance" gelingt.

"Schritt 1: Errege die Aufmerksamkeit von allen", beginnt Zelmerlöw das Rezept für den Sieg. Sein Vorschlag: Wie wäre es mit einem Schlachthorn? Dann übernimmt seine Kollegin Mede: "Schritt 2: Es muss auf jeden Fall Trommeln geben!" Und es würde nicht schaden, wenn sie von oberkörperfreien Männern gespielt werden.

Und an dieser Stelle müsste man sagen: Deutschland wird den ESC 2026 wohl eher nicht gewinnen. Trommeln? Oberkörperfreie Männer? Beim Gewinnersong "Fire" von Sarah Engels bisher Fehlanzeige. Zum Glück war die Anleitung zum ESC-Sieg nur eine selbstironische Parodie auf gängige ESC-Klischees. Also: Welche realistische Chance hat Deutschland dieses Jahr, weit vorne zu landen?

Ein ähnliches Lied gewann 2005

Um den ESC zu gewinnen, braucht es zwei Dinge. "Der Song und die Performance müssen exzellent und besonders sein", sagt Thomas Mohr. Er ist Host des NDR-Podcasts "ESC Update" (externer Link) und berichtet seit den 90er-Jahren über den ESC. "Das Lied muss exzellent gesungen sein. Darauf legt vor allem die Jury großen Wert", so Mohr. So wie beispielsweise der österreichische Gewinner "JJ" aus dem Vorjahr, der eine Ausbildung an der Wiener Staatsoper absolvierte. Und auch die Performance zum Song muss besonders sein, um sich von den mehr als zwanzig Auftritten abzuheben, die die Zuschauer am Abend zu sehen bekommen. "Ein Beispiel wäre Nemo auf der Scheibe beim ESC 2024."

Für Deutschland fährt dieses Jahr Sarah Engels mit dem Lied "Fire" zum ESC. "Ihrem Auftritt beim Vorentscheid hat man angemerkt, dass sie ein Profi ist. Sie hat eine starke Stimme", so Mohr. Das Lied sei eine "professionell produzierte Pop-Nummer", die vor allem von ihrem Auftritt lebt. Aus seiner Sicht passt dieses Genre aber zum ESC und hatte dort durchaus schon Erfolg. 2005 gewann die Griechin Helena Paparizou (externer Link) mit einem ähnlichen Lied.

YouTube-Video: Sarah Engels - Fire

"Sarah Engels ist ein sehr ehrgeiziger Mensch"

Allerdings ist das schon zwanzig Jahre her. "Deutschland kommt mit diesem Lied viel zu spät. Das ist nicht mehr 'state-of-the-art'", so Mohr. In dieser Einschätzung stimmt ihm Irving Wolther zu. Er hat zum ESC promoviert und beobachtet den Wettbewerb schon seit vielen Jahren. "Ich war ehrlicherweise ein bisschen ernüchtert nach dem Wettbewerb. Diese Art von Lied haben wir in den letzten 20 Jahren schon oft gehört."

Mohr und Wolther sind sich einig, dass die Performance entscheidend sein wird, weil das Lied sich nicht abhebt. Und dass ihr Auftritt beim Vorentscheid dafür noch zu wenig war. "Aber ich bin mir sicher, dass sie noch eine Schippe drauflegen wird. Ich glaube, Sarah Engels ist ein sehr ehrgeiziger Mensch", so Wolther.

Noch nicht alle Länder haben ihren Beitrag

Wolther geht eher von einem Platz im Mittelfeld aus als von einer Top-Platzierung. Allerdings hängt das auch immer davon ab, welche Lieder die anderen Länder einreichen. "Und bisher gibt es wenig Vergleichbares zum Lied von Sarah Engels." Bisher haben aber auch noch nicht alle Länder ihre Beiträge ausgewählt.

Auch die Wettanbieter geben Wolther recht, die häufig als Indikator für die Erfolgschancen gelten. Dort rangiert Deutschland auf Rang 25 (Stand: 04.03., 18:38 Uhr). Auf den ersten drei Plätzen befinden sich Finnland, Dänemark und Australien.

ESC am 16. Mai in Wien

Der ESC findet am 16. Mai in Wien statt, weil im vergangenen Jahr Österreich den Wettbewerb gewinnen konnte. In diesem Jahr nehmen an der 70. Ausgabe des weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerbs nur 35 Länder teil. Wegen der Teilnahme Israels boykottieren mehrere Länder den Wettbewerb - sie kritisieren das Vorgehen Israels im Gazastreifen.

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