Die wichtigsten News zum Nockherberg 2026
- Finale: Positiv! (21.44 Uhr)
- Des Kanzlers Wappenspruch: Einfach mal machen (20.40 Uhr)
- Das Singspiel beginnt: Söder von der Sauweide grüßt das Publikum (20.30 Uhr)
- Zinner liest zum ersten Mal die Leviten (19.24 Uhr)
- O'zapft is! (19.06 Uhr)
- Weitere Artikel und Hintergründe zum Nockherberg
21.45 Uhr: Wie hat es den Derbleckten gefallen?
Die Politikerinnen und Politiker erheben sich und stellen sich zu ihren jeweiligen Doubles auf die Bühne. Es werden Fotos gemacht und es wird angestoßen. Wie hat es den Derbleckten das Singspiel gefallen? "Ganz nett", findet Markus Söder, aber man habe im Saal schon gemerkt, dass das Publikum habe "animiert werden müssen zum Klatschen". Das Singspiel habe "einige Längen" gehabt.
Deutlich amüsierter äußert sich Bärbel Bas über ihr Bühnen-Double: Nikola Norgauer habe sie sehr gut dargestellt. Wenn mal eine Vertretung notwendig sei, werde sie darauf zurückgreifen. Und Bas ergänzt: "Dieser Tanz mit dem Kanzler, diese Bilder krieg ich nicht mehr aus dem Kopf!"
Rundum begeistert zeigt sich Katharina Schulze. Sina Reiß habe einen sehr guten Job gemacht, generell habe ihr das Singspiel gut gefallen, so die Grünen-Politikerin. Lob gibt es auch von Schulzes Mutter: Die habe bei Whatsapp drei Klatsch-Emojis geschickt.
21.44 Uhr: Finale: Positiv!
Nachdem nun immerhin die schlechte Laune im Land bekämpft wurde, bringt sich das Ensemble für das letzte Lied in Stellung. Nur der Barde Söder steht mit verschränkten Armen hinten und will nicht mitsingen. Alle anderen stimmen an: "Unsere Miete steigt – Hurra / Sehen wir das mal positiv / Zug fällt aus – Juheissassa / Sehen wir das mal positiv".
Der geläuterte Söder findet jedoch immer wieder ein Haar in der Suppe: "Die letzten spektakulären Innovationen aus Bayern waren der Transrapid und Wirecard". Eine Mehrheit im Land sei außerdem für ein Tempolimit und eine Super-Reichensteuer. Die anderen versuchen immer wieder, ihn durch ein eindringliches "Pssst" zum Schweigen zu bringen.
Als er schließlich einen Boykott der WM in den USA vorschlägt, reicht es dem Ensemble. Sie fesseln den Barden und knebeln ihn mit einer Wurst. Das "Prosit der Gemütlichkeit" kann er nur mit gedämpftem Brummen anstimmen. Merz hat noch eine letzte Botschaft ans Publikum: "Und morgen lassen wir uns alle krankschreiben!"
21.39 Uhr: Gemeinsam gegen den Drachen der schlechten Laune
Schon wieder naht ein Drache. Auf bairisch schimpft er vor sich hin: "Mei, wia schaugtsn do aus? So a verhau! Früher hätts des net geben. Meiomei." Die Doubles erkennen: es ist der Drache der schlechten Laune im Land. Im Vergleich zu anderen Bestien ein recht harmloses Untier. Gemeinsam ziehen sie in den Kampf und erledigen den Drachen. Schulze mit einer solarbetriebenen Kettensäge, Reiter mit dem Bierschlegel, mit dem er auf dem Oktoberfest das Fass anzapft. Kaniber macht gleich ein paar Würste aus dem Drachenleib: Original Berchtesgadner Lindwurmblunzn.
21.31 Uhr: Nimmermehr!
Kaum ist Spahn mit seiner Tür wieder verschwunden, schon flattert ein Rabe auf Ritter Merz zu. "Na, hast du heute einen Drachen getötet?", will er wissen. Merz schildert ihm sein Leid: "Ach, ich leide schlimme Qualen, / schau ich in die Wirtschaftszahlen, / Von Chemie bis zum Verbrenner / bringt’s die Industrie nicht mehr." Heutzutage bleibe einem Deutschen wenig, um zu prahlen, so der Ritter. Bald schon werde sein Land "zum Gespött vom Österreicher". Er will vom Raben wissen: "Wann sind wir wieder wer?" "Nimmermehr!", orakelt dieser.
21.28 Uhr: Durch die Brandmauer, ins Schlafzimmer des Drachen?
Merz klagt, dass nur seine Knappin Bas ihn daran hindere, all die Drachen zu töten. Überhaupt seien die Sozis "ein Klotz am Bein". Der Spahn-Flöter weiß Rat. Es gebe da eine Abkürzung zu einem Drachen, verkündet er und schiebt eine Tür auf die Bühne, aus der Rauch dringt. Merz müsse nur die "Brandmauer" durchbrechen, um direkt ins Schlafzimmer des Drachen zu gelangen. "Die einen sagen, er ist blau, manche sagen, er ist braun", verkündet Spahn geheimnisvoll.
Ritter Merz scheint erst fest entschlossen, diesen Drachen "hinterrücks zu halbieren". Doch dann bremst er sich selbst: "Ach, das gibt nur wieder rechtliche Schwierigkeiten". Spahn schlägt ihm also vor, sich mit dem Drachen zu verbünden, doch Merz hat Skrupel.
21.26 Uhr: Spahn hat noch ein paar Masken übrig
Die Sonne geht unter, aus der Ferne ertönt eine Panflöte. Ritter Merz bringt sich sogleich in Stellung: "Zeig dich, du frecher Flöter!" Es erscheint ein Zentaur mit Panflöte, das Double von Jens Spahn (gespielt von Thomas Limpinsel), er hat eine FFP2-Maske dabei und bietet sie Merz an: "Ich hab noch so viele davon."
21.25 Uhr: Reiter droht, die Wiesn an Disney zu verkaufen
Doch wieder wird die Heldenreise unterbrochen, der Münchner Bettelmönch naht Merz und Bas verstecken sich schnell, doch Reiter hat sie schon erspäht: "Ich seh' euch zwei da ganz genau. Der Bund versteckt sich wieder vor den Kommunen", sagt er.
Bas will die Dukaten lieber anders nutzen. "Das geben wir dem Klingelingeling-Beil", schlägt sie vor. Reiter will davon nichts wissen: "Brennt euch der Huat!" Da niemand seiner Stadt helfen wolle, greift er zum Äußersten: Die Wiesn will er an Disney verkaufen und die Theresienwiese an einen Investor. Der könne die "üblichen seelenlosen Neubauten" dort entstehen lassen.
21.22 Uhr: Ein "Frühling des Murksens"
Ein Gewitter zieht heran. Ritter Merz wird in seiner eisernen Rüstung vom Blitz getroffen. Doch ihn stört das nicht weiter, er hat nur eines im Kopf: "Ich muss alle Drachen abmurksen! Ich darf an dieser Stelle einen Frühling des Murksens versprechen!", verkündet er.
21.16 Uhr: Bedrohte Arten – vom Siebenschläfer bis zum Kalten Hund
In der nächsten Szene treffen Kaniber und Schulze aufeinander und stellen fest, dass es schön sei, sich mal von Frau zu Frau auszutauschen. Schulze klagt über all die bedrohten Arten, die nach und nach von der Erde verschwinden. Kaniber fühlt mit. Auch sie kennt Beispiele für bedrohte Arten, nämlich Gerichte, die nach und nach von den Speisekarten der Wirtshäuser verschwinden: saures Lüngerl, kalter Hund oder fette Blunzen, wo gibt es das heutzutage noch?
Schulze und Kaniber betrauern bedrohte Arten
21.12 Uhr: Alchemie, schwarze Magie und Fleckentfernung
Aiwanger hat sich einen Trichter aufgesetzt und sich in einen Umhang gehüllt. Im Internet hat er einen Schnellkurs absolviert: "Alchemie, schwarze Magie und Fleckentfernung". Eine vergiftete Bratwurstsemmel soll den Barden Söder verwandeln, ihn zur "ewigen Ernsthaftigkeit" verdammen. Der Plan gelingt, Söder beißt kräftig in die Semmel und wird verzaubert. Als erste bemerkt dies Kaniber, die ihn mal wieder mit Würstchen füttern will. "Michaela. Tierische Fette sind sehr ungesund", wird sie vom geläuterten Söder gescholten. "Markus, das bist doch nicht du!", ruft sie verblüfft und weiß jetzt gar nicht mehr wohin mit all den Würsten.
21.05 Uhr: Personenkontrolle: Eine seriöse Schleierfahndung
Merz und Bas geraten in die Schleierfahndung. Sheriff Dobrindt will auch bei ihnen keine Ausnahme machen, obwohl sie sich doch eigentlich persönlich kennen. "Ich tue nur meine Pflicht", erklärt er. "Bei einer seriösen Schleierfahndung muss jede zehnte kontrollierte Person weiß sein."
Um seine Aufgabe besser zu erklären, hat der Sheriff ein Lied vorbereitet: "Die afghanische Ortskraft Herr Inrahim / dachte seine Einreise wär völlig legitim / Da hat er sich wohl vertan / er bleibt in Pakistan", singt der Sheriff. Und auch die Frage, wie es ihm selbst damit gehe, beantwortet er: "Ich bin damit ganz fein / Denn unser Herz ist riesengroß / nur die Umfragewerte sind zu klein."
21.00 Uhr: Der Ritter, der stets ins Fettnäpfchen tritt
Auf der Heldenreise von Ritter Merz gibt es ein paar Stolpersteine. Er tritt in einem kupfernen Kessel, ein Fettnäpfchen. "Der stand aber auch blöd", rechtfertigt er sich. Knappin Bas konstatiert: "Jeden Tag in seinem Leben tritt der Fritze voll daneben."
Mit einem Lied und einem Tanz wollen Merz und Bas sich auf das besinnen, was sie im Koalitionsvertrag beschlossen hatten: Deutschland wieder auf die Beine zu bringen. Zur Musik von "Can’t Help Falling in Love" (Elvis Presley) stimmen sie an: "Schwarz und rot, rot und schwarz / bringen das Land in Schwung".
20.59 Uhr: Die Mär von der Bestie der Bürgergelderscheinung
Ein bedrohliches Schnauben ertönt. Ein Drache. Ritter Merz ist gleich zur Stelle und ruft: "Zeige dich, Ungeheuer! Drache, komm hervor. Wirf das Handtuch, Lindwurm!" Seine Knappin Bas kommt will wissen, welchen Drachen Merz sucht. Den russischen? Den chinesischen? Oder gar den amerikanischen, denn der bräuchte auch mal "eine aufs Maul".
Doch Merz ist sich sicher, dem US-Drachen neulich bei der Sicherheitskonferenz in München bereits gehörig "die Hammelbeine" lang gezogen zu haben. Er will es lieber mit einem innenpolitischen Wesen aufnehmen: der Bestie der Bürgergelderscheinung. Bas glaubt nicht daran. "Das Monster hast du dir doch selbst ausgedacht."
Friedrich Merz als Ritter auf einer Heldenreise
20.53 Uhr: Alle haben ein Lied am Nockherberg – oder doch nicht?
Aiwanger will seine Qualitäten unter Beweis stellen und stimmt ein Lied an, als "ultimativen Machtbeweis". Er zählt ein: "2, 3, 4…" doch die Musiker rühren sich nicht. Auch nach "5, 6, 7, 8!" spielen sie noch keinen Ton. Aiwanger singt also a cappella: "Ich sing ein Lied am Nockherberg, zu fetziger Musik/ Doch wenn jetzt keiner musiziert, ist das vielleicht Kritik"
Söder, Kaniber und Schulze reiben es Aiwanger nochmal richtig rein: Sie alle haben ein eigenes Lied am Nockherberg. Auch Dobrindt, Reiter, Bas und Merz kommen hinzu, alle zeigen mit dem Finger auf Aiwanger und singen "Ich hab ein Lied am Nockherberg / und du-hu hast halt keines."
20.52 Uhr: Aiwanger mischt sich ein
Der Streit von Schulze und Söder wird unterbrochen vom Double von Hubert Aiwanger (Stefan Murr). Beim Stichwort "Maulheld" fühlte er sich angesprochen. Schulze geht nun auf die beiden Koalitionäre los: "Klar, ihr fischt alle beide gerne am dümmsten Teil vom Stammtisch." Es folgt ein Streit darüber, wer der bessere Koalitionspartner für die CSU wäre – die Freien Wähler oder die Grünen.
20.49 Uhr: Ein Schandpfahl für die Grüne
Die Szene wird unterbrochen vom Barden Söder. Er singt über gute alte Zeiten, als man Übeltäter noch sehr hart bestraft habe. Das Double von Katharina Schulze (Sina Reiß) kommt hinzu, sie hat einen Schandpfahl dabei, den sie auf die Bühne stellt und sich auch gleich selbst an die Ketten hängt. "Das, liebe Freundinnen und Freunde, ist also die Fantasy-Welt von Markus Söder", verkündet sie. "Die Grüne steht am Schandpfahl und er kann sie verhöhnen."
Es folgt ein Schlagabtausch zwischen Söder und Schulze, über Verbotsparteien, Multi-Kulti, Tofu essen und Veggie-Wurst. Bei Letzterer wirft Söder ein: "Das ist aber jetzt verboten."
20.47 Uhr: Reiter gerät in eine Personenkontrolle
Auf seinem Weg nach draußen begegnet Reiter einem Sheriff. Es ist das Double von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (Wowo Habdank). Er hält Reiter auf, es folgt eine Personenkontrolle. Denn der Teint des Oberbürgermeisters kommt dem Sheriff verdächtig vor, er lasse "Rückschlüsse auf ein nordafrikanisches Herkunftsland zu". Reiter entgegnet: "Ich bin Münchner! Das ist die Bräunungscreme." Die brauche es jetzt eben, im Wahlkampf, rechtfertigt er sich.
20.45 Uhr: Oberbürgermeister klagt singend über Déjà-Vus
Das Reiter-Double stimmt ein Lied an. Er wolle die Wahl zum Oberbürgermeister noch einmal gewinnen. Doch kaum einem sei klar, was für persönliche Einbußen das Amt mit sich bringe: "Mei Leben ist seit zwölf Jahr voll mit Déjà-Vus. / Jedes Jahr wird o‘zapft mitm Söder glei daneben. / Jedes Jahr muass i am Prinzenpaar die Schlüssel übergeben", singt er. Auch der Kocherlball, der CSD, der Christbaum auf dem Rathausplatz, das Geldbeutelwaschen und "das saublöde Derblecken" sind Termine, über die sich der Oberbürgermeister singend beklagt. Und dann ist da noch der Endgegner: "Jeden Tag vor’m Fenster dieses gschissene Glockenspiel."
20.42 Uhr: Reiter bettelt für das arme München
Ein Bettelmönch mit Klingelbeutel kommt aus dem Zuschauerraum. Es ist das Double von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (Gerhard Wittmann), der um "eine Spende für eine arme Stadt" bittet. Im Singsang eines Priesters verkündet er: "Bayern schuldet München noch einen Haufen Geld. Ich sag bloß Stammstrecke, Kita-Förderung, Sozialkosten."
Söder will davon nichts wissen und versucht es mit einem Konter: "Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, wie oft Sie vom Geld reden?" Doch er hat nicht mit einem Seitenhieb von Kaniber gerechnet: "Ja, das ist wie ein Fetisch. Wie bei dir mit der Wurst."
20.40 Uhr: Des Kanzlers Wappenspruch: Einfach mal machen
Merz will sich nicht vom bayerischen Barden belehren lassen. Er wisse schon, was er tue. "Mein Wappenspruch lautet: Einfach mal machen!", erklärt er. und ergänzt: "Drum besiege ich jetzt irgendeinen Drachen!" Bas stimmt widerwillig zu: "Wenn’s denn sein muss. Aber nur’n kleinen, damit das klar ist." Zudem befürchtet sie bei dem Vorhaben einigen bürokratischen Aufwand: "Dann müssen wir vorher noch eine Expertenkommission einrichten."
20.39 Uhr: Friedrich Merz kämpft gegen Windräder
Von rechts betritt das Double von Bärbel Bas (Nikola Norgauer) die Bühne. Sie ist gekleidet wie eine Knappin und will gleich wissen: "Friedrich, was machst du da?". Der erklärt stolz: "Ich greife dieses Windrad an." Er müsse schließlich auch einmal in den Kampf ziehen, für Deutschland, so Merz. Bas will davon jedoch nichts wissen und sagt stattdessen forsch: "Fritz, es ist frisch. Du ziehst dir jetzt noch n‘ Pulli über deine Rüstung!". Barde Söder unterbricht die beiden. Für Deutschland in den Kampf ziehen sei ja schön und gut, aber: "Bitte Tempo!"
20.37 Uhr: Das erste Lied: Heldenballade für Friedrich Merz
Die beiden einigen sich, gemeinsam ein Liedchen anzustimmen. Eine Heldenballade. Das Söder-Double will allerdings ausnahmsweise nicht die eigenen Heldentaten besingen, sondern die eines anderen: Friedrich Merz. Er setzt an: "Der, der grad im Bund regieret, / ist so länglich wie ein Lurch. / Er will endlich mal was wuppen, / ja er startet jetzt mal durch".
Merz (gespielt von David Zimmerschied) betritt in einer glänzenden Rüstung die Bühne. Er geht zu einem Felsbrocken, in dem ein Schwert steckt, und versucht, es herauszuziehen. Ohne Erfolg. Kaniber singt daraufhin: "Unser Friedrich, er bemüht sich, / doch bezieht er viel Kritik. / Und mit Fettnäpfchen gepflastert / ist sein weg zum großen Sieg."
Barde Söder von der Sauweide
20.35 Uhr: "Schon genügend Wurst gegessen?"
Von hinten links betritt Michaela Kaniber die Bühne, gespielt von Judith Toth. Sie hat ein Körnchen mit Würsten dabei und wirkt ganz entsetzt. "Markus! Hast du denn heut schon genügend Wurst gegessen?", will sie vom Barden wissen und legt gleich – im Ton einer strengen Mutter – nach: "Da muss er mir fei Obacht geben. Ohne ausreichend Wurst rutscht er mir so schnell ins Unterfett."
20.30 Uhr: Das Singspiel beginnt – "Söder von der Sauweide" grüßt das Publikum
Der Vorhang geht auf. Zu hören sind eine Trommel, Gitarren und Cello. Mehrere Raben flattern auf die Bühne, einige von ihnen kommen aus dem Zuschauerraum. Sie krächzen und streiten sich um eine Brezel, die auf dem sandigen Boden liegt. Ein unheilvoller Gesang wird lauter: "Nimmermehr, nimmermehr, nimmermehr."
Da erscheint das Double von Markus Söder (Thomas Unger), gekleidet als Barde, mit einer Gitarre in der Hand. "Gott zum Gruße!", ruft er, "Ich bin’s, Euer Lieblingsbarde: Söder von der Sauweide."
20.10 Uhr: Zinner singt doch
Eigentlich hatte sich die Paulaner Brauerei in diesem Jahr eine "klassische Fastenrede" gewünscht, ohne musikalische Einlagen und Gesang. Das hatte die Paulaner-Sprecherin bei einer Pressekonferenz erklärt, als sich die Brauerei gegen ein erneutes Engagement von Maximilian Schafroth als Fastenredner entschieden hatte. Nun singt Zinner doch. Ganz zum Ende seiner Rede stimmt er an: "Oh, Augenmaß, oh komm zurück, oh Augenmaß, ich werd' verrückt, ohne dich ist's hier ein Graus, ohne dich halt' ichs nicht aus."
19.59 Uhr: Watschen für drei OB-Kandidaten
Jetzt sind die Münchner Oberbürgermeister-Kandidaten der größten Parteien dran, schließlich steht schon am Wochenende die Kommunalwahl an. "Grüß Gott, Herr Reiter. Und? Vom Feeling her, haben´s da ein gutes Gefühl?", will Zinner gleich vom amtierenden OB Dieter Reiter wissen. "Dass Sie mit 67 jetzt nochmal anreißen. Ihre Frau wollte Sie noch nicht den ganzen Tag daheim haben … Verstehe."
Dann wendet er sich an den CSU-Kontrahenten: "Der Herr Baumgärtner, schmal sind's geworden." Aber vielleicht, so Zinner, trainiere Baumgärtner ja "für einen Surf-Versuch auf der berühmten Eisbachwelle, so im hautengen Neoprenanzug". Das Problem mit der Welle könne ja bestimmt Dominik Krause von den Grünen regeln, "des ist doch Ihr Klientel – yo, Bro, Digger, yo, häh? Sie regeln ja gern was, wenn der Herr Reiter ned do is", frotzelt Zinner.
19.49 Uhr: Zinner bittet Gott um billigen Strom – sie erhört ihn
Zinner spricht die Crux mit der Stromversorgung an. Viele im Saal hätten sich beim Thema Wärmepumpe quergestellt, gegen dieses "Teufelszeug vom Habeck". Aber irgendwo müsse der Strom schließlich herkommen. Also, was tun? "Was hätten wir sonst noch? Ein paar Windräder, Solar, jaaa, aber das machen wir in Zukunft möglichst unattraktiv, Stromtrassen eher ned, Wärmepumpen auch ned – Was noch? Am liebsten an Atom", resümiert Zinner und ruft: "Echt jetzt? Gott im Himmel, hilf!"
Seine Bitte wird erhört – Blitz und Donner füllen den Raum. Dann spricht eine weibliche Stimme: "Was willst du, Sohn?". Zinner wundert sich kurz darüber, dass Gott offenbar eine Frau ist, bestellt dann aber. "An Strom und vielleicht an Weltfrieden?" Gott entgegnet: "Na, Weltfrieden, des müsst´s ihr selber hinkriegen … aber Strom kannst haben – weißt du was, ich schicke euch morgen einen Blitz, den müsst´s halt auffangen …"
19.35 Uhr: Dobrindt wird derbleckt – Reden Sie eigentlich mit der Polizei?
Jetzt bekommt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sein Fett weg. Es geht um die verschärfte Abweisung an den Grenzen: "War das eigentlich abgesprochen mit der Polizei?", will Zinner wissen. "Weil ein Spezl von mir, der arbeitet da, und war schon a bissl angefressen. Die haben schon im Sommer 2,7 Millionen – 2,8 Millionen Überstunden gehabt … Reden Sie eigentlich bei solchen Aktionen vorher mit den Leuten, die es dann ausführen müssen?"
19.29 Uhr: Keine Schwerverbrecher im Raum
Keiner im Saal müsse sich heute wirklich Sorgen machen, so Zinner. Denn er habe seine Rede durch die US-Software "Palantir" laufen lassen und sie sei ohne geschwärzte Stellen wieder rausgekommen. Ergo: keine wirklichen Schwerverbrecher dabei.
19.24 Uhr: Zinner liest zum ersten Mal die Leviten
Der neue Fastenredner Stephan Zinner betritt die Bühne. Er müsse gestehen, dass nicht all seine Freunde und Verwandten begeistert gewesen seien von diesem neuen Engagement, so Zinner. "Mein Management zum Beispiel: 'Stephan, Warum machst du des? Dieser Schleudersitz.'", witzelt Zinner. Doch ihm liege der Nockherberg einfach am Herzen: "Wir können heute zeigen, dass wir über uns selbst lachen können. Auch die Mächtigen, die Großkopferten." Wer über sich selbst lachen könne, zeige Größe. Das sei einmal bayerische Stärke gewesen, allerdings: "Da haben sie in den letzten Jahren schon a weng nachgelassen."
Zinner am Rednerpult
19.21 Uhr: "Salve pater patriae!"
Söder wird auf die Bühne gebeten, auf sein Wohl wird getrunken. Mit den Worten, die den Beginn eines jeden Nockherbergs markieren: "Salve pater patriae! Bibas, princeps optime" ("Sei gegrüßt, Vater des Vaterlandes! Trinke, bester Fürst!")
19.16 Uhr: Luise Kinseher begrüßt die Gäste
Wie schon im vergangenen Jahr übernimmt Luise Kinseher auch dieses Mal wieder die Aufgabe, die Gäste zu empfangen. "Welche Freude!", ruft sie und lobt die bayerische Tradition der Starkbierprobe: "Wir trinken, wie damals schon die Mönche, unseren Salvator". In der ersten Reihe hätten einst Fürsten und Könige Platz genommen, jetzt seien dort "über die Grenzen von Bayern hinaus bekannte Food-Influencer". Die Spitze gilt Ministerpräsident Markus Söder und seinem Insta-Format "Söder isst".
19.06 Uhr: "O'zapft is!"
Jetzt fließt auch das Starkbier: "O'zapft is!", verkündet der Braumeister. Der ein oder andere Politiker greift nochmal beherzt zu, bevor das Frotzeln und Derblecken auf der Bühne losgeht, denn dann heißt es, gute Miene zum bösen Spiel machen.
19.00 Uhr: Bühne frei für den Nockherberg 2026
Der Saal ist bereits gut gefüllt, die Tische ebenfalls – mit Brezen, Brotzeit-Brettln und Bierkrügen. Durch den Abend führen die BR-Moderatoren Ursula Heller, Sandra Rieß und Tilmann Schöberl. Bühne frei für den Nockherberg 2026.
Aigner und Söder prosten sich auf dem Nockherberg zu.
18.45 Uhr: Gleich geht es los
Zu sehen ist die Starkbierprobe inklusive Fastenrede und Singspiel live ab 19 Uhr im BR Fernsehen oder direkt hier im Stream. Im Anschluss läuft ab 22 Uhr die Gesprächsrunde "Sauber derbleckt". Alle Videos zum Nockherberg mit Highlights, Liedern und besonderen Momenten gibt es außerdem in der ARD Mediathek. Bei der Veranstaltung vor Ort sind nur von der Brauerei geladene Gäste anwesend.
18.20 Uhr: Bilder von der Generalprobe veröffentlicht
Wie sind die Kostüme beim diesjährigen Singspiel gestaltet? Wie sieht das Bühnenbild aus? Und wie sind die Darstellerinnen und Darsteller geschminkt? Die Paulaner Brauerei hat als kleinen Vorgeschmack fünf Fotos von der Generalprobe vorab freigegeben. Hier geht es zum Sneak Peek.
17.43 Uhr: Bühnenbild erinnert an Wilden Westen
Schon einmal gab es auf dem Nockherberg eine Kulisse, die an einen Western erinnerte: 2018 führte das Singspiel die Doubles in den "Wilden Westen Bayerns", zu sehen war eine Cowboy-Stadt mit Saloons. In diesem Jahr erinnert das Bühnenbild ebenfalls an den Wilden Westen, die Gegend wirkt jedoch im Vergleich deutlich trostloser. Auf einem vorab von der Paulaner Brauerei veröffentlichten Bild ist ein klappriges Windrad zu sehen. Es steht auf einem sandigen Untergrund. Links davon liegt ein ausgeschlachtetes Autowrack und in weiter Ferne erheben sich die Türme eines Atomkraftwerks gen Himmel. Die Atmosphäre ist düster und postapokalyptisch.
Ein Ausschnitt des Singspiel-Bühnenbilds
17.30 Uhr: Wie ist die Stimmung? Live vom roten Teppich
Bevor es losgeht mit Fastenrede und Singspiel, gibt es von BR24 einen ersten Stimmungstest: Moderatorin Christina Metallinos ist auf dem roten Teppich am Nockherberg und schnappt sich die ankommenden Gäste. Was erwarten sie vom neuen Fastenredner Stephan Zinner? Mit welchen Gefühlen gehen sie ins Singspiel?
17.10 Uhr: Diese Bundespolitiker kommen zum Nockherberg
Auch aus der Bundespolitik haben sich einige Vertreterinnen und Vertreter angekündigt. Wie die Paulaner Brauerei ankündigte, werden Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erwartet. Die beiden müssen sich darauf einstellen, derbleckt zu werden, denn sie kommen als Rollen im Singspiel vor (gespielt von Nikola Norgauer und Wowo Habdank).
Ebenfalls angekündigt haben sich Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner.
16.15 Uhr: Der Countdown läuft – bald geht es los
In wenigen Stunden beginnt die traditionelle Starkbierprobe mit dem Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Noch stehen auf den Stühlen an den Tischen direkt vor der Bühne Platzhalter aus Pappe – mit den Namen der erwarteten Politprominenz, darunter Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, sein Vize Hubert Aiwanger, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze und viele mehr.
Bald geht es los: Die Brotzeit ist schon vorbereitet.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
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