Natalie Portman mit "ICE OUT"-Anstecker beim Sundance Filmfestival 2026
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Natalie Portman mit "ICE OUT"-Anstecker beim Sundance Filmfestival am 24.01.26
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Natalie Portman mit "ICE OUT"-Anstecker beim Sundance Filmfestival am 24.01.26

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"ICE out!" – US-Promis mit klarer Haltung

"ICE out!" – US-Promis mit klarer Haltung

Nach den tödlichen Schüssen auf Renée Good und Alex Pretti haben mehrere Stars der US-amerikanischen Kulturszene die Einwanderungsbehörde ICE scharf kritisiert. Natalie Portman, Stephen King, Billie Eilish und viele andere sprachen deutliche Worte.

Über dieses Thema berichtet: ttt am .

Nach den tödlichen Schüssen auf den Intensivpfleger Alex Pretti durch US-Bundesbeamte in Minneapolis am 24. Januar werden auch unter den Stars kritische Stimmen gegenüber der Regierung unter Donald Trump und das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE immer lauter. Zuletzt haben sich unter anderem Natalie Portman und Edward Norton, ihre Kolleginnen Olivia Wilde und Amanda Seyfried, sowie Horror-Autor Stephen King und Bruce Willis' Tochter Tallulah eindeutig positioniert.

Sie sei "entsetzt", sagte Wilde dem Magazin Variety am Rande des Sundance Film Festivals in Utah. "Wir alle sind hier, um etwas wirklich Schönes und Hoffnungsvolles zu feiern, das Geschichtenerzählen in Filmen. Aber die Welt leidet gerade, und dieses Land leidet. Und es ist erschreckend. Ich bin entsetzt und angewidert. Wir können nicht noch einen Tag so weitermachen und das als unsere neue Normalität akzeptieren. Es ist ungeheuerlich. Menschen werden ermordet." Weiter sagte sie, die ICE sei eine "kriminelle Organisation", und die Bewegung, die die Migrationsbehörde ICE abschaffen will, müsse unterstützt werden.

Natalie Portman mit "ICE OUT"-Button

Auch Wildes Kollegin Natalie Portman forderte, dass die "Brutalität" der ICE aufhören müsse. "Wir befinden uns in einem Moment der Geschichte unseres Landes, der ziemlich verheerend ist", sagte die Schauspielerin. "Was derzeit in unserem Land vor sich geht, mit der Bundesregierung, Trumps Regierung, Kristi Noem, ICE, ist absolut entsetzlich", äußert sich Portman in einem vom Branchenportal Deadline unter anderem bei Instagram veröffentlichten Ausschnitt aus einem Gespräch. "Was sie tun, ist wirklich das Schlimmste vom Schlimmsten der Menschheit."

Bei ihrem Auftritt auf dem Sundance Film Festival trugen Natalie Portman und Olivia Wilde einen Anstecker mit den Worten "ICE OUT" (deutsch: "ICE RAUS").

"Wir sitzen hier und reden über Filme, während eine illegale Armee gegen US-Bürger aufgestellt wird", sagte auch der Schauspieler Edward Norton dem Branchenmagazin The Hollywood Reporter. Er verglich die ICE sogar mit der Gestapo.

Tallulah Willis – Tochter von Action-Legende Bruce Willis – schrieb auf Instagram: "Ich bin absolut entsetzt über das, was in der Welt vor sich geht. Entschuldigung, in unserem Land." ICE sei angsteinflößender als alles andere, was sie in ihrem Leben bisher gesehen habe.

Cynthia Nixdorf: "Eine kaltblütige Hinrichtung"

"Sex and the City"-Star Cynthia Nixon warf Heimatschutzministerin Kristi Noem die Verbreitung "moralisch verwerflicher, widerwärtiger Lügen über die kaltblütige Hinrichtung" eines jungen Mannes vor. "Friends"-Star Jennifer Aniston teilte auf Instagram ein Statement der Eltern des getöteten Alex Pretti, in dem diese die US-Regierung der Lüge bezichtigen.

Billie Eilish: ICE, eine "staatlich finanzierte Terrororganisation"

Bereits nach der Tötung von Renée Good durch einen ICE-Beamten am 7. Januar hatte die US-Sängerin Billie Eilish das Vorgehen der Trump-Regierung und der Einwanderungsbehörde anprangert. "Wir sehen, wie unsere Nachbarn entführt werden, friedliche Demonstranten angegriffen und ermordet werden, unsere Bürgerrechte beschnitten werden", sagte Billie Eilish laut Hollywood Reporter bei einer Preisverleihung in Atlanta am 17. Januar. Damit nahm die 24-Jährige nicht zum ersten Mal öffentlich Bezug auf die Praktiken der US-Einwanderungsbehörde ICE, die immer wieder gewaltsam gegen Demonstranten vorgeht.

Ausgezeichnet wurde die neunfache Grammy-Gewinnerin für ihren Einsatz für Klimagerechtigkeit. Sie räumte ein, dass es schwer sei, für das Klima zu kämpfen, "wenn wir uns in unseren eigenen Häusern oder auf unseren Straßen nicht mehr sicher fühlen". Laut Billboard Magazine hatte die 24-Jährige einen Instagram-Post geteilt, in dem sie die Einwanderungsbehörde als "staatlich finanzierte und unterstützte Terrororganisation" bezeichnete.

Stephen King: "Alex Pretti was murdered."

Auch aus der US-amerikanischen Literaturszene kamen klare Worte. Nachdem der Tod des 37-jährigen Intensivpflegers Pretti von Seiten der Behörden als Notwehr dargestellt wurde, postete der Autor Stephen King auf der Online-Plattform X vier eindeutige Worte: "Alex Pretti wurde ermordet."

Die Schriftstellerin und Lyrikerin Amanda Gorman, die bei der Amtseinführung des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden aufgetreten war, veröffentlicht auf der Plattform ein Gedicht, das den Titel "Von ICE ermordet" trägt – und das sie Pretti gewidmet hat.

Mit Informationen von dpa, The Hollywood Reporter, Billboard Magazine.

Im Video: ICE-Kurswechsel bei Trump?

24.01.2026, USA, Minneapolis: Ein Demonstrant sitzt mit erhobenen Armen auf der Straße vor Bundesbeamten in Minneapolis. Foto: Alex Kormann/Star Tribune/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Alex Kormann
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US-Einwanderungsbehörde ICE - Minneapolis

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