Landesausstellung "Musik in Bayern": Viele Mitmachstationen, etwa das "Soundkarussell".
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Landesausstellung "Musik in Bayern": Viele Mitmachstationen, etwa das "Soundkarussell".
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Landesausstellung "Musik in Bayern": Viele Mitmachstationen, etwa das "Soundkarussell".

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Landesausstellung eröffnet: Reise durch Bayerns Musikgeschichte

Landesausstellung eröffnet: Reise durch Bayerns Musikgeschichte

Die neue Landesausstellung präsentiert Bayerns Musikgeschichte als interaktives Erlebnis – mit über 100 Exponaten, rund 30 Mitmachstationen und täglichen Konzerten. Die Organisatoren kündigen "an jedem Ausstellungstag Live-Musik" an.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

"Sowohl in der Spitze als auch in der Laienmusik: Bayern musiziert einfach gern", stellte Ministerpräsident Markus Söder beim Festakt zu Eröffnung der diesjährigen Landesausstellung fest. Deshalb sei das Thema "Musik in Bayern" hervorragend gewählt. Die Schau findet dieses Mal in Freyung im Bayerischen Wald statt - am Freitag (24.04.2026) wurde sie eröffnet. Die ersten Töne spielt hier das Publikum. Auf einer Klaviatur im Boden spielen die Gäste mit ihren Füßen eine Melodie, bevor sie ins "TonYversum" eintreten – das umgestaltete alte Färberhaus im Freyunger Stadtzentrum.

Hörstationen und besondere Exponate

Dann beginnt eine multimediale Reise durch Bayerns Musikgeschichte auf drei Etagen: Was prägt Bayern musikalisch? Und wie prägt Bayern die Musikwelt? Hör- und Mitmachstationen laden ein, aber auch mehr als 100 Originalexponate sind zu sehen: historische, seltene Instrumente wie das Krummhorn oder die älteste Klarinette der Welt aus dem Jahr 1720.

Von Hofmusik bis Pop, von Elvis bis Naabtal-Duo

Inhaltlich führt die Ausstellung von den frühen Formen der Kirchen- und Hofmusik bis in die Gegenwart. Ein Abschnitt widmet sich den Kriegsjahren und erinnert an jüdische Musikerinnen und Musiker. Daran schließt sich die Nachkriegszeit an: Elvis Presleys legendärer Auftritt für Beschäftigte und Freunde der "Micky Bar" in Grafenwöhr während seiner Militärzeit wird ebenso thematisiert wie die Musikfestivals gegen die geplante atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf, einem Symbol der bayerischen Anti-Atombewegung der 1980er-Jahre.

Auch der bayerische Schlager bekommt Raum – etwa mit dem aus Straubing stammenden Rex Gildo, Roy Black aus Schwaben oder dem Original Naabtal Duo, das 1988 mit "Patrona Bavariae" den Grand Prix der Volksmusik gewann.

Der BR ist Medienpartner der Ausstellung und mit einer eigenen Lounge in Freyung vertreten. Inhaltliche Schwerpunkte sind hier die junge Musikszene in Bayern und das Thema Nachwuchsförderung. Besucher bekommen zudem in einem Imagefilm einen Überblick über die junge Musikszene Bayerns in ihrer ganzen Vielfalt von Pop bis Klassik.

Landesausstellung als interaktives Erlebnis

Neben den historischen Stücken setzt die Landesausstellung auf Interaktion: mit rund 30 Mitmachstationen. Besucherinnen und Besucher können Beats bauen – für Techno oder Hip-Hop Songs. Sie können auf einem "Soundkarussell" mitfahren: eine Drehscheibe im Boden, die sie akustisch mitten in ein Quartett versetzt. Ein musikalisches Motiv erklingt in verschiedenen Besetzungen – einmal von Streichern, dann von Bläsern und schließlich von einer Rockband. So wird hörbar, wie unterschiedlich ein und dasselbe Thema klingen kann.

Haindling: "Musik wird auf der ganzen Welt verstanden"

Hans-Jürgen Buchner, Kopf der bayerischen Musiklegende Haindling, ist ebenfalls Teil der Ausstellung – und erfuhr davon selbst erst drei Tage vor der Eröffnung: "Ich werde schon auch als Vater der bayerischen Musik bezeichnet. Da find ich das schön, dass ich reingenommen wurde." Sein Fazit, nachdem er einen Einblick in die Ausstellung gewonnen hat: "Musik ist eine wichtige Sache, sie wird in der ganzen Welt verstanden. Darum ist sie wichtiger als Mathematik, wo man nix davon hat." Eine gewagte These – in dieser Kulisse sei sie erlaubt.

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Hans-Jürgen Buchner ("Haindling") an einer Hörstation: Auch er ist Teil der Ausstellung.

Wie "funktioniert" Musik?

Peter Wolf vom Haus der Bayerischen Geschichte, Ausstellungsleiter in Freyung, unterstreicht den pädagogischen Anspruch. "Musik geht jeden an. Die Grundlagen sind aber nicht allen naheliegend und bekannt. Wir versuchen, deutlich zu machen, was Rhythmus und Harmonie sind, und wie Musik zusammengesetzt ist." Alte Notenblätter, eine Geigenbauerwerkstatt und zahlreiche Hörstationen sollen dieses Wissen erfahrbar machen.

Zeitgeschichte kombiniert mit Emotion

Gestaltet wurde die Schau von Friedrich Pürstinger. Für seine mittlerweile fünfte Landesausstellung ist der Mühlviertler eigens aus dem Ruhestand zurückgekehrt. Die räumlichen Bedingungen seien eine besondere Herausforderung gewesen, sagt er: "Wir haben hier intime, kleine, historische Räume – und dazu einen Neubau. Und zweitens: Wir haben eine zeitgeschichtliche Ausstellung mit der emotionalen Welt der Musik kombiniert."

Am Ende des Rundgangs finden sich die Besucherinnen und Besucher im Raum der Stille wieder. Auf mehreren Bildschirmen laufen Videos: ein weinendes Baby, eine schreiende Frau, laute Alltagsszenen, doch kein Ton ist zu hören. Die Installation greift einen Satz aus dem Einstimmungsfilm auf und dreht ihn um. "Wo die Worte enden, beginnt die Musik."

Drei Jahre lang wurde die Ausstellung vorbereitet (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt), Hunderte Personen waren beteiligt. Freyung wurde ausgewählt, weil sich die Stadt seit Jahren als Musikstandort profiliert hat. Die Landesausstellung "Musik in Bayern" ist auf 199 Tage angelegt und läuft bis zum 8. November. An jedem dieser Tage ist ein Live-Konzert geplant.

Zum Hören: BR-Reporterin erkundet die Landesausstellung

Zum Anhören: BR-Reporterin Caroline von Eichhorn erkundet die Landesausstellung in Freyung
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BR-Reporterin Caroline von Eichhorn erkundet die Landesausstellung "Musik in Bayern"

Einblick in die Landesausstellung "Musik in Bayern"
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Einblick in die Landesausstellung "Musik in Bayern"

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