Madeleine Landlinger lächelt in die Kamera.
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Die neue Intendantin der Nürnberger Symphoniker: Madeleine Landlinger.
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Nürnberger Symphoniker haben eine neue Intendantin

Nürnberger Symphoniker haben eine neue Intendantin

Sie soll Ruhe und vor allem Teamgeist bei den Nürnberger Symphonikern reinbringen: Madeleine Landlinger. Die Österreicherin ist die neue Intendantin des Symphonieorchesters. Um ihren Vorgänger läuft derweil noch ein Rechtsstreit.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die Nürnberger Symphoniker haben eine neue Intendantin: Madeleine Landlinger. Die 50-jährige gebürtige Österreicherin wurde am Samstag der Öffentlichkeit vorgestellt. Ihr Vertrag beginnt am 1. November 2026 und läuft für fünf Jahre. Landlinger ist studierte Kulturmanagerin und außerdem ausgebildete Sängerin. Nach eigenen Angaben führt sie bereits seit mehr als 15 Jahren internationale Orchester, zuletzt in Antwerpen und davor unter anderem in Stuttgart, Heilbronn und Wien. "Meine Begeisterung für klassische Musik will nicht enden", so Landlinger.

Was ihr wichtig ist, hat die neue Intendantin der Nürnberger Symphoniker [externer Link] gleich von Anfang an klargestellt: zusammenarbeiten. Sie möchte gemeinsam mit dem Team das Orchester in die Zukunft führen, sagte sie bei ihrer Vorstellung in Nürnberg. "Gemeinsam sind wir stark und gemeinsam sind wir mehr", so Landlinger. Erst am Samstag selbst habe sie das gesamte Orchester zum ersten Mal getroffen: "Die good vibrations, die rübergekommen sind, waren überwältigend!".

Alle beschwören den Teamgeist

Alle Beteiligten – der Vorstandsvorsitzende, der kaufmännische Leiter und auch der Chefdirigent – betonten ebenso, wie wichtig ihnen in Zukunft die Zusammenarbeit im Orchester ist. Schon beim Bewerbungsprozess sei "der ganze Klangkörper" und nicht nur der Vorstand eingebunden gewesen, erzählte der Vorstandsvorsitzende des Trägervereins, Dieter Barth. "Ich bin sehr froh und ich spüre: Wir haben eine Gelegenheit, etwas Besonderes zu machen – zusammen", sagte außerdem Chefdirigent Jonathan Darlington.

Der Sprecher des Orchesters, Sebastian Weber, beschrieb das Gefühl innerhalb der Mitglieder des Orchesters als "Aufbruchsstimmung". Die Musiker seien froh gewesen, dass sie bei der Auswahl der Kandidaten für das Amt der neuen Intendantin stark eingebunden waren. "Wir sehen zuversichtlich in die Zukunft", so Weber. Und: "Der Teamgedanke ist uns sehr, sehr wichtig."

Während der Zeit ohne Intendanten hätte das Team gezeigt, was es alles leisten kann und auch leisten möchte, ergänzte schließlich Michael Winkler, der kaufmännische Leiter: "Die Schwarmintelligenz ist größer als die Intelligenz einer einzelnen Person", stellte er fest.

Vorgänger überraschend rausgeworfen

Um die Stelle des Intendanten hatte es im Mai dieses Jahres Wirbel gegeben. Lucius Hemmer, der den Posten 23 Jahre innehatte, wurde vom Vorstand des Trägervereins freigestellt. Die konkreten Gründe dafür sind bis heute unklar, die Rede war öffentlich immer nur von "unüberbrückbaren Differenzen".

Aber zumindest zum Teil ging es wohl auch um mangelnde Mitbestimmung – das soll jetzt anders werden. "Dieses Erlebnis des Zusammengehörens, des selber Aktivitäten entwickeln können, ist tatsächlich was Neues bei den Symphonikern", sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Barth im BR-Interview. Eigentlich läuft Hemmers Vertrag noch bis 2032 – wegen der Kündigung läuft noch ein Rechtsstreit.

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