Fast zwei Drittel aller geplanten Abschiebungen scheitern

Berlin: Das Abschieben abgelehnter Asylbewerber gestaltet sich auch unter der schwarz-roten Bundesregierung schwierig. Im vergangenen Jahr sind 60 Prozent aller Versuche gescheitert, berichtet die "Welt am Sonntag". Die Bundespolizei hat die Zahlen bestätigt. Häufigster Grund war demnach, dass die Polizei die betreffenden Personen nicht den zuständigen Beamten an den Flughäfen übergeben konnte. Damit weniger Abschiebungen daran scheitern, dass Ausreisepflichtige nicht an ihrer Adresse angetroffen werden, hat der hessische Innenminister Poseck von der CDU folgendes vorgeschlagen: Nicht auffindbare Migranten sollten per Handy-Ortung gesucht werden. Sachsens Innenminister Schuster unterstützt den Vorstoß. Er hält es aber für wichtiger, häufiger Abschiebehaft anzuordnen, damit Ausreisepflichtige erst gar nicht abtauchen können.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 07.03.2026 19:30 Uhr

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