Eigentlich sollen Updates Sicherheitslücken schließen, Softwarefehler beheben und alles insgesamt schneller, besser und schöner machen. Doch in Supportforen häufen sich Beschwerden rund um das aktuelle Windows-11-Update.
Schwere Zeit für Samsung-Liebhaber
Jetzt scheint der Gipfel erreicht zu sein: Viele Nutzer von Samsung-Geräten haben seit dem regulären Sicherheitsupdate im Februar keinen Zugriff mehr auf das "Systemlaufwerk C". Möchte man sein Gerät benutzen, taucht schnell eine Fehlermeldung auf, die das Gerät fast unbrauchbar macht: "C:\ ist nicht zugänglich - Zugriff verweigert".
Auf dem Laufwerk liegt nicht nur Windows selbst, sondern meist auch wichtige Programme, Dokumente und Einstellungen. Grundlegende Funktionen lassen sich ohne den Zugriff nicht mehr ausführen.
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Microsoft und Samsung suchen nach Ursache
Aktuell tritt dieser Bug vor allem bei den Samsung-PCs mit Windows 11 in den Versionen 24H2 und 25H2 auf. Laut Microsoft betrifft es das Galaxy Book 4 und mehrere Desktop-Modelle. Das Hauptquartier von Microsoft in Redmond weist die Schuld allerdings von sich: Die Ursache liegt diesmal nicht direkt an Windows 11, sondern in der Samsung-Galaxy-Connect-App. Eine Anwendung, mit der man Samsung-Geräte miteinander verbinden kann.
Warum sie den Zugriff auf das Dateisystem blockiert, sei allerdings noch unklar. Als schnelle Erste-Hilfe-Maßnahme hat Microsoft die App vorerst aus dem App-Store genommen.
Abstürze und Bluescreens seit März-Update
Anfang des Monats musste Microsoft ein außerplanmäßiges Update veröffentlichen, um kritische Schwachstellen zu schließen. Solche "Notfall-Patches" stehen oft unter Zeitdruck – was wiederum das Risiko für Fehler erhöhen kann. Und tatsächlich: Nutzerinnen und Nutzer berichten von Stabilitätsproblemen nach dem aktuellen Windows-Update im März: plötzliche Neustarts, komplette Systemabstürze und Bluescreens. Teilweise lassen sich wichtige Programme nach der Installation nicht mehr starten.
Das Problem: Updates werden häufig automatisch installiert, die Fehler werden oft erst nach der Installation sichtbar. Das lässt Nutzer an der Zuverlässigkeit von Betriebssystemen wie Windows zweifeln. Ein fehlerhaftes Update reicht aus, um Arbeitsabläufe zu stören oder Systeme vorübergehend unbrauchbar zu machen. Erst wenn sich Beschwerden häufen, reagieren Hersteller mit Korrekturen oder zusätzlichen Patches.
Was Anwender jetzt tun können
Die Reihe an fehlerhaften Updates seit Ende letzten Jahres scheint kein Ende zu nehmen. Inzwischen gesteht sich das Unternehmen aber Fehler in wichtigen Komponenten ein. Wer von Abstürzen oder anderen Problemen betroffen ist, kann Updates vorübergehend pausieren oder ein kürzlich installiertes Update wieder entfernen.
Bei Geräten mit blockiertem Systemlaufwerk empfehlen Experten allerdings, auf eine offizielle Lösung zu warten. Inoffizielle Reparaturversuche aus dem Internet können das System im schlimmsten Fall weiter beschädigen.
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