(Symbolbild) Eine Frau schreibt in der App Whatsapp eine Nachricht.
(Symbolbild) Eine Frau schreibt in der App Whatsapp eine Nachricht.
Bild
(Symbolbild) WhatsApp soll mehr Datenschutz bieten
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Fabian Sommer
Schlagwörter
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Fabian Sommer
Audiobeitrag

(Symbolbild) WhatsApp soll mehr Datenschutz bieten

Audiobeitrag
> Netzwelt >

WhatsApp führt Nutzername ein – darauf sollte man achten

WhatsApp führt Nutzername ein – darauf sollte man achten

Künftig sollen WhatsApp-Nutzer auch ohne Telefonnummer erreichbar sein. Ein Feature, das auf den ersten Blick mehr Privatsphäre verspricht. Ein guter Schritt Richtung Datenschutz – oder doch nur Augenwischerei?

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Ein Grund, warum viele lieber auf Signal oder Telegram chatten: Man muss seine Handynummer nicht preisgeben. Nun soll Metas Messenger WhatsApp nachziehen. Künftig sollen Nutzerinnen und Nutzer andere Kontakte über einen frei wählbaren Benutzernamen finden und anschreiben können – ganz ohne ihre Telefonnummer zu teilen.

In ersten Testversionen ist die Funktion bereits sichtbar. Bis zum Sommer könnte das neue Feature für alle verfügbar sein. Gerade im Kontakt mit unbekannten Personen, etwa bei Online-Verkäufen oder in Gruppen, kann das ein Vorteil sein.

So funktionieren die neuen Nutzernamen

Der Benutzername lässt sich künftig in den Einstellungen festlegen – ähnlich wie bisher der Anzeigename. Aktuell sind folgende Vorgaben bekannt:

  • zwischen 3 und 35 Zeichen
  • mindestens ein Buchstabe
  • nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche
  • keine Web-Adressen wie ".de" oder "www."

Der Clou: Der Name muss plattformübergreifend verfügbar sein. Schließlich gehört WhatsApp zum Konzern Meta, zu dem auch Instagram und Facebook zählen. Ist ein Benutzername dort bereits vergeben, kann er nur genutzt werden, wenn die entsprechenden Konten verknüpft und die Identität bestätigt wird.

Gute Nachricht für den Datenschutz?

Auf den ersten Blick wirkt das Update wie ein Schritt hin zu mehr Privatsphäre. Die eigene Telefonnummer bleibt verborgen, was vor Spam und unerwünschten Nachrichten schützen kann. Doch ganz so einfach ist es nicht: Wer denselben Benutzernamen wie zum Beispiel bei Instagram verwendet, macht sich unter Umständen leichter auffindbar. Fremde könnten den öffentlich sichtbaren Namen nutzen, um gezielt Kontakt aufzunehmen – auch auf WhatsApp.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt davor (externer Link), identische Nutzernamen plattformübergreifend zu verwenden. Angreifer könnten verschiedene Accounts miteinander verknüpfen und so umfassende Nutzerprofile erstellen. Unterscheidbare Nutzernamen können daher helfen, digitalem Identitätsklau und gehackten Accounts vorzubeugen.

Metas Strategie hinter dem WhatsApp-Update

Für Meta Platforms bringt der Nutzername vor allem strategische Vorteile. Die Funktion erleichtert eine engere Vernetzung innerhalb des eigenen Ökosystems. User sollen sich plattformübergreifend einfacher finden und verbinden können – möglichst ohne die App zu wechseln.

Für Meta bedeutet das vor allem mehr Interaktion und eine bessere Verknüpfung von Nutzerdaten über verschiedene Dienste hinweg.

🎧 Wie verändert KI unser Leben? Und welche KI-Programme sind in meinem Alltag wirklich wichtig? Antworten auf diese und weitere Fragen diskutieren Gregor Schmalzried, Marie Kilg und Fritz Espenlaub jede Woche in "Der KI-Podcast" – dem Podcast von BR24 und SWR.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!