(Symbolbild) Auf dem Foto ist ein Handy zu sehen, auf dessen Bildschirm das Logo des Unternehmens "Meta" gezeigt wird.
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(Symbolbild) Der Konzern hinter der App Instagram: Meta ist mit seiner KI für die automatisierte Übersetzung zuständig.
Bildrechte: picture alliance / NurPhoto | Marcin Golba
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(Symbolbild) Der Konzern hinter der App Instagram: Meta ist mit seiner KI für die automatisierte Übersetzung zuständig.

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Wie Instagram deine Stimme und dein Gesicht verändert

Wie Instagram deine Stimme und dein Gesicht verändert

In einem inzwischen viralen Video berichtet eine Content-Creatorin darüber, dass Instagram sie automatisiert in andere Sprachen übersetzt. Künstliche Intelligenz verändert dabei auch ihre Lippenbewegungen. Was User dazu wissen müssen.

Über dieses Thema berichtet: News WG am .

Alles fing mit einem Spaßgetränk an. Genauer gesagt mit einem "Coconut Cloud Matcha". Maya Brinkmeyer, wie "djmayoo" mit bürgerlichem Namen heißt, wollte ihrer Community bei dem heißen Wetter ein Rezept für ein kühlendes Getränk zeigen. Und so hielt sie unter anderem Kokoswasser, Eis, Matcha und Hafermilch in die Kamera, erklärte, wie das gemixt werden muss, und lud das Video auf Instagram hoch.

Ein paar Minuten später bekam sie eine Benachrichtigung: Ihre Spracheinstellungen seien fertig. Plötzlich sah sie sich selbst, wie sie nicht nur auf Deutsch in die Kamera sprach, sondern auch auf Bengalisch und Englisch erklärte, wie der "Coconut Cloud Matcha" zubereitet wird. Und weil Brinkmeyer das "ultra gruselig" fand, drehte sie prompt ein weiteres Video darüber. Fast 500.000 Aufrufe hat es mittlerweile bekommen.

Meta: Auch Lippenbewegungen werden angepasst

Was Brinkmeyer Bengalisch sprechen lässt, ist eine automatisierte Übersetzung durch künstliche Intelligenz (KI). Keine Neuheit an sich: Auf YouTube werden Videos schon länger automatisch übersetzt. Dort sind es aber oft roboterhafte, emotionslose Stimmen, an denen man die KI sofort erkennt.

Meta, der Konzern hinter Instagram, geht einen anderen Weg: "Voice Preservation". Die Übersetzung nutzt die Stimmfarbe des Originals und lässt sie in der Fremdsprache sprechen. Auch die Lippenbewegungen werden entsprechend synchronisiert.

Dabei ist die automatisierte Übersetzung von Meta ebenfalls keine Neuheit: Bereits im August vergangenen Jahres stellte der Konzern sie vor – nur haben das wenige mitbekommen. Meta vermarktete sie als Möglichkeit für Influencer, Sprachbarrieren zu überwinden und mehr Reichweite zu erzielen. Anfangs war die Funktion nur für Englisch und Spanisch verfügbar, im Oktober kamen Hindi und Portugiesisch hinzu. Mittlerweile unterstützt sie zahlreiche weitere Sprachen. Nutzen können sie alle öffentlichen Accounts mit mindestens 1.000 Followern.

Content-Creatorin kritisiert die fehlende Einwilligung - Meta verweist auf Einstellungen

In ihrem Video kritisiert Brinkmeyer, dass sie nicht nach einer Einwilligung gefragt wurde: "Ich habe das nie aktiv eingestellt." Laut Meta muss die Übersetzung jedoch vorher aktiviert werden – mit dem Button "Mit Übersetzung von gesprochenem Text teilen". Erst dann wird übersetzt. Zudem können die Nutzer die Übersetzung vor der Veröffentlichung überprüfen. Zu einem Gespräch diesbezüglich stand Brinkmeyer aus Zeitgründen nicht zur Verfügung.

In den Kommentaren unter ihrem Video löst die KI-Übersetzung überwiegend negative Reaktionen aus. Einige Nutzer kritisieren, dass wenig Kontrolle über die korrekte Synchronisation bestehe. Es könne zu rassistischen oder beleidigenden Aussagen kommen, die bei fehlender Sprachkenntnis nicht überprüft werden könnten – gerade angesichts der großen Auswahl an verfügbaren Sprachen. Zudem äußern einige die Angst, dass in Zukunft kaum noch zu unterscheiden sein wird, was das Original ist und was mittels KI übersetzt wurde.

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