Jermaine Jones
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Jermaine Jones übernimmt Schweinfurt
Bildrechte: picture alliance / Pressefoto Evans | Ryan Evans
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Jermaine Jones übernimmt Schweinfurt

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Klassenerhalt nicht abgeschrieben: Jones startet in Schweinfurt

Klassenerhalt nicht abgeschrieben: Jones startet in Schweinfurt

Jermaine Jones spricht erstmals als Trainer des 1. FC Schweinfurt 05. Dabei gibt sich der US-Amerikaner kämpferisch. Den Abstieg hält er immer noch für möglich. Sein Hauptziel ist es aber, die Mannschaft mit Kampfgeist zu infizieren.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Jermaine Jones hat seine erste Pressekonferenz als Trainer des 1. FC Schweinfurt 05 gegeben. Der US-Amerikaner ließ dabei durchblicken, wie er seine Aufgabe beim Tabellenletzten der 3. Liga angehen möchte.

Jones fordert Rückbesinnung auf "einfache Tugenden"

"Die Erfahrung, die ich als Spieler gesammelt habe, versuche ich jetzt einzubringen. Mir sind Respekt, Disziplin und Ehrgeiz wichtig. Das sind Sachen, durch die ich im Sport sehr viel erreichen konnte. Ich werde versuchen, das der Mannschaft einzuimpfen", erklärte der 44-Jährige, bevor er konkretisierte: "Ich will diese Mentalität reinbringen, dass man mit den einfachen Tugenden wie Laufen, Kämpfen und auch ein bisschen Kratzen viel Respekt verschaffen kann."

Die Rückbesinnung auf grundlegende Dinge hat dabei auch mit dem Niveau der 3. Liga zu tun. "Bei allem Respekt vor dem MSV Duisburg: Die spielen auch keinen Tiki-Taka-Fußball", richtete Jones den Blick auf die nächste Aufgabe: "Das zeigt auch, dass in der 3. Liga extrem viel über Kampf und direkten Fußball geht. In der 3. Liga gibt es eine Mannschaft mit Verl, die Fußball spielt. Die anderen kommen alle über die Kraft."

Jones offen für Schweinfurt-Verbleib

Grundsätzlich sei sein Eindruck von den Spielern positiv, berichtete er: "Ich habe die Mannschaft ein bisschen beobachtet. Ich glaube, dass die Zahlen nicht das widerspiegeln, was die Mannschaft wirklich kann."

Zudem enthüllte der frühere Profi des FC Schalke 04, dass sein Vertrag in Schweinfurt zunächst bis zum Sommer läuft, zeigte sich aber offen für eine Verlängerung seines Arbeitspapiers über die Saison hinaus.

Anderthalb Stunden pendeln? Jones: "Das passt"

Seinen Wohnort in der Nähe von Aschaffenburg möchte Jones derweil nicht wechseln. Stattdessen plant er, zu pendeln. "Ich werde da wohnen bleiben, wo ich jetzt lebe. Wer in Amerika gelebt hat, für den sind lange Fahrten kein Problem. Von zu Hause bis hier brauche ich 1:30 Stunden. Das passt. Ich werde viel am Telefon sein und Sachen erledigen. Dann passt das mit dem Fahren auch. Wenn es mit der Zeit mal knapp wird oder ich wegen einer Doppel-Einheit hier bleiben muss, werde ich mir ein Hotel nehmen", kündigte Jones an.

Vor seinem ersten Pflichtspiel auf der Bank der Schweinfurter am Samstag ab 14.00 Uhr beim Tabellendritten Duisburg hat der ehemalige Nationalspieler zwar Respekt, aber bange ist ihm keineswegs.

Jones glaubt an Schweinfurter Klassenerhalt

"In Duisburg ist volles Haus mit guter Stimmung. Das ist eine Mannschaft, die mit Wucht kommt, die nach außen sagt, dass sie uns schlagen müssen. Wir gehen hin und haben nichts zu verlieren", gab er sich optimistisch.

Die vermeintlich aussichtslose Aufgabe, Schweinfurt noch vor dem Abstieg zu retten, hat Jones ebenfalls noch nicht abgeschrieben, obwohl sein Team mit zehn Punkten aus 24 Partien alleine neun Zähler Rückstand auf den 19. Havelse hat.

"Ich war immer ein Spieler, der über die Mentalität gekommen ist. Kampfgeist, nicht aufgeben, hat mich in meiner Karriere groß gemacht. Das ist jetzt das Gleiche. Rechnerisch ist immer noch etwas drin. Klar ist es eine Mammutaufgabe. Aber trotzdem kann man es noch erreichen", lautete das Fazit des Ex-Coaches des Central Valley Fuego FC.