Miroslav Klose verlängert - und schon fallen die Tore. Erst am Donnerstag hatte der 1. FC Nürnberg bekanntgegeben, dass der Cheftrainer auch über das Saisonende hinaus bleibt. Einen Tag später überrollte der Zweitligist den Karlsruher SC mit 5:1 (3:0) - unter dem Flutlicht des heimischen Max-Morlock-Stadions. Julian Justvan (25., 28.) traf zwei Mal, Mohamed Ali Zoma (41., 50., 65.) schaffte am 22. Spieltag der 2. Liga sogar das Triple - ein Vertragsgeschenk für den Trainer.
Das einzige Gegentor fiel durch Marvin Wanitzek (58.), der einen Foulelfmeter verwandelte. Die Nürnberger feiern damit einen Befreiungsschlag nach zuletzt drei sieglosen Spielen. Mit dem achten Saisondreier überholte der diesmal auftrumpfende Club den extrem behäbigen KSC in der Tabelle und liegt mit nun 29 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang acht. "Es war ein verdammt wichtiger Sieg für uns", sagte Klose nach dem Spiel. Doppel-Torschütze Justvan analysierte: "Heute waren wir eiskalt vorm Tor. Dann kommst du einfach in einen Flow rein."
Im Video: Klose im Interview - "Wichtiger Sieg"
Miroslav Klose
Grimaldi und Nzingoula glänzen
Schlüsselspieler war am Freitagabend zunächst Adriano Grimaldi, der in die Startelf gerückt war. Der Deutsch-Italiener konnte teils völlig ungestört schalten und walten. In der 25. Minute versuchte er es zunächst noch selbst mit einem Schuss auf das Tor. Nachdem FCK-Keeper Hans Christian Bernat seinen Schuss und auch den Nachschuss von Zoma blockte, kam schließlich Justvan zum Zug und setzte die Kugel ins linke Eck - 1:0.
Nur drei Minuten später brillierte Grimaldi wieder mit einem Sahnepass zu Justvan, der den Doppelpack perfekt machte - 2:0. Der FCN nutzte die Passivität der Gäste aus, die im Laufe der Partie immer wieder die Kugel unglücklich verloren. In der 41. Minute traf Zoma nach einer cleveren Kombination von Grimaldi und Rabby Nzingoula (3:0). Nach der Pause eine ähnliche Szene: Wieder kombinierten die Club-Spieler kinoreif - der Franzose Zoma wurde erneut von Nzingoula bedient und erhöhte auf 4:0.
Elfmeter nach Foul von Debütant von der Hitz
Erst in der 58. Minute meldete sich der KSC mal wieder zurück - per Foulelfmeter konnte Wanitzek den Rückstand auf 1:4 verkürzen. Verursacht hatte den Elfer der Debütant Justin von der Hitz, der den Karlsruher Leon Opitz im Strafraum auf den Fuß stieg.
Doch Zoma hatte da noch nicht sein letztes Wort gesprochen: In der 65. schürte der den Dreierpack mit einem Sahnetor. Die Karlsruher ließen erst Ben Farhat Yilmaz auf der linken Seite bis zur Grundlinie durchmarschieren. Der Verteidiger hob den Ball in den Fünfer, wo Zoma zur Stelle stand und die Kugel einnickte.
Im Video: Doppeltorschütze Julian Justvan im Interview
Julian Justvan
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