Branimir Hrgota diskutiert mit Schiedsrichter Tobias Reichel
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Branimir Hrgota diskutiert mit Schiedsrichter Tobias Reichel
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Branimir Hrgota diskutiert mit Schiedsrichter Tobias Reichel

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Ausgleich aberkannt: Fürther VAR-Ärger am Betzenberg

Ausgleich aberkannt: Fürther VAR-Ärger am Betzenberg

Die SpVgg Fürth hat in der 2. Fußball-Bundesliga auswärts beim 1. FC Kaiserslautern verloren. Am Betzenberg kassierte die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel eine knappe 0:1-Niederlage. Semih Sahin traf entscheidend für die Hausherren.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die SpVgg Greuther Fürth hat in der 2. Bundesliga die nächste Niederlage hinnehmen müssen. Die Mittelfranken verloren beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 (0:1) und bleiben mit 19 Punkten weiter auf dem 18. Platz in der Tabelle.

Schlieck-Ersatz Prüfrock unglücklich bei Sahin-Tor

Die Fürther mussten am Betzenberg wegen einer Oberschenkelverletzung auf Stammtorhüter Timo Schlieck verzichten. Zudem brachte Trainer Heiko Vogel im Unterschied zur 4:5-Pleite gegen den 1. FC Magdeburg in der Vorwoche Noel Futkeu für die Augsburger Leihgabe Aiman Dardari von Beginn an.

Schlieck-Ersatz Silas Prüfrock stand früh im Fokus. Der Keeper faustete eine Ecke der Lauterer direkt in die Füße von Semih Sahin, der sich den Ball an der Strafraumkante zurecht legte und unbedrängt zum 1:0 für die Hausherren abschloss (10.), wobei er auch davon profitierte, dass Prüfrock stolperte, als er zurück auf die Linie eilte.

Bassette verpasst 2:0 für Lautern

In der Folge erarbeiteten sich die Fürther deutlich mehr Spielanteile - bis zur Pause hatten die Mittelfranken rund 60 Prozent Ballbesitz - trotzdem waren es die Roten Teufel, die die beste Chance der ersten Hälfte zum zweiten Treffer der Partie hatten.

Ein langer Pass in die Spitze landete bei Norman Bassette (37.), der alleine auf Prüfrock zu laufen konnte. Sein Linksschuss drehte sich allerdings noch am rechten Pfosten des Fürther Tores vorbei, sodass es zur Pause beim 1:0 blieb.

Wills Traumtor wird aberkannt

Zur zweiten Halbzeit brachte Vogel dann Philipp Ziereis für den bereits verwarnten Brynjar Bjarnason. Fürth drängte weiter auf den Ausgleich und glaubte bereits, diesen nach einem traumhaften Distanzschuss von Paul Will erzielt zu haben (49.). Doch die Freude währte nur kurz. Schiedsrichter Tobias Reichel nahm den Treffer nach Ansicht der TV-Bilder zurück, weil Branimir Hrgota Kaiserslauterns Torhüter Julian Krahl im Vorfeld regelwidrig angegangen hatte.

Hrgota hatte kein Verständnis für das Eingreifen des VAR. "Der Schiri hat zu mir gesagt, dass er pfeift, weil ich ihn (Krahl, Anm. d. Red.) am Unterarm treffe. Ich glaube nicht, dass das eine klare Fehlentscheidung ist und der Video-Schiedsrichter ihn rausschicken muss", ärgerte sich der Kapitän der SpVgg am Sportschau-Mirkofon.

Branimir Hrgota
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Branimir Hrgota bei der Niederlage von Greuther Fürth

Hrgota: "Finde nicht, dass der Video-Schiri da eingreifen muss"

Zwar habe es einen Kontakt mit Krahl getroffen, aber: "Ich treffe den Ball und ihn. Er (Krahl, Anm. d. Red.) liegt, dann kommt der Schuss, dann steht er auf einmal auf und wirft sich dem Ball noch mal hinterher und dann greift der Video-Schiri ein. Nach meiner Wahrnehmung auf dem Platz finde ich nicht, dass der Video-Schiri da eingreifen muss, weil der Schiri einen klaren Blick auf den Ball hat."

Auch Fürth-Coach Vogel zeigte sich auf der Pressekonferenz nach der Partie unzufrieden mit dem Video-Assistenten. "Was soll ich über den VAR sagen? Ich verfolge in den letzten zwei, drei Wochen viele Entscheidungen in der 1. und 2. Liga und ich kann nur noch den Kopf schütteln", polterte der 50-Jährige.

Vogel mit Generalabrechnung zum VAR

Er sei zwar bekennender Fan der kalibrierten Abseitslinie, aber vermisse klare Richtlinien, wann der VAR eingreifen dürfe und wann nicht. "Ich beginne schon gar nicht mehr zu jubeln bei einem Tor, weil ich nie weiß, wie weit der VAR zurückgeht, was er sieht und was er sich zusammenspinnt. Mir fehlt dann einfach die Linie. Wenn ich eine Linie erkennen kann, die klar definiert wird, dann sage ich: 'Okay, das ist die Linie, die definiert worden ist.' Aber einmal ist es so, dann ist es so. Einmal greift er nicht ein, dann war es eine klare Fehlentscheidung, dann ist es keine klare Fehlentscheidung. Grauzone. Das finde ich schlimm für den Fußball", schimpfte Vogel.

Im restlichen Spielverlauf blieben die Fürther bemüht, hatten aber nicht das nötige Quäntchen Glück im Abschluss, wie etwa als Hrgota in der 63. Minute von der Strafraumkante nur Aluminium traf. Durch die Niederlage verpasste Fürth die Möglichkeit den Abstand zu Preußen Münster auf dem 16. Relegationsplatz auf zwei Punkte zu verringern.

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