Am 24. Spieltag der 3. Liga war der TSV 1860 München zu Gast beim TSV Havelse. Während die Hausherren dringend punkten mussten, um im Abstiegskampf nicht schon früh unterzugehen, ging es für die Münchner auf Tabellenplatz neun darum, nicht den Anschluss zur Spitze zu verlieren.
Nach einer ansehnlichen Hinrunde konnten die Löwen im neuen Jahr noch keinen Sieg einfahren, verloren zuletzt gegen den VfB Stuttgart II mit 1:2. Trainer Markus Kauczinski veränderte im Vergleich zu der Niederlage seine Startelf an drei Stellen: Für Marvin Rittmüller, dem Gelb-gesperrten Kevin Volland und dem österreichischen Nationalspieler Loris Husic starteten Tim Danhof, David Philipp und Raphael Schifferl.
Als Favoriten kamen die Gäste aus München gut in die Partie, drangen in den gegnerischen Strafraum vor, erspielten sich Ecken. Wie erwartet war das Spiel geprägt von Wille und Kampfgeist auf beiden Seiten, Schiedsrichterin Fabienne Michel hatte einiges zu tun, fuhr aber eine klare Linie. Der Aufsteiger kam nach 20 gespielten Minuten richtig ins Spiel, stellte auch die Löwen-Abwehr vor Herausforderungen.
Sigurd Haugen legt vor
Doch in diese Phase (21.) setzten die Gäste einen wichtigen Nadelstich mit einer Dreifachchance. Sigurd Haugens Schuss von rechts aus spitzem Winkel wurde von Havelse-Keeper Tom Opitz unglücklich in die Mitte geklärt, der Nachschuss von Thore Jacobsen wurde vor die Füße von Philipp Maier geblockt, der schlussendlich an Opitz scheiterte. Kurz danach zappelte der Ball im Netz, doch Torschütze Patrick Hobsch stand zuvor im Abseits.
Die Löwen ließen mit der Führung aber nicht lange auf sich warten. Obwohl die Gastgeber mutig dagegenhielten und defensiv kompakt standen, reichte den Münchnern ein perfekt getimter Pass von Philipp Maier und ein Haken im richtigen Moment von Sigurd Haugen, um den Torhüter aussteigen zu lassen und den Ball im Tor zu versenken (29.). Nach einer knappen halben Stunde führte der TSV 1860 mit 1:0.
Hobsch und Lippmann legen nach
Trotz des Treffers vom Mann mit der Maske war es eine solide Vorstellung der Gastgeber, die mutig dagegenhielten. Die prominenten Matschflecken auf Beinen und Hosen zeigten auch, wie viel beide Teams reinwarfen, jeder Zweikampf wollte gewonnen werden. So ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter.
Doch wieder trafen die Löwen die Gastgeber mit einem Treffer ins Mark. Haugen verlängerte einen langen Ball auf der linken Seite für David Philipp, der in den Strafraum zog und den Blick für Patrick Hobsch am langen Pfosten hatte. Nach 53. gespielten Minuten erhöhte Hobsch auf 2:0. Und auch Clemens Lippmann wollte noch nachlegen (60.). Der 19-Jährige zog von links in den Strafraum, probierte es einfach mal selbst. Keeper Opitz war zwar unten, ließ den Ball im linken Eck aber durchrutschen. 3:0 für die Löwen.
Steinkötter & Maier setzen den Deckel drauf
Das Selbstvertrauen der Hausherren schien aber durch drei Gegentreffer alles andere als erschüttert zu sein. Beim Abstoß der Münchner lauerten sie am Strafraum, erarbeiteten sich Eckstöße und Chancen. Vor der Abschlussviertelstunde hatte Havelse mehr Ballbesitz und auch mehr Torschüsse als 1860, belohnte sich allerdings nicht dafür.
Stattdessen setzten die Löwen in der 83. Minute den Deckel drauf. Haugen, zuvor oft im Abseits gestanden, gab nach einem Sprint Richtung gegnerischer Strafraum diesmal an den eingewechselten Justin Steinkötter ab, der am Torwart vorbeitänzelte und zum 4:0 einnetzte. Danach war Havelse nur noch offen, konnte eine Flanke von links nicht klären. Max Reinthaler köpfte ins Zentrum, Philipp Maier musste nur noch sein Bein hinhalten (88.).
Am Ende fuhren die Münchner mit 5:0 einen hohen Pflichtsieg über Aufsteiger Havelse ein, auch wenn es in der Schlussphase noch deutlicher hätte werden können. Die Hausherren waren mutig, konnten aber nichts zählbares davon mitnehmen und stecken nun tiefer denn je im Abstiegskampf.
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