Anton Gavel startet mit dem FC Bayern Basketball in ein neues Abenteuer
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BBL-Auftakt gegen den Ex: Bayern und Bamberg vor pikantem Duell

BBL-Auftakt gegen den Ex: Bayern und Bamberg vor pikantem Duell

Der FC Bayern Basketball startet am Sonntag "ausgerechnet" gegen die Bamberg Baskets in die Basketball-Bundesliga. Mit dem Pokalsieger verbindet den FCB ein Zwist rund um Trainer Anton Gavel. Der Knatsch soll für beide Seiten aber zweitrangig sein.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Am kommenden Sonntag (18.00 Uhr) startet der FC Bayern Basketball in die Basketball-Bundesliga (BBL) – und zwar direkt mit einem äußerst pikanten Leckerbissen. Im heimischen BMW Park empfangen die Münchner die Bamberg Baskets, von denen sich der heutige Bayern-Trainer Anton Gavel im Sommer unter lauten Nebengeräuschen getrennt hatte. Für den 41-jährigen Coach ist die Aufruhr um seine Person mittlerweile Geschichte, vielmehr soll ab sofort sein Schaffen beim FC Bayern im Mittelpunkt stehen.

Gavel vor Auftakt gegen Bamberg: "Kann das nicht beeinflussen"

"Ich kann das nicht beeinflussen", blickte Gavel auf einer Pressekonferenz am Dienstag auf mögliche negative Reaktionen seitens der Bamberg-Fans. "Ich kann lediglich sagen, dass es viele Aussagen und Unterstellungen gab, die so nicht der Wahrheit entsprachen."

Worauf er sich dabei bezieht? Zwischen dem FC Bayern und den Bamberg Baskets hatte es im Sommer gekriselt, weil die Münchner Coach Gavel als Nachfolger von Altmeister Svetislav Pesic verpflichten wollten. Der Trainer kündigte seinen Vertrag in Franken unter Verweis auf einen Formfehler. Bambergs langjähriger Basketball-Mäzen Michael Stoschek zürnte und sprach dem Coach sowie den Bayern Fairness und Anstand ab.

"Aber das Wichtigste ist, dass jetzt alles geregelt ist", merkte Gavel nun an und schob hinterher: "Es geht nicht um meine Person in diesem Spiel, es geht einfach nur darum, dass wir erfolgreich in die Saison starten." Eine gewisse Emotionalität will der Slowake, der die Bamberger in der vergangenen Saison zum Pokalsieg führte, der Partie jedoch nicht absprechen. "Trotzdem wird das Spiel gegen Bamberg immer speziell für mich sein."

FC Bayern startet mit hohen Zielen in die Saison

Vor dem Heimspiel der Münchner sorgt jedoch nicht nur der Knatsch aus dem Sommer für Schlagzeilen, auch die jüngsten Ansagen der Bayern-Bosse schlugen hohe Wellen. "Es muss so sein, dass wir deutscher Meister werden", rief Präsident Herbert Hainer nach einer enttäuschenden Saison mit dramatischer Vizemeisterschaft und Aus im Pokal-Halbfinale als Ziel aus. Basketball-Förderer Uli Hoeneß stellte derweil die Charakterfrage: "Das ist nicht Bayern München", polterte er. "Das hat nicht unbedingt mit der Klasse der Mannschaft zu tun, sondern mit der Mentalität – und die hat mir letztes Jahr nicht gefallen."

Töne, die Gavel keineswegs verunsichern. "Es gibt Druck für alle, aber man muss mit diesem Druck umgehen können. Wenn man als Trainer oder Spieler hierherkommt, dann weiß man, dass die Erwartung automatisch deutlich größer ist", sagte er. "Ich würde unsere Ziele so formulieren: Wir wollen besser als vergangene Saison sein."

Bamberg muss sich neu erfinden

Während sich die Bayern standesgemäß nur an Titeln messen, müssen sich die Bamberg Baskets nach einer überragenden Saison samt Pokalsieg gewissermaßen neu erfinden. Neben Trainer Gavel verließen auch viele Leistungsträger den Klub: Einzig Richard Balint und Daniel Keppeler sind aus dem Kader der vergangenen Spielzeit übriggeblieben. Unter dem neuen Coach Jesus Ramirez wollen sich die Franken nun beweisen.

"Dass Jesus verfügbar war, ist für Bamberg eine sehr glückliche Fügung. Denn mit ihm bekommen wir nicht nur einen BBL-erfahrenen Trainer, sondern zudem einen starken Kommunikator", schwärmte Geschäftsführer Philipp Höhne über den 46-jährigen Spanier. Angesichts des großen Umbruchs sind seine Qualitäten sofort gefragt, viel Zeit bleibt Ramirez mit Blick auf die Bamberger Vision nicht.

Ziel bleiben die Play-offs

Nach der Rückkehr in die Play-offs gilt die erneute Qualifikation für die Postseason als wichtigstes Ziel in Bamberg. Die kniffligste Herausforderung stellt letztlich jedoch der große Umbruch dar: Das Potenzial des neuformierten Kaders wird sich erst in den kommenden Wochen auf dem Platz zeigen. Auf diesem Weg der Neufindung soll vor allem ein Spieler vorangehen: Nationalspieler und Neuzugang Joshua Obiesie wird im Kader eine gewichtige Rolle zugeschrieben und soll sich zum Führungsspieler entwickeln. Wozu die "neuen" Bamberger fähig sind, zeigt sich erstmals am Sonntag im BMW Park zu München.

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