Die Basketballer des FC Bayern haben völlig überraschend den Meisterschaftstitel aus der Hand gegeben. In Spiel 5 gegen Alba Berlin hatten sich die Münchner bis zur Halbzeit zwar einen XXL-Vorsprung von ganzen 20 Zählern aufgebaut, doch der Riesenpuffer sollte am Ende nicht reichen. Alba Berlin zeigte ein Sensations-Comeback, konnte die Partie am Ende mit 84:81 für sich entscheiden und sich so zum neuen Deutschen Meister krönen.
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Besonders bitter aus bayerischer Sicht: Im heimischen SAP Garden in München hätte sich der scheidende Trainer Svetislav Pesic gerne mit einer Meister-Party verabschiedet. Stattdessen gab es in der Halle Enttäuschung und Ratlosigkeit.
Furioser Start für FCB
Beide Mannschaften starteten dynamisch ins Spiel. Jonas Mattisseck dominierte für Alba zunächst die Anfangsminuten. Die Berliner Offensiv-Power ließ dann aber nach, der FC Bayern kam immer besser ins Spiel. Nach dem ersten Viertel und bereits sechs Offensivrebounds gingen die Münchner Hausherren mit 25:20 in die erste Pause.
Das Momentum nahm der FCB auch in die Runde zwei mit und baute die Führung weiter aus. Alba Berlin zeigte mittlerweile nur mehr vereinzelt Lebenszeichen, das Spiel war klar in den Händen der Gastgeber.
Vom 20-Zähler-Vorsprung zum Einbruch
Zur Halbzeit schien die Meisterschaft fast ausgemacht, die Münchner setzten sich immer weiter ab, kassierten nur sieben Punkte und wurden offensiv immer gefährlicher. Der Vorsprung stand nach 20 Minuten bei bereits 20 Zählern (47:27).
Im dritten Viertel folgte plötzlich der drohende Einbruch der Münchner. Alba ließ den Ball in der Offensive grandios laufen, Mattisseck wurde immer und immer gefährlicher. Punkt für Punkt holten die Gäste auf. Der Vorsprung verkürzte sich von 20 auf 9 Zähler – das junge Berliner Team zeigte Comeback-Qualitäten der Extraklasse.
Im Video: Voigtmann, Giffey und Kayil im Interview
Johannes Voigtmann, FC Bayern
Obst patzt durch Foul
Die Berliner brachten München in den letzten beiden Vierteln ordentlich zum Schwitzen und sorgten für einen Dreier nach dem anderen. Wenige Minuten vor Spielende das Unglaubliche: Der 20-Zähler-Vorsprung des FCB war weg. Die Berliner verteidigten perfekt und waren offensiv unglaublich präsent. Eine Minute vor Spielende lag der FCB plötzlich vier Punkte zurück. 24 Punkte hatten die Gastgeber verloren: schlechte Würfe, Müdigkeit, Ideenlosigkeit.
Die Mannschaft der ersten beiden Viertel war nicht mehr wiederzuerkennen. Andreas Obst konnte zwar zwischenzeitlich mit einem Dreier aufzeigen, doch 30 Sekunden vor Schluss der Aussetzer durch ein Foul. Alba nutzte das und rettete die Führung bis zum Spielende.
Im Video: FC Bayern Basketball - Alba Berlin im Re-Live
Spielszene
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