Das Münchner Kindl eröffnet den Countdown bis zur nationalen Olympia-Entscheidung.
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Countdown läuft: Noch ein Monat bis zur Olympia-Entscheidung

Countdown läuft: Noch ein Monat bis zur Olympia-Entscheidung

Am 26. August 1972 wurden die Olympischen Spiele in München eröffnet. Genau 54 Jahre später bewirbt sich die Landeshauptstadt wieder für die Austragung des Großereignisses - und startet einen Countdown bis zur nationalen Entscheidung.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Vor genau 54 Jahren, am 26. August 1972, brachte Langstreckenläufer Günter Zahn die Fackel ins Olympiastadion in München - und eröffnete damit die Olympischen Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt. Passend zu diesem Anlass und genau einen Monat vor der nationalen Entscheidung des DOSB, ob München sich um die Austragung der Spiele bewerben darf, trafen sich Olympiafans am Münchner Marienplatz.

"Wir wollen nochmal zum Ausdruck bringen, dass wir glauben, dass München eine große Strahlkraft auf der internationalen Ebene hat und wir uns deswegen sehr gute Chancen ausrechnen, wenn wir deutsche Bewerberstadt werden", sagte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause auf der Veranstaltung.

Mit Dackel Waldi gegen die Konkurrenz

Mit dabei: Ein drei Meter hoher Riesendackel vor dem Rathaus. Bis zur Entscheidung am 26. September soll das gestreifte Tier dort stehen, wie das Münchner Sportreferat mitteilte. Die Auswahl des Hundes ist kein Zufall. 1972 war Dackel Waldi das Maskottchen der Sommerspiele in München, in Anspielung an die Dackelliebe der Einheimischen. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ließ sich zu Werbezwecken mit dem überdimensionalen Tier fotografieren.

Doch trotz historischer Referenzen an die damaligen Spiele in München: eine "gmahde Wiesn" ist das mit der bayerischen Kandidatur nicht. Auch Berlin und die Region Rhein-Ruhr würden sich gerne um die Austragung in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewerben und hoffen darauf, am 26. September bei der Mitgliederversammlung des DOSB in Baden-Baden den Zuschlag zu bekommen.

Bayerische Wirtschaft unterstützt Olympia-Bewerbung

Das Bündnis Pro Olympia startete deshalb öffentlichkeitswirksam einen Countdown, gemeinsam mit OB Dominik Krause (Grüne) und Wirtschaftsreferent Christian Scharpf. Begleitet wurde die Werbeaktion von der historischen Olympia-Fanfare und einem 20 mal 10 Meter großen Banner. Der Slogan darauf: "Für Deutschlands echte Olympia-Chance".

Schließlich ist man in München fest überzeugt, nach 1972 erneut bestens aufgestellt zu sein. Und auch die bayerische Wirtschaft steht hinter der Bewerbung. "Wenn jemand in Deutschland ein solches Mammut-Event stemmen kann, dann sind es wir in München und in Bayern", konstatierte Wolfram Hatz, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und Mitglied von Pro Olympia. "Ich glaube einfach, dass wir Bayern, wir Münchner so gut sind, dass man an uns einfach nicht vorbeikommt."

"Power-Projekte" für ganz Deutschland

Auch OB Krause erklärte: "München ist bereit für Olympia! Wir bauen auf einem olympischen Erbe auf, das seit 1972 sichtbar lebendig geblieben ist". Man entwickele nachhaltige und zukunftsorientierte Konzepte für "Power-Projekte", von denen ganz Deutschland profitieren könne.

Die Spiele 1972 waren für München Freude und Trauma zugleich. Nach einem heiteren Beginn kam am 5. September der Schock, als palästinensische Terroristen israelische Sportler als Geiseln nahmen, von denen elf starben, ebenso wie ein deutscher Polizist.