Der FC Bayern München hat seine Probe im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid bestanden. Im Estadio Santiago Bernabeu triumphierte der deutsche Rekordmeister 2:1 (1:0) und schuf eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in der kommenden Woche in München.
Kane von Beginn an - Bellingham auf der Bank
Bayern-Trainer Vincent Kompany hatte Harry Kane, der beim 3:2-Sieg gegen den SC Freiburg noch angeschlagen gefehlt hatte, zurück in die Startelf beordert. Daneben liefen die Münchner in der mittlerweile gewohnten Formation mit den Außenverteidigern Konrad Laimer und Josip Stanisic sowie dem Zehner Serge Gnabry auf.
Bei Real blieb Jude Bellingham, der zuletzt über Wochen ausgefallen war, anfänglich auf der Bank. Für den Engländer spielte im Mittelfeld der erst 18-jährige Thiago Pitarch von Beginn an, der bereits im Achtelfinale gegen Manchester City überzeugt hatte.
Upamecano lässt frühe Führung liegen
Die Bayern begannen druckvoll und setzten sich schnell in der Hälfte der Madrilenen fest. Per Standards näherte sich die Kompany-Elf einem Tor an. Die erste ganz große Möglichkeit ließ Dayot Upamecano liegen, als er eine Kopfball-Ablage von Kane im Strafraum aus kurzer Distanz nicht richtig traf, sodass Alvaro Carreras auf der Linie für den geschlagenen Lunin klären konnte (9.).
Manuel Neuer
Die brenzlige Szene schien Real wach zu rütteln. Die Königlichen wurden nun zunehmend gefährlicher und kamen ihrerseits zu Chancen. So mündete ein Konter von Kylian Mbappe und Vinicius Junior in einem Distanzschuss von Vinicius, der Manuel Neuer im Bayern-Tor dazu zwang, ins linke Eck abzutauchen (18.).
Tchouameni sieht Gelb
Das Spiel blieb offen, die Nervosität war beiden Mannschaften anzumerken. Neuer leistete sich beispielsweise einige ungewohnte Fehler im Spielaufbau, bevor Pitarch in der 26. Minute bei einem Rückpass auf Lunin im Strafraum den Ball in den Fuß von Gnabry spielte, dessen Abschluss aber von Lunin gerade noch abgewehrt wurde.
Nach 35 Minuten konnten beide Mannschaften angesichts der Fülle an Möglichkeiten gleichermaßen froh und verärgert über das 0:0 sein. Für verhaltenen Jubel bei den Bayern-Fans sorgte schließlich ein Foul von Aurelien Tchouameni in der 37. Minute. Der Franzose lief Michael Olise in die Hacken und bekam von Schiedsrichter Michael Oliver die Gelbe Karte gezeigt - seine dritte Verwarnung der Champions-League-Saison und damit eine Sperre für das Rückspiel.
Manuel Neuer
Kane trifft nach 20 Sekunden im zweiten Durchgang
Wenig später fiel die Freude des FCB-Anhangs dann alles andere als bescheiden aus. Ein Fehlpass von Vinicius wurde zum Ausgangspunkt für eine schöne Passstafette, an deren Ende Gnabry den Ball in den Lauf von Luis Diaz durchsteckte, der vor Lunin cool blieb und das 1:0 erzielte, mit dem es in die Pause ging.
Nach Wiederanpfiff gelang den Bayern der perfekte Start. Aleksandar Pavlovic luchste Carreras im Mittelfeld den Ball ab, bediente Olise, der an der Strafraumkante nach innen zog und das Auge für Kane hatte, der aus rund 17 Metern mit rechts abzog und nach 20 Sekunden (!) in der zweiten Hälfte zum 2:0 ins rechte Eck traf.
Mbappe verkürzt für Real
Der Zwei-Tore-Vorsprung zeigte Wirkung. Die Bayern wurden zunehmend sicherer, das "Weiße Ballett" tat sich offensiv immer schwerer. Erst ein Aussetzer von Upamecano bei einem langen Ball setzte Vinicius in Szene, der gegen Neuer aber die Nerven verlor und den Ball aus spitzem Winkel neben das Tor setzte. Real-Coach Alvaro Arbeloa reagierte und brachte Bellingham und Eder Militao in der 62. Minute für Pitarch und Dean Huijsen.
Der Wechsel zeigte Wirkung. Madrid wurde stärker. Bellingham schickte Mbappe, der von der Strafraumkante abzog, aber an Neuer scheiterte, der blitzschnell abtauchte und klärte. Die erhöhte Aggressivität Reals zahlte sich aus. Mbappe zog nach einem schönen Zuspiel am zweiten Pfosten aus vier Metern ab. Neuer war zwar zur Stelle, konnte den Versuch aber erst hinter der Linie abwehren. Der Anschluss (74.). Die "Blancos" drängten in der Schlussphase auf den Ausgleich, bissen sich aber ein ums andere Mal die Zähne an Neuer aus, sodass es beim 2:1 für die Münchner blieb.
Manuel Neuer
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