EHC München jubelt nach einem Treffer gegen Adler Mannheim
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"Sind noch nicht fertig": EHC München glaubt an Play-off-Wunder

"Sind noch nicht fertig": EHC München glaubt an Play-off-Wunder

Mit dem Sieg in Spiel vier der Halbfinals gegen die Adler Mannheim ist der EHC München wieder dran. 3:1 stets nun in der Serie. Wenn die Spieler um Kapitän Hager ihr "Hirn im Griff haben", könnten sie in diesen DEL-Play-offs Geschichte schreiben.

Über dieses Thema berichtet: Mittagsmagazin am .

Nach drei Niederlagen und einem 0:3-Rückstand hat der EHC Red Bull München am Dienstag Spiel vier deutlich mit 5:1 gewonnen und damit ein frühes Aus in der Play-off-Halbfinalserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gegen die Adler Mannheim abgewendet. Der Sieg gibt Hoffnung und Selbstvertrauen. "Das zeigt uns, dass noch was drin ist. Wir sind noch lange nicht fertig. Wenn wir unser Spiel spielen, dann haben wir eine sehr, sehr gute Chance, zu gewinnen", formulierte EHC-Verteidiger Philipp Sinn am BR24Sport-Mikrofon anschließend eine Kampfansage.

EHC hat sich Spielglück erarbeitet

Vor allem ab dem zweiten Drittel haben die Münchner aufgedreht. Der Kapitän der Münchner, Patrick Hager, analysierte: "Dass wir näher an den Männern waren, nach vorne besser verteidigt haben und im offensiven Drittel einfach die Scheibe besser bewegt haben, hat uns dann die Möglichkeit gegeben, dass wir Schritt für Schritt Mannheim ein bisschen mehr in die Defensive zwingen."

Speziell nach den ersten beiden unglücklichen Play-off-Niederlagen tat der Sieg in Spiel vier besonders gut. In beiden Duellen hatte der EHC München stark gespielt, doch das Golden Goal in der Overtime war den Mannheimern gelungen. In Spiel zwei war beim entscheidenden Treffer noch dazu viel Pech auf EHC-Seite dabei.

Nun war das Glück endlich mal auf Münchner Seite, darüber freute sich auch Philipp Sinn. "Ich denke, wir haben uns das Glück verdient, erarbeitet. Das war heute auch ein ausschlaggebender Punkt, dass Pucks einfach reingegangen sind, dass springende Pucks auch mal für uns gesprungen sind."

Kapitän Hager fordert: "Hirn im Griff haben"

Nun wird es darauf ankommen, die mentale Stärke beizubehalten, denn der Respekt vor dem Gegner ist groß. "Die sind nicht umsonst Zweiter nach der Hauptrunde und führen hier 3:1 in der Serie. Sie sind eine absolute Top-Mannschaft mit einem Top-Trainer", analysierte Sinn weiter.

Doch Führungsspieler Hager hat mit seinen 37 Jahren viel Erfahrung und weiß, mit welcher Strategie man den Kopf unter Kontrolle bekommt. "Du fokussierst dich auf das, was du kontrollieren kannst. Du gehst aufs Eis, spielst deinen Shift, setzt dich raus – und egal, ob der Shift gut oder schlecht war, beschäftige dich nicht mehr damit, fokussiere dich auf deinen nächsten. Wenn du das schaffst, dass du in diesem Moment bleibst und einfach ins Rollen kommst, dann hast du eine große Chance, dein Hirn ein bisschen im Griff zu haben, dass du nicht wegdriftest." Diese Erkenntnisse gibt Hager in der Kabine auch an die jungen Spieler weiter.

EHC Red Bull München will Play-off-Geschichte schreiben

Jetzt gilt es, zwei Tage zu regenerieren, bevor die Münchner am Freitagabend ab 19 Uhr auswärts auf dem Eis stehen. "Wir stellen uns auf einen heißen Kampf in Mannheim ein", freute sich der Kapitän.

Und auch Verteidiger Sinn ist heiß auf das Spiel. Auf die Frage, ob der EHC München den 0:3-Rückstand als erste Mannschaft der DEL-Geschichte aufholen könne, antwortete er mit Überzeugung: "Wir glauben alle fest daran. Wir sind bereit."