Joshua Kimmich und Luis Diaz feiern ein Tor gegen Leverkusen
Joshua Kimmich und Luis Diaz feiern ein Tor gegen Leverkusen
Bild
Joshua Kimmich und Luis Diaz feiern ein Tor gegen Leverkusen
Bildrechte: picture alliance / kolbert-press | kolbert-press/Marc Niemeyer
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance / kolbert-press | kolbert-press/Marc Niemeyer
Videobeitrag

Joshua Kimmich und Luis Diaz feiern ein Tor gegen Leverkusen

Videobeitrag
> Sport >

Endlich wieder Berlin: Bayern auf dem Weg zur Pokal-Versöhnung

Endlich wieder Berlin: Bayern auf dem Weg zur Pokal-Versöhnung

Der FC Bayern zieht gegen Bayer 04 Leverkusen erstmals seit sechs Jahren wieder in ein Finale im DFB-Pokal ein. Damit ist der Rekordmeister auf gutem Weg, sich mit dem ungeliebten Wettbewerb zu versöhnen. Im Endspiel könnte sich ein Kreis schließen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Den Sieg gefeiert haben die mitgereisten Fans mit einem Klassiker aus dem Liedgut der deutschen Fan-Kultur: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!", skandierten die Anhänger des FC Bayern München, nachdem sie gerade ein 2:0 (1:0) ihrer Mannschaft im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer 04 Leverkusen gesehen hatten.

Sechsjährige Pokal-Durststrecke der Bayern

Nun steht der deutsche Rekordmeister zum ersten Mal seit der Triple-Saison 2020 wieder im Endspiel in der Hauptstadt der Bundesrepublik. Eine sechsjährige Durststrecke auf nationaler Ebene. Eigentlich ein Unding im Selbstverständnis der Bayern.

Zumal die Gegner, an denen das Star-Ensemble von der Isar gescheitert war, sich allzu oft nicht auf Augenhöhe, beziehungsweise sogar in einer Stratosphäre mit den Münchner befunden hatten - eigentlich.

Bayern im Pokal: Pleiten, Pech und Pannen

Losgegangen war die Misere mit einer 5:6-Niederlage im Elfmeterschießen in der zweiten Pokal-Runde gegen den damaligen Zweitligisten Holstein Kiel. Im Jahr darauf folgte eine heftige 0:5-Klatsche gegen Borussia Mönchengladbach, bevor man eine Saison später immerhin erst im Viertelfinale gegen den SC Freiburg das Nachsehen hatte.

Waren die Endstationen Gladbach und Freiburg zumindest vom Status des Kontrahenten her noch zu verkraften, war die Geschichte in der nachfolgenden Spielzeit eine andere. Unter Thomas Tuchel verlor die Mannschaft um Neuzugang Harry Kane sensationell beim 1. FC Saarbrücken aus der 3. Liga, was Ratlosigkeit beim damaligen Trainer und im Verein auslöste. Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, war ja bekannt, aber dass er sogar die Naturgesetze umschreibt, war dann doch neu.

Saarbrücken-Blamage als Startschuss für titellose Bayern-Saison

Das Aus gegen Saarbrücken war gewissermaßen auch der Auftakt für die erste titellose FCB-Saison seit zwölf Jahren, was letztlich zur Trennung von Tuchel und der Verpflichtung von Vincent Kompany führte. Ein Umstand, über den man an der Säbener Straße heute im Rückblick äußerst froh sein dürfte.

Denn auch wenn der Belgier in seiner ersten Spielzeit an der bayerischen Seitenlinie den Pokal-Fluch nicht brechen konnte und nach einem Platzverweis gegen Manuel Neuer im Achtelfinale gegen Leverkusen (0:1) die Segel streichen musste, liegt der gesamte FCB-Kosmos dem Coach mittlerweile zu Füßen.

Kompany: Pokal-Finale "ein großes Geschenk"

Kompany hat mit seinem Auftreten manche Woge im sonst chronisch hektischen Bayern-Umfeld geglättet und so würde es nun wirklich niemanden wundern, wenn er den Klub zum ersten Pokalsieg seit sechs Jahren führt.

Der frühere Weltklasse-Innenverteidiger weiß um die Bedeutung des Endspiels im Berliner Olympiastadion. "Seit dem ersten Tag sprechen alle über Berlin. Den Klub dorthin zurückzubringen, ist ein großes Geschenk", schwärmte Kompany nach der Partie im ZDF.

Neuer: "Habe Berlin auf jeden Fall vermisst"

Wie groß der Hunger auf den 21. Pokalsieg der Vereinsgeschichte ist, unterstrich auch Kapitän Neuer. "Ich habe Berlin auf jeden Fall vermisst. Es waren immer herausragende Spiele dort und es ist ein besonderer Tag für den ganzen Verein", schwärmte der Weltmeister von 2014, der den "Pott" bereits sechsmal in die Höhe stemmen durfte.

Nun ist eine Versöhnung mit dem zweiten nationalen Wettbewerb zum Greifen nahe. Im Finale am 23. Mai wird der Gegner entweder VfB Stuttgart oder SC Freiburg heißen. Entweder geht es also gegen den amtierenden Pokalsieger, gegen den man 2013 mit einem 3:2 im Endspiel in Berlin das erste Triple der Vereinsgeschichte perfekt machte. Oder es warten die Breisgauer, gegen die eben 2023 im Pokal Schluss gewesen war. So oder so: In beiden Fällen würde sich mit einem weiteren Sieg also ein Kreis in der Pokal-Historie der Münchner schließen.

Video: Endlich wieder Berlin: Der FC Bayern steht im Pokalfinale

Aleksandar Pavlovic nach dem Finaleinzug im DFB-Pokal
Bildrechte: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Ulrik Pedersen
Videobeitrag

Aleksandar Pavlovic nach dem Finaleinzug im DFB-Pokal

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!