v. links: Uli Hoeneß, Jan-Christian Dreesen und Max Eberl auf der Tribüne.
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v. links: Uli Hoeneß, Jan-Christian Dreesen und Max Eberl auf der Tribüne.
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Festgeldkonto aufgestockt? FC Bayern winken hohe UEFA-Prämien

Festgeldkonto aufgestockt? FC Bayern winken hohe UEFA-Prämien

Der spektakuläre Halbfinaleinzug des FC Bayern in der Champions League ist nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern auch finanziell wichtig. Seit der Warnung über das schrumpfende Festgeldkonto von Hoeneß dürfte die Kritik an Eberl nun nachlassen.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Der Jubel nach dem Viertelfinalsieg über Real Madrid am Mittwochabend war sowohl auf dem Rasen bei den Spielern als auch auf den Tribünen bei den Vereinsbossen groß. Denn es jubelten nicht nur die Spieler über eine weitere sportliche Herausforderung im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain; auch die Verantwortlichen des Vereins dürften sich mit Blick auf die Finanzen über eine weitere Runde Königsklasse gefreut haben - allen voran Sportvorstand Max Eberl.

Nach Hoeneß' Warnung: Hohe Prämien für Halbfinaleinzug

Im April 2025 hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß Alarm geschlagen. "Von unserem Festgeldkonto ist nicht mehr viel da", sagte er damals. "Wir müssen wirtschaftlich umdenken." Laut Sport Bild drohte der Klub in diesem Geschäftsjahr sogar rote Zahlen zu schreiben. Die Hoeneß-Aussage muss im Nachgang nicht nur als Warnung vor einer möglichen finanziellen Pleite gesehen werden, sondern auch als Mahnung an Max Eberl. Mit hohen Ausgaben für Neuverpflichtungen und enormen Gehältern der Spieler war der Sportvorstand laut Medienberichten intern in die Kritik geraten und zum Sparen angehalten worden.

Mit dem Einzug ins Halbfinale sind dem FC Bayern jetzt aber hohe Prämien sicher. Konkret gibt es von der UEFA für die Teilnahme in der Runde der letzten vier weitere 15 Millionen Euro. Damit steigerte der deutsche Rekordmeister seine Einnahmen in der Champions League auf 83,445 Millionen Euro an Startgeldern und Erfolgsprämien.

Dreesen zu Finanzen: "In jeder Hinsicht ein Erfolg"

Sollten die Bayern auch gegen Paris weiterkommen, würde die Kasse beim Bundesliga-Tabellenführer noch einmal klingeln. Beim Endspiel am 30. Mai in Budapest gibt es die Höchstprämie von 25 Millionen Euro für den Sieger. 18,5 Millionen Euro bekommt der Verlierer. Die Gesamteinnahmen inklusive der sogenannten Wertprämie (rund 40 Millionen Euro) sowie den Ticketeinnahmen aus nun sieben Heimspielen könnten am Ende 150 Millionen Euro übersteigen.

"Es ist in jeder Hinsicht ein Erfolg. Und es macht mir in jeder Hinsicht Freude", sagte Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen angesprochen auf die finanzielle Bedeutung des Halbfinaleinzugs nach dem Sieg über Real Madrid.

Schwarze Zahlen für die neue Saison?

Das Geld braucht Deutschlands Top-Klub, um das berüchtigte Festgeldkonto wieder aufzustocken, sich seinen teuren Kader um Spitzenverdiener wie Harry Kane, Jamal Musiala oder Joshua Kimmich dauerhaft leisten zu können. Und um im Sommer womöglich weitere große Transfers tätigen zu können. Auch Sportvorstand Max Eberl wird sich freuen, dass die Aussichten auf schwarze Zahlen beim FC Bayern wieder gut stehen. So könnte er möglicherweise wieder mehr Freiheiten bei der Kaderzusammenstellung für die kommende Saison genießen - und mit guten Argumenten, sportlich und finanziell, in Gespräche über eine mögliche Verlängerung seines 2027 auslaufenden Vertrages gehen.

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