Die SpVgg Greuther Fürth stand am 1. Spieltag der 2. Bundesliga 2026/27 vor einer kniffligen Aufgabe. Am Samstag waren die Mittelfranken, die nach einer turbulenten Vorsaison samt Klassenerhalt in der Relegation nun eine ruhigere Spielzeit einläuten wollen, bei St. Pauli gefordert. Beim Bundesliga-Absteiger erkämpften sich die Fürther ein verdientes 1:1-Remis.
Greuther Fürth startet mit neuem Gesicht
Der im Sommer vollzogene XXL-Umbruch spiegelte sich in der Startelf der Spielvereinigung wider. Allein in der Anfangsformation von Trainer Heiko Vogel fanden sich mit Torwart Florian Hellstern (Stuttgart), Krisztián Keresztes (Nyíregyháza Spartacus), Jannis Heuer (Münster), Ole Pohlmann (Rio Ave) und Shinta Appelkamp (Düsseldorf) fünf Neuverpflichtungen. Viel Zeit zur Eingewöhnung benötigte das Kleeblatt aber nicht.
Vor 29.128 Zuschauern im Millerntor-Stadion spielte sich eine ausgeglichene Anfangsphase ab, Greuther Fürth mischte aktiv mit und tastete sich immer wieder nach vorn. Vor dem Tor von St. Pauli wurde es aber erst in der 19. Minute erstmals brenzlig: Nach einem langen Ball von Shinta Appelkamp marschierte Felix Klaus allein auf Torhüter Ben Voll zu, an dem er mit seinem Rechtsschuss scheiterte.
Auf die kalte Dusche folgt die Fürther Antwort
Der 33-jährige Stürmer hatte zwei weitere Male die Führung auf dem Fuß. In der 36. Minute schnappte sich Voll einen Abschluss aus wenigen Metern im Nachfassen, kurz vor der Pause rauschte ein strammer Rechtsschuss seitens Klaus knapp über die Latte (44.). Auf der anderen Seite zeichnete sich derweil Keeper Florian Hellstern aus, unter anderem streckte sich der 18-Jährige bei einem Kopfball ins lange Eck mächtig und verhinderte so das 0:1 (25.). So ging es mit einem 0:0 in die Pause, beide Mannschaften bewegten sich bis dahin auf Augenhöhe.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte die kalte Dusche für die Mittelfranken. Bei einer Freistoßflanke vom linken Flügel konnte Marcus Mathisen ungestört den Ball mit voller Wucht ins Tor köpfen (46.). Die Vorlage verzeichnete übrigens ausgerechnet Branimir Hrgota. Die Fürther Vereinslegende hatte den Verein im Sommer nach sieben gemeinsamen Jahren in Richtung St. Pauli verlassen.
Die Antwort der Spielvereinigung ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem Klaus in der ersten Hälfte noch mehrmals an Voll gescheitert war, nahm er einen Steckpass von Jannik Dehm in den Sechzehner sehenswert mit und schloss auf das linke Eck ab. Mathisen warf sich aber dazwischen und fälschte die Kugel unhaltbar nach rechts unten ab (52.).
St. Pauli drückt in der Schlussphase, Fürth hält dicht
Anschließend ging es munter hin und her, die erneute Führung von St. Pauli durch Martijn Kaars wurde durch eine Abseitsentscheidung gegen die Gastgeber zurückgenommen (57.). In der 68. Minute bewahrte Hellstern mit einer Glanzparade gegen einen Kopfball von Kaars aus kurzer Distanz die Fürther vor dem Rückstand.
St. Pauli übernahm nunmehr das Zepter und versuchte das 2:1 durch seine spielerische Überlegenheit zu erzwingen. Die Fürther boten den Hausherren aber keine Lücken an und brachten das letzten Endes verdiente 1:1 über die Zeit. Weiter geht es für Fürth am kommenden Spieltag mit einem besonderen Leckerbissen. Am nächsten Samstag steht zu Hause das Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg auf dem Programm (13.00 Uhr).
Im Audio: Fürth-Remis auf St. Pauli
Felix Klaus hat das 1:1 für Greuther Fürth gegen St. Pauli erzielt
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