Am allerletzten Spieltag einer enttäuschenden Saison musste der 1. FC Schweinfurt eine weitere Niederlage einstecken: Gegen Erzgebirge Aue gingen die Absteiger in der 27. Minute zwar in Führung, mussten dann aber dabei zusehen, wie die Gäste die Partie allmählich an sich rissen und am Ende mit 4:2 siegten. Die Torschützen für die Hausherren waren Sebastian Müller (27.) und Johannes Geis (63., Foulelfmeter), für Verl trafen Doppeltorschütze Marcel Bär (35., 67.) durch einen Handelfmeter, Erik Weinhauer (45.+2) und Jannic Ehlers (70.).
Für Schweinfurt geht eine historisch schlechte Saison mit 21 Punkten zu Ende - keine andere Drittliga-Mannschaft in der Geschichte hatte am Ende der Spielzeit weniger Punkte. Bislang hielt Werder Bremen diesen Negativrekord mit 22 Punkten (Saison 2011/12).
Starker Start von Schweinfurt
Im Gegensatz zum letzten Ligaspiel wechselte Trainer Jermaine Jones auf zwei Positionen: Luca Trslic und Ekin Celebi starteten für Joshua Endres und Luca Zeller.
Zuletzt konnten sich die Schnüdel allmählich wieder stabilisieren. Durch vier Remis hatten sie allmählich zu etwas Konstanz gefunden. Auch am letzten Spieltag der Saison sollte sich diese Stabilisierung fortsetzen: Die Hausherren gingen stärker ins Spiel und gingen verdient in Führung. Müller wurde sauber von Doktorczyk bedient und konnte aus 16 Metern abschließen.
Geis verwandelt Elfmeter
In einer unübersichtlichen Situation vor dem Schweinfurter Tor, wollte Celebi den Ball an den Strafraum dribbeln. Dabei sprang ihm der Ball an den Arm, der Schiedsrichter gab Handelfmeter. Den verwandelte Bär zum Ausgleich (1:1). Rund zehn Minuten später drehte Weinhauer die Partie, in dem er eine Sahne-Flanke von Bär verwandelte - 1:2.
Doch in der 63. Minute waren es die Schnüdel, die das Elfmeter-Glück hatten. Zobel ließ bei einem Zweikampf gegen Grimbs das Bein stehen, der Schweinfurter kam zu Fall und holte den Foulelfmeter für seine Mannschaft raus. Der frühere Bundesliga-Spieler Johannes Geis, der später bei "Magenta Sport" seinen Weggang bekanntgab - obwohl er offenbar gerne geblieben wäre, platzierte den Ball ins linke Eck. Doch der Jubel über den Ausgleichstreffer war nur von kurzer Dauer. In den nächsten Minuten schlugen die Gäste gleich zwei Mal zu: Erst erhöhten sie - erneut durch Bär - auf 3:2, dann entschied Jannic Ehlers das Spiel durch seinen 4:2-Traumtreffer.
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