Ein wenig ärgern wollten die Regensburger zum Abschluss der Saison in der 3. Fußball-Liga den Tabellenzweiten FC Energie Cottbus. Sodass dieser vielleicht doch noch stolpert auf dem Weg zum Aufstieg. Doch das Vorhaben gelang den Oberpfälzern am Samstag nicht: Zu dominant waren die Lausitzer beim 1:0 (1:0)-Erfolg – und steigen so verdient in die zweite Spielklasse auf, aus der der Jahn vor einem Jahr abgestiegen war. Nach Schlusspfiff stürmten die Cottbuser Fans den Regensburger Platz. Sie hatten bereits zuvor das gesamte Spiel über Pyrotechnik gezündet.
Hausner sieht Jahn im BR-Interview gut aufgestellt
Die Regensburger, das war schon zuvor klar, gehen dagegen in die nächste Saison im "Draufzahlgeschäft" 3. Liga, wie die Spielklasse so viele Experten und Vereinsverantwortliche betiteln. Als Tabellenzwölfter beendeten sie nach der Niederlage am Samstagnachmittag die Saison, die sich als stetes Auf und Ab bilanzieren lässt.
Dass der Jahn nach einem äußerst schwachen Saisonstart aber im Laufe der Spielzeit doch zurück in die Spur fand, werten sie in der Oberpfalz als Erfolgserlebnis. Weil der Klub nun weiß, was in dieser so engen Liga auf ihn zukomme, sieht der Jahn-Geschäftsführer Philipp Hausner ihn für die neue Saison besser aufgestellt, wie er im „Blickpunkt-Sport“-Halbzeitinterview im BR Fernsehen verriet.
Traumtor Boziaris - Schönfelder scheitert an Cottbus-Torwart Funk
Auf dem Spielfeld war von der Regensburger Sicherheit am Samstag allerdings noch wenig zu sehen. Von Beginn an bestimmte der große Favorit die Partie – und hatte in der 20. Minute seine erste große Torchance: Axel Borgmann scheiterte nach einer Ecke per Volley an der Regensburger Kreuzeck-Latte. Danach köpfte Moritz Hannemann zu schwach für den SSV-Keeper Moritz Gebhardt.
Kurz darauf jubelte Energie aber dann trotzdem – nach einem Traumtor von Giannis Boziaris. Der 23-Jährige traf aus 20 Metern in den rechten Torwinkel (28.). Dieser Kunstschuss schien nun auch die Regensburger aufgeweckt zu haben. Oscar Schönfelder scheiterte nach einem Konter im Fünfmeterraum an FCE-Torwart Marius Funk (33.) – und Christian Kühlwetter schoss kurz darauf knapp daneben (35.).
Cottbuser Jubel nach Schlusspfiff
Nach der Halbzeitpause jubelte dieser sogar vermeintlich über den Ausgleich, stand jedoch zuvor im Abseits (47.). Trotzdem: Das Team von Trainer Sascha Hildmann war nun besser im Spiel und die Cottbuser schienen es ein wenig mit der Angst zu tun bekommen zu haben, ihre Führung zu verspielen. So verlagerten sie sich aufs Verteidigen.
Der Jahn kam allerdings auch nicht mehr zu allzu vielen nennenswerten Gelegenheiten. In der Nachspielzeit scheiterte Noel Eichinger am Cottbuser Verteidiger Awortwie-Grant, der auf der Torlinie klärte. Kurz darauf erhielten die Regensburger einen Elfmeter nach einem Foul an John Posselt, doch Florian Dietz versagten die Nerven: Er probierte es halbhoch in die Mitte, Funk parierte mit seinen Beinen. Und die Aufstiegsparty der Cottbuser mit Pyrotechnik und Platzsturm begann nach Schlusspfiff ...
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