Torwart Sven Ulreich (FC Bayern Muenchen) und Torwart Manuel Neuer
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Torwart Sven Ulreich (FC Bayern Muenchen) und Torwart Manuel Neuer

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Dritter Torwart im Rampenlicht: Ulreich vor emotionalem Comeback

Dritter Torwart im Rampenlicht: Ulreich vor emotionalem Comeback

In der Bundesliga am Samstag wird Sven Ulreich wieder im Rampenlicht stehen. Beim FC Bayern macht sich niemand Sorgen um die Leistung des Schlussmanns, auch wenn er sich beim letzten Duell gegen Leverkusen von seinen Emotionen übermannen ließ.

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Das letzte Mal, als Sven Ulreich ein Bundesliga-Spiel im Tor des FC Bayern bestritt, war im September 2024 gegen Werder Bremen. Mit einem 5:0-Sieg fuhren die Münchner nach Hause, der Keeper hielt sein Tor sauber. Eine Woche nach seinem Auftritt saß er gegen Leverkusen zwar wieder auf der Bank, stand aber trotzdem kurzzeitig im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Ulreichs emotionaler Ausfall gegen Leverkusen

Ein Video, das nach dem Spiel viral ging, zeigte Ulreichs lautstarke Beschwerde über ein Zeitspiel der Leverkusener und den Satz: "Hey, hey, setz dich hin, Rolfes, du Wichser." Der FC Bayern teilte mit, dass die Sätze in der Hitze des sportlichen Wettbewerbs gefallen seien und der Keeper entschuldigte sich für seinen verbalen Ausfall. Es war ein emotionaler Moment. Der DFB verhängte anschließend eine Strafe: ein Spiel Sperre und eine Geldstrafe von 20.000 Euro.

Anderthalb Jahre später steht der 37-Jährige wieder gegen Leverkusen im Rampenlicht, da Manuel Neuer mit einem Muskelfaserriss und Jonas Urbig wegen einer Gehirnerschütterung, die er sich beim 6:1-Sieg in Bergamo zuzog, ausfallen. Die Rolle als Nummer drei beim FC Bayern hat er mit Professionalität angenommen, wie Sportvorstand Max Eberl vor dem Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 14. März, 14 Uhr bei BR24Sport im Liveticker und der Audio-Reportage) bestätigt: "Er kennt die Rolle des Einspringens, wenn jemand verletzt war. Jetzt hat er auch wirklich klaglos die Rolle angenommen, dass mit Jonas eben ein neuer zweiter Torwart dazugekommen ist."

Kompany über Ulreich: "Stabile Persönlichkeit"

Nun wird es für Ulreich gegen Leverkusen wieder ein emotionales Spiel werden. Nicht, weil man wieder einen verbalen Ausrutscher erwarten würde, sondern weil es sein erster Einsatz seit dem heftigen Schicksalsschlag ist, der seine Familie im Sommer letzten Jahres getroffen hat. Sein Sohn Len verstarb mit sechs Jahren nach einer schweren Krankheit.

Damals haben Eberl und der FC Bayern versucht, seinen Spieler, diese "sehr große Persönlichkeit", so gut es geht zu unterstützen. "Er hat eine schwere Zeit gehabt, wir als Verein haben geholfen, wo wir geholfen haben. Das hat verbunden."

Blickt man aufs Sportliche, so macht sich beim Tabellenführer niemand Sorgen um die Leistung der Nummer drei. "Stabile Persönlichkeit, stabiler Torwart mit viel Erfahrung", attestiert Trainer Vincent Kompany dem Schlussmann vor dem Spiel. "Wir haben mit Ulle schon Spiele gewonnen und das wollen wir morgen wieder machen." Wie es danach für Ulreich weitergeht, bleibt abzuwarten. Urbig wird wohl auch im Champions-League-Rückspiel gegen Atalanta (Mittwoch, 18. März, 21 Uhr im Liveticker und der Audioreportage) ausfallen. Danach wird Ulreich wohl wieder seinen Stammplatz auf der Bank einnehmen. Ob er dann seinen auslaufenden Vertrag verlängert? Sein Auftritt gegen Leverkusen wird die Antwort auf diese Frage zweifelsohne beeinflussen.

Davies, Musiala & Ito fallen aus

Neben den zwei Torhütern Neuer und Urbig werden auch Hiroki Ito (Muskelfaserriss), Alphonso Davies (Oberschenkel) und Jamal Musiala (Sprunggelenk) das Bundesliga-Spiel verpassen. Kompany rechnet jedoch damit, dass die verletzten Spieler spätestens nach der Länderspielpause Ende März wieder einsatzbereit sein werden.

Trotz Belastungssteuerung könne man manchen Verletzungen nicht vorbeugen: "Man kann so professionell sein, wie man will, aber man muss auch Respekt haben davor, dass ein Körper nicht reagiert, wie man das möchte", weiß Kompany. Trotzdem blickt der Coach positiv auf das Duell mit Leverkusen: "Wir haben volles Vertrauen in unsere Jungs." Ein Blick auf die Tabelle, in der die Münchner elf Punkte Vorsprung auf Platz zwei (Borussia Dortmund) und 22 Punkte Abstand auf Leverkusen haben, zeigt, dass dieses Vertrauen nicht unbedingt unbegründet ist.

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