Zum Abschluss der Pressekonferenz hatte Vincent Kompany noch eine Überraschung parat. "Sie können kurz alles aufschreiben", sagte er zu den anwesenden Journalisten: "Ito (Hiroki Ito, Anm. d. Red.) ist nicht dabei, Phonzy (Alphonso Davies, Anm. d. Red.) ist nicht dabei und Harry Kane ist nicht dabei."
Kane fehlt FC Bayern gegen Gladbach
Dass die Defensiv-Leute Ito und Davies am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach nicht mit von der Partie sein würden, war bereits vorab klar gewesen, aber dass Kane ebenfalls ausfällt, war vorher nicht bekannt gewesen.
Kompany glättete die aufkommenden Sorgenfalten bei den Fans des FC Bayern München direkt, indem er verkündete, dass Kane sich nach einem Schlag auf die Wade einfach nicht rechtzeitig erholt hat und nur gegen Gladbach fehlen soll.
Wackelt Kanes Jagd auf den Lewandowski-Rekord?
Nun ist der Ausfall des Stürmers für den deutschen Rekordmeister nicht aufgrund der Dauer kein Weltuntergang. Angesichts von elf Punkten Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund in der Meisterschaft hätte er wohl sowieso im ein oder anderen Liga-Spiel eine Pause bekommen.
Doch für Kane könnte die Verletzung durchaus Folgen haben. Das heißt weniger für den Goalgetter selbst als vielmehr für seine Jagd auf den Rekord für die meisten Tore in einer Bundesliga-Saison, der aktuell (noch) von Robert Lewandowski mit 41 Toren in der Spielzeit 2020/21 gehalten wird.
Kane-Vorteil gegenüber Lewandowski
Nach 24 Einsätzen an den ersten 24 Spieltagen hat Kane 30 Treffer auf seinem Konto. Zuletzt war er in den vergangenen fünf Matches neunmal erfolgreich. Zum Vergleich: Lewandowski hatte in seinem Rekordjahr zum selben Zeitpunkt in der Saison bereits 31-mal getroffen und dabei bereits ein Spiel verpasst.
Ein Hoffnungsschimmer für Kane ist die Tatsache, dass Lewandowski im Endspurt der Spielzeit 2021 vier Partien mit einer Bänderdehnung verpasste. Ist Kane also wie von Kompany angedeutet in der nächsten Woche wieder fit und verletzt sich nicht erneut, hat er mehr Gelegenheiten, um Lewandowskis Bestmarke zu knacken, auch wenn der Pole die bessere Torquote pro gespieltes Spiel (1,41) behalten dürfte.
Torquote lässt Kane hoffen
Dass der Lewandowski-Rekord für Kane zu den Zielen in der laufenden Saison gehört, hatte er nach seinem jüngsten Doppelpack gegen Borussia Dortmund (3:2) bei Sky bestätigt. "Ja, auf jeden Fall! Ich muss einfach damit weitermachen, was ich bisher getan habe", hatte er da erklärt und angekündigt: "Wir werden Ende April, Anfang Mai sehen, ob es möglich ist."
Selbst mit dem Ausfall gegen Gladbach sieht es aber gut für Kane aus: Legt man seinen bisherigen Schnitt von 1,25 Treffern pro Bundesliga-Partie zu Grunde, würden ihm auch neun Spiele reichen, um die Marke von 41 Toren zu erreichen, womit er den Rekord mit Lewandowski teilen würde. Eine Garantie, dass ihm das gelingt, gibt es allerdings nicht.
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