Er ist eines der Symbole für den Aufschwung beim FC Augsburg und seit Neuestem auch Rekordtorschütze der Fuggerstädter in der Bundesliga: Michael Gregoritsch. In seiner dritten "Amtszeit" bei den Schwaben ist der Österreicher wertvoll wie nie.
Gregoritsch schießt Augsburg aus dem Tabellenkeller
Von Juli 2017 bis Januar 2020 war Gregoritsch erstmals im FCA-Trikot aufgelaufen, bis der FC Schalke 04 ihn für die Rückrunde der Corona-Saison 2019/20 auslieh. Nach dem Ende seiner Zeit bei den Königsblauen stürmte der heute 32-Jährige noch einmal zwei Jahre für die Augsburger, bevor es ihn im Sommer 2022 ablösefrei zum SC Freiburg zog.
Erst Anfang dieses Jahres feierte "Gregerl" sein zweites Comeback in Augsburg. Zunächst half er als Leihgabe des IF Bröndby aus dem Winter-Transferfenster mit sechs Toren und drei Vorlagen ab Januar, seinen neuen, alten Klub aus dem Abstiegskampf auf Rang neun in der Endabrechnung zu hieven.
In seiner dreieinhalbjährigen Abwesenheit aus Augsburg hat sich im Verein einiges getan. "Es hat sich extrem viel verändert", berichtete Gregoritsch bei seinem Besuch in Blickpunkt Sport am Sonntagabend: "Es ist viel größer geworden und wir haben uns in vielen Dingen weiterentwickelt."
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Michael Gregoritsch jubelt im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen
Gregoritsch: FCA-Neuerungen "eine Riesenerleichterung"
Eine konkrete Verbesserung ist für den Goalgetter etwa das durch den Verein bereitgestellte Frühstück. "Das ist eine Riesenerleichterung für Einige. Sich vor dem Training Frühstück zu machen, ist vor allem in jungem Alter ein bisschen schwieriger, als wenn man schon etwas älter ist. Das sind so Kleinigkeiten, an denen man einfach merkt, dass sie den ganzen Verein auf ein neues Level heben", so Gregoritsch.
Das gelungene Experiment an alter Wirkungsstätte weckte auf beiden Seiten die Lust nach mehr. Für 700.000 Euro holte die FCA-Führung um Sportdirektor Benjamin Weber Gregoritsch endgültig aus Dänemark zurück.
Gregoritsch: "Blindes Verständnis" mit Baum
Ein wichtiger Faktor dabei: Coach Manuel Baum, der Gregoritsch bereits von 2017 bis April 2019 in Augsburg trainiert hatte. "Manuel Baum hat eine riesige Rolle gespielt. Wir haben immer wieder losen Kontakt gehabt in der Zeit, in der wir nicht zusammengearbeitet haben", gab Gregoritsch Einblick in die Beweggründe für sein Comeback bei den Rot-Grün-Weißen.
Mit Baum verbindet den WM-Fahrer ein besonderes Verhältnis. "Es ist auf eine gewisse Art und Weise ein blindes Verständnis", erklärte Gregoritsch: "Er gibt mir extrem viel Vertrauen, lässt mir große Freiheiten, die wir davor besprochen haben."
Wie wohl sich der gebürtige Grazer in Augsburg fühlt, kann man an seinen Leistungen ablesen. Für keinen anderen Verein stand er häufiger auf dem Feld (150 Spiele), nirgends traf er öfter (40) oder bereitete mehr Tore vor (12).
Gregoritsch in Torschützenliste vor Kane
Nach drei Spieltagen in der neuen Bundesliga-Saison hat er schon drei Tore geschossen - zwei mehr als FC-Bayern-Superstar Harry Kane. Mit seinem Doppelpack am Samstag beim 2:2 gegen Bayer 04 Leverkusen schnappte er sich zudem mit nun 38 Bundesliga-Treffern die Bestmarke für die meisten Tore eines Augsburgers im deutschen Oberhaus.
Die Tabellenführung des 2. Spieltags ist durch das Unentschieden zwar dahin, doch mit sieben Punkten grüßt der FCA weiterhin von Rang drei, womit der Verein aus der alten Römerstadt dank des besseren Torverhältnisses unter anderem vor dem FC Bayern rangiert.
Gregoritsch: "Sind trotzdem das gallische Dorf"
Ein Umstand, der auch Gregoritsch nicht verborgen geblieben ist. "Wir verkörpern zwar die Römer, aber sind trotzdem das gallische Dorf", grinste er in Anspielung auf die französischen "Asterix"-Comics mit Blick auf die Tabellensituation.
Bei aller im Fußball-Geschäft üblichen Bescheidenheit nach außen hält Gregoritsch getreu seinem Motto "Niemals in Stille bewundern" nichts von übertriebenem Understatement.
"Wir wissen schon, wo wir herkommen, und nehmen das mit einem Schmunzeln, aber auch einer gewissen Portion Stolz. Wir haben uns diese Punkte in der Bundesliga erarbeitet und solange wir das weiter so durchziehen können, versuchen wir das auch zu machen", gab sich der österreichische Nationalspieler selbstbewusst.
Im Video: Die Highlights von FC Augsburg - Bayer 04 Leverkusen
Zweikampf zwischen Chrislain Matsima und Christian Kofane
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