Luis Diaz (links) und Christian Dingert (rechts)
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Christian Dingert schickte Luis Diaz vorzeitig zum Duschen
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Christian Dingert schickte Luis Diaz vorzeitig zum Duschen

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Schiri Dingert sagt Sorry an Diaz: "Würde ich nicht mehr geben"

Schiri Dingert sagt Sorry an Diaz: "Würde ich nicht mehr geben"

Das Duell zwischen dem FC Bayern und Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga lässt die Gemüter hochkochen. Schiedsrichter Christian Dingert muss viele schwierige Entscheidungen treffen. Eine davon bereut der Unparteiische.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Schiedsrichter Christian Dingert hat nach dem Unentschieden des FC Bayern München gegen Bayer 04 Leverkusen (1:1) am Samstag in der Bundesliga eine Fehlentscheidung beim Platzverweis für Bayerns Luis Diaz in der Schlussphase zugegeben.

Dingert über Diaz-Platzverweis: "Aus dem Spiel heraus war es für mich klar"

Der Kolumbianer, der in der 74. Minute bereits wegen hohen Beins verwarnt worden war, hatte wegen einer vermeintlichen Schwalbe im Strafraum seine zweite Gelbe Karte gesehen (84.). Damit war der Flügelstürmer bereits der zweite Münchner, der während der Partie vom Feld flog. In der ersten Hälfte war bereits Nicolas Jackson wegen eines harten Fouls an Martin Terrier vorzeitig zum Duschen geschickt worden.

Nach dem Match gestand Dingert am BR-Mikrofon ein, dass Gelb-Rot für Diaz ein Fehler war. "Aus dem Spiel heraus war es für mich klar", erklärte der 45-Jährige den Prozess der Entscheidungsfindung: "Es sah für mich so aus, als ob der Spieler abhebt."

Diaz-Platzverweis? "Würde ich nicht mehr geben"

Dabei nahm der Unparteiische jedoch nicht wahr, dass Diaz durchaus von Bayer-Keeper Janis Blaswich am Fuß berührt worden war. "Den anschließenden Kontakt habe ich aus dem Spiel heraus nicht gesehen. Im Endeffekt ist es kein Elfmeter, weil vorher der Kontakt gesucht wurde", analysierte Dingert.

Die Berührung zwischen Diaz und Blaswich bewegte den Diplom-Verwaltungswirt im Nachhinein zum Umdenken. "Allerdings, wenn ich jetzt die Bilder anschaue, ist die Gelb-Rote Karte sehr hart. Ich würde sie jetzt mit den Bildern nicht mehr geben", befand er.

Warum griff der VAR nicht ein? Dingert erklärt

Pech für die Bayern: Gelbe Karte dürfen laut Regelbuch aktuell noch nicht durch den Video-Assistenten überprüft werden. Das wusste auch Dingert: "Der VAR kann in dem Moment da nicht eingreifen. Das soll ab Sommer kommen. Da können wir im Moment aber nichts tun."

Das Duell zwischen dem Tabellenführer und dem Sechsten der Bundesliga hatte den erfahrenen Offiziellen immer wieder gefordert: Zwei Platzverweise und drei aberkannte Tore standen am Ende zu Buche. Obendrein tobte Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Anschluss bei der "Bild" über "die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesliga-Spiel erlebt habe". Auch FCB-Trainer Vincent Kompany zeigte sich unzufrieden.

Dingert: "Man kann sich manchmal die Szenen nicht aussuchen"

Dingert das herausfordernde Spiel achselzuckend hin. "Man kann sich manchmal die Szenen nicht aussuchen. Es waren viele knifflige Szenen. Von daher ist es manchmal so, dass man die Entscheidungen treffen muss und dann steht man, ob man will oder nicht, im Mittelpunkt, obwohl man das Spiel nur regeltechnisch begleiten möchte", sagte er ruhig.

Christian Dingert
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Christian Dingert

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