Die SpVgg Greuther Fürth hat im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum bereits in der ersten Runde die Segel streichen müssen. Am Sonntagvormittag verloren die Mittelfranken das Duell der Zweitligisten im heimischen Sportpark Ronhof etwas unglücklich mit 1:2 (0:1).
Vogel setzt auf Derby-Elf
Kleeblatt-Coach Heiko Vogel setzte auf die selbe Anfangsformation, die am vergangenen Wochenende im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg eine 2:4-Niederlage eingefahren hatte.
Nach schleppendem Beginn erarbeiteten sich die Mittelfranken langsam ein leichtes spielerisches Übergewicht, taten sich allerdings schwer damit, ernsthaft gefährlich in den Strafraum der Bochumer vorzudringen.
Rasmussen bestraft Fürther Fehler
Die Gäste fanden dagegen lange Zeit in der Offensive nicht statt. Erst ein Fehler der Hausherren brachte den VfL ins Spiel. Ein haarsträubender Fehlpass von Ole Pohlmann in der eigenen Hälfte landete bei Maximilian Wittek, dessen Zuspiel an die Strafraumkante etwas glücklich zu Christian Rasmussen verlängert wurde. Rasmussen zog ab und traf cool zur 1:0-Führung für Bochum (25.).
Wenig später kamen die Fürther dann über Felix Klaus zu ihrer bis dahin besten Chance der Partie. Der Routinier drang nach einem schönen Steilpass über links in den gegnerischen Sechzehner ein und zog aus spitzem Winkel gefährlich ab, doch sein Schuss wurde von VfL-Keeper Timo Horn entschärft.
Fürth besser aber zu unpräzise
Defensiv stand der Tabellen-16. der 2. Bundesliga zwar generell stabil, war aber nicht vor gelegentlichen Angriffen der Bochumer gefeit. Rasmussen setzte sich auf dem linken Flügel durch und fand mit einer schönen Flanke den freistehenden Berkan Taz in der Strafraummitte, wo der gebürtige Berliner jedoch nichts aus seiner guten Position machen konnte.
Mit dem 0:1 aus Sicht der Fürther ging es schließlich in die Pause. Trainer Vogel entschied sich gegen Veränderungen nach dem Seitenwechsel. Wieder kam seine Mannschaft besser ins Spiel, wieder ließ Vogels Elf aber die nötige Präzision im letzten Drittel vermissen, was Bochum erneut bestrafte.
Krummes Hofmann-Tor lässt Vogel wechseln
Wittek flankte vom linken Flügel in den Strafraum des Kleeblatts, wo Philipp Hofmann den Ball als Aufsetzer aufs Tor brachte und Fürths Torwart Florian Hellstern mit dem erst dritten Bochumer Schuss des Duells zum 2:0 überwand (64.).
Jetzt reagierte Vogel und brachte Aaron Keller und Lukas Reich für Pohlmann und Jannik Dehm. Die Franken wirkten prompt frischer und intensivierten ihre Angriffsbemühungen, allerdings zunächst ohne Ertrag.
Dal trifft beim Profi-Debüt
Das änderte sich in der 77. Minute durch einen Standard. Luca Itter trat eine Ecke hoch in den Sechzehner, wo der erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Maxim Dal bei seinem Profi-Debüt den Kopf hinhielt und Horn zum Anschlusstreffer überwand.
In die Schlussphase gingen die Hausherren sogar mit zusätzlichem Rückenwind. Bochums Jean-Manuel Mbom verletzte sich in einem Zweikampf am Knie, konnte aber nicht mehr vom Platz genommen werden, weil VfL-Coach Uwe Rösler sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, wodurch die Gäste die verbliebenen Minuten in Unterzahl bestreiten mussten. Zehn Bochumer wehrten sich jedoch erfolgreich gegen die verzweifelten Angriffe der Fürther, die den zweiten Treffer nicht mehr erzwingen konnten.
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