Heiko Vogel (rechts) nach Abfpfiff mit Schiedsrichter Florian Lechner
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Heiko Vogel (rechts) nach Abfpfiff mit Schiedsrichter Florian Lechner

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Schiedsrichter-Wut bei Fürths Vogel: "Sind nicht beim Militär"

Schiedsrichter-Wut bei Fürths Vogel: "Sind nicht beim Militär"

Die SpVgg Greuther Fürth scheitert im DFB-Pokal in der ersten Runde am VfL Bochum. Kleeblatt-Coach Heiko Vogel ist danach vor allem die Kommunikation des Schiedsrichtergespanns ein Dorn im Auge - und ein nicht gegebener Elfmeter.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

Heiko Vogel, Trainer der SpVgg Greuther Fürth, hat nach dem Aus seiner Mannschaft in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den VfL Bochum (1:2) scharfe Kritik am Schiedsrichtergespann des Unparteiischen Florian Lechner geübt.

Vogel gratuliert Bochum

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zeigte sich Vogel zunächst als fairer Verlierer und beglückwünschte seinen Bochumer Amtskollegen Uwe Rösler: "Erstmal Uwe, Gratulation an deine Jungs und dich zum Erreichen der zweiten Runde. Darum ging es heute, das haben wir leider nicht geschafft."

Auch den Auftritt seiner Mannschaft lobte Vogel noch: "Ich glaube, es ist schwierig zu erklären, warum wir dieses Spiel 1:2 verloren haben. Ich weiß aber auch, dass ich letzte Woche auch hier gesessen habe und Ähnliches über das Spiel gegen Nürnberg gesagt habe. Irgendwann kann man da sagen: 'Er verliert an Glaubwürdigkeit.' Aber nicht heute. Meine Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht."

Vogel greift Schiedsrichter Lechner an: "Ist ihm alles in die Hose gerutscht"

Dann schaltete der 50-Jährige in den Angriffsmodus um. "Eigentlich wollte ich zum Schiedsrichter etwas sagen, aber das war es dann auch schon, was ich zum Schiedsrichter sage, weil ich muss ... Nein, ich muss doch noch etwas sagen", rang Vogel sichtlich verärgert mit sich.

Lechners Leistung auf dem Platz sei gar nicht das Problem, so der Coach der Mittelfranken. "Die können auch danebenliegen. Wir machen auch manchmal Fehler. Dass er den Elfmeter in der sechsten Minute der Nachspielzeit als Einziger im Stadion nicht sieht: Kompliment. Das kann aber passieren. Kein Vorwurf diesbezüglich", schickte er mit Blick auf ein vermeintliches Handspiel im Strafraum von Bochums Enis Çokaj vorweg.

In der konkreten Szene hatte Fürths Dennis Srbeny dem Bochumer aus kurzer Distanz von hinten an den Rücken bzw. den Oberarm geköpft. "Klarer wäre nur noch gewesen, er hätte ihn gefangen", spottete Vogel nach Abfpiff am Sportschau-Mikrofon und vermutete bei Schiedsrichter Lechner, "dass ihm da alles in die Hose gerutscht ist, um diesen Pfiff zu machen."

Fürth-Coach über Schiedsrichter: "Fordern immer Respekt"

Auf der Pressekonferenz verzieh Vogel dem Unparteiischen diesen vermeintlichen Fehler, störte sich aber am Ungang des Schiedsrichter-Teams: "Die fordern immer Respekt. Und Respekt ist keine Einbahnstraße. Das möchte ich an der Stelle ganz klar sagen: Ich entschuldige mich, wenn ich drüber war. Aber wenn ich mitbekomme, wie dann mit uns gesprochen wird, dann muss ich sagen, das ärgert mich noch mehr als seine Leistung heute - und die war auch nicht eines Pokalspiels würdig. Fertig aus."

Auf die Nachfrage eines Reporters, was konkret vorgefallen sei, wurde der zunehmend aufgebrachte Pfälzer deutlich. "Wir machen einen Fight und manchmal braucht man auch das Glück und wenn es Hand ist, ist es Hand. Aber die (das Schiedsrichtergespann, Anm. d. Red.) kommen immer und erzählen da irgendetwas. 'Das Belehrung, das Belehrung.' Die sollen einfach eine E-Mail schicken, sagen: 'Ermessensspielraum.' Dann können wir alle gut damit leben. Aber bitte nicht immer eine halbe Stunde meiner Zeit klauen", schimpfte Vogel.

Vogel: "Möchte mich nicht anschnauzen lassen"

Sein Problem liege "nicht ausschließlich" in Lechners Entscheidungen, betonte der ehemalige Hauptübungsleiter des FC Basel, sondern in der Art der Kommunikation des Schiedsrichtergespanns.

"Ich brauche keine Erziehungsmaßnahme", polterte er: "Dann soll er mir Gelb geben, wenn ich drüber war, aber ich möchte mich nicht anschnauzen lassen vom vierten Offiziellen. Da ist leider keine Kamera dabei gewesen, aber wie der mit Danny Schwarz (Fürther Co-Trainer Anm. d. Red.) gesprochen hat, da muss ich einfach sagen: Das ist ein Mann von 50 Jahren. Wir sind hier nicht beim Militär. Und da geht es einfach mal um Respekt."

Rösler ebenfalls unzufrieden: "Er ist Freiwild"

Auch Bochum-Trainer Rösler zeigte sich unzufrieden mit Lechner. "Was mit Philipp Hofmann gemacht wird, ist ein Skandal", ärgerte sich der 57-Jährige: "Nach zehn Sekunden wird er einfach aus dem Weg geräumt und kriegt überhaupt keine Freistöße mehr. Er ist Freiwild, er ist totales Freiwild."

Und damit endete eine emotionale Pressekonferenz im Fürther Ronhof.

Im Video: Fürth gegen Bochum - die Highlights

23.08.2026, Bayern, Fürth: Fußball, Männer: DFB-Pokal, SpVgg Greuther Fürth - VfL Bochum, 1. Runde im Sportpark Ronhof Thomas Sommer. Ole Pohlmann (r, SpVgg Greuther Fürth) und Mats Pannewig (VfL Bochum) kämpfen um den Ball. Foto: Daniel Karmann/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der Bundesliga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
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SpVgg Greuther Fürth - VfL Bochum

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