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Immer wieder neue Rückschläge: Die Krankenakte Musiala

Immer wieder neue Rückschläge: Die Krankenakte Musiala

Jamal Musiala sollte das neue Gesicht des FC Bayern werden. Seit seiner Vertragsverlängerung 2025 wird seine Entwicklung jedoch immer wieder durch Verletzungen und Rückschläge gebremst.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Jamal Musiala sollte das neue Gesicht des FC Bayern werden. Im Februar 2025 verlängerte der Offensivstar seinen Vertrag bis 2030. Sportvorstand Max Eberl erklärte damals: "Jamal Musiala prägt die Gegenwart des FC Bayern, er wird auch die Zukunft prägen." Mit seiner Unterschrift landete Musiala im Klub der Top-Verdiener: bis zu 25 Millionen Euro soll der Nationalspieler verdienen.

2020: jüngster FCB-Debütant und Torschütze

Musiala hatte sich seit seinem Durchbruch 2020 rasant entwickelt. Mit 17 Jahren debütierte er in der Bundesliga, kurz darauf erzielte er als jüngster Bayern-Spieler sein erstes Tor. 2021 wurde er Nationalspieler, 2022 Leistungsträger.

Spätestens bei der Heim-EM 2024 avancierte er zu einem der Gesichter des deutschen Fußballs. Sein Marktwert lag zeitweise bei rund 140 Millionen Euro, Musiala galt als kommender Weltfußballer.

Seuchenjahr nach Vertragsverlängerung

Doch wenige Monate nach der Vertragsverlängerung begann eine Serie von Rückschlägen. Im April 2025 setzte ihn ein Muskelbündelriss 71 Tage außer Gefecht. Schwerer traf es Musiala bei der Klub-WM am 5. Juli: Ein Wadenbeinbruch und eine Sprunggelenksverletzung zwangen ihn zu einer rund sechsmonatigen Pause. Nach seiner Rückkehr setzten ihn im März 2026 Probleme am zuvor gebrochenen Sprunggelenk außer Gefecht. Weitere 22 Tage fehlte er.

Sportlich geriet Musiala aus dem Rhythmus. Der Spieler, der mit Dribblings, Kreativität und Dynamik Spiele entscheiden kann, wirkte phasenweise wie ein Fremdkörper. Auch bei der WM konnte er seine Qualitäten nicht wie gewohnt ausspielen. Nach dem Turnier folgte ein geplanter Eingriff, bei dem eine Platte aus seinem Fuß entfernt wurde.

Musiala bricht in Testspielen zusammen

Nun sorgen neurologisch bedingte Absencen für neue Fragen. In den Testspielen gegen RB Leipzig am 15. August und den 1. FC Heidenheim am 18. August sackte Musiala jeweils auf dem Platz zusammen.

Der 23-Jährige äußerte sich danach in den Sozialen Medien. Demnach handele es sich um "temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen", die auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen seien.

Hoeneß: "Vom Hocker" gehauen

Der FC Bayern wusste von den Absencen - das bestätigten Eberl und auch Uli Hoeneß. Der Ehrenpräsident erklärte in einem Interview mit RTL/Sky, der Verein habe schon länger von den gesundheitlichen Problemen Kenntnis gehabt. Doch dass sie sich nun innerhalb von vier Tagen zweimal auch auf dem Fußballplatz zeigen, habe ihn "vom Hocker" gehauen", da Musiala medikamentös eingestellt sei.

Nach Informationen von BR24Sport wird Musiala "seine Karriere selbstverständlich fortsetzen". Seine behandelnden Neurologen seien zuversichtlich, dass er wieder beschwerdefrei werde und sein früheres Leistungsniveau erreichen könne.

"Keine Bedenken gegen Hochleistungssport"

Laut Hoeneß hat der Verein sich nach Bekanntwerden der Problematik "ein bisschen abgesichert". Spezialisten hätten dem FCB schriftlich versichert, "dass es aus ihrer Sicht keine Bedenken gegen Hochleistungssport für Jamal gibt. Seitdem wir diese Bestätigung haben, schlafen wir ein bisschen ruhiger", betonte Hoeneß.

Wann der Nationalspieler allerdings auf den Platz zurückkehren kann, ist derzeit offen. Seine Einsätze im Supercup gegen Borussia Dortmund sowie zum Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart sind fraglich.

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