Lennart Karl (links) fährt zur WM - Said El Mala nicht
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Sieg im WM-Duell der DFB-Youngster: Karls Trumpf gegen El Mala

Sieg im WM-Duell der DFB-Youngster: Karls Trumpf gegen El Mala

Sowohl Lennart Karl vom FC Bayern München als auch Said El Mala vom 1. FC Köln hatten berechtigte Hoffnungen auf einen Platz im deutschen Kader für die WM 2026. Nun ist klar: Nur Karl fährt zum Turnier. Besonders ein Umstand half dem Unterfranken.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Die Freude bei Lennart Karl war groß. "Ein Traum wird wahr", jubelte der 18-Jährige des FC Bayern München in seiner Instagram-Story, nachdem seine Berufung in den WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstag offiziell geworden war.

Karl statt El Mala zur WM?

Während der gebürtige Frammersbacher das Ticket für den Jahreshöhepunkt löste, platzte der Traum eines anderen Super-Youngsters von der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Der rund anderthalb Jahre ältere Said El Mala vom 1. FC Köln hatte sich ebenfalls große Hoffnungen auf eine Teilnahme an dem Turnier im Sommer machen können, die sich nicht erfüllten.

Hätte El Mala den Sprung auf den WM-Zug geschafft, wären er und Karl die beiden jüngsten Spieler in der Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann gewesen. Mit Blick auf Position und Alter des Duos drängt sich der Eindruck auf, dass El Mala nicht dabei ist, weil sich Nagelsmann für Karl entschieden hat.

Karl und El Mala mit ähnlichen Zahlen im Verein

Ganz so einfach ist es selbstverständlich nicht. Schließlich hätte Nagelsmann auch jeden anderen Spieler für El Mala zuhause lassen können. Doch in einem Turnier kann Erfahrung zum Trumpf werden, während jugendliche Unbefangenheit zwar erfrischend wirkt, aber auch dosiert eingesetzt werden muss.

Warum also Karl statt El Mala? Die Zahlen des Münchners und des Kölners gleichen sich in nahezu allen Belangen. Karl gelangen wettbewerbsübergreifend in 38 Partien für den deutschen Rekordmeister neun Tore und acht Vorlagen. Dabei war er 1.904 Spielminuten auf dem Platz.

El Mala im Fokus - Karl unter dem Radar

El Mala absolvierte mit dem Geißbock auf der Brust zwei Pflichtspiele weniger, hatte mit 2.038 Minuten aber mehr Einsatzzeit, um 13 Treffer und fünf Assists zu erzielen. Gleichzeitig stand der 19-Jährige in einer Kölner Mannschaft, die lange gegen den Abstieg kämpfte, stärker im Fokus der gegnerischen Abwehrreihen als Karl.

Der FCB-Teenie spielte im bayerischen Starensemble bei allem Talent bestenfalls die vierte Offensiv-Geige hinter Harry Kane, Luis Diaz und Michael Olise, was ihm mehr Räume und Gelegenheiten einbrachte.

Im Video: Die WM-Kader-Bekanntgabe der deutschen Nationalmannschaft

Manuel Neuer kehrt ins DFB-Tor zurück und fährt als Nummer eins zur Weltmeisterschaft.
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Manuel Neuer kehrt ins DFB-Tor zurück und fährt als Nummer eins zur Weltmeisterschaft.

Bayern-Bonus für Karl

Wie Nagelsmann auf seiner Pressekonferenz durchblicken ließ, war der Umstand, dass Karl für Bayern aufläuft, ein Trumpf des Unterfranken. Nicht, weil Spieler des amtierenden Deutschen Meisters grundsätzlich die Nase vor Kandidaten aus anderen Vereinen haben – allen anderslautenden Gerüchten zum Trotz.

Sondern vielmehr, weil die Anlage des Teams von Trainer Vincent Kompany anders als das von El Mala gewohnte Kölner System mehr dem gleicht, was Nagelsmann sich für das DFB-Team vorstellt. "Er (El Mala, Anm. d. Red.) passt sehr gut zur Spielidee von Köln. Da mussten wir überprüfen, ob er schon so weit ist, dass er in unserer Spielidee in einer anderen Angriffshöhe eingesetzt wird", erklärte Nagelsmann.

Karl einer von sieben Bayern-Profis im WM-Kader

Dann wurde er konkret. "Wenn man die Heat Map in Köln sieht, dann ist die schon sehr nah am eigenen Tor. Er hat viel Konterraum", analysierte der 38-Jährige, womit er sich auf den Schwerpunkt der Laufdaten El Malas bezog.

So traurig die Bevorzugung Karls für den gebürtigen Krefelder ist, für schlechte Stimmung in der Mannschaft dürfte sie nicht sorgen. Einerseits, weil Karl einer von sieben Bayern-Stars im Kader ist. Andererseits, weil auch den anderen WM-Fahrern klar ist, was sie mit dem Senkrechtstarter gewinnen.

Ribéry-Vergleich bei Karl - Wird El Mala der DFB-Robben?

So hatte Karl vom Stuttgarter Deniz Undav nach dem DFB-Lehrgang im März das größtmögliche Lob bekommen, das ein Bayern-Flügelstürmer bekommen kann. Karl spiele "ein bisschen Ribéry-mäßig", hatte Undav geschwärmt und angekündigt: "Lennart wird uns noch sehr, sehr lange Spaß machen."

Wie Nagelsmann nicht müde wurde zu betonen: Für El Mala ist die Absage nicht das Ende der Fahnenstange. Das nächste Turnier kommt. Und wer weiß? Vielleicht wird El Mala schon zur EM 2028 zusammen mit Karl berufen. Schließlich hatte auch Franck Ribéry in München einen kongenialen Partner, der erst einige Jahre nach seiner Ankunft an der Isar zum Team stieß.

Im Re-Live: Die Pressekonferenz von Julian Nagelsmann zum WM-Kader

Julian Nagelsmann
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Julian Nagelsmann

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