Torhüter Manuel Neuer (Archivbild)
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Manuel Neuer: Die ewige Nummer eins ist zurück im DFB-Tor

Manuel Neuer: Die ewige Nummer eins ist zurück im DFB-Tor

Nach der Heim-EM 2024 trat Manuel Neuer aus der Nationalmannschaft zurück. Nun wird der 40-jährige Kapitän des FC Bayern München zur Weltmeisterschaft ins DFB-Tor zurückkehren. Neuer ist und bleibt die ewige Nummer eins im DFB-Team.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

"Irgendwann musste der Tag ja kommen." Mit diesen Worten leitete Manuel Neuer im August 2024 seine Erklärung zum Abschied aus der Nationalmannschaft ein. Ein Satz, der sich nun auch auf seine Rückkehr übertragen lässt.

Entsprechende Gerüchte, die seit Tagen durch die deutsche Sportmedienlandschaft waberten, bestätigte Bundestrainer Julian Nagelsmann mit seiner Kaderbekanntgabe am Donnerstag. Manuel Neuer fährt als Nummer eins zur Weltmeisterschaft in die USA, Mexiko und Kanada. Es ist der Rücktritt vom Rücktritt für Neuer.

Nagelsmann überredet Neuer zur Rückkehr

Somit wird Neuer - sofern er sich rechtzeitig von seiner Wadenblessur erholt - bei der Generalprobe gegen die USA (6. Juni / 20.30 Uhr) oder spätestens im ersten WM-Gruppenspiel gegen Curacao (14. Juni / 19.00 Uhr) sein 125. Länderspiel bestreiten. Danach hatte es vor Wochen nicht annähernd ausgeschaut. Bundestrainer Nagelsmann und Neuer selbst hatten den Status "Neuer ist zurückgetreten und Oliver Baumann die Nummer eins" in den letzten Wochen beständig bestätigt, im Hintergrund aber wohl an einer Rückkehr des Kapitäns des FC Bayern gearbeitet.

"Was den Manu umgibt, das habe ich nicht. Das hat Oli auch weniger. Er (Neuer, Anm. d. Red.) hat extrem viele Titel. Er hat eine Aura. Er hat einen extrem großen Namen", erklärte Nagelsmann den Schritt. Bei Baumanns Klub in Hoffenheim stieß die Entscheidung derweil auf wenig Gegenliebe. "Am Ende ist es selbstverständlich die Entscheidung des Bundestrainers, wen er nominiert beziehungsweise aufstellt. Was die Kommunikation und den Stil betrifft, kann sich jeder selbst ein Urteil bilden", erklärte Geschäftsführer-Sport der TSG 1899 Hoffenheim Andreas Schicker.

Im Video: Kompany exklusiv über Neuers WM-Nominierung

Vincent Kompany und Manuel Neuer
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Vincent Kompany und Manuel Neuer

Neuers Sternstunde in Südafrika und Krönung in Rio

Von 2010bis zu seinem ersten Rücktritt hatte Neuer nahezu ununterbrochen das DFB-Tor gehütet. Damals profitierte er von der Verletzung René Adlers vor der WM in Südamerika. Am Kap der guten Hoffnung überzeugte der damalige Schalker mit starken Paraden und wurde unter Bundestrainer Joachim Löw zur Dauerlösung. Um ihn und weitere Youngster wie Thomas Müller oder Mats Hummels baute Löw die Mannschaft, die 2014 schließlich Weltmeister wurde.

Ohne Neuer wäre damals schon im Achtelfinale gegen Algerien Endstation gewesen. Der Schlussmann war überall zu finden und unterband die afrikanischen Konterangriffe durch halsbrecherische Einsätze weit vor seinem Tor. Nach diesem Spiel war Neuer der Welt als "Manu, der Libero" bekannt. Am Ende des Turniers streckte er den WM-Pokal in den Nachthimmel von Rio de Janeiro und durfte sich zusätzlich über den Goldenen Handschuh für den Torhüter des Turniers freuen.

Neuer kommt nach Beinbruch zur Heim-EM zurück

Im Anschluss an die Europameisterschaft 2016 übernahm Neuer die Kapitänsbinde von Bastian Schweinsteiger, der seine DFB-Karriere beendet hatte. Sportlich folgten die enttäuschenden Turniere 2018 und 2021, die mit dem Vorrunden- bzw. Achtelfinalaus endeten. Auch die WM 2022 in Katar war für Deutschland schon nach der Gruppenphase beendet. Im Nachgang des Ausscheidens auf der arabischen Halbinsel, verunfallte Neuer im Urlaub bei einer Skitour und zog sich dabei einen Schien- und Wadenbeinbruch zu.

Nach 312 Tagen Verletzungspause kehrte er im Oktober 2023 für die Bayern auf den Rasen zurück, pausierte aber beim DFB in Abstimmung mit Bundestrainer Nagelsmann weiter. Sein Kapitänsamt hatte schon Nagelsmanns Vorgänger Hansi Flick an Ilkay Gündogan weitergegeben. Marc-André ter Stegen versuchte Neuer als Nummer eins abzulösen, doch im Vorbereitungsspiel gegen die Ukraine gab Neuer sein DFB-Comeback und spielte die Heim-EM 2024.

Video: Nagelsmanns Begründung zur Neuer-Entscheidung

Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Bekanntgabe des WM-Kaders
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Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Bekanntgabe des WM-Kaders

Neuers Saison mit Topparaden, aber nicht ohne Patzer

Das Aus im Viertelfinale gegen Spanien konnte der Schlussmann nicht verhindern. Danach beschloss Nagelsmann den Generationenwechsel. Neuer gab zusammen mit Toni Kroos, Gündogan und Thomas Müller seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Nun also die Rolle rückwärts, bei der auch die Frage erlaubt sein muss, ob sie wirklich nötig war.

Neuer hat in dieser Saison bewiesen, dass er immer noch zu den Top-Keepern auf diesem Planeten zählt. In der Champions League gegen Real Madrid rettete er dem FC Bayern den Hinspielsieg. Dafür patzte er im Rückspiel nach wenigen Sekunden schwer. Auch in der Bundesliga mischten sich Topparaden und Unsicherheiten.

Kann Neuer wieder der Rückhalt fürs DFB-Team werden?

Hinzu kommt Neuers Verletzungsanfälligkeit. Seit dem Unterschenkelbruch streikt immer wieder die Wade beim inzwischen 40-Jährigen. So auch dieser Tage, am vergangenen Wochenende ließ sich Neuer gegen den 1. FC Köln auswechseln. Bundestrainer Nagelsmann war jetzt aber der Auffassung, dass die Mannschaft nur mit Neuer im Tor eine gute WM spielen kann. Mit seiner Erfahrung kann Neuer eine Abwehr stabilisieren.

Bei der Weltmeisterschaft wird sich zeigen, ob der nicht ganz risikofreie Schritt aufgeht.

Video: Die Nagelsmann-PK im Re-Live

Julian Nagelsmann
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Julian Nagelsmann

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