Der 1. FC Schweinfurt 05 hat zweimal gegen den TSV 1860 München geführt
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Der 1. FC Schweinfurt 05 hat zweimal gegen den TSV 1860 München geführt
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Der 1. FC Schweinfurt 05 hat zweimal gegen den TSV 1860 München geführt

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"Keiner wusste, was passiert": Lehren für 1860 und Schweinfurt

"Keiner wusste, was passiert": Lehren für 1860 und Schweinfurt

Der TSV 1860 München und der 1. FC Schweinfurt 05 haben sich am Samstag mit einem Remis getrennt. Vor dem 2. Spieltag der Regionalliga Bayern gab es auf beiden Seiten so manches Fragezeichen. Nun sind die Klubs jeweils für einen Fingerzeig dankbar.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Die Ausgangssituation wirkte auf beiden Seiten wie ein kleines Rätsel. Der 1. FC Schweinfurt 05 kassierte beim Auftakt der Regionalliga Bayern eine Woche zuvor eine herbe Pleite beim TSV Aubstadt (1:5) und fand sich nach dem Abstieg aus der 3. Liga und einem großen Umbruch in einer harten Realität wieder. Der TSV 1860 München stand derweil nach dramatischen Monaten samt Zwangsabstieg und Insolvenz vor dem ersten sportlichen Härtetest. Mit dem 2:2 im Sachs-Stadion zu Schweinfurt konnten daher beide Vereine gut leben.

1860-Torschütze Eberwein: "Wir haben uns reingeworfen"

Diese Dynamik der Ungewissheit brachte Michael Eberwein, der den Löwen vor 7.500 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 bescherte, anschließend treffend auf den Punkt. "Keiner wusste, was heute passiert", meinte der 30-Jährige im Interview mit BR24Sport.

Mit der Leistung der Münchner, die wie Schweinfurt einen turbulenten Umbruch hinter sich haben, zeigte sich der Offensivmann zufrieden - mit Abstrichen. "Wir haben uns reingeworfen, alles auf dem Platz gelassen. Wir haben nur wenige Minuten gehabt, in denen wir nicht so wie gewünscht im Spiel waren", verwies er auf die entscheidenden Momente vor den beiden Gegentoren. "Ansonsten haben wir das Spiel meiner Meinung nach ganz gut im Griff gehabt."

Schweinfurt-Coach Gernlein: "Sehr stark von den Jungs"

Zu den Qualitäten der Schweinfurter zählte an jenem Nachmittag, eben jene Dominanz der Löwen immer wieder zu durchbrechen und sich für ihre Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor zu belohnen. "Ich bin auch der Meinung, dass unsere Führungen jeweils geil waren. Beim ersten Tor zeigen wir diesen absoluten Willen, vor dem Elfmeter beißen wir uns auch vorne fest", meinte Jan Gernlein, Trainer der Schnüdel, anschließend stolz.

Doch nicht nur der Punktgewinn ließ den 33-jährigen Coach optimistisch nach vorne blicken. "Nach zwei vergebenen Führungen muss man erst einmal stabil bleiben", hob er die mentale Stärke seiner Truppe hervor, die angesichts der vergangenen Wochen und Monate alles andere als selbstverständlich war. "Wir haben eine junge Mannschaft, haben zum Auftakt 1:5 verloren - und spielen dann vor über 7.500 Zuschauern. Hier so zu bestehen ist wirklich sehr stark von den Jungs."

Das Fazit bei den Schnüdeln fiel demnach positiv aus. "Grundsätzlich können wir gut verteidigen, legen eine gesunde Leidenschaft an den Tag. Trotzdem kassieren wir wieder zwei Gegentore - wohlgemerkt aber gegen einen guten Gegner", analysierte Gernlein. "Auf jeden Fall war es ein Schritt in die richtige Richtung. Das haben auch die Fans hier gesehen."

Remis in Schweinfurt: 1860 München hätte "gerne gewonnen"

Die psychische Standfestigkeit war auch auf der Gegenseite ein Grund für den Punktgewinn. "Man muss sagen: Die Moral unserer Mannschaft, die nach zwei Rückständen jeweils zurückkommt, ist einfach gut", sagte Alper Kayabunar, Trainer des TSV 1860 München, über seine Schützlinge. Die Art und Weise, wie die Löwen aufgetreten sind, sei in Ordnung gewesen, aber: "Wir hätten gerne gewonnen - und ich denke, dass es auch möglich gewesen wäre", erklärte der 40-Jährige.

Doch auch beim Traditionsverein aus Giesing bestimmte das Gesamtbild die Analyse. "Wir haben zum ersten Mal gegen eine Mannschaft aus der Regionalliga gespielt, davor ging es nur gegen unterklassige Teams", verwies Kayabunar auf die fehlenden Anhaltspunkte während der Vorbereitung. "Wir wussten nicht genau, wo wir stehen. Jetzt haben wir aber in Schweinfurt gesehen, dass wir mit einer guten Truppe mithalten und das Spiel kontrollieren können. Darauf gilt es nun aufzubauen."

1860 und Schweinfurt vor nächsten Regionalliga-Aufgaben

Mit dem jeweils ersten Punktgewinn der Saison und dem damit verbundenen Fingerzeig können sowohl 1860 München und Schweinfurt leben. Der Blick richtet sich nach vorn - und auf die Schnüdel wartet bereits der nächste große Name. Am Samstag, 8. August, gastiert der Drittliga-Absteiger beim Bayern II, das bislang noch ohne Punkte ist (14.00 Uhr). Für die Löwen geht es derweil einen Tag zuvor zu Hause gegen Augsburg II (19.00 Uhr, live im Stream im BR24Sport-Livecenter und in der ARD Mediathek).

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