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Blitzentlassung in Eichstätt: VfB stellt Leverkusen-Rekord ein

Blitzentlassung in Eichstätt: VfB stellt Leverkusen-Rekord ein

Nach nur zwei Spieltagen trennt sich Regionalligist VfB Eichstätt von Trainer Steffen Israel. Damit reiht sich der Klub in einen äußerst exklusiven Kreis ein: Auch Bayer Leverkusen zog bereits nach zwei Spieltagen die Reißleine.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Der VfB Eichstätt hat die Reißleine gezogen – und das so früh wie kaum ein anderer Verein. Nach nur zwei Spieltagen der neuen Regionalliga-Saison hat sich der Klub mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Steffen Israel getrennt. Damit reiht sich der Regionalligist in einen äußerst kleinen Kreis ein: Auch Bundesligisten griffen in der Vergangenheit bereits nach zwei Partien zu diesem drastischen Schritt.

Ten Hag und Wagner als Israel-Vorgänger

Prominentestes Beispiel ist Erik ten Hag: Im Sommer 2025 kam er als Nachfolger von Meistertrainer Xabi Alonso zur Werkself. Im September war nach einer 1:2-Auftaktniederlage gegen Hoffenheim und einem peinlichen 3:3-Unentschieden nach einer 3:1-Führung bei Werder Bremen bei Bayer Leverkusen schon wieder Schluss für den ehemaligen Coach der Amateure des FC Bayern München.

Trennungen kurz nach dem Saisonstart hat es in der Geschichte der Bundesliga bereits mehrfach gegeben – allerdings waren die betroffenen Trainer damals nicht erst seit Beginn der Spielzeit im Amt. So musste David Wagner den FC Schalke 04 im Jahr 2020 bereits nach zwei Spieltagen verlassen. Der Revierklub zog nach einem desaströsen Saisonauftakt mit einer 0:8-Niederlage beim FC Bayern München und einem 1:3 gegen Werder Bremen die Konsequenzen. Zu den weiteren prominenten Beispielen zählen der frühere Nürnberger Profi Jörn Andersen, der 2009 beim FSV Mainz 05 frühzeitig gehen musste, sowie Rinus Michels (1. FC Köln/1983) und Morten Olsen (1. FC Köln/1995).

Fehlstart kostet Israel den Job

Nun endet auch die Amtszeit von Steffen Israel nach lediglich zwei Ligapartien. Eigentlich sollte der 40-Jährige beim VfB Eichstätt eine neue Ära einläuten. Mit der Verpflichtung eines hauptamtlichen Cheftrainers hatte der Verein bewusst einen neuen Weg eingeschlagen. Doch nach den deutlichen Niederlagen zum Saisonauftakt gegen den FV Illertissen (0:3) und den TSV Buchbach (1:5) zogen die Verantwortlichen bereits Anfang August die Konsequenzen. Der 6:0-Erfolg gegen die SG Alerheim in der ersten Runde des Toto-Pokals half Israel nicht.

Wie der Verein mitteilte, sei die Entscheidung das Ergebnis einer "ehrlichen Analyse der aktuellen Situation" gewesen und den Verantwortlichen nicht leicht gefallen. Zudem vermisste der Klub die Tugenden, die den VfB zuletzt ausgezeichnet hatten: Geschlossenheit, Stabilität, Leidenschaft und Spielfreude. Für den VfB endet damit ein Experiment.

Verein kehrt zu bewährten Strukturen zurück

Sportlicher Leiter Tobias Grimm kündigte an, künftig wieder auf die bewährten Strukturen der vergangenen Jahre zu setzen. Die Erfahrungen der vergangenen Wochen wolle der Verein aufarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist, übernehmen Co-Trainer Michael Wittmann und Torwarttrainer Norbert Scheuerer interimsweise die Mannschaft. Viel Zeit bleibt dem Duo nicht: Bereits am Dienstag steht in der zweiten Runde des Bayerischen Landespokals bei der SpVgg Lam die nächste Pflichtaufgabe an.

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