Spanien hat sich zum zweiten Mal zum Weltmeister gekrönt
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Spanien hat sich zum zweiten Mal zum Weltmeister gekrönt
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Spanien hat sich zum zweiten Mal zum Weltmeister gekrönt

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Späte Erlösung: Spanien krönt sich zum Weltmeister

Späte Erlösung: Spanien krönt sich zum Weltmeister

Die spanische Nationalmannschaft hat sich zum zweiten Mal zum Weltmeister gekrönt. Ferran Torres erzielte in einem nervenaufreibenden WM-Finale gegen Argentinien den einzigen Treffer des Spiels. Die Entscheidung fiel in der Verlängerung.

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Spanien hat dank Ferran Torres die erneute Krönung von Argentiniens Superstar Lionel Messi verhindert und ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Die Iberer siegten in dem lange einseitigen Finale von East Rutherford hochverdient mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung und sicherten sich zwei Jahre nach dem EM-Pokal auch die WM-Trophäe.

Torres wird in der Verlängerung zum Erlöser

Vor dem Triumph unweit von New York, bei dem Spanien über die komplette Spieldauer dominierte, hatten sie den wichtigsten Pokal im Weltfußball 2010 in Südafrika geholt. Für den bei dieser WM mit acht Toren und vier Assists herausragenden Messi ist der Traum von der Titelverteidigung mit 39 Jahren jäh geplatzt.

Die Südamerikaner mussten nach der Gelb-Roten Karte für Enzo Fernández (90.+3) in Unterzahl spielen, auf Augenhöhe waren sie dem Favoriten aber auch zuvor nicht begegnet. Nur zwei Schüsse in der verzweifelten Schlussoffensive verzeichneten die Statistiker, keiner davon ging aufs Tor. Spanien (20 Abschlüsse) belohnte sich dank zwei Jokern für die Geduld – und schwebt im siebten Fußball-Himmel. Nico Williams legte per Kopf ab, Torres traf ins Glück.

Messi scheitert wie einst Maradona

Für Argentinien und Messi wiederholte sich Geschichte: Wie schon Volksheld Diego Armando Maradona im WM-Finale 1990 von Rom gegen Deutschland scheiterte auch dessen legitimer Nachfolger beim Versuch, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Auch im Kampf um den Goldenen Schuh des besten WM-Torschützen hatte Argentiniens Kapitän (acht Tore) gegenüber dem Franzosen Kylian Mbappé (10) das Nachsehen. 

Gut möglich, dass Messis 34. WM-Spiel am Sonntag im MetLife Stadium in East Rutherford zugleich sein letztes war. Bei der nächsten Endrunde, die 2030 unter anderem in Argentinien ausgetragen wird, ist er 43 Jahre alt. "Ganz egal, was im Finale passiert", schrieb Messi bei Instagram: "Dieses Team hat bereits Geschichte geschrieben, die wir niemals vergessen werden und die niemand auslöschen kann."

Spanien krönt sich zum würdigen Weltmeister

In Spanien fand das Mammutturnier nach 104 Spielen einen würdigen Weltmeister. Die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente spielte ein herausragendes Turnier und stellte mit nun 38 ungeschlagenen Spielen in Serie einen Rekord auf. In seinen acht Partien in Nordamerika kassierte das Team lediglich einen Gegentreffer. Als "einzigartig" würdigte Ministerpräsident Pedro Sánchez das Team. Es spiegele "jenes Spanien wider, das auf das Kollektiv setzt, um zu gewinnen und sich der Welt als das geliebte und respektierte Land zu präsentieren, das es ist."

Die 80.663 Zuschauer im Stadion, die teils absurd hohe Preise für ihre Tickets bezahlt hatten, und rund 1,5 Milliarden an den Fernsehern bekamen am Schlusstag ein Unterhaltungsprogramm geboten wie niemals zuvor. Als endlich die Stars den Rasen betraten, blieb das erhoffte Spektakel aber aus. Das Spiel lebte von der Spannung. Während Spanien wie gewohnt mit Ballbesitz und Ballsicherheit glänzte, setzte Argentinien vor allem auf Körperlichkeit. Nach vorne ging kaum etwas. Schon gar nicht bei Messi. Sein einziger Ballkontakt in der Anfangsviertelstunde? Der Anstoß.

Argentinien bleibt offensiv harmlos

Ausgerechnet im Finale wurde die Abhängigkeit von Messi zum großen Problem der Südamerikaner. Weil der Zehner, der sein Team fast im Alleingang ins Endspiel geführt hatte, bei Spaniens Defensive um den erst 19-jährigen Pau Cubarsi bestens aufgehoben war, entwickelte die Albiceleste keine Torgefahr. Spanien kam mit Jungstar Lamine Yamal (5.), Mikel Oyarzabal (39.) und Marc Cucurella (43.) zumindest zu drei Abschlüssen.

Die Fans durften sich dann immerhin in der Pause über großes Spektakel freuen. In bester Super-Bowl-Manier sorgten Madonna, Shakira, Justin Bieber und die Band BTS für eine riesige Halbzeitparty. Zwölf Minuten lang heizten die Stars bei der ersten Show dieser Art der WM-Geschichte zusätzlich ein, Trump lächelte in seiner Loge neben FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Nach der gut 27-minütigen Pause übernahmen die Spanier dann komplett das Kommando - und kamen zu einigen Chancen: Dann flog Fernández vom Platz, Messi beschwerte sich, Yamal verpasste die Entscheidung mit einem Freistoß (90.+8). Es ging in die Verlängerung, und der Ball landete im Tor. Doch der Treffer von Williams zählte wegen eines Fouls nicht. Minuten später brach er gemeinsam mit Torres den Bann. Messi blickte entsetzt ins Leere.

Im Video: Spanier bejubeln zweiten WM-Titel

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