Auch Manuel Neuer muss lernen: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gibt es eine Vielzahl an neuen Regelungen
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Auch Manuel Neuer muss lernen: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gibt es eine Vielzahl an neuen Regelungen
Bildrechte: picture alliance/dpa | Federico Gambarini
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Selbst Neuer lernt nie aus: Die neuen Regeln bei der WM 2026

Selbst Neuer lernt nie aus: Die neuen Regeln bei der WM 2026

Die Fußball-WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA bringt neben einem spannenden Schlagabtausch um den Titel eine Vielzahl an Regeländerungen mit sich. Davon betroffen ist vor allem Torhüter Manuel Neuer - und zwar im Namen der Netto-Spielzeit.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Manuel Neuer macht so schnell niemand etwas vor: 825 Pflichtspiele - davon 124 Länderspiele - hat der fünfmalige Welttorhüter auf dem Buckel. Im Trikot des FC Bayern München feierte er unzählige Titel, mit der deutschen Nationalmannschaft krönte er sich vor zwölf Jahren zum Weltmeister. Zwischen 11. Juni und 19. Juli bestreitet der hochdekorierte Keeper in Mexiko, Kanada und den USA seine fünfte WM - und muss sich dort trotz all seiner Erfahrung auf neue Gegebenheiten einstellen.

Zeitspiel wird ab sofort schärfer geahndet

Wie schon bei den vergangenen Ausgaben müssen sich die Spieler nämlich auch in Nordamerika auf eine Vielzahl an Regeländerungen einstellen, die bei der WM erstmals zum Einsatz kommen. Die Devise: Mit dem Zeitspiel soll ab sofort Schluss sein.

Bereits in der abgelaufenen Saison waren die Torhüter dazu angehalten, den Ball maximal acht Sekunden in der Hand zu halten. Eine Nichtbeachtung hatte einen Eckball für den Gegner zur Folge. Dasselbe Szenario wird ab sofort auch auf Abstöße angewandt: Sollte Neuer länger als fünf Sekunden für einen Abstoß benötigen, freut sich die gegnerische Mannschaft über eine Ecke. Die Verlockung, sich den Ball bei einer Führung in der 87. Minute viermal zurechtzulegen, wird den Keepern damit also ausgetrieben.

Vortäuschung von Verletzungen soll Geschichte angehören

Die Netto-Spielzeit soll auch dadurch erhöht werden, indem das leidige Thema der vorgetäuschten Verletzungen angegriffen wurde. Wird ein Spieler ohne vorangegangenes Foulspiel, das mit einer Gelben oder Roten Karte geahndet wurde, auf dem Feld behandelt, muss er eine Minute am Seitenrand warten.

Für Torhüter gilt diese Regel nicht, trotzdem gibt es einen brisanten Passus im neuen Reglement. Immer wieder wurde Keepern vorgeworfen, mutmaßlich Verletzungen vorzutäuschen, um längere Teambesprechungen zu ermöglichen - vor einem Jahr sorgte etwa Arminia Bielefeld in Deutschland dahingehend für einen großen Aufschrei. Die Schiedsrichter sollen derartige Versammlungen ab sofort gezielt verhindern, Sanktionsmöglichkeiten gibt es aber kurioserweise keine.

Brown, Raum und Kimmich beim Einwurf im Kampf gegen die Uhr

Neben Neuer müssen sich aus dem DFB-Team vor allem die Außenverteidiger auf einen neuen Kampf gegen die Uhr einlassen. So dürfen etwa der gebürtige Amberger Nathaniel Brown, der Franke David Raum oder auch Bayern-Star Joshua Kimmich bei Einwürfen keine Zeit mehr verschwenden: Angelehnt an die "Acht-Sekunden-Regel" für Torhüter werden den Mannschaften bei Einwürfen nur noch fünf Sekunden für die Ausführung gewehrt. Bei Nichteinhaltung übernimmt der Gegner.

Dabei handelt es sich bei weitem nicht um die einzigen Regeländerungen, die bei der WM 2026 erstmals in Kraft treten. Die Sportschau hat einen ausführlichen Überblick zu den Anpassungen im Reglement ausgearbeitet.

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