Archivbild vom 1. August 2021: Eine Wasserhose fegt vor Friedrichshafen über den Bodensee.
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Archivbild vom 1. August 2021: Eine Wasserhose fegt vor Friedrichshafen über den Bodensee.
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Seltenes Wetterereignis: Wasserhose fegt über den Bodensee

Seltenes Wetterereignis: Wasserhose fegt über den Bodensee

Ein seltenes Naturschauspiel konnte man am Mittwochnachmittag bei Lindau beobachten: Für einige Minuten war über dem Bodensee ein Mini-Tornado zu sehen – eine sogenannte "Wasserhose." Sie entstehen wenn kalte Luft auf warmes, feuchtes Wasser trifft.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Sogenannte Wasserhosen sind kleine Wirbelstürme und kommen bei uns eher selten vor – und wenn, dann eher im Spätsommer oder Herbst. Am Mittwoch war so ein seltenes Naturschauspiel über dem Bodensee zu beobachten.

  • Zum Artikel: Wie kann man sich vor einem Tornado schützen?

Kleiner Tornado über dem Bodensee

Eine Wasserhose kann entstehen, wenn starke Temperaturgegensätze herrschen und Luft aufsteigt, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Außerdem spielt eine Zunahme der Windgeschwindigkeit eine Rolle.

Auch wenn dem DWD keine genauen Winddaten von der Stelle vorliegen, gehen die Experten von einer solchen Wasserhose aus – die von ihnen gesichteten Bilder legten das nahe. Außerdem zeigten die Winddaten in Lindau, dass es am Mittwochnachmittag eine heftige Windböe mit einer Windstärke von 8 bis 9 gab, was der Windgeschwindigkeit eines Sturms gleicht.

Wasserhosen: Selten und eher im September

Wasserhosen auf dem Bodensee sind selten. Laut DWD tritt dieses Phänomen ungefähr zwei- bis dreimal pro Jahr auf, vor allem aber im September.

Die Wassertemperaturen begünstigten dann die Entstehung eines solchen Tornados, bei dem Windströme eine Querzirkulation anfachen. So kann laut DWD ein rotierender Aufwindschlauch entstehen. Die Wasserhose am Mittwoch soll sich für fünf bis zehn Minuten gehalten haben.

Verheerende Tornados vor allem im Mittleren Westen der USA

Laut Deutschem Wetterdienst wird die Stärke der Tornados anhand der sogenannten "Fujita-Skala" (externer Link) festgelegt, die von 0 bis 12 reicht. Wirbelstürme, die in der Vergangenheit verheerende Folgen hatten, wurden meistens den Stufen F4 oder F5 zugeordnet, wobei Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde auftraten. Ab Stufe 6 handelt es sich um theoretische Werte, die bisher nicht beobachtet wurden.

Das durch Tornados am meisten bekannt gewordene Gebiet ist die sogenannte "Tornado-Alley" im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten von Amerika. Dort trifft häufig trocken-kalte Luft aus dem Norden mit feucht-warmer Luft aus der Region des Golfes von Mexiko zusammen.

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