Gina Lückenkemper hat ihr Happy End bei der Leichtathletik-EM bekommen
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Gina Lückenkemper hat ihr Happy End bei der Leichtathletik-EM bekommen
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Gina Lückenkemper hat ihr Happy End bei der Leichtathletik-EM bekommen

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Lückenkempers Achterbahnfahrt: Ein blutendes und lachendes Herz

Lückenkempers Achterbahnfahrt: Ein blutendes und lachendes Herz

Gina Lückenkemper hat dank der Silbermedaille mit der Mixed-Staffel über 4x100 Meter ein versöhnliches Ende bei der Leichtathletik-EM 2026 in Birmingham gefunden. In den vergangenen Tagen hat die Wahl-Bambergerin eine Achterbahnfahrt erlebt.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Am letzten Wettkampftag der Leichtathletik-EM 2026 war es wieder da. Das unverkennbare Lächeln von Gina Lückenkemper strahlte unter dem Nachthimmel von Birmingham in die Kameras. In eine Deutschland-Flagge gehüllt ballte sie triumphierend ihre Fäuste. Kurz zuvor hatte sich die Wahl-Bambergerin auf der Tartanbahn von ihrer besten Seite präsentiert, als Schlussläuferin brachte sie die Silbermedaille der Mixed-Staffel über 4x100 Meter unter Dach und Fach. Ein versöhnliches Ende.

Lückenkemper: "Da blutet einem das Herz"

Mit drei Medaillenträumen war Lückenkemper in das Großereignis in den West Midlands gestartet, zwei davon waren jedoch jäh geplatzt. Über 100 Meter war die Europameisterin von 2022 bereits im Halbfinale ausgeschieden, mit der Damen-Staffel über 4x100 Meter erlebte sie derweil einen tragischen Moment. Sophia Junk verletzt sich bei der Stabübergabe an Lückenkemper.

"Der Tag mit der Frauen-Staffel war super bitter. Mit einer verletzten Athletin von der Bahn zu gehen, ist das absolut Schlimmste, was passieren kann", erklärte die 29-Jährige im ARD-Interview an der Seite ihrer Teamkollegen Rebekka Haase, Heiko Gussmann und Kevin Kranz. "Da hätte ich lieber einen verpatzten Wechsel gehabt, als dass sich Sophia wehtut. Da blutet einem immer noch das Herz." Aus letzterem sollte aber nur einen Tag später ein lachendes werden – auch angesichts ihrer eigenen Schwierigkeiten in den vergangenen Wochen.

Lückenkemper schlägt nach schwierigen Wochen mit Silber zurück

Für Lückenkemper war der Auftritt in Birmingham nämlich eine besondere Herausforderung. Die beste deutsche Sprinterin der vergangenen Jahre wurde Ende Juni vor dem Diamond-League-Meeting in Paris von einer Zecke in den Hinterkopf gebissen. Ein Umstand, der sie wochenlang ausbremste. "Ich bin mit einer ganz anderen Grundvoraussetzung zur Europameisterschaft angereist als die anderen", merkte sie an.

Umso beeindruckender die Leistung von Lückenkemper am Sonntag. Als Schlussläuferin nahm sie es auf den finalen Metern mit der Britin Amy Hunt auf, am Ende fehlten nur 0,14 Sekunden auf die Goldmedaille. "Ehrlicherweise habe ich nicht genau gesehen, wo wir lagen. Ich habe einfach nur Gas gegeben und wollte sie packen. Schon vor dem Rennen habe ich mir gesagt, dass ich es ihr nicht einfach machen will. Ich glaube, dass ich mich mit der Leistung jetzt auch nicht verstecken brauche."

Letzten Endes überwiege bei ihr die Freude. "Für mich war die EM sehr durchwachsen. Mit der Mixed-Staffel einen solchen Moment erleben zu können, ist ein versöhnlicher Abschluss für eine turbulente Saison", unterstrich die strahlende Silber-Heldin.

Video: Lückenkemper glänzt als Schlussläuferin

Gina Lückenkemper ist zu EM-Silber gesprintet
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Gina Lückenkemper ist zu EM-Silber gesprintet

Lückenkemper: "Am Ende völlig egal"

Die Mixed-Staffel feierte bei den Europameisterschaften übrigens ihre Premiere. Im kommenden Jahr wird sie auch bei der WM in Peking erstmals zum Programm gehören. Wie fällt das Fazit nach dem ersten großen Höhepunkt in dieser bislang ungewohnten Kombination aus? "Heiko und ich haben den Wechsel im Training schon einmal umgekehrt vollzogen – und da hat er mir ziemlich Beine gemacht. Jetzt habe ich den Spieß umgedreht und ihm Beine gemacht. Er soll sich nur etwas anstrengen", scherzte Lückenkemper zunächst und musste lachen.

"Auf jeden Fall war das eine neue Erfahrung. Bei Mixed-Staffeln steckt eine andere Anspannung dahinter, da die Wechsel so anders sind", meinte sie anschließend und verriet: "Der Wechsel hat gut geklappt. Zwar habe ich das Holz etwas komisch in der Hand gehabt. Da ich den Stab aber nicht mehr abgeben musste, war das am Ende völlig egal."

Im Video: Bayerische Happy Ends bei der Leichtathletik-EM

Merlin Hummel mit seiner Silber-Medaille
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Merlin Hummel mit seiner Silber-Medaille

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