(Symbolbild) Die olympischen Ringe vor der Olympiahalle in München.
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(Symbolbild) München soll Olympia nach Deutschland holen. Der Jubel ist groß, die bevorstehenden Aufgaben auch.
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(Symbolbild) München soll Olympia nach Deutschland holen. Der Jubel ist groß, die bevorstehenden Aufgaben auch.

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Olympia in München? Nächste Schritte, Chancen, Konkurrenz

Olympia in München? Nächste Schritte, Chancen, Konkurrenz

München geht für Deutschland ins Rennen um die Olympischen Spiele. Wie geht es jetzt weiter? Wer sind die internationalen Mitstreiter? Wie stehen die Chancen für das Münchner Konzept? Wie sieht der weitere Prozess aus? Eine Übersicht.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Seit Samstag um 14.43 Uhr steht fest: München ist die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Die bayerische Landeshauptstadt konnte sich in der Abstimmung gegen die Region Köln-Rhein-Ruhr durchsetzen.

Die Münchner Delegation – darunter auch der Oberbürgermeister Dominik Krause (Bündnis 90/Grüne), der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Paraschwimmer Josia Topf und die ehemalige Weltklasse-Sprinterin Alexandra Burghardt – nahm die Entscheidung in Baden-Baden euphorisch entgegen. Doch wie geht es weiter, wenn die ersten Feierlichkeiten, die erste Euphorie abgeflacht ist? Wer sind die internationalen Gegner, wie stehen die Chancen, wo liegen die Stärken der Münchner Bewerbung?

Wie deutlich war die Entscheidung?

Mit 91:50 Stimmen setzte sich die bayerische Landeshauptstadt im Duell mit Köln-Rhein-Ruhr deutlicher als zuvor erwartet durch. München galt vor der geheimen Abstimmung als Favorit. Prüfer des DOSB hielten das Münchner Konzept schon vor dem Votum für am besten geeignet, wie aus einer Bewertung durch die Evaluierungskommission hervorging.

Im Video: So lief die DOSB-Wahl am Samstag

Die Münchner Delegation bei der DOSB-Wahl in Baden-Baden.
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Die Münchner Delegation bei der DOSB-Wahl in Baden-Baden.

Wie geht es weiter?

Nun geht es für München darum, sich international in Stellung zu bringen und dem IOC die Detailpläne sowie finanzielle Garantien vorzulegen. Die erste Vorauswahl für die Vergabe der Sommerspiele 2036 soll im März 2027 abgeschlossen sein. Die nächste Phase strategischer Verhandlungen würde dann bis Ende 2028 laufen, ehe in den letzten Monaten bis zur entscheidenden IOC-Session Mitte 2029 nur noch die aussichtsreichsten Kandidaten im Rennen verbleiben.

Wer sind die anderen internationalen Bewerber?

Als mögliche Kandidaten für 2036 gelten Indien und Katar. Sollte sich das IOC dafür entscheiden, die Olympischen Spiele in diesem Jahr in Asien auszutragen, müsste sich Deutschland mindestens vier weitere Jahre gedulden. In Europa gelten Budapest, Istanbul, Madrid, der Norden Großbritanniens und die Toskana als Anwärter.

Was sind die Stärken des Münchner Konzepts?

Doch gegen die internationale Konkurrenz kann München mit einem runden Konzept punkten: Zum einen hatte München mit einer großen Zustimmung aus der Bevölkerung (66 Prozent) und aus der Politik überzeugt. Ein besonderer Fokus lag bei dem Konzept außerdem auf der Nachhaltigkeit. Rund 90 Prozent der Wettkampfstätten liegen in einem Radius von weniger als 30 Kilometern, der Olympiapark von 1972 ist zudem das Herzstück des Konzepts.

München hat zudem bewiesen, dass es Sport-Großveranstaltungen kann: Das zeigten jüngst die European Championships 2022, die Fußball-EM 2024 sowie der Leichtathletik-WM-Zuschlag für 2031.

Im Video: Wie geht es jetzt weiter

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause und Ministerpräsident Markus Söder
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Dominik Krause und Markus Söder

Wie fallen die Reaktionen aus?

In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich Politiker, Athleten, Sport-Funktionäre und andere Persönlichkeiten der Öffentlichkeit zu möglichen Olympischen Spielen in München und Deutschland geäußert und sich dafür stark gemacht. Der Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp etwa sagte im ARD-Interview: "Es wird Zeit, dass wir die Spiele wieder nach Deutschland holen." Olympia in Deutschland könne helfen, einen positiven Patriotismus zu befeuern.

Bei BR24Sport sagte Olympia-Kenner und Sportbotschafter Christian Neureuther: "Es ist für München, für Bayern, aber auch für ganz Deutschland wichtig." Jetzt gehe es darum, "in ganz Deutschland den Geist von Olympia zu verbreiten." Bayerns Ministerpräsident Söder gab sich nach der erfolgreichen Bewerbung staatsmännisch: "Es ist was Historisches und wir wollen alles geben, damit wir am Ende gemeinschaftlich als Deutschland, als Partner für Nord, für Süd, für Ost und West, am Ende uns als ein Land präsentieren."

Erste Paralympics in München?

Auch der Para-Schwimmer Josia Topf zeigte sich begeistert: "Es ist gigantisch. Als Sportler ist es der heilige Gral, zu den Spielen zu kommen, und es ist dann nochmal tausendmal mehr wert, wenn man weiß, es ist im eigenen Land. Dass jetzt sogar die Chance besteht, das ganz große Ding zu holen, ist einfach phänomenal." Immerhin würde eine erfolgreiche Bewerbung auf Olympische Spiele auch bedeuten, dass zum ersten Mal Paralympics in München stattfinden würden. Für die Inklusion und Barrierefreiheit in der Stadt erhoffen sich Befürworter davon große Fortschritte.

Im Video: Söder und Krause im BR24Sport-Exklusivinterview

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU, l.) und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) im BR24Sport-Exklusivinterview.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU, l.) und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) im BR24Sport-Exklusivinterview.

Im Video: Was bedeutet Olympia-Bewerbung für Münchner Infrastruktur?

Münchner Olympiapark
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Münchner Olympiapark

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